Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 17. September 1959 (Lenzkirch/Hotel Vogt, Postkarte)


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z. Z. Lenzkirch, Hôtel Vogt, den 17.9.59.
M. L!  Gestern sind zum ersten Male Wolken aufgezogen. In der Nacht hat es ein paar Tropfen geregnet; aber das ist kaum zu merken. Immerhin: Herbstfarben setzen sich durch. – Wir sind neulich einen Teil des Weges SchluchseeLenzkirch gegangen, denselben, den ich mit Dir
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| 1925 gemacht habe. Natürlich haben wir uns auf die Höhe vom Omnibus fahren lassen, den es damals noch nicht gab. Der Weg abwärts dauerte 2 Stunden. In dieser Zeit, haben wir 2 Menschen getroffen! –
Überraschend hat sich unser Freund Bähr entschlossen, mit Frau und Söhnchen nach Schluchsee zu gehen. Das hängt wohl mit Freundesdiensten zusammen, die er Albert Schweitzer zu leisten hat. Bähr will uns heute Mittag besuchen. Sonst haben wir hier ganz still gelebt. Samstag 19.9. mittags fahren wir ab und sind abends in Tübingen. Der bevorstehende Klimawechsel wird für jeden ein bißchen schwierig sein. Aber die gütige Frau Edinger gibt dann eine Spritze mehr.
<li. Rand> Herzliche Wünsche und Grüße Deine Eduard und <Kopf> Susanne Spranger