Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 11. Januar 1959 (Tübingen, Postkarte)


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11.I. 59.  M. L! Mit Interesse und Freude habe ich erfahren, daß in Deinem Zimmer eine Veränderung stattgefunden hat. Du wirst Dich nun wohl auch aus Deinem Winkel heraustrauen und näher an das Fenster heranrücken, von wo Du die Berge, die Türme und die ganze Pockenstadt über
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| sehen kannst. Ich habe mich mit der Neujahrspost etwas überanstrengt und hatte heute vor einer Woche einen kleinen Kollaps. Seitdem bekomme ich – wie Du – Strophantinspritzen.
"Kollege" Drechsler hat mir geschrieben, daß er und seine Frau Dich im Lauf des Jahres einmal besucht haben.
Ich lese jetzt Korrekturen vom Pestalozzi, der etwa 10 Bogen = 160 Seiten stark wird. Das strengt die Augen natürlich sehr an. Aber einmal wenigstens muß ich den ganzen Text durchgesehen haben.
Das Schneewetter hindert uns an Unternehmungen. Gestern waren wir im – Kino. "Dreimäderlhaus"
<li. Rand> Susanne, Ida und ich grüßen Dich mit <re. Rand> vielen herzlichen Wünschen. Dein Eduard