Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 11. November 1959 (Tübingen, Postkarte)


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Tübingen, 11.11.59. M. L!  Es hat mich sehr gefreut, von 2 Seiten zugleich zu hören, daß Du wieder in den größeren und helleren Raum eingezogen bist.
Wir sind vor 2 Stunden von Stuttgart zurückgekehrt, wo wir 2mal übernachtet haben. Am 9.11. trafen wir dort die Witwe meines Berliner Kolle
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|gen Petersen, und den Präsidenten der Goethe-Gesellschaft Wachsmuth mit Frau aus Berlin Dahlem. Gestern fuhren wir nach Marbach. Die Hauptfeier begann um 11. Heuß mit Familie war auch da, und viele alte Bekannte, auch der greise Ackerknecht. Um 18½ begann in Stuttgart die Oper Don Carlos v. Verdi, deren glänzende Aufführung für den mageren Festvortrag v. Zuckmayer etwas entschädigte. Die Musik war auch bedeutender als die Chöre von Orff am Vorm. – Heute haben wir noch alle Freunde in Stuttgart besucht. Luise Lampert war verreist. Nun sind wir recht müde. Ich leide seit einiger Zeit an recht schmerzhaften Füßen.
Allerseits herzliche Grüße! Deine
Tübinger

[li. Rand] Von Heidelberg waren Bornkamms in St.