pictura paedagogica online Bertuchs Bilderbuch für Kinder

F. J. Bertuch: BILDERBUCH FÜR KINDER, 1. Band. Weimar 1801.

(Bibliographische Information)


Die erste Hälfte dieses Exemplars ist nur einsprachig. Erst ab Tafel 46 gibt es auch französische Beschreibungen.

Titelblatt BILDERBUCH FÜR KINDER
Vorwort Plan, Ankündigung und Vorbericht des Werks.
Tafeln 1 | 10 | 20 | 30 | 40 | 50 | 60 | 70 | 80 | 90 | 100 | - | - | - | - | 46 | 50 | 60 | 70 | 80 | 90 | 100 |
Inhaltsverzeichnis INHALT DES ERSTEN BANDES TABLE DES MATIERES
I. Vierfüssige Thiere. Quadrupedes.
II. Vögel. Oiseaux.
III. Fische. Poissons.
IV. Insecten. Insectes.
V. Pflanzen. Plantes.
VI. Menschen und Trachten. Hommes et leurs Habillemens
VII. Gewürme. Vers.
VIII. Conchylien. Coquillages.
IX. Corallen. Coraux.
X. Amphibien. Amphibies.
XI. Mineralien. Métaux.
XII. Baukunst. Architecture.
XIII. Alterthümer. Antiquités.
XIV. Vemischte Gegenstände. Melanges.




Band 1, Titel 1

Band 1, Heft 1, Titel 1, deutsch

BILDERBUCH FÜR KINDER

enthaltend
eine angenehme Sammlung von Thieren, Pflanzen, Blumen, Früchten, Mineralien, Trachten und allerhand andern unterrichtenden Gegenständen aus dem Reiche der Natur, der Künste und Wissenschaften; alle nach den besten Originalen gewählt, gestochen, und mit einer kurzen wissenschaftlichen, und den Verstandes-Kräften eines Kindes angemessenen Erklärung begleitet.
Seiner Durchlaucht
dem Herrn Erbprinzen
CARL FRIEDRICH,
zu Sachsen Weimar und Eisenach
zugeeignet.
Erster Band.
Weimar, in dem privil. Industrie-Comptoirs.

Band 1
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Band 1, Vorwort 1

Band 1, Heft 1, Vorwort 1, deutsch

Plan, Ankündigung und Vorbericht des Werks.

Ein Bilderbuch ist für eine Kinderstube ein eben so wesentliches und noch unentbehrlicheres Meuble als die Wiege, die Puppe, oder das Steckenpferd. Diese Wahrheit kennt jeder Vater, jede Mutter, jeder der Kinder erzogen hat, und von Locke an bis auf Basedow, Campe und Salzmann, empfiehlt jeder vernünftige Pädagog, den frühesten Unterricht des Kindes durchs Auge anzufangen, und ihm so viel gute und richtige Bilder und Figuren, als man nur kann, vor das Gesicht zu bringen. Seit der alte Comenius den ersten glücklichen Gedanken hatte, diesem wesentlichen Bedürfnisse der Erziehung durch seinen famosen Orbis pictus abzuhelfen, und diese Idee, aber noch roh genug, auszuführen, haben mehrere Kinderfreunde der Pädagogik und unsrer kleinen Welt ein solches Geschenk zu machen gesucht, aber freylich nicht immer mit gleichem Glücke und gleicher Brauchbarkeit. Ich fühle keinen Beruf, ihre Fehler hier zu entwickeln, die ein jeder beym Gebrauche leicht selbst finden wird: ich will vielmehr nur einen Fingerzeig aus die Eigenschaften geben, die ein gutes Bilderbuch für Kinder haben muss. Folgende, denk' ich, sind es.

Band 1
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Band 1, Vorwort 2

Band 1, Heft 1, Vorwort 2, deutsch
1) Es muss schön und richtig gezeichnete und keine schlecht gestochne Kupfer haben, weil nichts wichtiger ist, als das Auge des Kindes, gleich vom Anfange an, nur an wahre Darstellung der Gegenstände, richtige Verhältnisse, Eindrucke und Begriffe, die es der Seele geben kann, und an schöne Formen und guten Geschmack zu gewöhnen. Man kann nicht glauben, wie begierig die Einbildungskraft eines Kindes die ersten bildlichen Eindrücke fasst; wie fest sie dieselben hält, und wie schwer es hernach ist, falsche Bilder und Begriffe, die sie dadurch empfieng, in der Folge wieder wegzuschaffen. Gute oder schlechte Kupfer thun hierbey alles, und können bey Kindern entweder grossen Nutzen oder wahres Unheil stiften. Ein dergleichen Bilderbuch muss daher durchaus nicht von einem Zeichner nur aus der Idee hingezeichnet und komponirt werden, denn Ein Zeichner ist meistens nur in Darstellung Einer Art von Gegenständen, z.E. Menschen, zahmen Vieh, wilden Thieren, Vögeln, Blumen u.s.w. ganz Meister, und in allen andern unwahr und manierirt; sondern es muss vom Redacteur mit Sachkenntniss, Auswahl und gutem Geschmacke, aus einer grossen Menge Werke, deren man jedes für das vollkommenste in diesem oder jenem Fache hält, zusammengetragen und sorgfältig kopirt werden.

2) Es muss nicht zu viele und zu sehr verschiedene Gegenstände auf Einer Tafel zusammendrängen; sonst verwirrt es die Imagination des Kindes und zerstreut seine Aufmerksamkeit, wenn der Lehrer sie gern auf einen einzigen Gegenstand der Tafel heften möchte. Das Auge des lebhaften Kindes sieht ganz anders als das Auge des Mannes, das sich beschränken und abstrahiren kann. Das Kind aber sieht die ganze Menge höchst verschiedener Bilder und Gegenstände, die auf der Tafel zusammen stehen, alle auf einmal, springt mit seiner lebhaften Imagination von einem zum andern über, und so ists dann dem Lehrer nicht möglich, seine Aufmerksamkeit nur auf Einen Gegenstand zu fixiren. Die Kupfer zu Basedows Elementar-Werke und noch mehr Stoys Bilderakademie haben diesen wesentlichen Fehler.

3) Es muss die Gegenstände nicht zu klein darstellen, und die auf einer Tafel zusammengestellten müssen, wo möglich, in Rücksicht ihrer natürlichen Grösse, richtige Verhältnisse gegen einander haben. Ein Umstand, den ich fast in allen vernachlässigt gefunden habe. So ist z.E. im neuen Orbis pictus, auf Taf. III. eine Weintraube so gross als ein Stuhl, ein Beil so gross als ein Thurm, und auf Taf. V. ein Eich-

horn



Band 1
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Band 1, Vorwort 3

Band 1, Heft 1, Vorwort 3, deutsch
horn so gross als ein Rennthier. Wie soll nun das Kind Ideen von richtigen Verhältnissen der Dinge bekommen?

4) Es muss sehr wenig und nicht gelehrten Text haben; denn das Kind liest und studiert ja sein Bilderbuch nicht, sondern will sich nur damit amüsiren. Der richtige Name und eine kurze, den Verstandes-Kräften des Kindes angemessene Erklärung des auf dem Kupfer vorgestellten Gegenstandes; diess ist Text genug. Das Uebrige muss der Lehrer hinzuthun, wenn er eins oder das andere Kupfer des Bilderbuchs zur Grundlage einer Unterhaltung oder Lection mit dem Kinde macht. Er mag vorher ausführlichere Werke darüber nachlesen, und sich mit der Materie über die er sprechen will, vollständig bekannt machen, denn für ihn soll ja das Bilderbuch nicht unterrichtend seyn.

5) Es muss wo möglich fremde und seltene, jedoch instructive Gegenstände enthalten, die das Kind nicht ohnediess schon täglich sieht. Iene interessiren und unterhalten es nur, weil sie den Reiz des Raren und Wunderbaren haben. Bilder von bekannten und alltäglichen Dingen reizen und amüsiren hingegen das Kind nicht, weil es die Manier und Kunst der Darsteilung bey weiten noch nicht, wie der Mann, fühlen und einsehen kann, und blos auf den fremden und neuen oder schon bekannten Gegenstand sieht, der ihm Freude und Zeitvertreib, oder Langeweile macht. An diese gewiss wichtige Bemerkung scheinen die bisherigen Orbis-pictus-Macher wenig oder gar nicht gedacht zu haben.

6) Es muss gut, aber nicht zu kostbar, und so von Preisse und Werthe seyn, dass auch mittelmässig bemittelte Eltern dasselbe nach und nach anschaffen, und dem Kinde ganz zum Gebrauche übergeben können. Das Kind muss damit völlig umgehen können wie mit einem Spielzeuge; es muss darinn zu allen Stunden bildern, es muss es illuminiren; ja sogar, mit Erlaubniss des Lehrers, die Bilder ausschneiden und auf Pappendeckel kleben dürfen. Der Vater muss ein Bilderbuch für Kinder nicht als ein gutes Bibliotheken-Werk, das ohnediess nicht in Kinderhände gehört, behandeln, es schonen, und nur zuweilen zum Ansehen hergeben wollen. Kostbare Bilder-Bücher, welche Kinder schonen müssen, und nur zuweilen unter strenger Aufsicht zu sehen bekommen, unterrichten das Kind bey weiten nicht so gut, als ein minder kostbares, das es aber immer in den Händen und vor Augen hat.

7)



Band 1
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Band 1, Vorwort 4

Band 1, Heft 1, Vorwort 4, deutsch
7) Es muss dem Kinde nicht auf einmal ganz, und etwa in einem grossen dicken Bande, sondern einzeln und nur Heftweise von den Eltern oder dem Lehrer übergeben werden, denn dadurch wird der Genuss und die Freude des Kindes an demselben gar sehr erhöhet und verlängert; und diese successiven Lieferungen können selbst, als eben so viele aufmunternde und belohnende Geschenke für sein Wohlverhalten, von den Eltern oder dem Lehrer behandelt werden.

8) Es muss, bey aller anscheinenden Regellosigkeit der Anordnung, dennoch eine gewisse versteckte Ordnung in der Folge der Gegenstände darinn herrschen, welche der Lehrer alsdann, wenn das Kind reifer wird, benutzen, und es dadurch auf ein systematisches Arrangement führen kann.

Diess sind nur einige der wesentlichsten Eigenschaften eines brauchbaren Bilderbuchs für Kinder, und die ich gegenwärtigem neuen, das ich hierdurch anzeige, zu geben gedenke. Ein zu Paris i.J. 1789 erschienener ähnlicher Versuch, der unter dem Titel: Portefeuille des Enfans, unter des Hrn. Cochins Direction, heftweise erschien, der aber nichts weniger als fehlerfrey ist, hat mich auf den Gedanken geleitet, diese Einrichtung für unsere junge Welt nachzuahmen, und so viel möglich seine Fehler in meinem Bilderbuch für Kinder zu vermeiden. Einige junge Kupferstecher und Künstler welche, als geschickte Zöglinge, des hiesigen Fürstl. freyen Zeichen-Instituts, sich unter der Special-Direction und Führung des Herrn Rath Kraus und Herrn Kupferstecher Lips in ihrer Kunst üben und vervollkommen, biethen mir hierzu die beste Gelegenheit dar.

Diess Bilderbuch für Kinder wird also unter Aufssicht des hiesigen Fürstlichen freyen Zeichen-Instituts und unter Special-Direction des Hrn. Kupferstecher Lips erscheinen, und von mir, nach obigen Grundsätzen, mit möglichster Sorgfalt zusammengetragen und bearbeitet werden.

***

Obiges sagte ich vor einem Paar Monaten, in der Ankündigung dieses Werks, und das Publikum kann nun aus gegenwärtiger und den folgenden Lieferungen urtheilen,

in


Band 1
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Band 1, Vorwort 5

Band 1, Heft 1, Vorwort 5, deutsch
in wie weit ich meinem Plane treu geblieben bin oder nicht. Ich habe aber noch ein Paar Worte zur Erläuterung der inneren Einrichtung und des Arangements dieses Werks zu sagen.

Ich habe aus guten Gründen die Kupfer-Tafeln links, und das dazu gehörige Blatt Text rechts heften lassen, weil Kinder immer die Gewohnheit haben, mit der rechten Hand thätiger zu seyn, als mit der linken, auf alles, was sie ansehen oder dem Andern zeigen, mit dem Finger zu weisen, und sonderlich beym Lesen den Zeilen mit dem Finger zu folgen. Stehen die Kupfer nun linker Hand, und der Text auf der rechten, so werden jene weit mehr geschont, und das Kind kann sich auch beym Lesen der Erklärung besser helfen, ohne die Figuren mit dem rechten Arme zu verdecken.

Das Blatt der Erklärung ist immer nur auf Einer Seite gedruckt, damit das Kind, zu dessen Amüsement und Beschäftigung diess Bilderbuch ganz allein bestimmt ist, die Kupfer herausnehmen, die schwarzen illuminiren, auf Pappendeckel aufziehen, den Text hinten auf den Rücken der Kupfer kleistern, und zu seinem Vergnügen in seiner Kinderstube aufhängen kann; denn so frey muss es durchaus damit umgehen können und dürfen, wenn es ihm Vergnügen und Nutzen schaffen soll. Ebendeswegen habe ich die Anschaffung des Bilderbuchs so ganz ungebunden gemacht und blos auf einzelne Hefte gestellt, dass man jeden Defect leicht wieder ersetzen kann.

Dass die Kupfer ohne alles anscheinende System und Ordnung mit möglichster Abwechselung und Mannigfaltigkeit, und so wie sie die Natur in der Welt selbst gewöhnlich dem Auge darbietet, auf einander folgen, ist durchaus nöthig. Ein Kind, das so bald über einerley Gegenständen ermüdet, Minuten-schnell in seinem Vergnügen wechselt, äusserst lebhaft ist, immer was neues und anderes sehen will, kann unmöglich eine systematische Folge von vielen Platten mit einerley oder sich doch sehr ähnlichen Gegenständen, z.E. lauter Fische, Vögel, Insecten, menschliche Trachten u.s.w. aushalten, ohne zu ermüden und das Vergnügen zu verliehren. Daher habe ich die krellste und bunteste Mischung der Gegenstände gemacht, und bitte nur immer, wenn man mich desshalb [sic] tadeln wollte, zu bedenken, dass ich es mit Kindern zu thun habe, die ich blos amüsiren will.

Um


Band 1
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Band 1, Vorwort 6

Band 1, Heft 1, Vorwort 6, deutsch
Um aber diess bilderreiche Chaos doch für den Lehrer, das Register eines jeden Bandes, und den, der in der Folge etwas darin nachschlagen wollte, nur auf irgend eine Art in Ordnung und Folge zu erhalten, habe ich 1) die mit einander verwandten verwandten Gegenstände, z.B. vierfüßige Thiere, Vögel, Fische, Insecten, Pflanzen, Menschen-Arten und Trachten u.s.w. unter Suiten gebracht, und nach diesen die Kupfer numerirt; ferner habe ich zum Behufe des Registers über jedes Blatt Text Band und Nummer gesetzt, wohin es gehört, wornach also einmal gar leicht das Werk von dem Buchbinder rangirt werden kann, wenn auch die unter sich numerirten Hefte zerrissen seyn sollten.
Ich habe ferner den Text des Bilderbuchs mit lateinischen Lettern drucken lassen, weil ich herzlich wünschte, dass wir endlich unserer altfränkischen widrigen teutschen Mönchsschrift loswerden, und in teutschen Werken auf die lateinischen weit schöneren Typen aller abendländischen Völker von Europa allgemein übergehen könnten, wie es England und Frankreich schon vor etlichen Jahrhunderten gethan hat. Ich weiss, dass sich hierin kein rascher Schritt thun lässt, und dass wir den Uebergang erst in den Schulen lange vorbereiten müssen, um das Auge der neuen Generation, gleich vom Anfange an, an neue Formen der Buchstaben zu gewöhnen. Da ich nun gerade ein Buch für Kinder schreibe, so halte ich es für Pflicht, mein Scherflein zum Ganzen mit beyzutragen. Thun 5000 bis 6000 Schriftsteller diess eben so wie ich in Teutschland, so wird die Reforme bald bewürkt seyn.

Weimar den 16. April 1790.
F.J. Bertuch.


Band 1
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Band 1, Tafel 1

Band 1, Heft 1, Tafel 1, deutsch

Vierf. Thiere. I. B. I. No. 1.

VIERFÜSIGE THIERE aus heissen Ländern.

No. 1. Der Elephant.

Der Elephant ist das gröste unter allen Land-Thieren, 10 bis 14 Fuss hoch und 16 1/2 Fus lang. Er lebt beynahe 200 Jahre; ist noch gelehriger als ein Pferd, treu wie ein Hund, und so geschickt wie ein Affe; denn mit seinem Rüssel, der ihm die Stelle des Arms und der Hand vertritt, hebt er die schweresten Lasten auf, und bedient sich seiner zur Vertheidigung. Mit dem daran befindlichen Finger fühlt er, knüpft die Knoten auf, womit man ihn anbindet, drehet Schlüssel um, schiebt Riegel auf und zu, hebt die kleinste Münze von der Erde auf, und bringt sich Fressen und Saufen damit in das Maul.
Der Elephant lebt nur in den heissesten Ländern von Afrika und Asien, in grossen schattigten Wäldern, gesellschaftlich in Heerden von mehr als 100 bis 1000 Stücken. Seine Nahrung besteht in jungen Bäumen, Aesten und dem Laube der Cocos-Palme, und in andern grünen Gewächsen, Früchten, Reis u.s w. Das Wasser, welches er saufen will, pflegt er vorher mit den Füssen trübe zu machen. Ausserdem säuft er auch Wein, Arrac und andere starke Getränke. Er saugt sie in den Rüssel, beugt diesen rückwärts in das Maul, und spritzt sich das Getränke in den Hals
Er sieht schwarzgrau aus, hat eine grobe runzlichte Haut, die fast ganz kahl ist, und nur einzelne kurze Stachelhaare hat. Seine zwey grossen Stos-Zähne, die man von 5 bis 130 Pf. schwer hat, geben das schöne Elfenbein. In Ostindien braucht man den Elephanten zum Schiff- und Wagenziehen, und Lastentragen, die er sich mit seinem Rüssel selbst auf- und abladen hilft, und sie sehr ordentlich hinlegt, wo man ihm anweiset. Er kann an 2000 Pfund tragen.

No. 2. Das Kameel.

