Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 28. Mai 1958 (Tübingen)


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<Briefkopf: PROFESSOR DR. EDUARD SPRANGER
TÜBINGEN
Rümelinstr. 12>

28.V.58
Meine geliebte Freundin!
Nun ist Pfingsten vorüber. Das Wetter war hier mittelgut. Wir haben am 1. Feiertag im Wald bei Kirchentellinsfurt gesessen. Am 2. Feiertag waren wir tief in der Alb drin, halbwegs nach Sigmaringen, in dem Nest Burladingen. Dort sind Felsen, wie ich sie mit Dir bei Blaubeuren bestiegen habe. Aber das Klettern – 25 Jahre später – ist nicht mehr so leicht. Und das Heruntergehen auf unsicheren Beinen ist fast noch unangenehmer Der Ausflug ist mir auch nicht besonders bekommen.
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Gestern hat uns Bähr den 2. Teil der Eröffnungsfeier der Eduard Spranger-Schule in Gelsenkirchen vom Apparat (Bandaufnahme) vorgespielt. Heute hat der Landpädadgogische Kongreß hier begonnen der 3 Tage dauern wird. Ich bin heute schon etwas schlapp, muß aber am 3. Tage selbst reden.
Unter den Teilnehmern ist auch jemand vom Werderplatz, ganz in Deiner Nähe: der Regierungspräsident Huber, der jeden Tag mit dem Auto in ¾ Stunden nach Karlsruhe fährt. In dieser Zeit wäre man mit dem Wagen nicht von Pankow bis Lübars gekommen.
Noch einmal alles Gute für den Umzug und herzliche Grüße von den
3 Rümelinern.
Dein Eduard