Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 17. Januar 1960 (Tübingen, Postkarte)


17.I.60. M. L!  Wir haben jetzt hier erhebliche Kälte, und diese Nacht ist wieder Schnee gefallen. Bei Euch wird es ähnlich sein, aber wohl nicht so kalt. Hoffentlich hat die Dammbruchkatastrophe in Amsterdam nicht den Stadtteil betroffen, wo Frau Leoni lebt! Albert Schweitzers Geburtstag 14.I. ist auch hier gefeiert worden. Man
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| hat die Mittelschule nach ihm benannt. Für die Schüler ist der Schw. Film noch einmal gezeigt worden, den ich noch nicht gesehen habe. Ich kann aber meiner Augen wegen kein Kino mehr besuchen, mußte also vorher den Festakt verlassen. Das reichhaltige Gratulationsheft der "Universitas" ist erschienen. Meinen Beitrag werde ich Dir schicken, sobald ich Sonderdrucke habe – In den letzten Tagen habe ich für ein Buch über die (zerstörte) Neue Kirche in Berlin Erinnerungen an m. Einsegnungspfarrer Kirmß geschrieben. – Der Autounfall, den Louvaris vor Athen gehabt hat, war schlimmer, als es uns anfangs mitgeteilt worden ist. – Mein erster Famulus in Leipzig, Dr. Möckel, ist gestorben. Seit 1911 war ich mit ihm verbunden. Christiane ist gestern 15 Jahre <li. Rand> alt geworden. Frau Meinecke wird demnächst 85
<re. Rand> Herzliche Wünsche und Grüße <Kopf> von Deinem Eduard, Sus. u. Ida.
[li. Rand S. 1] Prof. Drechsler hat <Fuß S. 1> nach Dir gefragt.