Das Kameel lebt gleichfalls nur in den heissen Ländern von Afrika und Asien, und ist das nützlichste aller Hausthiere; denn man findet keine mehr, die wild lebten. Ohne das Kameel würde ein grosser Theil von Egypten, Syrien und ganz Arabien unbewohnt seyn. Es geht sehr sanft und sicher, trägt so viel als zwey Maulthiere, frisst kaum so viel als ein Esel, und nur holziges elendes Futter. Es macht grosse und lange Reisen mit den Caravanen durch die heissen Sand-Wüsten ohne zu saufen, und schläft unter seiner Last, ohne sich abladen zu lassen. Es lebt ungefähr 50 Jahre, sieht schmutzig rothbraun-gelb aus; sein Haar ist weicher als Wolle, und dient zu den bekannten feinen Camelots. Das Fleisch der Jungen ist wohlschmeckend; ihre Milch dient Menschen und Pferden zur Nahrung; aus dem Urine und Mist wird Salmiac gemacht, und der getrocknete Mist dient auch ausserdem den Arabern, aus Mangel des Holzes, zum brennen.

Band 1
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Band 1, Tafel 2

Band 1, Heft 1, Tafel 2, deutsch

Vierf. Thiere. II. B. I. No. 2.

VIERFÜSIGE THIERE aus heissen Ländern.

No. 1. Das Rhinoceros. oder Naßhorn.

Es wohnt, wie der Elephant, nur in den heissen Ländern von Africa und Asien, und ist beynahe so gross wie derselbe, nemlich 6 1/2 Fus hoch und 11 1/2 Fus lang. Es lebt einsam, in sumpfigen Gegenden, und ist zu keinem Gebrauche nütze. Es frisst harte, strauchartige Gewächse, und sonderlich gern Zuckerrohr. Es hat auf der Nase ein, öfterer noch zwey kurze Hörner, die ihm zur Wehre dienen. Seine Haut ist schwarz-braun-grau, so dick und hart wie ein Bret, und widersteht daher allen Säbelhieben, Lanzen-Stichen und Flintenkugeln. Sie schiebt sich wie Schilder in etlichen grossen Falten am Leibe über einander und ist in diesen Falten weicher und biegsamer, damit das Thier sich bewegen kann. Aus seiner dicken Haut werden blos Spizruthen und Spazierstöcke gemacht, und sein Horn verarbeitet man in Indien zu allerley Kunstwerken. Seine natürliche Feindschaft, die es gegen den Elephanten haben soll, ist eine Fabel; denn es lebt mit allen Thieren in Frieden, und vertheidigt sich nur, wenn es gereizt wird.

Das Zebra, oder der Afrikanische Esel.
No. 2. Der Hengst. No. 3. Die Stute.

Diess Thier gleicht überhaupt an Wuchs und Grösse einem Maulesel, ist im Laufen so leicht als ein Hirsch, und lebt in dem südlichen Afrika wild. Es ist wegen seiner überaus schön und rein gezeichneten Haut und Farben berühmt. Der Hengst ist grösser und schöner gezeichnet als die Stute, obgleich diese mehr Farben als jener hat. Noch zur Zeit hat man es nicht zähmen und zu einem Hausthiere machen können.

No. 4. Das Stachelschwein aus Indien.

Das Stachelschwein ist nur in heissen Ländern aller Welttheile einheimisch, lebt aber auch häufig in Italien in den Apenninen, und nährt sich von Wurzeln, Gemüs, Früchten und Sämerey. Es gränzt an den Igel, und steht, wegen seiner langen Stacheln, die es auf dem Rücken und im Schwanze hat, und die wahre Federkielen sind, zwischen den Vögeln und vierfüssigen Thieren. Es ist braun, weiss, gelb und roth gefleckt, und hat weiche Seiden-Haare.

No. 5. Der Babirussa, oder Hirsch-Eber.

Der Babiroussa ist eigne [sic] Mittel-Gattung vom Hirsche und Schweine. Vom Hirsche oder Rehe hat er den Leib, und vom Schweine den Kopf, mit vier grossen Hauer-Zähnen. Die beyden unteren Zähne dienen ihm blos zur Vertheidigung, mit den zwey oberen krummen aber, die ihm aus dem Nasen-Knochen gewachsen sind, hängt er sich an die unteren Baum-Aeste an, wenn er ruhen will. Er sieht roth-grau-schwarz aus, und hat Haut und Haare wie ein Reh. Er lebt in den südlichen Inseln von Asien, und sein Fleisch ist wohlschmeckend.

Band 1
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Band 1, Tafel 3

Band 1, Heft 1, Tafel 3, deutsch

Vögel. I. B. I. No. 3.

VÖGEL die nicht fliegen.

No. 1. Der Straus.

Der Straus ist der grösste Vogel unter allen. Er wiegt 70 bis 80 Pfund. Ohngeachtet er Flügel hat, so kann er doch nicht fliegen. Er läuft aber desto schneller, und geschwinder als das beste Pferd. Die Araber können ihn also erst, wenn sie ihn etliche Tage durch beständiges Jagen ermüdet haben, fangen. Im Laufen schlägt er beständig mit den Flügeln.
Er lebt in den heissen Sandwüsten von Ethiopien und Arabien; wo er des Jahrs an 30 bis 40 Eyer, so gross wie ein Kinderkopf, einzeln hin in den Sand legt, und sich blos des Nachts drauf setzt, am Tage sie aber von der heissen Sonne ausbrüten lässt. Er ist so äusserst gefrässig, dass er ausser den Kräutern und Baumfrüchten, wovon er sich nährt, sich den Magen noch mit Steinen, Holz, Knochen, Stricken, Leder, Eisen, Glas und Kohlen vollstopft. Sein Kopf und die dicken, fleischigten, mit Kreuzschnitten eingekerbten Schenkel, sind nackt. Der Hals ist sehr lang und mit dünner weisser glänzender Wolle besetzt. Am Körper hat er schwarze und grau-braune, im Schwanze und Flügeln aber grosse weisse Federn, womit ein starker Handel nach Europa getrieben wird.

No. 2. Der Casuar.

Der Casuar ist nach dem Strause der grösste Vogel, 5 bis 6 Fuss hoch, lebt vorzüglich in den heissen Inseln von Asien, kann fast eben so schnell als der Straus laufen, und ist eben so gefrässig. Er frisst Körner und Früchte. Kopf und Hals sind bis zur Hälfte nackt und haben eine theils blaue, theils röthliche, runzliche Haut. Auf dem Kopfe hat er einen gelben hornartigen Kamm. Am Leibe hat er schwarze borstenähnliche Federn, ohne Schwanz. Die Füsse sind gelb; die Flügel kaum 3 Zoll lang, und haben blos 5 glänzende Kiele, wie die Stacheln eines Stachelschweins.

No. 3. Der Dronte.

Diess unförmliche Thier lebt gleichfalls in den heissen Ostindischen Inseln, einsam in Sümpfen. Er hat am ganzen Leibe sehr sanfte graue Federn und am Steisse gleichfalls einen Klumpen Federn wie der Straus. Vorn auf dem Schnabel hat er einen rothen Fleck, und in den Schwanz- und Flügel-Federn etwas Gelb

Drey Arten der Manchots.

No. 4. Der große. No. 5. Der kleine. No. 6. Der Springer-Manchot.
Die Manchots, welche eigentlich Wasservögel sind, haben statt der Flügel nur kleine Lappen wie die Flossfedern der Seehunde, die mehr mit Schuppen als Federn besetzt sind. Diese Arten Vögel sind, wie die Pinguinen, so zu sagen, die Gränze zwischen den Vögeln und Fischen. Sie leben blos in den Inseln der Süd-See; und werden ausserordentlich fett.

No. 7. Der Pinguin.

Die Pinguinen, die vom Fette ihren Nahmen haben, sind gleichfalls Wasservögel, die vorzüglich im Norden der Amerikanischen Meere, aber auch in der Süd-See wohnen, und eben so wenig fliegen können als die Manchots. Capitain Cook, der Welt-Umsegler fand sie häufig auf seinen Reisen.

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Band 1, Tafel 4

Band 1, Heft 1, Tafel 4, deutsch

Fische I. B. I. No. 4.

DREY WALFISCH-ARTEN.

Unter Walfischarten oder Cetacéen begreift man alle diejenigen grossen Wasser-Thiere, die ungeachtet sie immer im Weltmeere leben, und so verschieden auch ihre Form und Gestalt ist, doch durch ihre Organen, Knochen, Athemholen, warmes Blut, und dass sie lebendige Jungen gebähren, sich sehr den vierfüssigen Landthieren nähern.

No. 1. Der Walfisch.

Der eigentlich sogenannte Walfisch ist das gröste aller lebenden Wesen, die wir bis jezt noch kennen. Die in den Europäischen Meeren, auf deren Fang jährlich 3 bis 400 Schiffe oder sogenannte Grönlandsfahrer nur allein von Holland ausgehen, sind gewöhnlich 50 bis 60 Fus lang, man hat aber welche gesehen, die noch zweymal so gross waren. Ein einziger Walfisch giebt oft hundert tausend Pfund Speck, woraus der sogenannte Fischthran gebraten wird. Sein Fleisch ist süss und zähe, aber die Matrosen essen nur die Zunge.
Aus beyden Nasenlöchern spritzt er zwey Strahlen Wasser, das er mit seiner Nahrung ins Maul bekommt, mit grossem Geräusch in die Höhe, so dass man diese Fontänen fern auf dem Meere sieht. Seine Haut ist schwarzgrau, hart und glänzend, und zuweilen ganz mit Austern und Muscheln, wie ein Felsen, incrustirt. So ungeheuer gross diess Thier auch ist, so wird es doch oft die Beute weit kleinerer Raubfische, als der Narbals, Hay-Fische u.s.w. die aber gefrässiger und weit besser bewaffnet sind. Der Walfisch ist nichts weniger als gefrässig, und anstatt die kleineren Fische zu tausenden zu fressen, wie der Cachalot, nährt er sich bloss von kleinen Seewürmern und Polypen, damit der Meergrund bedeckt ist, und die er mit seinen breiten und biegsamen Kiefern, welche ihm oben am Gaume angewachsen sind, wie breite Frangen aus dem Maule herausstehen, und die er ausstrecken und einziehen kann, zusammenfegt, und ins Maul sammelt. Diese breiten, handdicken, riemenartigen Kiefern, und nicht seine Knochen, sind unser bekanntes Fischbein, das zu so mancherley gebraucht wird, wenn es erst ausgesotten und in schmahle Ruthen gerissen ist. Der Walfischfang ist für Holland und England eine Quelle grosser Reichthümer.

No. 2. Der Delphin.

Der Delphin lebt vorzüglich im Schwarzen und Mittelländischen Meere, in ganzen Truppen. Er spritzt nur einen Strahl Wasser aus, weil sich seine Nasenlöcher in einer Oeffnung vereinigen. Man fabulierte sonst von den Delphinen, dass sie grosse Freunde der Menschen wären, und die Schiffbrüchigen retten hölfen; und deshalben werden sie noch jetzt in Griechenland eben so hoch geachtet als sonst. Wie wenig übrigens seine wahre natürliche Gestalt mit der fabelhaften, welche er auf alten Münzen, Bildern und Wappen hat, wo er blos auf dem Kopfe steht und mit dem Schwanze in der Luft spielt, übereinkomme, sieht man aus gegenwärtiger Figur.

No. 3. Der Marsouin, oder das Meerschwein.

Dieser Raubfisch, der kleinste unter den Walfisch-Arten, lebt in allen Meeren, und nähret sich hauptsächlich von Sardellen, Makreelen und Heeringen. Die Marsouins sind so gefrässig, dass sie oft einander selbst auffressen, wenn einer verwundet wird. Sie halten sich vorzüglich gern um die Schiffe auf, und die Schiffer betrachten es als ein Zeichen des nahen Sturms, wenn sie sehr lebhaft sind. Man fängt sie und bereitet daraus gleichfalls eine Art von Fischthran für die Gerbereyen und zum Brennen.

Band 1
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Band 1, Tafel 5

Band 1, Heft 1, Tafel 5, deutsch

Insect. I. B. I. No. 5.

DER SEIDENWURM mit seinen Verwandlungen.

Der Seidenwurm und die Biene sind die nützlichsten Insecten für den Menschen. Das alte Rom kannte in der Periode seines höchsten Luxus noch keine andern seidnen Stoffe, als die es aus China und den Küsten von Asien erhielt, und jetzt nähren sich viele tausend Menschen in Italien, Frankreich und Spanien von dem Seidenbau. Die ersten Seidenwürmer kamen im XII. Jahrhunderte aus Persien und Italien, und der Seidenbau fieng zuerst in Sicilien an.
Das ganze Leben des Seidenwurms mit allen seinen Verwandlungen vom Ey an bis zu seinem Tode, dauert nicht länger, als 8 bis 9 Wochen, und er erscheint innerhalb dieser Zeit in folgenden Verwandlungen und Gestalten:
aaaa) Seidenwürmer, die nur einen Tag alt sind. Man lässt die Eyerchen, welche man vom vorigen Jahre aufbewahrt hat, an der Sonne ausbrüten, und setzt die kleinen Würmer gleich auf frische Blätter vom weissen Maulbeerbaume. Sie spinnen, selbst ehe sie noch zu fressen anfangen, augenblicklich einen Faden, wenn sie durch irgend einen Zufall vom Blatte heruntergeworfen werden.
bbbb) Würmer von 3 Wochen, nachdem sie sich nach zehn Tagen das erstemal gehäutet haben.
c) Ein Seidenwurm, der sich häutet. Die Haut platzt ihm zuerst auf dem Kopfe, und dann streift er sie vollends hinten hinab. Er frisst während der Zeit nicht.
dd) Seidenwürmer von 5 Wochen, die völlig ausgewachsen sind. Sie sind alsdann schön weiss, mit gelben und grauen Streifen, und haben auf dem Schwanze ein kleines rothes Horn. Die Farbe ihrer Füsse, je nachdem sie gelb oder weiss sind, zeigt an, was sie für Seide spinnen werden. Wenn sie völlig ausgewachsen sind, fressen sie 4 bis 5 Tage lang äusserst gierig, und dieser Ueberfluss von Nahrung wird bey ihnen lauter Seide; denn gleich darauf spinnen sie sich in Coccons ein.
efgh) Seidenwürmer, die sich einspinnen In Italien und Frankreich macht man ihnen ihre sogenannten Spinnhütten gewöhnlich von Heydekraut. An dieses setzen sie erst ein grobes Gespinnst an, welches die sogenannte Fleuret-Seide giebt, e). Nun spinnt der Wurm den Faden aus seinem Maule immer fort, und der Coccon wird den zweyten Tag immer dichter, f); den 3ten und 4ten Tag kann man den Wurm schon nicht mehr erkennen g), und in 7 bis 8 Tagen ist der ganze Coccon vollendet h) und zwar von einem einzigen unendlich feinen und dünnen Faden, der an 800 bis 1000 Fus lang ist. In diesem Coccon wirft nun der Seidenwurm seine letzte Haut ab, und verwandelt sich in eine gelb-braune Puppe.
i) Ein aufgeschnittener Coccon mit der darin liegenden Puppe und abgestreiften Haut.
jkl) Puppen von hinten, von der Seite, und von vorne.
mno) Coccons wie man sie gewöhnlich, abwechselnd einen langen und einen dicken, an Faden reibt, um eben so viel Männchen, welche in den schmalen, als Weibchen, welche in den dicken liegen, zu erhalten.
Wenn die Puppe 15 bis 18 Tage im Coccon gelegen hat, und nicht durch Hitze eines Backofens oder der Sonne getödtet wird, so verwandelt sie sich in einen Schmetterling, der den Coccon an dem spitzigen Ende durchbricht, herauskriecht o), und die Seide des Coccons mit dem weissen klebrigten Safte seiner Reinigung, die er fallen lässt, verdirbt. Um dies zu verhüten, tödtet man alle Coccons, die man zur Seide brauchen will, in einem heissen Backofen, und hebt nur die zur Zucht bestimmten, die man auskriechen lassen will, auf.
pq) Schmetterlinge des Seidenwurms, die zu der Klasse der Phalänen oder Nachtvögel gehören; und zwar der kleinere p) ist das Männchen, der grössere q) aber das Weibchen. Die Weibchen sind fast ganz unbeweglich, die Männchen hingegen bewegen sehr ihre kurzen Flügel; fliegen aber wenig, sonderlich in Häusern. Gleich nach dem Auskriechen begatten sie sich; das Weibchen legt seine Eyer r), an der Zahl 300 bis 400, auf ein Stück braunes oder schwarzes Tuch, welches man ihm an die Wand steckt, und dann sterben beyde in etlichen Tagen, ohne irgend einige Nahrung genossen zu haben.

Band 1
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Band 1, Tafel 6

Band 1, Heft 2, Tafel 6, deutsch

Vierf. Thiere. III. B. I. No. 6.

VIERFÜSIGE THIERE aus heissen Ländern.

Die Giraffe.
No. 1. Die Stutte. No. 2. Der Hengst.

Diess sonderbare Thier, welches halb Pferd, halb Kameel, halb Hirsch ist, und das man sonst auch den Kameel-Pardel nennte, lebt blos im heissen Innern von Afrika. Man hatte bisher kein ganz richtiges Bild von ihm, bis uns Hr. Le Vaillant, der vor einigen Jahren mehrere Reisen in das Innere dieses Welttheils machte, endlich vor kurzem gegenwärtige richtige Zeichnungen davon geliefert hat.
Die Giraffe ist ohnstreitig das höheste von allen Thieren; denn der Hengst ist, von der Spitze seiner Hörner bis herab zu seinen Vorderhufen gemessen, 16 Fus hoch. Die Stutte ist etwas niedriger, und hat nur 13 bis 14 Fus. Dabey ist diess Thier nichts weniger als verhältnissmässig lang, denn es misst von der Brust bis zum Schwanze kaum 7 Fus; und die Vorderbeine sind so beträchtlich höher als die Hinterbeine, dass sein Rücken so schräg wie ein Dach herab geht. Man könnte beynahe sagen die Giraffe sey nichts als Hals und Beine.
Auf dem Kopfe zwischen den Ohren hat die Giraffe ein Paar knochenartige Auswüchse des Hirnschädels 8 bis 9 Zoll lang, die man nicht Hörner und nicht Geweihe nennen kann; die sie auch nie abwirft. Sie sehen aus wie die Kolben eines jungen Hirsches, und haben oben an ihren Spitzen eine runde Vertieffung, die mit kurzen starren Haaren besetzt ist.
Die Farbe der Giraffen ist verschieden. Beyde der Hengst sowohl als die Stutte sind gefleckt, allein der Hengst hat auf einem weisslich grauen Grunde grosse schwarzbraune Flecken, die Stutte hingegen ist auf gelbgrauem Grunde dunkelgelb gefleckt.
Diess Thier nährt sich, wie ein Hirsch oder Pferd, von Baumlaube und Grasse. Es ist furchtsam und scheu, doch vertheidigt es sich im Nothfalle sehr gut mit seinen Hinterhufen, eben so wie das wilde Pferd, gegen den Angriff des Löwen, und hält ihn von sich ab. Es läuft im Trabe schneller als das beste Pferd. Noch bis jetzt hat es nicht zahm gemacht, und zu einem nützlichen Gebrauche für die Menschen bestimmt werden können.

