Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 15. August 1958 (Tübingen, Postkarte)


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15.8.58.  M. L! Heute hat unsre Ida Geburtstag. Gestern kam der erste der 6 auswärtigen Besucher, die für den Monat August angemeldet sind: Simon Schwarz, bis 1956 in Hermannstadt in Siebenbürgen. Du hast ihn 1928 gesehen, als wir gerade die Fabeckstr. 13 einrichteten. Am Montag ist Johanna
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, früher Johanna Wezel, aus Canada zu erwarten. Sie hat einmal bei Hochwasser im Holländ. Hof in Heidelberg gewohnt. – Der arme Litt hat in seinem schweren Gipsverband in Bonn viel auszuhalten. Da bist Du 1953 besser davongekommen. Meine Cousine Alice in Berlin ist auch von einem Motorradfahrer umgefahren worden und liegt mit Gehirnerschütterung im Krankenhaus.
Das Wetter wechselt sehr. Es ist bald kühl, bald schwül. Wir waren gestern mit Simon Schwarz in Bebenhausen. Die Stadt ist leer, alles ist verreist. Ich bin mit Pestalozzi beschäftigt, bei dem es immer noch etwas zu lernen gibt.
In unablässigem Gedenken herzliche Wünsche und Grüße

<li. Rand>
von allen 3 Rümelingen.