Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 11. Januar 1958 (Heidelberg)


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<Schluß fehlt>
Heidelberg 11.1.58.
Mein einziger Freund!
Soeben kam Dein lieber Brief, der aber leider für mich zu keiner eigentlichen Klärung hilft, denn ich habe ja zu der ganzen Sache eigentlich nur Abwehr gehabt. Denn eine solche Umstellung, wie Frau Dr. sie vorschulg war mir sehr entgegen. Das scheint mir wie ein Rückschritt zu dem Anfang meiner hiesigen Eingewöhnung. Man muß eben mit der Erholung von einer Grippe muß man in meinem Alter Geduld haben und die habe ich. Deswegen habe ich auch den anfänglichen Widerstand aufgegeben. Es wäre ein Segen,
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| hätten wir die Sache mal in Ruhe zusammen besprechen können. Frau Dr. ist mir persönlich sehr angenehm, wird auch allgemein anerkannt, aber sie kann doch den Zustand nicht von meinem Empfinden aus beurteilen. Sie weiß nicht, wie mich die ganze Sache aufregt. Ich wäre froh gewesen, wenn Du nicht dafür gewesen wärst. Von der Putzerei des Zimmer, wäre bei der hiesigen Methode kein Vorteil dabei, wie jede Kontrlle von meiner Seite feststellt. Und von Frau Christmann werde ich sehr freundlich und fürsorglich versorgt.