Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 6. April 1960 (Tübingen, Postkarte)


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6. April 60.  M. L!  Es ist nun schon eine gute Woche her, daß ich Dich besuchen konnte. Ich denke gern an die Stunde in Deinem Zimmer und an die blühenden Gärten ringsum. Auch bei uns hat inzwischen das Blühen angefangen. Sonst hat es nur Arbeit gegeben. Der mir nah befreundete Direktor unsres Gymnasiums hat mich aufgefordert, bei der kl. Entlassungsfeier für seine Abiturienten und Abiturientinnen ein paar Worte zu sagen. Ich habe über das Thema "Der produktive Irrtum" gesprochen. Besuch der verschiedensten Herkunft war da. Ein Freund in Kyoto hat amüsant über Adenauers Aufenthalt dort berichtet. Heute
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| ist Bundespräsident Lübke in Ludwigsburg u. Stuttgart. Eigentlich sollten wir dabei sein. Aber das wäre zu anstrengend. Denn nur bei sorgfältiger Schonung kann ich noch ein bißchen leisten. Christiane ist in die Ursulinenschule in Königstein aufgenommen.
Herzliche Wünsche für Dein Befinden und viele Grüße an alle, <li. Rand> die Dich pflegen. Deine
<Kopf> Eduard, Susanne, Ida.