Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 1. November 1958 (Tübingen, Postkarte)


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1. November 58.  M. L!
Nach der Rückkehr von Kiel war hier recht viel zu erledigen. Es war schön, daß wir Dich wenigstens für eine knappe Stunde besuchen konnten. Den Zug nach Stuttgart haben wir gerade noch erreicht. Morgen ist Jahrestag: Du und ich haben die Luthermedaille der Stadt Berlin erhalten;
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| Du vermutlich um 1888, ich im Jahre 1899. Meine ist längst verschwunden; vermutlich haben sie die Russen.
Bei dem schönen Herbstwetter haben wir noch 2 lange Wanderungen im Schönbuch machen können. Die Arbeit am Pestalozzi strengt meine Augen sehr an. Ich bin aber fast fertig. Die Korrekturen werden noch schlimmer sein.
Hoffentlich hast Du manchen Besuch gehabt. Wie geht es Frau H.? Sie schien sehr leidend zu sein. Überhaupt: die winterliche Hälfte des Jahres macht alles viel schwerer. Wir wollen uns Mühe geben, standzuhalten und Widrigkeiten geduldig hinzu<li. Rand>nehmen. Herzliche Grüße Eduard, Susanne, Ida.