Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 13. März 1960 (Tübingen, Postkarte)


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13.III.60.  M. L!  Von hier ist eigentlich garnichts zu berichten. Ich habe immer viel zu tun, aber es ist Schreibarbeit, von der man nichts erzählen kann. Am 10. März war "Königin Luise", zugleich Geburtstag von Frau Dr. Bähr, gestern war der 113. Geburtstag meiner Mutter, und heute vor 63 Jahren bin ich in den Neuen See ge
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|fallen. Fast jeden Tag ist irgend ein Besuch; aber die Leute kennst Du meistens nicht. Einmal war ein Professor der Botanik aus Osaka da, der uns seit 21 Jahren die Treue hält. – Ich hoffe, Dich noch im Laufe dieses Monats besuchen zu können. Das Datum schreibe ich das nächste Mal. Es muß ja ein Tag abgewartet werden, wo die Knochen auf erträgliche Art beisammen sind. Wir, d. h. Susanne, Ida und ich, grüßen Dich und Deine treuen Beschirmerinnen herzlich.
Dein
Eduard