Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 11. September 1959 (Lenzkirch/Hotel Vogt, Postkarte)


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z. Z. Lenzkirch, Hôtel Vogt, den 11.9.59
M. L! Wir denken stets an Dich und hoffen, daß dieses einzigartig schöne Herbstwetter auch Dir wohltut. Wir sind nun 10 Tage unterwegs und haben bisher kaum eine Wolke gesehen. Die Wanderungen sind allerdings kürzer als früher. Es geht nicht mehr so leicht. Gestern
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| waren wir in Kappel. Du erinnerst Dich vielleicht, daß wir dort im September 1926 Mittag gegessen haben. Wir kamen von Titsee über den Hirahof, und gingen nachm. weiter über Kappel-Gutachbrücke nach Friedenweiler und Neustadt. Tüchtige Leistung! Es ist in diesem Jahr überall ganz trocken; man kann sogar durch sumpfige Wiesen gehen. – Für den 15. August sind wir zu der Abschiedsfeier für Heuß in den Bundestag und nach Schloß Brühl eingeladen. Aber man kann nicht alles haben. Dies Jahr ist für Sus. und mich die Erholung vordringlich. Frl. Héraucourt ist nun wohl wieder da. Bitte grüße alle Deine <li. Rand> gütigen Betreuerinnen. Mit herzlichen Wünschen
<Kopf>
Deine Eduard u. Susanne (Spranger)