Band 1
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Band 1, Tafel 7

Band 1, Heft 2, Tafel 7, deutsch

Fische. II. B. I. No. 7.

WALFISCH-ARTEN.

No. 1. Der Cachalot, oder Pottfisch.

Der Cachalot ist einer der grösten Raubfische, der sich vom Walfische hauptsächlich dadurch unterscheidet, dass er Zähne hat und sehr gefrässig ist; denn er frisst nicht allein kleine Fische, als Heringe, Makreelen, Sardellen u.s.w. die er sich von dem Wasser in den Rachen treiben läst, zu tausenden auf einmal, sondern auch ziemlich grosse. Er ist 50 bis 60 Fuss lang, und grün und schwarz gefleckt, mit rothgrauen Flosfedern und Schwanze. Er wirft einen starken Wasserstrahl vorwärts aus seiner Nase aus.
Eine besondere grosse Höhlung in seinem Kopfe, vor dem Gehirne, enthält gewöhnlich mehrere Tonnen der fettigen Masse, die unter dem Namen Walrath (Sperma Ceti) bekannt, und nichts weniger als der Laich des Walfisches ist, sondern vom Cachalot oder Pottfische kommt. Auch findet man in seinen Eingeweiden immer grosse Klumpen Ambra, oft bis zu 80 Pfund schwer. Er lebt im grossen Welt-Meere.

No. 2. Der Narbal.

Der Narbal ist ein nicht minder gewaltiger Raubfisch als der Cachalot, und wegen seines 10 bis 12 Fus langen gewundenen Einhorns, vom schönsten weissen Elfenbeine, das ihm aus dem Nasen-Knochen herausgewachsen ist, ausserordentlich merkwürdig. Diess hat ihm auch den Namen, das Meer-Einhorn, gegeben. Er wird durch diess Gewehr ein sehr gefährlicher Feind für den Walfisch, und bricht sogar oft die Spitze davon an Schiffen ab, auf die er mit Gewalt losstösst.
Er ist mit seinem Horne an 36 Fuss lang, sieht weiss-roth-grau aus, und ist auf dem Rücken schwarz punctirt. Sein Maul und seine Augen sind sehr klein. Er wirft auch nur einen Wasserstrahl aus der Nase; die er mit einer besondern Klappe verschliessen kann. Er lebt vorzüglich im Eismeere. Sein schönes Einhorn, welches man in vielen Naturalien-Kabinetten findet, hat wahrscheinlich vor Zeiten, da man die Naturgeschichte noch fast gar nicht kannte, Gelegenheit zu der Fabel von dem Einhorne, als Landthier genommen, gegeben.

Band 1
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Band 1, Tafel 8

Band 1, Heft 2, Tafel 8, deutsch

Vierf. Thiere. B. I. No. 8.

ACHT AFFEN-ARTEN.

Unter allen vierfüssigen Thieren gränzt der Affe am nächsten an den Menschen; ja man könnte fast sagen, er mache für sich eine eigne Classe, nemlich der vierhändigen Thiere, aus; denn seine Hinterfüsse sind mehr Hände als Füsse; und er kann sie auch so brauchen. Man theilt gewöhnlich die Affen in drey Hauptgeschlechter ab, je nachdem sie entweder gar keine, oder kurze, oder lange Schwänze haben, nemlich
1) in Affen, die ungeschwänzt sind,
2) in Paviane, die nur kurze Schwänze haben,
3) in Meerkatzen, die lange Schwänze haben.
Das Vaterland aller dieser Thiere ist die Zone zwischen den Wendezirkeln in Afrika, Asien und Amerika. Sie bevölkern die ungeheuren Wälder dieses Erdstrichs, deren hohe und dichte Laubgewölbe ihre eigentliche Wohnung ausmachen. Hier leben sie gesellig, und halten sich scharenweise zusammen, doch jede Gattung besonders für sich. Ihre Hauptnahrung besteht in Früchten und Blättern, Getraide, Reis, Hirsen, Mais, und andern Feld- und Gartenfrüchten; auch Vogeleyern, Schnecken und Austern. Sie trinken Wasser, Bier, Milch, süssen Wein, und schöpfen mit der hohlen Hand, wenn sie trinken wollen.
Auf dieser Tafel sind einige Arten von Affen und Pavianen abgebildet.

No. 1. Der Orang-Outang.

Unter allen Affen kömmt der Orangoutang dem Menschen an äusserer Form und Gestalt am nächsten, daher er auch seinen Nahmen Orang-Outang (auf Malayisch Waldmensch) erhalten hat. Es giebt zwey Gattungen davon
a) die kleinere, der Jocko, welcher nur zwey bis drey Fuss hoch wird.
b) die grössere, der Pongo, welcher über sechs Fus hoch ist, und die volle Menschen-Grösse hat.
Der Jocko ist sanft, lässt sich leicht zahm machen, und lernt verschiedene Hausgeschäfte verrichten; der Pongo aber ist wild, stärker an Kräften als der Mensch, und wird nicht leicht zahm. Der Orangoutang geht gewöhnlich auf zwey Beinen wie der Mensch, oft an einem Stocke, den er zu seinen Waffen braucht. Er ist am ganzen Leibe haarig, aber Gesicht, Ohren und Hände sind ohne Haare. Seine Farbe ist rothbraun, und sein Vaterland die heisse Gegend von Afrika, die Inseln Sumatra, Celebes, Java, Borneo, das Königreich Bengalen und das übrige feste Land von Ostindien.

Der langarmige Affe, oder
No. 2. Der grosse Gibbon. No. 3. Der kleine Gibbon.

Sein Vaterland ist Ostindien. Der grosse ist schwarz mit grauem Gesicht, das um die Augen, Maul und Nase braun und nackt ist, grauen Händen und Füssen. Der kleine ist um ein Drittel niedriger, und an Farbe verschieden. Kopf, Rücken und Arme sind braun; Hals, Brust, Bauch und Beine weiss-grau mit Braun gemischt; der untere Theil des Rückens aber weissgrau. Er unterscheidet sich durch die langen Arme von allen andern Affenarten; und ist von sanftem, stillem Naturell.

No. 4. Der Magot.

Er ist 3 Fus hoch, sizt meistens aufrecht, läuft aber lieber auf 4 als auf 2 Beinen. Er hat eine Hundsschnauze und auf dem Hintern grosse Sitz- Schwielen. Sein Vaterland ist Ethiopien, Arabien, und die Küste Malabar. Er verträgt unter allen Affen-Arten am besten das Europäische Clima.

No. 5. Der große. Papion.
No. 6. Der kleine Papion.

Vom Papion hat das ganze Geschlecht der kurzschwänzigen Affen den Nahmen der Paviane bekommen. Sie sind meistens sehr garstig, haben einen sehr grossen Kopf, und eine Hundsschnauze, die oft fast wie ein Schweins-Rüssel aussieht. Der grosse Papion ist drey, der kleine aber nur zwey Fus hoch, ausserordentlich wild, und stark. Der kleine Papion zeigt hier die garstgen blutrothen Gesäs-Schwielen, welche diess Thier am Hintern hat. Er ist dunkelbraun von Farbe, an der Brust etwas lichter.

Der Mandril.
No. 7. Das Männchen, No. 8. Das Weibchen.

Dieser Affe, der gleichfalls zu den Pavianen gehört, zeichnet sich hauptsächlich durch seine blaue Nase und Backen, welche einige schräglaufende Runzeln hat, aus. Er hat Backentaschen, und blutrothe Gesäs-Schwielen. Er ist ohngefähr 2 Fus hoch, lebt in Guinea, ist nicht sehr wild, aber auch nicht sehr kurzweilig, und geht am liebsten vierfüssig.

Band 1
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Band 1, Tafel 9

Band 1, Heft 2, Tafel 9, deutsch

Vögel II B. I. No. 9.

ZEHN AMERIKANISCHE VÖGEL.

No. 1. Der Jabiru.

Er gehört unter die Sumpfvögel, lebt in Cayenne, und nährt sich wie unsere Störche, von Schlangen, Eydechsen, Fröschen u.s.w. an den Ufern der grossen Flüsse. Er ist ganz weiss, Kopf, Schnabel, Füsse und Hals, welcher nackt ist, sind schwarz; hinten am Kopfe hat er einen grossen weissen Fleck, und unten um den Hals, wo die Federn angehen, ein handbreites hochrothes Halsband.

No. 2. Der Kamischy.

Dieser Vogel nährt sich gleichfalls von Wasser-Gewürmen, obgleich er einen Schnabel wie die körnerfressenden Vögel hat. Er ist auf dem Rücken, Brust und Schwanze dunkel-stahlgrün; am Bauche und Füssen grau, am Halse blau geschuppt, der Kopf weissgrau, auf welchem er einen langen hornartigen Sporn, so wie an den Flügeln zwey dergleichen kürzere hat.

Das Felsen-Huhn.
No. 3. Der Hahn. No. 4. Die Henne.

Das Felsenhuhn lebt in grossen und einsamen Wäldern in Peru und Cayenne, und ist sehr scheu. Der ausserordentlich schöne Hahn ist hochfeuerfarb, mit schwarzen Flügeln und Schwanze und grauem Rücken; die Henne aber rothbraun. Sie nähren sich von wilden Sämereyen und Gewürmen.

No. 5. Der Geyer-König, oder der Uruhu.

Dieser Vogel der gleichfalls in Cayenne lebt, gehört zwar mit zum Geschlechte der Geyer und Raubvögel, hat aber seinen Nahmen, Geyer König weder von seiner Grösse noch Stärke im Raube, (denn er ist klein, ungefähr so gross wie eine halbwüchsige Gans, und nährt sich blos von Ratten, Mäusen, Gewürmen, ja selbst vom Miste), sondern von seinen ausserordentlich schönen und lebhaften Farben. Kopf und Hals sind nackt, dunckelviolett, roth, feuerfarb und gelb. Um den Hals hat er eine graue Palatine von Haaren; Rücken, Bauch und Schenkel sind citronengelb, Schwingen und Schwanz schwarz, und die Füsse cramoisi-roth.

Fünf Arten vom Colibri.
No. 6. Der Topas.
No. 7. Der Brin Blanc.
No. 8. Der ordinaire Colibri.
No. 9. Der Fliegen-Vogel.
No. 10. Der kuppige Colibri.

Die zahlreichen und schönen Arten der lieblichen Colibris sind wegen ihrer ausserordentlichen Kleinheit, Zierlichkeit und Schmelz der Farben, so zu sagen, die Juwelen unter den Vögeln. Sie leben vom Safte der Blumen und von den kleinsten Mücken, und singen sehr angenehm. Die kleinsten darunter nennt man Oiseaux-Mouches oder Fliegenvögel, weil sie nicht viel grösser als die grössten Arten dieser lnsecten sind. Der kleinste hier abgebildete Fliegen-Vogel No. 9. z.E. ist noch nicht so gross als die gröste Breme. Er wiegt mit seinem ganzen Nestchen nicht mehr als einen Scrupel oder 1/2 Quentchen. Diess Nestchen enthält zwey Eyerchen, nicht grösser als eine kleine Erbse, und ist von weichen Blumen-Fäden entweder zwischen zwey Orangen-Blättern gebaut, oder an einem Strohhalme aufgehängt. Er kriecht wie eine Biene in die Kelche der Blumen, um den Honig auszusaugen. Die amerikanischen Damen tragen oft dergleichen kleine Fliegenvögel statt der Ohrenringe. Die Colibris unterscheiden sich von den Fliegenvögeln dadurch, dass jene einen langen krummen, diese aber einen geraden spitzigen Schnabel haben.

Band 1
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Band 1, Tafel 10

Band 1, Heft 2, Tafel 10, deutsch

Pflanz. I. B. I. No. 10.

PFLANZEN aus heissen Ländern.

No. 1. Der Caffeebaum.

Viele Menschen haben vielleicht lange Zeit Caffee mit Zucker getrunken, ohne zu wissen, wie die Pflanzen aussehen, die uns beydes liefern. Hier sind also ein Paar getreue Abbildungen davon.
Der Caffeebaum wächst in Arabien und Ethiopien wild, wird aber jetzt, nachdem seine Bohnen, oder sein Saame, ein so erstaunend wichtiger Handelsartickel geworden sind, fast in allen heissen Provinzen und Inseln von Ost- und Westindien ordentlich gebauet. Sein Gebrauch für Menschen soll in einem Arabischen Kloster durch einen Zufall, erfunden worden seyn. Der Kameelhirte des Klosters hatte nemlich seine Thiere an einem Orte geweidet, wo sie viel Caffeekirschen gefressen hatten. Da sie nun des Nachts darauf ungewöhnlich munter und lebhaft waren, fragte der Prior nach der Ursach, und der Kameelhirte konnte keine andre angeben, als dass es von den Caffeekirschen kommen müsse, die sie gefressen hätten. Diess machte den Prior aufmerksam, und er fiel auf den Gedanken, seine faulen Mönche, welche die Metten immer verschliefen, dadurch munterer zu machen. Dieses gelung ihm, und dadurch soll der Caffee vor ungefähr 200 Jahren zuerst in der Türkey, und nach und nach in ganz Europa eingeführt worden seyn.
Der Caffeebaum ist mehr ein hohes strauchartiges Gewächs als ein Baum; hat dunkelgrüne Blätter wie unser Kirschbaum, weisse Blüthen wie unser Jasmin-Strauch, und hellrothe Beeren oder Kirschen, fast wie unsere Cornelius-Kirsche, die ein ekelsüsses Fleisch haben a). In dieser Kirsche liegen in einer weichen grauen Haut d) zwey graue Bohnen b) und c), als ihr Kern, die man, wenn die Kirsche reif ist, von ihrem Fleische reinigt, und auftrocknet, und diess sind unsere Caffeebohnen, die ganz Europa geröstet trinkt. Der Arabische oder sogenannte Levantische Caffee ist die erste und theuerste Sorte davon.

No. 2. Das Zuckerrohr.

Das Zuckerrohr ist, wie jedes andere Schilf, eine Sumpfpflanze, und blos die heissen Striche und Inseln von Ost- und West-Indien sind sein Vaterland. Der Stengel, deren ein Stock mehrere treibt ist 5 bis 6 Fus hoch, zwey Zoll im Umfange dick, hat röthliche Knoten, breite dunkelgrüne Schilfblätter, und treibt an der Spitze einen Büschel weisse wolligte Blüthen. In dem Stengel, zwischen den Knoten befindet sich ein weisses saftiges Mark, welches, wenn es aus dem zerquetschten Rohre ausgepresst, und der Saft zu einer gewissen Dicke eingesotten und geläutert wird, den Zucker giebt.
Der Zucker ist also eigentlich ein aus dem Safte des Zuckerrohrs gesottenes süsses Salz, das roh, wie ein grauer Sand aussieht, in dieser Gestalt nach Europa kommt, hier aber erst in den Zuckersiedereyen geläutert, oder raffinirt, und zum Gebrauche, in verschiedenen Sorten fertig gemacht wird. Der in den Zuckersiedereyen übrig bleibende Bodensatz der Unreinigkeiten, der immer, wie ein dünner Honig, flüssig bleibt, heisst Syrup, und wird hauptsächlich von den Zuckerbeckern zum Pfefferkuchen verbraucht.
Der erste Zucker kam aus den Canarischen Inseln nach Europa; drum heisst auch noch die feinste, weisseste und härteste Sorte Zucker, Canarien-Zucker.

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Band 1, Tafel 11

Band 1, Heft 3, Tafel 11, deutsch

Mineralien I. B. I. No. 11.

METALLE.

Einleitung.

Die Metalle machen einen Theil der sogenannten Mineralien aus; haben ihren Ursprung und Sitz gleichfalls in der Erde, und sind solche Körper, die im Verhältniss gegen andere, eine vorzügliche Schwere haben, und sich dabey schmelzen, schmieden und mit dem Hammer treiben lassen. Diess ist die Eigenschaft der ganzen Metalle. Da es aber in der Erde auch solche Körper giebt, die eine metallische Schwere haben, jedoch theils nicht geschmolzen, theils nicht mit dem Hammer getrieben werden können, übrigens aber mit den ganzen Metallen eine grosse Aehnlichkeit haben, so werden diese Körper Halb-Metalle genennt.
Die rohen Metalle heissen Erze, und die Bruchstücke der Erze, so wie sie aus der Erde kommen, nennt man Stuffen.
Als ganze Metalle kennen wir dermalen das Gold, Silber, die Platina, (ein neuentdecktes Metall in America) das Kupfer, Zinn, Bley, Eisen; als Halb-Metalle hingegen Merkur oder Quecksilber, das Antimonium oder Spießglas, den Zink, Wißmuth, und Kobald.
Die Metalle erscheinen in den Stuffen entweder gediegen oder gewachsen, oder noch vererzt, d.h. innigst mit der Steinart, worinn sie gewachsen sind, vermischt. In beyden Fällen erscheint einerley Metall oder Erz unter ganz verschiedenen Gestalten und Farben, und es gehört allerdings das Auge eines erfahrnen Kenners dazu, um es in allen verschiedenen Arten sogleich zu erkennen. Ich will hier nur einige Bilder der Metalle in ihren kenntlichsten Formen liefern.

No. 1. Das. Gold.

Eine schöne Gold-Stuffe, mit gediegenem Gold-Blättchen, ohngefähr so dick wie ein Charten-Blatt, auf einem amethystischen und schmaragdischen Quarze.

No. 2. u. 3. Das Silber.

Beyde Stuffen sind gediegenes oder gewachsenes Silber, und zwar No. 2. dendrytisch gewachsenes, und No. 3. sogenanntes Baum-Silber. Das gediegene Silber, welches häuffig und manchmal in sehr grossen Klumpen in den Bergwerken gefunden wird, sitzt in allerhand Gestalten, bald in, bald oben auf dem Gesteine, und macht daselbst allerhand Berge, oder Hügel, Buckel, dünne Blätter, Zähne, Bäumchen und dergleichen Figuren.

No. 4. 5. 6. Kupfer.

Das Kupfer-Erz zeigt sich grösstentheils entweder grün oder blau von Farbe.
No. 4. ist ein staudenförmig gewachsenes gediegenes Kupfer-Erz, mit Berggrün angeflogen.
No. 5. blaues Kupfer- oder sogenanntes Lazur-Erz; dunkelblau von Farbe und mit Berggrün und einer kleinen Crystallisation angeflogen.
No. 6. Malachit, oder sogenannter Schreckstein. Er gehört gleichfalls unter die Kupfer-Erze; da er sich schön schleifen und poliren lässt, und so schön grün von Farbe ist, so hat man ihm einen Platz unter den undurchsichtigen Edelsteinen angewiesen.

No. 7. 8. 9. Zinn.

