Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 17. August 1958 (Tübingen, Postkarte)


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17. August 58. M. L!
Gestern vor 40 Jahren haben Du und ich in der Plöck bei Wundt seinen 85. Geburtstag mitgefeiert. Also war gestern sein 125. Geburtstag. – Um der Hitze (und Idas Geburtstagskaffee) zu entgehen, sind wir auf den Traifelberg gefahren, 750m hoch, gegenüber dem Lichtenstein,
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| in 55 Min. mit der Bahn zu erreichen. Morgen kommt, wie schon gemeldet, Johanna Richter, geb. Wezel. Litts Armbruch scheint einen normalen Verlauf zu nehmen. Aber bei dieser Temperatur ist ein Gipsverband noch unangenehmer als sonst.
Du wirst dem Zug der Wolken und der Vögel folgen. Ich muß mehr lesen, als meinen Augen gut ist, weil ich bei Pestalozzi etwas entdeckt habe, was bisher alle falsch verstanden haben.
Neulich kurzer Besuch von Frau Prof. Anneliese Maier, Tochter von Heinrich Maier, die jetzt in Rom lebt.
Herzliche Wünsche und Grüße von uns allen!
Dein Eduard