Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 26. November 1959 (Tübingen, Postkarte)


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26.XI.59.  M. L!  Am Sonntag hatten wir Besuch von Louvaris. Er kam von Berlin und Bonn. Diesmal begleitete ihn seine Frau, die wir seit 24 Jahren nicht gesehen hatten. Er sollte eigentlich noch keine Vortragsreisen machen, da er im vorigen Jahr eine Venenentzündung hatte. Aber er kommt so gern nach Deutschland, daß er es sich abzwingt. Wir gedachten natürlich auch Deiner.
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| Der Sohn bleibt verschollen. – Bähr hat Litt in der Chirurg. Klinik besucht. Hoffentlich kann der letztere nun wirklich aus der Behandlung zu Weihnachten entlassen werden. Die Frau ist wieder in der Heilanstalt. – Alles ist alt oder krank. – Wir haben gestern einen Spaziergang in der Nähe von Reutlingen gemacht. Davon krachen mir heute noch alle Knochen. – Heute Nachmittag ist Marianne Meister, geb. Honig, zu einem kurzen Besuch gekommen. Morgen kommt auch ihr Mann, unser Neffe Ernst Meister, aber nur für wenige Stunden.
Wir gedenken Deiner täglich mit warmen Wünschen und grüßen Dich, die verehrten Schwestern, Frl. Mathy und Fräulein Héraucourt herzlich.
Susanne.  Eduard.  Ida.