Das Zinn, welches man niemals gediegen, sondern allezeit vererzt findet, erscheint gleichfalls unter sehr verschiedenen Gestalten; nemlich entweder als ein blosser röthlicher Stein, (Zinn-Stein) oder als ein Klumpen unregelmässiger schwarz-grau-blauer Crystallen, (Zwitter); oder als regelmässige dunkelrothe Crystallen (Zinn-Graupen) Zinn-Granaten); oder als eine Menge solcher unendlich kleiner grauer Zinngraupen, als eine Art von Sand (Zinn Sand).
No. 7. ist eine schöne Zwitter-Stuffe aus England. Das Englische Zinn ist das schönste, reinste und berühmteste.
No. 8. eine schöne reguläre Böhmische Zinn-Graupe, oder ein sogenannter Zinn-Granat.
No. 9. ist sogenannter Zinn-Sand.

Band 1
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Band 1, Tafel 12

Band 1, Heft 3, Tafel 12, deutsch

Mineralien II. B. I. No. 12.

METALLE und Halb-Metalle.

No. 1. Bley.

Das Bley findet sich nicht gediegen, sondern immer vererzt, von sehr verschiedener Gestalt und Farbe. Das Bley-Erz heisst gewöhnlich Bley-Glanz, weil es sehr schöne schwärzlich glänzende Würfel und Strahlen hat. Sind die Bleystuffen grosswürffig, oder breitstrahlig, so heisst es grobspeissiger, und sind sie körnig oder schmalstrahlig, so heisst es klarspeissiger Bley-Glanz. Gegenwärtige Stuffe No. 1. ist großwürfliger oder grobspeißiger Bley-Glanz.

No. 2. 3. 4. Eisen.

Das Eisen ist das nützlichste und unentbehrlichste von allen Metallen, und die Natur hat dem Menschen damit ein sehr wichtiges Geschenk gemacht. Eisen ist nützlicher und unentbehrlicher als Gold und Silber, denn ohne Eisen hätten unsere Künstler und Handwerker keine Instrumente und Maschinen, und wir müssten noch als Wilde leben. Als Metall, als Farbe, als Arzney ist uns das Eisen nützlich; ohne den Magnetstein, der weiter nichts als eine Eisen-Miner ist, hätten wir keinen Compas und keine Schiffahrth. Eisentheilchen findet man mit den Bestandtheilen fast aller Körper vermischt, ja sogar unser Blut enthält Eisen.
Als Mineral erscheint das Eisen gewöhnlich unter dreyerley Gestalten, nemlich entweder als lockere eisenhaltige Erden, oder als eisenhaltige Steine, oder als Eisen-Stuffen und würkliches Eisen-Erz.
Unter die Eisen-Erden gehört vorzüglich der gelbe oder braunrothe Eisen-Ogger, der als Farbe allgemein bekannt ist; unter die Eisensteine, der gemeine Röthel, der Smirgel, der gemeine Eisenstein, die Eisendrusen, der Magnetstein, der Braunstein, das krystallinische Eisen u.s.w. unter die ordentlichen Eisen-Erze oder Stuffen aber, das gediegene Eisen, welches sehr rar ist, der Blutstein, das graue, blaue oder braune Eisen-Erz und das figurirte Eisen-Erz. Von allen drey Sorten sind hier Abbildungen:
No. 2. ist eine Stuffe derbes Braun-Erz mit einem dicken gelben Ogger-Beschlage.
No. 3. ist körniges Eisen-Erz. Es besteht aus lauter Körnern die wie Schrot nebeneinander liegen, und mit schönen bunten Farben striemig durchzogen sind.
No. 4. Ein Stück Blutstein. Er ist feinstrahlig, braunroth, und sehr reichhaltig an Eisen. Er wird auch in der Medicin gebraucht.
Der Stahl ist kein eigenes Metall, sondern nur ein durch Kunst gehärtetes Eisen.

No. 5. 6. Quecksilber.

Das Quecksilber ist ein Halb-Metall, welches theils gediegen, das heisst rein und vollkommen flüssig; theils vererzt, als Zinnober aus der Erde gegraben wird.
Flüssig liegt es in den Höhlen der Bergarten, oder sitzt als kleine oder grössere Silber-Punkte in den Zinnoberstuffen (wie an Fig. 6. zu sehen), wird in Gefässe gesammelt (wie in der Büchse Fig. 5) und heisst in diesem Zustande Jungfern-Quecksilber.
Vererzt wird es nur auf Eine Art gefunden, nemlich mit Schwefel, und heisst dann Zinnober-Erz, wie hier Fig. 6. zeigt.

No. 7. Wissmuth.

Der Wissmuth ist gleichfalls ein Halb-Metall, dem Zinn fast ähnlich, und im Feuer sehr leichtflüssig. Er vermischt sich gern mit allen Metallen, sonderlich mit Zinn, und macht es hart, dass es fast wie Silber anzusehen ist.

No. 8. Spiessglas oder Antimonium.

Das Spießglas gehört nicht minder unter die Halb-Metalle; ist ein hartes, sprödes, grau-braun-schwarzes, auf dem Bruche strahliges Mineral. Es wird theils als Zusatz zu den andern Metallen, um sie zu reinigen, theils zum sogenannten Schriftzeuge der Buchdrucker, theils auch als Medizin gebraucht. Gegenwärtige Stuffe ist mit Ogger beschlagen.

Band 1
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Band 1, Tafel 13

Band 1, Heft 3, Tafel 13, deutsch

Fische. III. B. I. No. 13.

VIER WUNDERBARE FISCHE.

Fliegende Fische.
No. 1. Der große fliegende Fisch.
No. 2. Die Meerschwalbe.

Ein fliegender Fisch klingt sonderbar und widersinnig, und doch giebt es wirklich fliegende Fische, und zwar viele Arten, die sich aus dem Wasser in die Luft schwingen, und ziemlich weit fortfliegen können. Diess thun sie mit Hülfe ihrer Flossfedern, die ihnen ausserordentlich lang gewachsen und mit einer Haut verbunden sind, und ihnen statt der Flügel dienen. Sie können sehr schnell und weit damit fliegen, so lange diese Flossfedern nass sind; so bald sie aber trocken werden, fallen sie wieder ins Wasser nieder. Sie retten sich dadurch meistentheils vor den Verfolgungen der Raubfische. Ich liefere hier nur zwey Arten davon.
No. 1. Der grosse fliegende Fisch, ist braun von Farbe, und den Heeringen an Gestalt und Schuppen vollkommen ähnlich. Er wird häufig im grossen Welt-Meere angetroffen.
No. 2. Die ostindische Meerschwalbe; sie ist die kleinste Art der fliegenden Fische, und hat sehr lange Flossfedern.

No. 3. Der Schiffhalter, oder die Remora.

Der Schiffhalter, oder die Remora, ist ein kleiner, sehr merkwürdiger Fisch, der gleichfalls im grossen Welt-Meere gefunden wird. Sein Kopf ist breiter, fast halb so lang als der ganze Körper, und oben ganz platt und oval. Diese ovale Platte ist schwarzgrau, hat rund herum und mitten durch erhabene Schwielen, und queerüber tiefe Furchen, mit einer rauhen scharfen Haut besetzt. Mit dieser Platte drückt sich dieser kleine Fisch an andere schwimmende Körper an, hängt sich daran fest, und wird ihnen auf diese Art ein Hinderniss im Schwimmen. Besonders pflegt er sich gern in ungeheurer Menge unten an die Schiffsboden anzudrucken, wie sich ohngefähr die Seetulpen und Enten-Muscheln auch daran hängen. Da es nun allezeit ein Schiff im Seegeln hindert, wenn Boden und Kiel nicht rein und glatt, sondern mit andern Körpern behangen sind, so hat dieser Fisch dadurch den Nahmen der Schiffhalter bekommen. Dass aber ein einziger ein Schiff im vollen Seegeln solle aufhalten können, ist eine Fabel.

No. 4. Der runde Kropffisch.

Der Kropffisch ist eins der seltsamsten Thiere aus dem Amerikanischen Meere. Er ist rundum mit einer sehr harten hornartigen Haut oder Schaale umgeben, und steckt gleichsam in einem festen Panzer, braun von Farbe. Man hat runde und eckigte Kropffische; und von den ersteren wieder stachlige, zackige, schuppige, warzige und glatte. Gegenwärtiger ist beynahe kugelrund, und über und über mit unzähligen kleinen Wärzchen besetzt. Man hat die Kropffische von sehr verschiedener Grösse, oft bis zu einer Elle, oft auch nur 2 Zoll gross.

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Band 1, Tafel 14

Band 1, Heft 3, Tafel 14, deutsch

Insect. II. B. I. No. 14.

DIE BIENEN.

Die Biene ist eins der nützlichsten und bewundernswürdigsten Insecten, theils wegen der Kunst und Ordnung ihrer Arbeiten, theils wegen der weisen Einrichtung ihrer Republik, in welcher sie gesellschaftlich lebt, theils wegen der vortrefflichen Produkte ihrer Arbeit. Sie sammlet und bereitet uns Honig und Wachs; jens aus dem Safte, diess aber aus dem Samenstaube der Blumen und Baumblüthen. Aus Wachse baut sie die kunstreichen sechseckigten Zellen ihrer Waben, um darin theils ihren Honig-Vorrath, theils ihre junge Brut aufzubewahren.
Die Bienen leben bekanntlich in ganzen Schwärmen in Bienen-Körben, oder Stöcken, oder auch wild, in hohlen Bäumen, Mauern u.s.w. zusammen. In einem solchen Schwarme oder Bienen-Stocke befinden sich immer dreyerley Arten von Bienen; nemlich 1) männliche Bienen, oder Thronen; 2) eine einzige weibliche Biene, die sogenannte Königin, oder der Weisel; und 3) Arbeits-Bienen. Die Figuren auf gegenwältiger Tafel zeigen uns diese verschiedenen Arten der Bienen, nach ihrer verschiedenen Gestalt.
a) Ist eine männliche Biene, oder Throne. Sie sind beynahe noch einmal so gross als die Arbeits-Bienen, und sumsen fast wie die Hummeln im Fluge. Es sind ihrer etwa nur zwey bis dreyhundert in einem ganzen Bienenstocke von ungefähr 30000 Bienen. Sie allein arbeiten nicht und nähren sich vom Honige der Arbeits-Bienen. So bald aber die Königin ihre Eyerchen in die leeren Brut-Zellen der Waben gelegt hat, fallen die Arbeits-Bienen über die faulen Gäste, die Thronen, her, und stechen sie todt; weil diese keine Stacheln haben und sich also nicht wehren können.
b) Die Königin, oder der sogenannte Weisel. Diess ist die einzige Bienen-Mutter im ganzen Stocke, denn sie allein legt die sämmtlichen Eyerchen, daraus die junge Brut entsteht, in die Zellen, und ist daher von ungeheurer Fruchtbarkeit. Sie ist grösser, länger und schmäler, als eine Throne, hat ganz kleine Flügel, kommt nie aus dem Stocke, ausser wenn ein junger Schwarm mit seiner eignen Königin auszieht. Alles hängt im Stocke an ihr; und wenn sie fehlt oder stirbt, hören alle Arbeiten auf, und der ganze Stock verfliegt und zerstreut sich. Im Frühjahre im April, May und Junius legt sie ihre Brut, aus welcher zuweilen zwey bis drey junge Schwärme entstehen, die mit einer eignen jungen Königin jährlich aus dem Mutterstocke ausziehen, und neue Colonieen machen.
c) Eine Arbeits-Biene sitzend. Dergleichen sind ihrer ohngefähr 30000 in einem Stocke. Alle Arbeiten werden von ihnen verrichtet, sie tragen Honig und Wachs ein, bauen die Waben, ernähren und versorgen die junge Brut, ungeachtet sie selbst kein Geschlecht haben, und weder Männchen noch Weibchen sind. Sie allein haben Stacheln, mit welchen sie sich herzhaft vertheidigen können. Kurz sie sind ein wahres Bild des Fleisses, und aus ihnen bestehet eigentlich die kleine Republik.
d) Eine fliegende Arbeits-Biene; die an ihren beyden Hinter-Beinen die sogenannten Wachshösgen von Blumen-Staube gesammelt hat, und sie einträgt.
efghi) Ein Stück von einer Honigwabe mit Brut, leeren Zellen und Honig.
ee) sind noch leere Zellen.
ff) Zellen mit Honige angefüllt, und einem dünnen Deckel von Wachse verschlossen.
gg) Zellen mit junger Brut angefüllt, sie haben erhabene, runde Deckel von Wachs.
hi) Wohnungen der Königin, oder sogenannte Weisel-Häusgen. Sie hängen ganz besonders an den Waben.
kk) Junge Brut, oder eigentliche Maden oder Raupen der Bienen, wie sie in den Brut-Zellen stecken.
l) Eine schon in Puppe verwandelte dergleichen Raupe.
m) Eine Bienen-Kette, so wie sie sich zuweilen in den Stöcken zusammenhängen um auszuruhen. Junge ausgezogene Bienen-Schwärme hängen sich eben so an Bäume, wo sich ihre Königin zuerst hinsetzt, um eine neue Wohnung zu wählen.

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Band 1, Tafel 15

Band 1, Heft 3, Tafel 15, deutsch

Insecten. III. B. I. No. 15.

SCHAEDLICHE INSECTEN aus heissen Ländern.

Die heissen Länder erzeugen weit mehr giftige Thiere, als kalte Gegenden. Diess findet sich sonderlich unter den Insecten. Gegenwärtige Tafel liefert einige dergleichen.

No. 1. Die grösste Surinamische Spinne.

Sie lebt in Surinam auf den Bäumen, ist durchaus rauch und haarig, und nährt sich hauptsächlich von einer grossen Art Ameisen. Sie ist so stark, dass sie sogar kleine Vögel und sonderlich Colibris in ihrem Neste überfällt, und ihnen das Blut aussaugt. Sie hat zwey scharfe Fress-Zangen, und ihre Bisse damit sind äusserst gefährlich und giftig. Die grossen Zug- oder wandernden Ameisen sind ihre Feinde; denn wenn diese auf ihrer Wanderung begriffen sind, wird sie von ihnen in ungeheurer Menge angefallen und getödtet.

No. 2. Eine Tarantel.

Taranteln sind eine Art Erd-Spinnen, die vorzüglich in Italien, aber auch in mehr heissen Ländern gefunden werden; und von denen man sonst erzählte, dass ihr Biss den Menschen in eine Tollheit versetze, die nur durch eine gewisse Musik und heftiges Tanzen geheilt werden könne, welches aber eine Fabel, und völlig ungegründet ist. Es giebt mehrere Arten von Taranteln; als, braune, rauche, wie gegenwärtige; gelbe, röthliche, glatte. Ihr Biss macht zwar eine schmerzhafte Geschwulst und Entzündung, ist aber selten tödtlich, wenn die Wunde nicht vernachlässigt wird.

No. 3. Die Orange- oder Curassao-Spinne.

Diese kleine Spinne ist eine der giftigsten, die man kennt. Sie heisst die Orange, weil sie ein orange gelbes Fleckchen auf dem Rücken hat; und lebt in der Erde unter Baumwurzeln. Sie hat wider alle gewöhnliche Art der Spinnen nur 6 Füsse. Ihr Biss ist so giftig, dass ein Mensch der von ihr verwundet wird, in Wahnsinn und heftige Convulsionen fällt, und nur mit Mühe zu retten ist.

No. 4. 5. 6. Der Scorpion.

Der Scorpion gränzt zunächst an die Krebse und ist als ein sehr giftiges Insect bekannt. Er lebt fast in allen heissen Ländern, sonderlich in Amerika, Ostindien, Afrika, Italien, im südlichen Frankreich und Teutschland im Gemäuer, alten Breterwerk u.s.w. ist jedoch an Grösse und Schädlichkeit sehr verschieden. Der grösste und gefährlichste ist
No. 4. Der Indianische Scorpion. Er ist so gross wie ein mittelmässiger Krebs, und hat herzförmige Scheeren. Sein krummer Stachel am letzten Gliede des Schwanzes, aus welchem er, indem er sticht, zugleich einen Tropfen Gift in die Wunde sprizt, ist es, was ihn so gefährlich macht.
No. 5. Der Amerikanische Scorpion, etwas kleiner als der vorige, hat Schotenähnliche rauche Scheeren, lebt vornehmlich in Brasilien, und ist fast noch giftiger als die erste Art.
No. 6. Der Italienische, Teutsche oder Französische Scorpion, ist ganz klein, etwa 1 bis 2 Zoll lang, und minder gefährlich. Sein Stich macht zwar auch eine brennende Geschwulst, wird aber durch ein wenig Scorpion-Oel, das man auf die Wunde streicht, leicht wieder geheilt.

Band 1
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Band 1, Tafel 16

Band 1, Heft 4, Tafel 16, deutsch

Vögel. III. B. I. No. 16.

PAPAGEYEN der alten Welt.

Die Papageyen sind eins der schönsten und zahlreichsten Vogel-Geschlechter, denn man zählt bereits mehr als 100 schon bekannte Gattungen davon. Sie leben und bruten wild nur in heissen Ländern, und zwar blos in einem Striche von 25 Graden zu beyden Seiten der Linie. Die Gattungen in der alten und neuen Welt sind gänzlich von einander unterschieden, und es giebt keine die Amerika mit Asien und Afrika gemein hätte. Die Griechen kannten nur eine Gattung davon, die sie durch die Flotte Alexanders des Grossen aus der Insel Trapobana erhielten. Bey den Römern waren sie schon ein Gegenstand des Luxus; denn sie hielten sie in Käfigen von Silber, Elfenbein und Schildkrot, und ein Papagey kostete oft mehr als ein Sclave.
Alle Papageyen werden, nach der obgedachten Bemerkung, dass die Gattungen aus der alten, von denen aus der neuen Welt verschieden sind, in zwey grosse Haupt-Classen eingetheilt neml. in:
I. Papageyen der alten Welt.
II. Papageyen der neuen Welt.
Die Papageyen der alten Welt theilen sich wieder in 6 Haupt-Arten ab; nemlich:
1) in Kakatus,
2) in eigentliche Papageyen,
3) in Loris,
4) in Perruches mit langen gleichen Schwanze,
5) in Perruches mit langen ungleichen Schwanze,
6) in Perruches mit kurzen Schwanze.
Dies ist die Charakteristik der sechs Hauptarten von den Papageyen aus der alten Welt, von deren jeder ich ein Bild auf gegenwärtiger Tafel liefere.

No. 1. Der Kakatu.

Ist der grösseste Papagey aus der alten Welt, weiss von Farbe, hat eine schöne Feder-Krone auf dem Kopfe, und lebt im südlichen Asien.

No. 2. Der eigentliche Papagey.

