Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 7. Mai 1958 (Tübingen)


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<Briefkopf: PROFESSOR DR. EDUARD SPRANGER
TÜBINGEN
Rümelinstr. 12>

7.V.58.
Meine geliebte Freundin!
Seit unsrer Rückkehr von Marbach ist nichts geschehen, was zu berichten wert wäre. Es ist nur ein Brief von Frau Pramann eingetroffen, der sehr erfreut von dem Besuch am Karfreitag bei Dir erzählte. Bei uns tauchen viele Ausländer auf, die hier das Semester beginnen. Ich selbst halte auch kein Seminar mehr. Mit der Lehrtätigkeit ist es nun endgiltig aus. Heute war Besuch aus Berlin-Reinickendorf
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| da; aber das zähle ich nicht zum "Ausland". Es blüht jetzt überall sehr schön. Wir haben nicht viel davon. In allen 9 Tagen der sog. Frühlingsreise sind wir nicht einen Schritt in den Wald gekommen.
Aber am Samstag soll ich mit den Neuimmatrikulierten der Ev. Studentengemeinde auf den Traifelberg fahren. [re. Rand] 800 m hoch. Halte bitte den Daumen, daß es da nicht zu kalt ist, denn die Eisheiligen sind schon wieder nahe.
Wir wünschen ein möglichst gutes Befinden und grüßen Dich herzlich, – insbesondere
Dein getreuer
Eduard