Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 17. Februar 1960 (Tübingen, Postkarte)


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17.II.60.  M. L.  Es wird nicht recht Winter und es wird nicht recht Frühling. In Stuttgart hatten wir gutes Wetter. Wir konnten mit Heuß eine ganze Weile persönlich sprechen, sahen manchen alten Bekannten wieder. Mein Nachbar war der Oberbürgermeister Kalbfell von Reutlingen, ein besonders tüchtiges Stadtoberhaupt. Am 2. Tage haben wir Frl. Lampert und
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| Schwester besucht. Die erstere kommt mit ihrem künstlichen Bein ganz gut zustande. Am Montag haben wir den jungen Grafen Hardenberg, jetzt Chef des Hauses, vergeblich erwartet. Stattdessen kam gestern unerwartet der noch nicht persönlich bekannte berühmte Direktor des Baseler Altersheimes Dr. Vischer. Es war viel vom alten Goethe die Rede.
Morgen müssen wir aus wichtigem Grunde nach Alpirsbach, Hôtel zum Löwen. Dort bleiben wir bis Samstag 20. abends. Ida fährt mit uns. Wir wünschen ein möglichst gutes Befinden und grüßen allerseits herzlich.
In treuem Gedenken
Eduard, Susanne, Ida.

[li. Rand] Am 20.II ist in München eine Veranstaltung des <Kopf> P. le Mér., die ich nicht besuchen kann.