Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 11. Februar 1959 (Tübingen, Postkarte)


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<Poststempel: 11.2.59>
M. L!  Der Bildhauer Halbritter hat mir einen neuen Stift geschenkt. Mit dem schreibe ich hier zum ersten Male. Viel Neues ist nicht zu berichten. Wir hatten Besuch aus Dahlem, vom Präsidenten der Goethe-Gesellschaft, Wachsmuth, am Samstag von dem Ehepaar Dr. Bähr und dem Ehepaar Prof. Brunner (Ägyptologe), die miteinander
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| befreundet sind. Am Sonntag war die Musik durch Konzertmeister Klemm und Frau vertreten. Nachm. waren wir in Bad Niedernau, wohin das Fastnachtstreiben von Rottenburg ausstrahlte. – Mit großer Mühe und Plage der Augen habe ich nun auch die zweite Korrektur vom "Pestalozzi" vollendet (160 Seiten.) Gestern hat unser Landrat, der aus Eberswalde stammt, wie jedes Jahr zu Fastnacht sein Dutzend Spritzkuchen bekommen.
Gegen Mittag hebt sich der Nebel. Es ist manchmal schon frühlinghaft. Dann kannst Du hoffentlich am Fenster in der Sonne sitzen. Aber viel gehen darf ich bei der Frühlingsluft nicht.
Wir 3 grüßen Dich in Treue und wünschen behagliche Eindrücke, auch lieben Besuch
Dein Eduard