Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 8. August 1958 (Tübingen, Postkarte)


<von fremder Hand>

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Tübingen, den 8. Aug.
M. L!  Am 4. August sind wir nach Tübingen zurückgekehrt, ich mit einem maßvollen Rheumatismus begabt, der sich aber wieder verzogen hat. Ich hatte dann die große Freude, nach einer Pause von 4 Wochen sowohl durch
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| Frl. Mathy wie durch Frl. Héraucourt etwas über Dein Ergehen zu erfahren. Was Frl. Mathy inzwischen durchzumachen hatte, hat mich sehr bewegt. Das große Unwetter vom 1. August wird auch in Heidelberg unangenehm zu spüren gewesen sein. In Alpirsbach war es weniger schlimm. – Vorläufig kämpfe ich noch mit der aufgelaufenen Post. Heute habe ich einen kl. Aufsatz zum Gedenken an den 50. Todestag meines Lehrers Paulsen geschrieben. So lange ist das alles schon her. Frau Paulsen, die Witwe hast Du ja auch noch kennen gelernt. – Vor 3 Tagen kam die schlimme Nachricht, daß Litt sich wieder den Arm gebrochen hat, zu zweiten Mal in 4 Jahren!
<li. Rand>
Wir gedenken Deiner täglich in Liebe u. Treue. Dein

<Kopf>
Eduard

[li. Rand S. 1] Auch Ida ist befriedigt zurückgekehrt und grüßt.