Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 21. März 1960 (Tübingen, Postkarte)


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21. März 1960 (sogenannter Frühlingsanfang).  M. L.!  Zunächst erinnere ich noch einmal daran, daß ich beabsichtige, Dich am Dienstag 29. März in Heidelberg zu besuchen. Zu erzählen habe ich, daß wir gestern in Stuttgart gewesen sind. Es handelte sich um eine Riesenkundgebung von Heimat und Naturschutzverbänden, – etwa
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| 2000 Menschen. Sie fand in der neuen Liederhalle statt, einem gewaltigen Bau, der von außen wie ein mächtiger Felsen wirkt. Wir haben auch Heuß kurz gesprochen. Er hat wieder versichert, daß er einmal nach Tübingen kommen will. Jünger ist er auch nicht geworden. Unser vorzüglicher Kultusminister hielt eine sehr gute Rede. Morgen früh muß ich auf den Österberg fahren, um im Rundfunkhause einen neuen Vortrag auf Band zu sprechen. Dann muß ich das [über der Zeile] die Bandabschrift von meinem Vortrag in der Mädchenschule korrigieren. Ein unangenehmes Geschäft. – Heute früh kam ein lieber Brief aus Halver, dem Geburtsort meiner Mutter.
<li. Rand> Allseitig viele herzliche Grüße. Wir wünschen <Kopf> ein günstiges Befinden. Dein Eduard