Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 5. Februar 1960 (Tübingen, Postkarte)


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5.II.60.  M. L!  Die beiden Besucher sind nun – ohne Verbindung miteinander – nach Zürich abgeflogen (Silber), bez. abgefahren (Litt.) Bei dem guten Wetter konnten wir mit Frl. Silber dreimal Waldspaziergänge machen. Litt geht noch etwas behindert und ist schmal im Gesicht geworden. Aber er ist unternehmend wie früher. Gestern habe ich ihn auf die Bahn gebracht, und am Abend hat
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| er schon im Pestalozzianum in Zürich einen Vortrag gehalten. Heute konnte ich noch nicht zur Arbeit zurückkehren. Denn es kam ein Porträtzeichner Kreibich, der in 2 Stunden 3 ausgezeichnete Bilder von mir in Kohle zeichnete.
Frl. Héraucourt danke ich herzlich für ihren lieben Brief. Ich wünsche wärmstens, daß ihre Gesundheit sich bald zum Besseren wendet.
Christiane hat Kummer mit der Schule. Sie wird wohl aus der jetzigen ausscheiden und auf die Ursulinnenschule in Königsstein (unterhalb der Ruine) kommen, an der wir 1942 oft vorübergegangen sind.
Beim Rektorfest sind wir bis 23½ geblieben. Es wurde ein Marionettenspiel von einzigartiger Vollendung vorgeführt.
<li. Rand> Gestern war Roland Wais, Sohn der † Marta Holl bei uns. <Kopf> Er ist 19 Jahre u. schließt sich sehr an <re. Rand> uns an. Allseitige herzl. Grüße u. viele gute Wünsche. Dein Eduard.