Kommt aus Afrika und Ostindien, und lernt am schönsten und deutlichsten sprechen. Der hier abgebildete graue mit rothem Schwanze ist die gewöhnlichste Gattung davon.

No. 3. Der Lori.

Man nennt in Ostindien gewisse Gattungen von Papageyen so, weil ihr Geschrey das Wort Lori ausdrückt. Roth ist ihre herrschende Farbe. Sie sind die lebhaftesten unter allen Papageyen.

No. 4. Die grosse Perruche mit langen gleichen Schwanze.

Die Perruchen, deren es viele Gattungen giebt, haben immer den Kopf von anderer Farbe als den Leib. Sie kommen aus Ostindien.

No. 5. Die grosse Perruche mit langen ungleichen Schwanze.

Diese Art, welche in Afrika lebt, zeichnet sich durch zwey sehr lange Federn im Schwanze aus, und ist sehr schön gezeichnet.

No. 6. Die kleine Perruche mit kurzen Schwanze.

Diess ist der kleinste von allen Papageyen. Sie ist etwa so gross als ein Gimpel, lernt nicht sprechen, ist aber sehr schön von Farbe. Man muss immer ein Päärchen zusammen in einen Käfig thun, wenn man sie erhalten will. Da sitzen sie dann zusammen auf einem Stängelchen neben einander, sehen einander an, caressiren einander, und wenn eins von beyden stirbt, so grämt sich das andere, frisst nicht mehr, und stirbt bald darauf aus Traurigkeit. Eben darum nennt man sie auch gewöhnlich nur die Inseparables.

Band 1
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Band 1, Tafel 17

Band 1, Heft 4, Tafel 17, deutsch

Vögel. IV. B. I. No. 17.

PAPAGEYEN der neuen Welt.

Die zweyte Haupt-Classe sind die Papageyen der neuen Welt, die, wie gedacht, nichts mit den Gattungen der alten Welt gemein haben.
Columb fand in der ersten Insel von Amerika, die er entdeckte, nichts als Papageyen. Er brachte welche, zum Beweise seiner neuen Entdeckungen, mit nach Spanien zurück, und die Papageyen waren, wegen ihrer viel grösseren Schönheit als die bisher bekannten, lange Zeit die vornehmste Tausch-Waare zwischen Europa und Amerika.
Man theilt die Papageyen der neuen Welt gleichfalls in 6 Haupt-Arten, nämlich:
1) in Aras,
2) in Amazones,
3) in Papegais,
4) in Criks,
5) in Perriches mit langen Schwanze,
6) in Perriches mit kurzen Schwanze.

No. 1. Der Ara.

Der Ara ist unter allen Papageyen der grösseste und schönste; denn sein prächtiges Gefieder glänzt von Purpur, Gold und Azur. Er hat ein stolzes Ansehen, lässt sich aber leicht zahm machen. Seine Charakteristik ist seine Grösse, sein langer und zugespitzter Schwanz, die weisse nackte Haut um die Augen, und sein widriges Geschrey, Ara! Ara! wovon er auch den Nahmen erhalten hat.

No. 2. Die Amazone.

Diese Pageyen-Art wohnt am Amazonen-Flusse, woher sie auch den Nahmen hat, hat immer Roth auf den Schwingen der Flügel, und ist sehr schön und glänzend von Farben.

No. 3. Die Papegais

sind minder selten als die Amazonen, haben kein Roth auf den Flügeln, aber gewöhnlich einen grossen Bart von herabhängenden Federn. Sie sind meist in Cuba und Guyane einheimisch.

No. 4. Der Crik.

Diese Papageyen-Art hat viel ähnliches mit der Amazone, auch Roth auf den Flügeln und im Schwanze, ist aber schmutziger von Farbe; und meistens grün. Er wohnt in Cayenne.

No. 5. Die Perriche mit langen Schwanze.

Es giebt der Perrichen eine grosse Menge Gattungen in Amerika. Gegenwärtige ist die sogenannte gelbe Perriche aus Brasilien.

No. 6. Die Perriche mit kurzen Schwanze.

Diese Art, welche auch Tonis heisst, ist die kleinste Papageyen-Art in Amerika, nicht viel grösser als ein Sperling, und gleicht den Perruchen der alten Welt ziemlich. Die hier abgebildete Gattung davon ist schön grün, hat gelbe Flecken auf Flügeln und Schwanze, wohnt in Guyane, und lernt leicht sprechen.

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Band 1, Tafel 18

Band 1, Heft 4, Tafel 18, deutsch

Conchylien. I. B. I. No. 18.

Merkwürdige Schnecken und Muscheln.

No. 1. Der Nautilus oder Schiffskuttel.

Der Nautilus ist eine der merkwürdigsten Conchylien, theils wegen seiner vorzüglichen Schönheit; theils weil er beynahe wie ein Schiff gebaut ist, und das Thier oder der Polype, der ihn bewohnt, mit zwey seiner Armen eine Haut wie ein Seegel ausspannt, und so mit Hülfe derselben, wenn der Wind hineinblässt, auf der Oberfläche des Meeres, wie ein Schiff fortseegelt. Von ihm sollen daher die Menschen zuerst den Gebrauch der Seegel bey Schiffen gelernt haben. Diese prächtige Schnecke wurde sonst häufig schön geschnitten und verziert, in Gold und Silber als Trinkgeschirre gefasst, und man findet sie auf diese Art noch häufig in Kunstkammern.

No. 2. 3. 4. Die Perlen-Muscheln.

Bekanntlich wachsen die ächten Perlen in Muscheln, und werden aus dem Meere gefischt. Es führen mehrere See- ja sogar Fluss-Muscheln Perlen, allein sie sind auch sehr an Glanze und Schönheit verschieden.
No. 2. ist die ächte orientalische Perlen-Muschel, worin die wahre orientalische Perl gefunden wird. Sie gehört zu den sogenannten Meer-Ohren und ist mehr Schnecke als Muschel; nicht ganz Schnecke, weil sie kein Gewinde, und nicht ganz Muschel, weil sie nur eine Schaale und keinen Deckel hat. Unter ihrem erhöhten Rande hat sie eine Reihe kleiner Tellen die endlich nach dem Rande zu ordentliche Löcher werden, in welchen die guten Perlen sitzen. Sie glänzet und spielt ausserordentlich prächtig grün, roth und silberfarb.
No. 3. ist die Teutsche und sogenannte Elster-Perlen-Muschel, eine grosse Mies- oder Mahlermuschel, welche der bekannte Fluss, die Elster in Sachsen führet, und die gleichfalls sehr grosse Perlen erzeuget, die den orientalischen an Größe und Güte nichts nachgeben, und unter dem Namen Elster-Perlen bekannt sind. Zwey dergl. noch unreife und festgewachsene Perlen liegen linker Hand am Rande dieser Muschel.
No. 4. ist die eigentliche sogenannte Perlen-Mutter-Muschel. Sie gehört zum Auster-Geschlecht, und führt zuweilen zwar auch Perlen in sich, wird aber mehr wegen ihren schön glänzenden und spielenden Schaalen gebraucht, aus welchen allerhand Arten von Kunstwerken, z.E. Dosen, Knöpfe, eingelegte Arbeit, Fächerstäbe u.s.w. geschnitten und gedreht werden. In ihrem rohen Zustande sieht sie äusserlich schmutzig braun und weiss aus.

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Band 1, Tafel 19

Band 1, Heft 4, Tafel 19, deutsch

Vierf. Thiere V. B. I. No. 19.

REISENDE THIERE.

No. 1. Der Löwe.

Diess prächtige, edle und fürchterliche Geschöpf, wird von Dichtern gewöhnlich der König der Thiere genannt. Er wohnt in den heissen Sandwüsten des inneren Afrika, ist 6 bis 9 Fuss lang, schmuzig braungelb von Farbe, und so ausserordentlich stark, dass nur der Elephant, das Rhinoceros, das Wallross, und der Tiger ihm widerstehen können. Seiner Nahrung geht er in der Nacht nach. Sie besteht im Fleische allerley grosser Thiere. Menschen fallt er nur an, wenn ihn der Hunger sehr drückt, oder er gereizt wird. Er jagt nicht gern, sondern legt sich ins Gebüsch auf die Lauer, kriecht sachte auf dem Bauche fort, bis er ein Rind erreichen kann, welches er dann mit der Tatze auf einen Schlag zu Boden schlägt, auf den Rücken wirft und fortträgt. Durch Feuer lässt er sich verjagen; dass er aber furchtsam vor den Krähen

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Band 1, Tafel 20

Band 1, Heft 4, Tafel 20, deutsch

Amphibien I. B. I. No. 20.

AMPHIBIEN.

Amphibien nennt man Thiere, die sowohl im Wasser als auf dem Lande leben können, deren eigentlicher und gewöhnlichster Aufenthalt aber doch im Wasser und an den See-Ufern ist. Es giebt deren sehr viele Arten und Gattungen. Ich will hier nur die Abbildungen einiger der grössten aus dem Welt-Meere liefern, die alle zum Robbengeschlechte gehören.

No. 1. Der zottige Seelöwe.

Er wohnt an den westlichen Küsten von ganz Amerika, und den östlichen von Kamtschatka; ist braunroth von Farbe, hat einen dem Löwen ähnlichen Kopf und Mähne, kurze glatte Seehund-Haare über den ganzen Leib, und zwey kurze Vorder-Füsse mit Klauen und einer Schwimmhaut. Er ist 25 Fus lang, und oft 18 bis 20 Fus im Umfange dick, nährt sich von Fischen, Seehunden und See-Vögeln, und brüllt wie ein Ochse. Er ist furchtsam vor Menschen; sein Fleisch und Fett ist süss.

No. 2. Der glatte Seelöwe.

Diese Art von Seelöwen gehört der südlichen Hälfte unsrer Erdkugel zu. Sie wohnen sonderlich in der Nachbarschaft von Amerika, am Ufer im Schilfe. Sie sind 15 bis 18 Fus lang, lichtbraun, haben kurze Seehund-Haare, und die Männchen davon einen Kamm auf der Nase, welches die aufgeblasene Haut der Nase ist. Wenn sie am Lande sind, und was sehen, richten sie sich auf, nehmen diese Stellung an, öffnen den Rachen fast 1 Schuh weit, blasen den Kamm auf und brüllen. Ihre Stimme ist mannigfaltig; sie brüllen wie Löwen, brummen wie Ochsen, grunzen wie Schweine, und die Jungen blöcken wie die Kälber. Sie fressen Gras, Fische und andere Seethiere, und sind erstaunlich fett, desshalb man sie auch erlegt, und Thran aus ihnen bratet. Jhre Haut wird, wie die von den Seehunden zu allerhand Sattler-Arbeiten, Stiefeln und Kleidern der Wilden gebraucht.

No. 3. Das Wallross.

Die Wallrosse leben in den Meeren und an den Küsten um den Nordpol, bey Spitzbergen, Grönland und Kamtschatka. Sie sind 16 bis 18 Fuss lang, röthlich-schwarz-grau, haben fingersdicke Haut, die mit wenig kurzen steifen Haaren besetzt ist. Sie haben zwey lange Stoßzähne vom schönsten Elfenbeine, womit sie ihre Nahrung, Muscheln und See-Gewächse aus dem Schlamme graben. Fleisch fressen sie nicht. Sie brüllen gewaltig, wie Ochsen. Sie werden von den Grönlandsfahrern ihrer Zähne, des Specks und ihrer Haut wegen getödtet. Ihre Haut die oft an 400 Pfund wiegt, wird gegärbt, und zu grober Riemer-Arbeit gebraucht.

No. 4. Der Seebär.

Sein Kopf gleicht einem Bären-Kopfe. Er ist schwarzbraun und hat lange steife Haare. Er lebt blos in dem nördlichen Theile des stillen Meeres, ist 10 Fus lang; und kann sehr schnell schwimmen. Er blöckt wie eine Kuh, oder brummt wie ein Bär; man tödtet ihn seiner Haut und seines Fetts wegen, wie den Seehund. Er ist im Kampfe mit andern sehr kühn und herzhaft.

No. 5. Der gemeine Seehund.

Der Seehund lebt in den Eis-Meeren um den Nord- und Süd-Pol, häufig um Spitzbergen, Grönland, Issland, Norwegen, Russland, in der Ost-See, auf dem Eise und Klippen, ist 5 bis 6 Fuss lang, weissgelblich und schwarzbraun von Farbe, hat kurze dichte glänzende Haare, und nährt sich von Fischen, hauptsächlich von Heeringen. Sein Laut ist ein heisseres Bellen. Er ist die Haupt-Nahrung der Grönländer, Eskimos, Kamtschatkadalen und anderer Strandvölker der kalten Zonen, die von Fischerey leben; denn sein Fleisch ist ihre Speise, sein Thran ihre Schmelzung, und die Nahrung ihrer Lampen, aus seiner Haut machen sie ihre Kleider, Boote, Zelte, aus seinen Därmen ihre Hemden und Fenster, aus seinen Knochen ihre Waffen und Jagd-Werkzeuge, und mit seinen Därmen nähen sie auch. Wegen seiner Haut und seines Thrans, welches beydes grosse Handels-Artikel sind, gehen jährlich viele Schiffe aufs sogenannte Robben-Schlagen aus.

Band 1
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Band 1, Tafel 21

Band 1, Heft 5, Tafel 21, deutsch

Corallen I. T. I. No. 21.

CORALLEN

Die Corallen sind schöne und merkwürdige Producte des Meeres, über deren Entstehung man [la]nge zweifelhaft gewesen ist. Sie sind keine See-[Pf]lanzen, wie man fälschlich sonst glaubte, sondern [bl]osse Gebäude und Wohnungen von unendlich [kl]einen See-Thierchen, den Polypen, wie nunmehr [du]rch genaue Beobachtungen der Naturforscher [er]wiesen ist. Man nimmt an, dass ihre Entste[hu]ngs-Art folgende sey:
Ein einziger Polype setzt sich auf einer Klippe, [ei]nem Steine, oder einer Schnecke, oder einem an[de]rn Körper im Meere an, nährt und bildet [sic]h, wie alle Schaalthiere, aus seinem Steinsafte [ei]ne Zelle, die seinen Körper in einer gewissen be[sti]mmten Figur umschliesst. Dieser Saft erhärtet, [un]d wird zu Steine, wie der, woraus sich die [Sc]hnecken ihre Häuser machen. In dieser Zelle [le]gt der Polype seine Eyer, und aus diesen entste[he]n wieder andere Polypen, die auf eben diese Art [au]ch aus ihrem Safte ihre Kammern oben auf dem [er]sten bauen; und so wächset dann die äussere [Sc]haale immer fort, theilt sich in Aeste oder in breite [ru]nzlichte Blätter, je nachdem die Fortpflanzung [de]s Thiers gut von statten geht. Da nun die Po[lyp]en viele oder wenige Strahlen haben, grosse [od]er unendlich kleine, mithin in ihrer Art unend[lic]h von einander unterschieden sind, so entsteht [da]raus der grosse Unterschied der Corallen in ih[re]r Form und Gestalt, Farbe und Materie ihrer [B]estandtheile.
Man theilt die Corallen überhaupt in 2 grosse [H]aupt-Geschlechter, nemlich
1) in Stein-Corallen, und
2) in Horn-Corallen, ein.
[V]on den Stein-Corallen giebt es hochrothe, blass[ro]the, weisse, gelbe, graue, blaue; von den Horn-Corallen aber schwarze, braune, röthliche, blass[bl]aue und aschgraue. Jene sind fest und steinartig; letztere aber hornartig und biegsam. Ich will von beyden Geschlechtern hier Muster geben.

No. 1. Die rothe Stein-Coralle.

Sie wächst vorzüglich im Mittelländischen Meere, wo eine eigne Fischerey darauf getrieben wird; ist prächtig roth von Farbe, und hart wie Marmor, lässt sich drehen und poliren, daher denn auch vorzüglich Halsschmuck für die gemeinen Weiber in Italien und mehreren Ländern daraus gemacht wird.

No. 2. Die schwarze Horn-Coralle.

Man findet sie vorzüglich in den Ostindischen Meeren, an der Küste von Bengalen. Sie sieht aus wie schwarzes Siegellack, und spielt auf der Oberfläche stahlblau. Sie wächst oft so hoch und gerade als ein Stock, so dass man sie, daran zum gehen, brauchen kann.

No. 3. Die gemeine weisse Stein-Coralle.

Sie wird am häufigsten in den Nordischen Meeren und in der Süd-See angetroffen, und hauptsächlich in den Apotheken gebraucht. Es sitzen ganze grosse Massen davon in unförmlichen Klumpen auf den Felsen in der Tiefe des Meeres fest; ja in der Süd-See sind viele Inseln rund herum mit einem ordentlichen aus der See hervorragenden Rande oder Mauer von solchen weissen Corallen umgeben, welches man Corallen-Riefen nennt; ja es ist nicht unwahrscheinlich, dass ganze kleine Inseln von solchen Corallen aufgebauet sind.

No. 4. Der graue Corallen-Schwamm.

Er gehört gleichfalls zu den Stein-Corallen, und wird auch sonst, wegen seiner schwammähnlichen Bildung der See-Blumenkohl genannt.

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Band 1, Tafel 22

Band 1, Heft 5, Tafel 22, deutsch

Amphibien II. B. I. No. 22.

DER CROCODIL.

