Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 1. November 1959 (Tübingen, Postkarte)


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1. November 59.  M. L!  Durch freundliche Mitteilung von Frl. Héraucourt habe ich erfahren, daß Du in der vorigen Woche lieben Besuch aus Tutzing gehabt hast. Das war ein guter Übergang in den Vorwinter. Als wir gestern einen jungen Mediciner in Urach besuchten, lag unter den brennend roten
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| Bäumen auf den Bergen, die den Ort einnahmen, schon beträchtlicher Schnee. Sonst kommen wir nicht mehr viel ins Freie. Aber in dieser Woche beginnen die Schillerfeiern. Ich beabsichtige, am 5. November zu einer der Veranstaltungen nach Marbach zu fahren. Am Haupttage (10. Nov.) wollen wir beide in Stuttgart über 2 Nächte bleiben. – Ich habe jetzt eine neue Schreibhilfe, und auch meine Vorleserin ist nach langem Entbehren wieder da. Aus Japan sind Übersetzungen von 2 Büchern von mir gekommen.
Wir gedenken Deiner täglich und grüßen Dich mit vielen guten Wünschen, auch Frl. Mathy und Fräulein Héraucourt. Herzlichst
<re. Rand>
Dein Eduard, Susanne, Ida

[li. Rand] Für Frl. Héraucourt: Die Beilage Ihres gütigen Schreibens <Kopf> ist erledigt.