Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 25./26. August 1958 (Tübingen, Postkarte)


[1]
|
25.8.58.  M. L! Durch die Güte von Frl. Mathy, der ich dafür herzlich dankbar bin, habe ich wieder eine Nachricht von Dir. Wir sind stark betrübt durch die Mitteilung eines Dritten, daß Freund Louvaris einen Schlaganfall gehabt hat, der die Sehkraft auf
[2]
| einem Auge geschädigt hat. Wir sind nun einmal alle "alt", die wir noch aus dem vorigen Jahrhundert stammen. Jedoch ist auch, meine viel jüngere Schreibhilfe z. Z. krank. Es ist dann immer schwer für mich, mit allen Verpflichtungen
[hier bin ich durch Besuch aus Amerika unterbrochen worden] fertig zu werden. Denn mit meinen Augen und sonst ist "nicht viel los". Dazu kommen die trüben Tage. Es sieht fast aus, als ob der Sommer sich schon empfehlen wollte. Aber wir wollen hoffen, daß noch eine Nachlieferung kommt wie im September 1913 auf der Reichenau, als "Male" <li. Rand> uns amüsierte. Herzlichste Grüße Dein <re. Rand> Eduard mit Gefolgschaft.