Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 11. Oktober 1959 (Tübingen, Postkarte)


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Tübingen, den 11. Oktober 59.
M. L!  Gestern sind wir von Liebenzell über Nagold (!) zurückgekommen. Dort hatten wir Besuch von Wenke, der im Temperament unverändert war, aber doch noch Spuren seiner Krankheit zeigte. Heute geschah zweier
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|lei Ungewöhnliches 1) es regnete 2) Albert Schweitzer kam nach Tübingen. Wir sind eben von einem Kaffee bei Bährs zurückgekommen, der über 1½ Stunden dauerte. Er hat viel mit mir geredet, u. a. von Berlin, wo er 1 Jahr vor mir studiert hat und von vielem Gemeinsamem sonst. Der Architekt Schmitthenner, auch ein Pour le Méritler und ein Elsässer, war der dritte. Die Begegnungen und Feiern setzen sich heute Abend und morgen Vormittag noch fort. Am Dienstag 13.X. wollen wir gemäß altem Plan nach Weinheim (Pension Turmhof) gehen und uns dort mit Holzhausens u. Christiane treffen. Von dort aus komme ich dann bald <li. Rand> zu Dir. Der Wetterumschlag wird Dir leider <re. Rand> auch auf die Nerven gehn. <Kopf> Hoffentlich steht es sonst passabel.
<li. Rand S. 1> Herzliche Grüße, auch Dei<re. Rand>nen guten Betreuerinnen <Kopf> von Deinem Eduard Susanne, Ida.
[Fuß S. 1] Heuß hat mir eigenhändig gedankt.