Der Crocodil, den man seiner Gestalt und Or[ga]nisation nach unter die Eydechsen rechnen muss, [ist] das grösste und fürchterlichste aller Amphibien. [Er] ist von 10 bis 100 Fuss lang, und lebt in den [he]issen Zonen aller Welttheile, vorzüglich in den [gr]össten Flüssen, bald im Wasser, bald auf dem [La]nde. Die Africanischen, Asiatischen und Ame[ri]kanischen Crocodile gehen sowohl in ihrer äus[se]ren Gestalt als auch in ihrem Namen von einander [ab]. In Ost- und West-Indien heisst er der Cayman. [D]er grösste und berühmteste ist

No. 1. et 2. der Nil-Crocodil

[in] Egypten; den ich hier abgebildet liefere. Er [ha]t eine hornartige sehr harte, aus lauter viereckt[en] Schuppen oder Schildern bestehende Haut, die [au]f dem Rücken dunkel-braun, auf dem Bauche [ab]er gelb ist. Ueber den ganzen Rücken bis zur [S]pitze des Schwanzes laufen etliche Reichen knopf[fö]rmiger zackigter Buckeln. Durch diese Schilder [a]uf dem Rücken kann weder ein Schuss noch Lan[z]enstich durchdringen. Am Bauche aber sind sei[n]e Schuppen weicher, und daher ist auch hier das Thier verwundbar. Sein Kopf ist platt und breit, und hat einen Schweinsrüssel. Der Rachen ist [g]ross und weit hinter die Augen gespalten, hat [k]eine Zunge, und mit starken weissen und [s]pitzigen Zähnen besetzt.
Der Crocodil hat 4 kurze unförmliche Eydech[s]en-Beine, an den Vorder-Füssen 5 und an den hinteren 4 Zehen, mit einer Schwimmhaut verbunden. Er ist ein fleischfressendes Raubthier, und nährt sich vom Raube anderer grossen Thiere, Rinder, Pferde, Tiger, Menschen etc. Obgleich er eigentlich die Menschen scheuet und fliehet, so setzt er sich doch gegen sie zur Wehre, und stellet ihnen und andern Thieren oft mit vieler List nach. Er stellt sich nemlich als todt, und schwimmt auf dem Rücken liegend wie ein Klotz am Ufer hin. Nähern sich ihm nun in dieser Meynung Menschen, Ochsen, Kühe, oder Rauhthiere, so ergreift er sie schnell, zieht sie mit sich unter das Wasser, und frisst sie.
Das Weibchen hat, wie No. 2. zeigt, unten am Bauche eine Oeffnung, durch welche es seine Eyer in den Sand am Ufer des Nils legt, und sie von der Sonne ausbrüten lässt. Sie sind so gross wie ein grosses Gänse-Ey, und werden, so wie auch das Fleisch des Crocodils, von den Egyptern gegessen.
Der Crocodil kann sich nur sehr schwer wenden, weil sein Rückgrad fast steif und wenig beweglich ist.
Dass der Crocodil wie ein Kind weine, wenn er Menschen an sich locken wolle, (woher auch das Sprichwort Crocodils-Thränen entstanden) ist eine Fabel.
Sein schädlichster Feind ist der Ichnevmon, (eine egyptische Viverre oder Stinkthier, etwa in der Grösse eines kleinen Fuchses) als welchem die Eyer des Crocodils, so wie die jungen Crocodile, wenn sie kaum ausgekrochen, ein Leckerbissen sind. Er vernichtet auf diese Art eine grosse Menge Crocodile, und gehörte sonst unter die geheiligten Thiere. Allein dass er dem Crocodil in den Leib krieche, wenn er am Ufer mit offenem Rachen schlafe, und die Eingeweide fresse, ist gleichfalls eine Fabel.

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Band 1, Tafel 23

Band 1, Heft 5, Tafel 23, deutsch

[A]mphibien II. B. I. No. 23.

SCHILDKRÖTEN.

Man theilt die Schildkröten, welche gleich[falls] unter die Amphibien gehören, gewöhnlich in Meer- und Land-Schildkröten.
Die Meer-Schildkröten, welche alle nur in den [Me]eren von Ost- und Westindien, in warmen Zo[nen] wohnen, haben wieder 4 Haupt-Gattungen.
[1]) Ganz grosse mit kleinem Kopfe. Sie sind an 8 Fuss lang, 4 Fuss dick, ihr Fleisch ist stinkend und unbrauchbar, und ihre Schilder sind so gross, dass man sie zu Trögen braucht.
[2]) Grossköpfige; sind etwas kleiner, ihr Fleisch stinkt aber noch ärger.
[3]) Grosse grüne. Sie wiegen über 300 Pfund, haben grünliche Schilder und weisses sehr schmackhaftes Fleisch, welches in Ostindien und auf den Schiffen häufig gegessen wird.
[4]) Falkenschnäblichte oder Carret-Schildkröten. Sie sind die gemeinsten, ihr Fleisch ist gleichfalls weiss, sehr wohlschmeckend, fast wie Kalbfleisch; ihr Schild, welches das sogenannte Schildkrot ist, hat gelb und braune Flammen, und ist ein grosser Handels-Artikel.

No. 1. Die Carret-Schildkröte.

Diess ist die Abbildung der unter No. 4. be[sch]riebenen Gattung Meer-Schildkröten. Ihr Kör[per] ist Eyrund, sehr dick und der Rücken erhaben. [Au]s den kleinen Schildern des grossen Rücken-Schil[des], die wie Dachziegeln untereinander geschohen liegen, bis zu 1/4 Zoll dick, und das bekannte Schildkrot sind, das sich in heissen Wasser weich machen lässt, werden allerhand scböne Sachen, als Dosen, Kämme, Etuis, Messer-Hefte, Uhrgehäuse, Zahnstocher und dergl. gemacht. Es ist hornartig durchsichtig und hat braunrothe Flammen.
Die Meer-Schildkröte hat lederartige Schwimmfüsse. Sie nährt sich von See-Pflanzen und Moos. Ihre Eyer, welche weiss, ganz zart von Schaale, und eine sehr gute Speise sind, legt sie auf dem Lande in den Sand, wo die Sonne sie ausbrütet.

No. 2. Die Land-Schildkröte.

Diese theilt man wieder in Sumpf- und Erd-Schildkröten ein. Sie leben in allen Welttheilen. In Europa, und sonderlich in Teutschland, sind sie sehr klein, etwa so gross wie ein Teller, und kaum 1/6 so gross als die Carret-Schildkröte; in Amerika aber giebt es welche von 200 Pfund. Ihr Fleisch ist gleichfalls sehr delikat. Sie nähren sich von Gras, Moos etc. in Gärten, wo man sie hält; und man merkt kaum dass sie etwas fressen. Sie haben einen Hundskopf, und keine Zähne. Im Winter graben sie sich in die Erde. Sie haben ein so zähes Leben, dass sie sich wohl noch 14 Tage regen drauf regen, nachdem man ihnen den Kopf abgeschnitten hat. Man hat sie von verschiedenen Grössen und Farben, als weiss, schwarz, bunt, geflammt, gesprenkelt u.s.w.

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Band 1, Tafel 24

Band 1, Heft 5, Tafel 24, deutsch

Amphibien IV. T. I. No. 24.

EYDECHSEN.

Das Geschlecht der Eydechsen ist gross, denn [soga]r der Crocodil gehört dazu, und so fürchter[lich] es auch den meisten Menschen vorkommt, so [sind] es doch meistens sehr schöne Thiere; und es [ist e]in Vorurtheil, dass sie giftig wären; denn diess [ist] doch böchstens nur von ein Paar Arten bekannt; [und] manche davon, z. E. der Leguan, werden als Leckerbissen gegessen.

No. 1. Der Leguan, oder die grosse Kamm-Eydechse.

Der Leguan ist in Indien, sonderlich in der In[sel] Curassao einheimisch; und heisst die Kamm-Ey[dec]hse, weil von seinem Kopfe an bis zum Schwan[ze e]ine ganze Reihe harter Spitzen fortlaufen, die [wie] ein Kamm aussehen. Er ist blaulich von Far[be], nnd [sic] der Schwanz braun geringelt. Seine Haut [best]eht aus lauter kleinen glänzenden Schuppen. [Er] hält sich an klippigten Ufern auf, und nährt [sich] von Wasser-Insecten. Er hat deswegen so [lan]ge Krallen, dass er sich an den Felsen und Klip[pen] anhalten kann. Er hat ein sehr zartes, weisses [und] wohlschmeckendes Fleisch, welches wie das [zart]este Hühnerfleisch zu essen ist, und woraus man [in I]ndien vieles Wesen macht. Unter dem Halse [hat] er einen Lappen, wie einen Hünerkamm, und [an] der Seite Warzen die wie Perlen glänzen. Er [legt] Eyer, durch welche er sich fotpflanzt.

No. 2. Der Chameleon.

Er wird mit zu den Eydechsen gerechnet, un[gea]chtet er, in manchen Stücken davon abweicht; [de]nn er legt keine Eyer, sondern gebähret leben[ig]e Junge. Er wohnt in Bengalen, und andern heissen Ländern, und ist vornehmlich deshalb bekannt, weil er immer und sehr schnell, oft in einer Minute wohl zwanzigmal seine Farbe, welche eigentlich blaulich grün ist, ändert, so dass er zuweilen ganz bunt und vielfarbig aussieht. Er hat auf dem Kopfe eine haubenförmige Kappe, grosse spitzig hervorragende Augen, mit einem grossen Ringe umgeben, auf dem Rücken und am Bauche einen gezähnelten Kamm. Er nährt sich von Fliegen, die er sehr geschickt mit seiner langen Zunge, die er wie einen Pfeil herausschiesst, fängt; weil er selbst sich sehr langsam bewegt. Er ist übrigens völlig unschädlich. Dass er immer von dem Gegenstande, bey dem er steht, die Farbe annehme, ist eine Fabel. Die schnelle Abwechselung seiner Farben kommt von dem Umlaufe seiner Säfte her.

No. 3. u. 4. Der Salamander.

Es ist eine alte und bekannte Fabel, dass der Salamander im Feuer leben könne. Wahrscheinlich ist sie daher entstanden. Der Salamander ist glatt von Haut, hat aber sehr grosse Schweisslöcher, aus welchen er, wenn er gedrückt oder auf Kohlen gelegt wird, sehr häufig einen milchigten Saft von sich giebt, wodurch die Kohlen vielleicht ausgelöscht sind und er sich einige Zeit im Feuer erhalten hat. Er ist übrigens weder giftig noch sonst schädlich, und lebt gern an feuchten Orten in alten Gemäuer und unter Baum-Wurzeln. Es giebt verschiedene Arten der Salamander, und in allen Welttheilen. No. 3. ist ein Ostindischer, grau mit gelben Streifen; No. 4. ein Teutscher, schwarz mit orange Flecken. Letztere Art nennt man auch Erd-Molche.

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Band 1, Tafel 25

Band 1, Heft 5, Tafel 25, deutsch

Vierf. Thiere. VI. B. I. No. 25.

DAS RENNTHIER.

Das Lappländische Rennthier.
No. 1. Das Männchen, oder der Hirsch. No. 2. Das Weibchen, oder die Rennthier-Kuh.

Das Rennthier ist ein höchstwichtiges Geschenk [de]r Natur für alle die kältesten Nordländer unse[rer] Hemisphäre, in Europa, Asien und Amerika, [wo] es Caribu heisst. Ohne das Rennthier würde [La]ppland z.E. gar nicht bewohnt werden können, [de]nn es macht denn [sic] einzigen Reichthum der Ein[wo]hner aus. Es giebt so wohl wilde Rennthiere, [di]e im Freyen leben, als auch zahme. Dem Lapp[län]der kostet sein Rennthier fast nichts zu erhalten, [de]nn es nährt sich von den schlechtesten Kräutern, [un]d hauptsächlich von dem sogenannten Renn[thi]er-Moose. Dagegen braucht man sie zu Allen, [un]d sie gewähren den Lappländern fast alle Be[dü]rfnisse des Lebens. Man gebraucht sie statt der [Pf]erde, spannt sie vor die Schlitten und macht sehr [sch]nelle Reisen damit; man milkt die Rennthier-[Kü]he täglich zweymal, und erhält eine gute und [na]hrhafte Milch von ihnen. Es ist nicht das Ge[rin]gste an dem Rennthiere, was der Lappländer [ni]cht gebrauchte. Das Fleisch, und ihre Milch [ist} seine gewöhnliche Speise; das Fett ist seine [B]utter und Schmelzung der Speisen; aus dem Blute macht er Würste; die Blase ist seine Brandtewein-Flasche; aus der Haut macht er sich Kleider, Stiefeln, Betten, Zelter, aus den getrockneten und gespaltenen Sehnen, Zwirn zum Nähen, aus den Därmen, Stricke, und aus den Knochen, Messer, Löffel und ander Hausgeräthe. Kurz das Rennthier ist den Nordländern so unentbehrlich, als den heissen Sandwüsten von Afrika und Arabien das Kameel.
Der Rennthier-Hirsch No. 1. ist röthlich grau von Farbe, am Halse und Buge grosse weisse Streifen, sein Gehörn besteht aus blossen runden Stangen, die er, wie unser Hirsch, im Winter abwirft.
Die Rennthier-Kuh No. 2. ist bräuner von Farbe am Leibe, und ihr Geweih endigt sich oben in zackigte Schaufeln.
Das Rennthier ist etwas kleiner aber stärker, als unser Hirsch, und läuft ausserordentlich schnell, davon es auch seinen Nahmen hat.

No. 3. Das Sibirische Rennthier.

Das Sibirische Rennthier, welches übrigens alle Eigenschaften des Lappländischen hat, geht blos darinn von jenem ab, dass es ganz weiss ist, und ein reicheres ästigeres Gehörn hat.

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Band 1, Tafel 26

Band 1, Heft 6, Tafel 26, deutsch

[Vi]erf. Thiere VII. B. I. No. 26.

RAUB-THIERE aus allen Welt-Theilen.

No. 1. Der Jaguar.

Der Jaguar ist der Tiger der neuen Welt. [Er w]ohnt im südlichen Amerika, besonders in Gui[ana,] Paraguay, Brasilien und Patagonien. Er [hat a]lle Eigenschaften des Tigers bey seinem Rau[be,] nur ist er weit kleiner und schwächer, denn sei[ne L]änge beträgt nur ohngefähr dritthalb Fus. [Des] Nachts geht er in die Dörfer und Städte um [Hühn]er, Hunde, und andere kleine Thiere zu hoh[len,] und bey dieser Gelegenheit nimmt er auch [zuwe]ilen Kinder mit. Er ist selbst dem Crocodil, [so w]ie dieser ihm gefährlich; denn wenn er ans [Wass]er zu saufen kommt, so steckt der Crocodil [den] Kopf zum Wasser heraus um nach ihm zu [schna]ppen, worauf er ihm die Klauen in die Au[gen s]chlägt, aber auch von dem Crocodile mit un[ter d]as Wasser gezogen wird, in welchem hernach [geme]inlich beyde umkommen.

No. 2. Der Ozlot.

[Is]t fast von gleicher Grösse mit dem Jaguar, [und] wohnt gleichfalls im wärmeren Amerika, be[sonde]rs in Mexico. Er thut vorzüglich dem jun[gen R]indvieh und dem Wilde vielen Schaden, dem [er au]f den Bäumen auflauert, es niederreisst und [ihm d]as Blut aussaugt; den Menschen aber scheuet [er u]nd flieht vor den Hunden.

No. 3. Der Kuguar.

Der Kuguar wohnt gleichfalls in America, fast [in all]en Reichen, ist ohngefähr viertehalb Fus lang [und r]othbraun von Farbe, ohne alle Flecken. Er [gehör]t unter die furchtsameren Raubthiere, und [fällt] den Menschen nie an. Er wohnt vorzüglich [in di]cken Wäldern, und lauert auf Bäumen sei[nem] Raube auf.

No. 4. Der Gepard.

Der Gepard ist ein africanisches Raubthier, aber [auch] in Indien einheimisch. Er ist so gross als der Kuguar, und seine Haut sehr schön gefleckt. Die Indianer zähmen ihn auch, und brauchen ihn besonders zur Gazellenjagd.

No. 5. Die wilde Katze.

Die Katze ist ursprünglich ein wildes Raubthier, und nur durch lange Gewohnheit erst zum zahmen Hausthiere geworden. Man findet sie jezt wild in den Wäldern, aber nur in Europa, wo sie dem jungen Wildpret und sonderlich dem Federwilde grossen Schaden thun. Eine wilde Katze ist meistens 2 Fus lang, und hat langes Haar.

No. 6. Der Serval.

Der Serval hält das Mittel zwischen der wilden Katze, die er auch an Grösse übertrifft, und dem Luchse. Er wohnt in Ostindien und Tibet, in gebirgigten Gegenden. Sein Aufenthalt ist meist auf Bäumen. Er flieht den Menschen, wenn er nicht gereizt wird; und ist so wild, dass er sich nie zähmen lässt.

No. 7. Der Luchs.

Der Luchs ist dritthalb Fus lang und kommt an Grösse einem Fuchse bey. Er lebt vorzüglich noch im nördlichen Europa, in Norwegen, Schweden, Russland, Pohlen, in öden gebirgigen und waldigen Gegenden, in Klüften und Felsen-Höhlen, in deren Ermangelung er sich weite Baue in die Erde gräbt. Er ist ein dem kleinen sowohl als grossen Wilde sehr schädliches Raubthier, hat ein ausserordentlich scharfes Gesicht, und lauert den Hirschen, Elenn- und Rennthieren auf den Bäumen auf, springt wenn sie drunter weggehen, ihnen auf das Genicke herab und reisst sie nieder. In Teutschland, Frankreich und Italien sind sie alle vertilgt.

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Band 1, Tafel 27

Band 1, Heft 6, Tafel 27, deutsch

Pflanzen. II. B. I. No. 27.

PFLANZEN aus heissen Ländern.

No. 1. Der Oelbaum.

Das Vaterland des wöhlthätigen Oelbaums [sin]d die heisseren Länder von Europa; Portugal, [Sp]anien, das südliche Frankreich und Italien. Er [wi]rd ohngefähr so gross als bey uns ein Pflaumen[ba]um, sein Stamm ist voller Knoten, seine Blätter [gl]eichen den Weidenblättern sehr, er bleibt immer [gr]ün, und hat eine kleine weisse Blüthe a). Seine [Fr]üchte, die reifen Oliven, welche rothbraun wie [kl]eine Pflaumen aussehen, werden gepresst, und [ge]ben uns das bekannte Baumöl, davon in der [Pr]essung selbst verschiedene Sorten entstehen. Der [er]ste und nur leichte Druck mit der Presse giebt [da]s reinste, wohlschmeckendste, ganz weisse, oder [so]genannte Iungfern-Oel; der zweyte schärfere [D]ruck, der schon die Kerne der Olive zerquetscht, [gi]ebt eine schlechtere Sorte von Geschmack, oder [d]as ordinäre Baumöl; der dritte schärfste Druck [d]er Presse aber giebt das schlechteste Oel, das man [bl]os in den Lampen brennt, und nie im Handel [v]ersendet. Unter allen Baumöl-Sorten hält man [d]as Lissaboner- das Provencer- und das Gardseer-[Oel], welches in Italien um den Lago di Garda wächst, für das beste und reinste. In obgedach[t]en Ländern werden alle Speisen gewöhnlich mit Baumöle geschmelzet, und es ist ausser diesem häuslichen Gebrauche auch noch ein höchst wichtiger Handels-Artikel für dieselben.
Die halbreifen Oliven werden auch mit Salzwasser eingemacht, und aus diese Art zu vermiedenen Speisen gebraucht.

No. 2. Der Cacaobaum.

Der Cacaobaum ist uns deswegen merkwürdig, weil aus seinen Bohnen oder Saamen die Chocolate gemacht wird. Sein Vaterland ist der heisse Strich von Amerika, wo er hauptsächlich in den spanischen Colonien wächst, und einen wichtigen Handels-Artikel derselben macht. Er ist ohngefähr 8 Zoll dick und 12 Fuss hoch, und sein Blatt gleich [sic] dem vom Citronenbaume. Er hat kleine büschelweise stehende Blüthen, und aus jedem solchen Büschel entsteht gemeinlich eine einzige Frucht, oder fleischige Schote, die etwa so gross als eine kleine Melone, aber länglich, spitzig, gefurcht und warzig ist, und anfangs gelb, reif aber purpurroth aussieht. Sie hat ein weiches, weisses Fleisch, das zwar essbar ist, aber nicht sonderlieh schmeckt; das Wichtigste aber sind die Cacao-Bohnen, deren zu 20 bis auf 100 oft darinn liegen. Sie sind so gross als eine kleine Eichel, b) und jede hat noch eine dünne, harte, ölichte Haut um sich. Diese Bohnen sind es, die man röstet, auf einem heissen Steine zu einem Breye zerreibt, mit Vanille und andern Gewürzen mischt, und aus diese Art die Chocolate daraus bereitet. Geröstet, gemahlen, gekocht und wie Coffee mit Rahm und Zucker getrunken, geben die Cacao-Bohnen auch ein sehr gesundes, nahrhaftes und minder hitziges Getränk als der Coffee zum Frühstücke.

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Band 1, Tafel 28

Band 1, Heft 6, Tafel 28, deutsch

[V]ierf. Thiere VIII. B. I. No. 28.

DER BIBER.

Der Biber ist eins der kunstreichsten und [mer]kwürdigsten Thiere. Er ist ein Bewohner der [kalt]en sowohl als gemässigtern Länder von Europa, [Asi]en und Amerika. Am zahlreichsten werden sie [noc]h in Nordamerika in wüsten Gegenden an den [Ufe]rn grosser Flüsse gefunden.
Der Biber ist ohngefähr dritthalb bis 3 Fuss [lang], ohne seinen fast halb so langen, breiten [sehr] fleischigen und mit Schuppen besetzten Schwanz, [der] allein von dem Thiere essbar ist, und wie [Fisc]hfleisch schmeckt. Die Beine sind ganz kurz, [die] vorderen Fig. 2. sehr klein, und ohne Schwimm[haut], die hinteren aber Fig. 1., weit grösser und [mit] einer Schwimmhaut versehen, so dass er ver[mitt]elst derselben und seines Schwanzes vortref[lich] schwimmen und untertauchen kann. Die Far[be] seines Fells ist kastanienbraun; es giebt aber [auch] fast ganz schwarze und weisse. Sein Fell ist [ein] sehr wichtiger Handels-Artikel, sowohl als [Pelz]werk, vornehmlich aber auch wegen seiner schö[nen] weichen und glänzenden Haare, woraus theils [die] Hüther die sogenannten feinen Castor-Hüthe [mac]hen, theils feine weiche Castortücher, Hand[schu]he und Strümpfe verfertigt werden. In gewissen [Bäl]glein oder Beuteln an den Hinter-Füssen unter [dem] Schwanze, trägt er das sogenannte Bibergeil, [ein] dem Wachse ähnliches Fett, das als eine heil[sam]e Arzney gebraucht wird.
Der Biber liebt einsame, stille, dickwaldige, [wa]sserreiche Gegenden, und lebt da in ganzen Re[pub]liken von eins bis 200 zusammen. Kein Säug[thi]er hat mehr Instinct zur Arbeit und bereitet sei[ne] Wohnung kunstreicher als der Biber. Er macht [sich] nicht nur einen Bau in das hohle Ufer, wie die Fischotter, sondern bauet sich ein ordentliches Hauss [sic] mit Etagen und Kammern, und fället und bearbeitet dazu die grössten Bäume. Zur Anlegung seiner Burg wählt er ein beschattetes, seichtes, langsam fliessendes Wasser in tiefen Buchten der Flüsse. Damit ihm aber das Wasser da nicht zu niedrig werden kann, so führt er zuförderst unterhalb der zu bauenden Wohnung einen Damm queer durch den Fluss, den er mit erstaunlicher Kunst und Mühe verfertigt. Der Grund davon besteht aus Stücken von Baumstämmen, an welche Pfähle, und zwar schräg gegen den Fluss eingestossen sind; hierauf wird der Damm 4 bis 5 Ellen dick von geflochtenen Zweigen und dazwischen gekneteter Erde und Letten so dicht aufgeführt, dass er eine lange Dauer hat.
Die Wohnungen liegen zuweilen einzeln, zuweilen 10, 12 und mehrere beysammen, und sind von verschiedner Grösse. Der Umfang derselben ist oval oder rund, bis 30 Fuss, so wie die Höhe oft 8 und mehr Fuss hat.
Der Grund wird wiederum von Stücken gefällter Bäume sehr ordentlich gelegt, die Wände senkrecht darauf aufgeführt, ein rundes Dach darauf gewölbt, und alles mit Erde dicht überzogen, und ausgeknetet. Solch eine Wohnung hat gewöhnlich 3 Geschosse, eins unter dem Wasser, eins dem Wasser gleich und eins über dem Wasser; und jedes 2 Zugänge, eines vom Ufer, und den andern vom Grunde des Wassers.
Der Biber nährt sich von der Rinde grüner Espen, Weiden, Birken, von allerhand Kräutern und Schilf, frisst auch Fische und Krebse. Man fängt ihn in starken Netzen, Reusen, Fallen und mit Hunden.

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Band 1, Tafel 29

Band 1, Heft 6, Tafel 29, deutsch

[A]mphibien V. T. I. No. 29.

SCHLANGEN.

Man hält insgemein alle Schlangen für gif[tig,] allein kaum der zehnte Theil davon ist es würk[lich]; und dieser ihr Gift besteht in einem scharfen [ätz]enden Safte, der in einer kleinen Blase unter [zw]ey beweglichen Zähnen liegt, und von ihnen [mit] dem Bisse zugleich in die Wunde gespritzt wird. [Es] gibt Land- und Wasser-Schlangen. Unter letz[er]en ist keine einzige Art giftig, und die meisten [dav]on werden gegessen.
Die Schlangen legen Eyer, die wie an eine Schnur [ge]reiht sind, die Vipern hingegen gebähren leben[dige] Jungen. Jährlich legen sie einmal ihre alte [Ha]ut ab, aus der sie, wie aus einer Röhre, heraus[kri]echen. Sie haben eine lange doppelte Zunge, [die] sie schnell und weit herausschlagen können, [und] die ihnen zum Fangen der Insecten, davon sie [sich] grösstentheils nähren, dient. Fast alle Land[sch]langen haben Schuppen oder Schilder, die Was[ser]-Schlangen hingegen blos eine glatte schlüpfrige [Ha]ut, die sich auf dem Rücken hinunter in einer [Art] von scharfen Kamm zusammenzieht.
Die giftigsten unter den Land-Schlangen, die [ma]n kennt, sind die Klapper- und die Brillen-[Sch]lange.

No. 1. Die Klapperschlange.

Sie gehört unter die Vipern, ist ist darunter [die] grösste und fürchterlichste, denn sie ist oft [8] Fuss lang, und ihr Biss tödtet, wenn er eine [Ad]er trift, immer in wenigen Minuten. Sie lebt [in] allen heissen Ländern und Inseln von Amerika und Asien. Sie ist gewöhnlich die trägste und schläfrigste unter allen Schlangen, und greift, ausser wenn sie beunruhigt wird, nichts als ihren Raub an. An der Spitze des Schwanzes hat sie 12 ineinandergeschobene hornartige Blasen, (Fig. 3.) welche, wenn sie kriecht oder sich bewegt, ein klapperndes Geräusch machen, und vor ihrer Gegenwart warnen. Sie schleichet sich in Indien sehr oft in die Häuser, wo sie aber von den Hausthieren gemeiniglich durch ihr ängstliches Geschrey entdeckt wird. Alle vierfüssige Thiere und Vögel hassen und verfolgen sie mit Geschrey, sobald sie sie entdecken, so wie die kleinen Vögel eine Eule. Daher kommt auch der Aberglaube der Indianer, dass sie durch ihren Blick die Eichhörnchen und kleinen Vögel auf den Bäumen, unter welchen sie läge, bezaubern könne, dass sie selbst zu ihr herunter kommen, und ihre Beute werden müssten. Das Wahre davon ist, sobald die Vögel und Eichhörnchen die Klapperschlange, als ihren Feind gewahr werden, verfolgen sie sie mit Geschrey und blinder Wuth, wie z.E. eine Eule, und kommen ihr dadurch aus Unvorsichtigkeit so nahe, dass die Schlange sie leicht fangen kann.

No. 2. Der Mural, oder die Wasserschlange.

Die Haut des Murals ist glatt und sehr schön marmorirt. Er ist so dick wie ein starker Manns-Arm, lebt vorzüglich in der Nordsee um Norwegen, wo man ihn von vielen Ellen lang findet. Er ist, wie schon oben gedacht, nicht giftig, und kann gespeisst werden.

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Band 1, Tafel 30

Band 1, Heft 6, Tafel 30, deutsch

Pflanzen III. B. I. No. 30.

GEWÜRZE.

Gewürze sind Zuthaten in ganz kleinen [Q]uantitäten, wodurch man die Speissen wohl[sc]hmeckender und verdaulicher zu machen sucht. [D]ie Natur hat heissen Ländern auch hitzigere und [stä]rkere gegeben, als den gemässigten, und die [Af]rikaner, Asiaten und Amerikaner machen auch [ei]]nen sehr starken Gebrauch davon. Wahrschein[lic]h erfordert aber ein heisses Clima auch hitzige [un]d scharfe Gewürze, um den trägen und in Schwei[se] zerfliessenden Körper zu stärken, und die Thä[tig]keit des Magens zu erwecken, der sonst so kraft[los] wäre, dass sich leicht Mangel des Appetits und [Fi]eber einfinden würden. Pfeffer und Ingwer sind [be]kanntlich zwey der wirksamsten Magenstärkungs-[M]ittel, und in allen Küchen von so allgemeinem [Ge]brauche, dass es wohl werth ist, sie näher ken[ne]n zu lernen.

No. 1. Der Pfeffer.

Der Pfeffer ist der Saame einer Staude in Ostin[di]en, die durch Stecklinge fortgepflanzt wird, und ein eyförmiges dunkelgrünes Blatt, mit 7 röthlichen Ribben hat. Er blüht grünlich-weiss, fast wie eine Mayenblume a), und seine Beeren b) sind hochroth; darinn sitzt der Saame c), welcher getrocknet d), schwärzlich wird, und unser sogenannter schwarzer Pfeffer ist, der zum Gewürze dient. Der weisse Pfeffer ist dieselbe Frucht, die nur, wenn sie ganz reif worden ist, im Meerwasser gebeitzt wird, damit sich die schwarze Haut e), davon ablöst, und das innere weisse Korn f) zum Vorscheine kommt. Die Holländer treiben einen sehr grossen Handel mit Pfeffer.

No. 2. Der Ingwer.

Der Ingwer ist eine schilfartige Pflanze, die in beyden Indien wächst. Was wir, davon als Gewürz brauchen, ist ihre knolliche Wurzel; daher man sie auch Ingwer-Zehen nennt. Er ist, so wie der Pfeffer, hitzig und magenstärkend, und für Holland ein nicht minder wichtiger Handels-Artikel.

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Band 1, Tafel 31

Band 1, Heft 7, Tafel 31, deutsch

Vierf. Thier. IX. B. I. No. 31.

EDLES PELZWERK.

Der Pelzwaaren-Handel ist bekanntlich für [Ru]ssland, England, Nord-Amerika und Frank[rei]ch von grosser Wichtigkeit. Das kostbarste und [ed]elste Pelzwerk liefert das nördliche Asien, die [W]est-Küste und das Innere von Nord-Amerika. [Fo]lgende sind einige der bekanntesten Thiere, die [ed]les Pelzwerk liefern.

No. 1. Die Canadische Fischotter.

Der Canadische Fischotter lebt im innern [N]ord-Amerika an den Ufern der Flüsse, wo er [si]ch von Fischen nährt. Er ist fast 3 Fuss lang, [sc]hwimmt vortrefflich auf und unter dem Wasser, [u]nd gehört unter die vorzüglich schlauen Thiere. [S]ein Balg ist glänzend, licht- oder dunkelbraun, [u]nd ein vortreffliches Pelzwerk.

No. 2. Der Meerotter.

Die West-Küste von Amerika zwischen dem [5]0. und 60. Grade, so wie die Küsten von Kamt[s]chatka sind das Vaterland des Meer-Otters, der [o]hngefähr 3 Fuss lang und ganz schwarzbraun von [F]arbe ist. Er lebt am Meeres-Ufer, und nährt [s]ich von allerley Fischen, Seekrebsen, Muscheln und Schnecken, die er zur Zeit der Ebbe, wenn das Meer zurück tritt aufsucht. Sein Balg ist eins der kostbarsten Pelzwerke, und wird sonderlich in China, wo der Hof zu Peking und die Vornehmen Verbrämungen an Kleidern davon tragen, sehr hochgeschätzt, und ein Balg, nachdem er schön ist, mit 100 bis 140 Rubel bezahlt; deswegen auch die Engländer, ausser ihrer alten Hudsons-Bay-Compagnie, die den grössten Pelzhandel von Nord-Amerika treibt, erst vor wenigen Jahren noch eine neue Pelzhandels-Speculation von der West-Küste von America nach China gemacht haben, und erstaunlich dabey gewinnen.

No. 3. Der Baum-Marder.

Der Baum-Marder bewohnt das ganze nördiche Europa, Asien und Amerika, findet sich aber auch in Teutschland, England und Frankreich, obgleich sparsamer. Er wohnt vorzüglich in hohlen Bäumen, wovon er auch den Nahmen hat, und nährt sich von Eichhörnern, Mäusen, Vögeln, Beeren und Honig. Sein Koth riecht bisamartig. Sein Pelzwerk ist, sonderlich in den Nordländern, dem vom Stein-Marder weit vorzuziehen, und kommt dem Zobel am nächsten. Er ist ohngefähr 18 und sein Schwanz 10 Zoll lang.

No. 4. Der Zobel.

Der Zobel hat mit dem Baum-Marder die grösste Aehnlichkeit nur ist er etwas kleiner, und sein Haar ist dunkelbrauner. Er wohnt in Sibirien, Kamschatka, auf den Inseln zwischen Asien und Amerika, und in ganz Nord-Amerika, bis zum 50 Grade der Breite, in Höhlen unter der Erde, und in hohlen Bäumen. Er nährt sich von Wieseln, Eichhörnern, Haasen und Vögeln, auch Beeren. Sein Balg wird unter das edelste Pelzwerk gerechnet, und ist, je schwärzer, langhaariger und glänzender, desto kostbarer und theurer, so dass man Zobel-Bälge hat, die von 1/4 Rubel an bis zu 50 und mehr Rubel auf der Stelle kosten. Der Zobel-Fang wird in Sibirien von geschlossenen Gesellschaften getrieben, die sich in einzelnen Banden, auf den ganzen Winter hindurch, in die grossen Wüsteneyen begeben. Die besten Zobel-Bälge gehen aus Sibirien nach Russland und von da in die Türkey, die schlechtern nach China. Der Canadische Zobel kommt durch die Hudsons-Compagnie über England nach Frankreich und Teutschland.

No. 5. Der Hermelin.

Der Hermelin ist eine grosse Wiesel, ohngefähr 10 Zoll und sein Schwanz 4 Zoll lang, und hat das Besondere, dass er im Sommer gelbbraun und nur am Bauche weiss ist, im Winter aber ganz weiss wird, und nur die schwarze Spitze des Schwanzes behält. Er wohnet häufig in den nördlichen gemässigten Ländern von Europa, Asien und Amerika, fehlt aber auch in wärmeren nicht ganz. Er lebt in Felsenklüften und Steinhaufen und nährt sich von Vögeln, Eyern, Ratten, Mäusen, jungen Haasen und Kaninchen. Sein Balg wird unter das edle Pelzwerk gerechnet, und war sonst eine vorzügliche Tracht grosser Herren, daher auch Fürsten-Mäntel und Hüthe in ihren Wappen immer mit Hermelin gefüttert gemahlt werden; anjetzt ist es aber aus der Mode gekommen.

No. 6. Das Veeh.

Das Veeh ist nichts anders als das graue Eichhorn der Nordländer, und lebt sonderlich in Sibirien und Russland, von daher auch mit seinem Pelzwerk, welches Grauwerk heisst, ein grosser Handel getrieben wird. Es lebt übrigens wie die andern Eichhörner in Wäldern, auf Bäumen, und nährt sich von Wall- und Haselnüssen, Bucheckern, Eicheln und Saamen von Nadelholz. Aus seinen Schwanzhaaren werden die kleinen Mahler-Pinsel gemacht.

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Band 1, Tafel 32

Band 1, Heft 7, Tafel 32, deutsch

Vierf. Thiere X. B. I. No. 32.

VERSCHIEDENE ARTEN BÄREN.

Der Land-Bär. No. 1. Der braune. No. 2. Der schwarze.

Der Land-Bär gehört unter die Raubthiere. Der schwarze welcher an 5 1/2 Fuss lang ist, findet sich nur in den nördlichen kalten Ländern von Europa und Asien, deren grosse waldigte Einöden er bewohnt; der braune hingegen, welcher kleiner, und höchstens 4 Fuss lang ist, findet sich allenthalben, sowohl in kalten als warmen Ländern, sonderlich in Russland, Pohlen, Ungarn, in den Alpen und Pyreneen. In Teutschland aber giebt es jetzt keine mehr. Der schwarze Bär nährt sich von allerley Wurzelwerk, Beeren, wilden Obste, Honig, reifen Getreide, und selten von Fleischwerke; der braune hingegen vornehmlich vom Fleische allerley grosser Thiere, und ist daher den Pferden, dem Rind- und Schaaf-Viehe, und Roth-Wildpret sehr gefährlich. Aas ist gleichfalls Nahrung für ihn. Er schlägt seinen Raub mit den Tatzen nieder, die vorzüglich seine Waffen sind, und mit welchen er sich, auf den Hinterbeinen stehend, wehret, und saugt alsdann zuerst das Blut aus. Er kann schlecht laufen, aber sehr gut auf die Bäume klettern. Im Winter macht er sich in Höhlen oder unter Baumwurzeln ein Lager, in welchem er 5 bis 6 Monate ruhig und ohne Nahrung lieget, und zum Zeitvertreibe an den Tatzen sauget. Die Bärin bringt 1 bis 2 Junge; allein dass sie dieselben als rohe Fleischklumpen gebähre, und ihnen erst durch ihr Lecken Form und Gestalt gebe, ist eine Fabel. Man fängt und erlegt den Bären seiner Haut wegen, die als ein grobes Pelzwerk zu vielerley gebraucht wird, und eine gute Handelswaare ist.

No. 3. Der Eis-Bar.

Der Eisbär wohnt nur um den nördlichen Polar-Zirkel in Grönland, Spitzbergen, Novaja-Semlja, und auf den Inseln des Eismeers. Er ist ganz weiss, 8 bis 12 Fuss lang und ein sehr gefrässiges, fürchterliches Raubthier. Er nährt sich von Fischen, Robben, Walrossen, Walfischen, wenn sie noch jung oder todt sind; gräbt Leichen aus, fällt Menschen an, und kehrt sich an ihre überlegene Anzahl nicht. Auf abgerissenen Eisschollen macht er Reisen über ganze Meere, und kann sehr gut schwimmen. Im Winter vergräbt er sich in den Schnee. Man schiesst ihn seines Fells wegen.

No. 4. Der Schupp, oder Wasch-Bär.

Der Schupp wohnt in Nordamerika, in Jamaika und in den Antillen, meist in hohlen Bäumen. Er ist beynahe 2 Fuss lang, nährt sich von Mais, Zuckerrohr, Kastanien, und ist kein Raubthier. Er wird leicht zahm, und in den Häusern gehalten. Weil er seine Speisen und glatte Sachen gern im Wasser wäscht, so heisst er davon der Wasch-Bär. Sein Fell ist ein mittelmässiges Pelzwerk, das häuffig nach Europa kommt, und woraus meistens Müffe gemacht werden.

No. 5. Der Dachs.

Der Dachs gehört gleichfalls zu den Bären-Arten. Er ist etwa 2 Fuss lang und in ganz Europa und Asien bis hinauf zum 60sten Grade zu Hause. Er lebt einsam in unterirrdischen Höhlen, die er sich in Wäldern gräbt; aus diesen geht er nur des Nachts heraus, und nährt sich dann von Wurzeln, Eicheln, Obste, Fröschen, Käfern, Vögel-Eyern und jungen Vögeln. Im Herbste wird er sehr fett, legt sich dann in seine Höhle, wo er den Winter über liegen bleibt, und sich sein eignes Fett aussauget, so dass er im Frühjahre ganz mager ist. Sein Fleisch ist nicht essbar; sein Fett wird in den Apotheken, und sein Fell zu Jagd-Taschen und Ranzen gebraucht.

No. 6. Der Vielfras.

Der Vielfras ist ohngefähr 2 Fuss lang, wohnt in Norwegen, Schweden, Lappland und Sibirien, und gehört auch zu den Bären. Er nährt sich von dem frischen Fleische und Aase der Elenne, Renn-Thiere, Haasen, Mäuse und Beeren. Er ist sehr gefrässig, und hat davon den Nahmen. Sein Balg ist sehr schön von Haaren und ein kostbares Pelzwerk.

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Band 1, Tafel 33

Band 1, Heft 7, Tafel 33, deutsch

Fische. IV. B. I. No. 33.

MERKWÜRDIGE HANDELSFISCHE.

No. 1. Der Lachs oder Salm.

Der Lachs oder Salm macht den Uebergang von den See- zu den Fluss-Fischen, denn er überwintert in der See, sonderlich im nördlichen Ocean, und geht im Frühjahre sehr fett in die Flüsse zurück, wo er laichet und häufig gefangen wird. Er nährt sich von kleinen Fischen und Wasserinsecten, wächst sehr schnell, und erlangt eine beträchtliche Grösse bis zu 6 Fuss Länge und 80 Pfund an Gewicht. In Teutschland wird er fast in allen grossen Flüssen gefangen, der Rhein- Weser- und Elbe-Lachs ist der berühmteste davon. Er ist sowohl frisch gesotten als auch marinirt und geräuchert, ein sehr delikater Fisch, und macht daher einen beträchtlichen Handelszweig für mehrere Länder; besonders für England, als wo der Lachsfang sehr stark getrieben wird.

No. 2. Der Thun.

Unter allen essbaren Fischen ist der Thun-Fisch wohl der grösste, denn man findet ihn von 2 Fuss, seiner gewöhnlichen Grösse, bis zu 10 Fuss lang und von 7 bis zu 700 Pfund schwer. Er wohnet in allen Meeren, vorzüglich aber in dem mittelländischen, als wo an den Italienischen, Französischen und Spanischen Küsten grosse Thun-Fischereyen sind, und ein starker Handel mit dem eingepöckelten Thun-Fisch, sonderlich in die Türkey getrieben wird. Er wird auch frisch und marinirt, wie der Lachs, verspeisst. Der Thun ist ein starker Räuber, nährt sich vorzüglich von Heringen und Makreelen, und seine Gefrässigkeit geht so weit, dass er auch seiner eignen Brut nicht schont. Er zieht im May in grossen Schaaren von mehreren Tausenden in Form eines langen Vierecks mit grossem Geräusche aus dem hohen Meere gegen die Küsten, und da ists, wo er in den sogenannten Tonnaros, oder Thun-Fischereyen - welches eine Art von Wasser-Festung, zwischen den Felsen und Inseln, aus starken Netzen gebaut, und mit vielen Kammern versehen sind - häufig gefangen wird.

No. 3. Der Hering.

Der Hering ist ein so höchst wichtiger Fisch sowohl als Speise als auch als Handels-Artickel, für ganz Europa, dass ganze Länder, z.E. Holland, Engl., Schottland, Norwegen, Schweden, Dännemark, Preussen u.s.w. ihn als eine Haupt-Quelle ihres Reichthums betrachten. Der Hering ist ein Bewohner der Nord- und Ost-See so wie des Atlandischen Meeres, wo er sich in den Tiefen aufhält, im Frühjahre und Sommer aber an die flachen Stellen empor kommt, und sich in ungeheuern Schaaren an die Küsten drängt, um daselbst zu laichen, wobey er dann auch gefangen wird. Unsere Vorfahren kannten zwar schon den Hering, allein da sie ihn nicht recht einzusalzen verstunden, war ihnen dieser Handel von keiner grossen Wichtigkeit, bis ein Brabanter, Wilhelm Beuckel, gegen das Ende des XIII. Jahrhunderts, durch einen Zufall die rechte Methode ihn einzusalzen und haltbar zu machen erfand, und dadurch auf einmal die Herings-Fischerey zu einer Goldgrube, und zum wichtigsten Handelszweige für viele Nationen machte. Keine einzige Gattung Fische vermehrt sich jährlich so ungeheuer, und ist in grösserer Menge im Meere vorhanden, als der Hering, denn man kann nur mässig berechnet annehmen, dass jährlich gewiss über 1000 Millionen von den Menschen gefangen, und mehr als noch einmal so viel von andern Raub-Fischen gefressen werden. Man hat eine doppelte Art den Hering zur Dauer zu bereiten, nemlich 1) das weisse Einsalzen, wo er in Tonnen eingesalzt oder eingepöckelt, und wie bekannt, durch ganz Europa versandt wird; 2) das rothe Einsalzen, wo die Heringe 24 Stunden lang in Salz-Laake liegen, hernach herausgenommen, mit den Köpfen an hölzerne Spiesse angereihet, und in dazu angelegten Oefen, deren jeder 12000 Stuck fasset, 24 Stunden lang geräuchert und gedörrt werden, und sodann Bücklinge heissen. Der Hering der Ostsee heisst Strömling, und ist etwas kleiner.

No. 4. Die Makrele.

Wir treffen die Makrele in der Nord- und Ost-See und an mehreren Orten im Ocean an. Sie zieht in ganzen Heeren, und ist ein starker Raubfisch, der sonderlich den Heringen gefährlich wird, und sie oft von den Kusten verscheucht. Sie wird 1 höchstens 2 Fuss lang, und ist ein fetter sehr delikater Fisch. Sie wird theils frisch verspeisst, theils marinirt; in Norwegen und Schottland aber wie der Hering behandelt. Der Makrelenfang macht bey verschiedenen Völkern einen beträchtlichen Theil der Fischerey aus.

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Band 1, Tafel 34

Band 1, Heft 7, Tafel 34, deutsch

[Vöge]l V. B. I. No. 34.

RAUB-VÖGEL.

[E]s giebt sehr viele Arten Raub-Vögel. Der erste [und b]erühmteste unter ihnen ist der Adler. Der [Adler] ist, als der edelste Vogel, der König der Vö[gel, s]o wie der Löwe der König der vierfüssigen [Thier]e. Man 10 Sorten Adler, deren jede [von d]er andern verschieden ist; nemlich 1) den [König]s- oder Gold Adler; 2) den gemeinen Adler; [3) de]n Adler mit weissen Kopfe; 4) den ge[...]en Adler; 5) den Adler mit weissen Schwan[ze; 6]) den weissen Adler; 7) den schwarzen Ad[ler; 8]) den kleinen Adler mit weissen Schwanze; [9) d]en grossen Meer-Adler; 10) den gemeinen [...]-Adler. Ich will hier nur 3 Haupt-Arten davon liefern.

No. 1. Der Königs- oder Gold-Adler.

[Er] ist der edelste und stolzeste seines Geschlechts, [misst] 8 1/2 Fuss mit ausgestreckten Flügeln, und [fliegt] unter allen Vögeln am höchsten, denn er steigt [hoch] über die Wolken; daher ihn auch die Alten [dem J]upiter zugesellten, und ihn nur den Götter-[Vogel] nannten. Er hat einen starken blaulichen [Schna]bel und goldgelbe Füsse, mit scharfen Kral[len.] Seine Farbe ist goldgelb und braun, und er hat ein blitzendes gelbes Auge. Er wohnt auf hohen [einsa]men Felsen, sowohl in den gemässigten Gegenden von Europa, als in heisseren Ländern. Er [raubt] Kraniche, Gänse, Hasen, Lämmer, und junge Ziegen, und ist sehr schwer zahm zu machen.

No. 2. Der gemeine Adler.

[Er] ist etwas kleiner als der Königs-Adler, braun [von] Farbe, mit weiss und schwarzen Schwanze, [l]ebt zahlreicher als jener, besonders in kalten [Länd]ern. Sein Raub sind vorzüglich Haasen, da[her] man ihn auch sonst zur Falknerey in Frank[reich] zur Hasen-Beitze abrichtete.

No. 3. Der Pygargue oder Adler mit weissem Kopfe.

Er ist so gross wie der gemeine Adler, schwarz[braun] von Farbe, mit weissem Kopfe und Schwan[ze, l]ebt auch nur in kalten Ländern, und raubt [vorz]üglich junge Rehe und Hirschkälber. Er horstet auf hohen Bäumen, und fliegt nur ein Paar Stunden um Mittag auf Raub aus.
Dass die Adler überhaupt ihre Jungen auf ihrem Rücken der Sonne entgegen trügen, oder sie nöthigten in die Sonne zu sehen, und diejenigen tödteten, die den Sonnenglanz nicht mit offenen Augen ertragen könnten, ist eine Fabel der Alten.

No. 4. Der Lämmer-Geyer.

Ist der grösste und fürchterlichste unter allen Raubvögeln. Er wohnt vornehmlich in Afrika und auf den Alpen in der Schweiz, und seine ausgebreiteten Flügel sind an 16 Fuss lang. Er ist dunkelbraun von Farbe, hat einen fast nackten Hals, der nur mit dünnen Flaum-Federn besetzt, und vorn herein mit zwey weissen Strichen gezeichnet ist; einen oben platten Kopf, und starken erst an der Spitze gekrümmten Schnabel. In Peru heisst er der Condor. Er frisst Aas und Luder lieber als frisches Fleisch, welches die Adler nicht thun; in Mangel dessen aber raubt er Schaafe, Kälber, Ziegen, Rehe, Gemsen und sogar auch 3 bis 4jährige Kinder. Man nennt ihn Lämmer-Geyer, weil Schaafe sein liebster Raub sind.

No. 5. Der Habicht.

Der Habicht ist ein gemeiner Europäischer Raub-Vogel, der den Tauben- und Hühner-Höfen vielen Schaden thut. Er ist graubraun gesprenkelt und hat lange Beine und Fänge. Man richtet ihn auch zur Falknerey mit ab.

No. 6. Der Falke.

Nach dem Adler ist der Falke der edelste, schnellste und kühnste Raubvogel, und der nützlichste für den Menschen; denn er lässt sich vortrefflich zur Falken-Jagd oder Beize abrichten, welche nur ein theuer Vergnügen grosser Herren ist. Man beizet mit ihm Hasen, Reiger, Kraniche, Störche und Feldhühner. Der Falke bewohnt nur die kältesten Nord-Länder, Issland, Norwegen, Russland, von daher man sie nach Frankreich, Teutschland, Italien, Persien und in die Turkey transportirt. Man hält die Issländischen weissen Falken für die kostbarsten. Das scharfe Gesicht des Falken ist berühmt, und zum Sprüchworte geworden.

Band 1
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Band 1, Tafel 35

Band 1, Heft 7, Tafel 35, deutsch

Pflanzen. IV. B. 1. No. 35.

DER TABACK.

Das eigentliche Vaterland der Tabackpflanze ist das südliche Amerika. Der Taback hat seinen Namen von der kleinen Insel Tabago, wo die Spanier ihn im Jahr 1520 zuerst fanden und von da nach Europa brachten. Seinen lateinischen Nahmen Herba Nicotiana hat er von einem französischen Gesandten am Portugies. Hofe, Jean Nicot, der ihn dort kennen lernte, und zuerst an die Königin Catharine de Medicis nach Frankreich schnickte. Sein Gebrauch hat sich seitdem in der ganzen Welt ausgebreitet, und ist einer der wichtigsten Producte und Handels-Artikel sowohl von Westindien als Europa worden. Obgleich sein Vaterland eigentlich die wärmeren Länder von Amerika und Asien sind, so verträgt er doch auch sehr gut das gemässigtere Clima, und wird dermalen häufig in Europa, sonderlich in Frankreich, Teutschland und Ungarn gebauet.
Es giebt zwar einige wesentlich verschiedene Gattungen der Tabackpflanze, die bekanntesten und vorzüglichsten darunter sind aber folgende zwey.

No. 1. Der Virginische Taback.

Er macht in gutem Boden eine Staude von ohngefähr Mannshöhe, die grosse, breite und zugespitzte Blätter, und oben einen Büschel blassrothe trompetenförmige Blumen hat. Sein Vaterland ist Westindien und vorzüglich Virginien, woher er auch den Nahmen hat.

No. 2. Der Asiatische oder Bauern-Taback.

Dieser ist kaum halb so hoch, hat aber mehr grössere und breitere Blätter als jener, blüht grüngelb und trägt vielen ölreichen Saamen. Sein Vaterland ist Asien, und er wird vorzüglich in der Türkey und in Ungarn gebaut, daher er auch türkischer Taback heisst.
Beyde Pflanzen geben einerley Product, nemlich Rauch- und Schnupf Taback, welche aus den getrockneten grünen Blättern der Pflanze fabricirt werden. Je heisser das Land ist, in dem die Pflanze wächst, desto besser von Qualität wird der Taback. - Folgendes sind ohngefähr die Haupt-Arbeiten der Tabacks-Cultur und Fabriation.
Wenn die grünen Blätter der Taback-Pflanze eine gewisse Grösse und Reife erlangt haben, und anfangen braun zu werden, so werden sie abgeblattet, auf einander gepackt, dass sie sich erhitzen und schwitzen, dann an starke Faden gereihet, und im Schatten recht dürr getrocknet. So werden sie nun Centnerweise an die Tabacks-Fabriken verkauft; wo sie dann gehörig sortirt, in Brühen gebeitzt, und entweder zu Rauch-Taback in Rollen gesponnen oder fein geschnitten; oder zu Schnupf-Taback klar gemahlen werden. Die vielerley und verschiedenen Arten, die Tabacks-Blätter aus verschiedenen Ländern zu mischen, zu sortiren, zu beitzen, ihn gähren zu lassen, zu spinnen, zu schneiden, zu mahlen und zu appretiren, geben hernach die erstaunlich vielen Sorten von Rauch- und Schnupf-Taback, davon fast jedes Land seine Eigenheiten hat, und die für den Handel sowohl als für die Staats-Einkünfte vieler Reiche ein so wichtiger Gegenstand sind.

Band 1
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Band 1, Tafel 36

Band 1, Heft 8, Tafel 36, deutsch

Fische. V. B. I. No. 36.

STOCKFISCHE.

Unter dem Namen Stockfische begreift man im gemeinen Leben gewöhnlich mehrere Arten getrockneter Schell-Fische, die ein höchst wichtiger Handels-Artikel vieler Nationen, so wie die Kost unzähliger Menschen sind. Die bekanntesten Fischarten darunter sind der Kabeljau, der eigentliche Stockfisch, die Scholle, und der Schellfisch, welche gegenwärtige Tafel auch zeigt.

No. 1. Der Kabeljau.

Der Kabeljau ist der grösste unter den Stockfisch-Arten, gewöhnlich 3 Fuss lang und 14 bis 20 Pfund schwer. Er ist ein Bewohner des Weltmeeres, und kömmt nie in die Flüsse; am häufigsten findet man ihn in den nördlichen Meeren unserer Hämisphäre, an den Küsten von Norwegen, Island, an den Orkadischen Inseln, und in Nordamerika bey der Bank von Terre Neuve, Capbreton und Neuschottland. Er ist für viele Nationen ein überaus wichtiger Handels- und Nahrungs-Artikel. Er ernährt ganz Island, bringt Norwegen jährlich einige Tonnen Goldes ein, und ist sonderlich für England und Frankreich eine ergiebige Quelle des Reichthums, indem er beyden Nationen nur in Nord-Amerika jährlich an 20000 tüchtige Seeleute beschäftigt.
Man fängt den Kabeljau mit Angeln, an welche man frische Heringe, Schellfische, Makrellen, Krebse und Krabben als Köder steckt. So bald er gefangen ist, wird ihm der Kopf abgeschnitten, das Eingeweide herausgenommen, und das Rückrad ausgelösst, und sodann wird er entweder auf Stöcke oder Stangen gehängt, und an der Luft getrocknet, oder er wird eingesalzen und in Fässer gepackt, oder er wird eingesalzen und zugleich an der Luft gedörrt. Von diesen drey verschiedenen Arten der Zubereitung zur Dauer, bekömmt der Kabeljau hernach auch verschiedene Namen; denn ungesalzen an der Luft getrocknet, heisst er Stockfisch, eingesalzen, Lapperdan, gesalzen und getrocknet aber Klippfisch. Unter diesen 3 verschiedenen Namen führen ihn unsere Kaufleute; es ist aber immer ein und derselbe Fisch, der Kabljau. Aus den Lebern wird Trahn gebraten; und der Rogen wird in Fässchen an die Holländer und Franzosen verkauft, die ihn als Köder zum Sardellen-Fange brauchen.

No. 2. Der eigentliche Stockfisch.

Der eigentliche Stockfisch ist kleiner als der Kabeljau, nur 1 1/2 bis 2 Fuss lang, aber ein Raubfisch wie jener, und verfolgt sonderlich die Heringe und Makrelen. Er halt sich sowohl im Mittelländischen als Nord-Meere auf, und wird am häufigsten an den englischen und Irrländischen Küsten, und 3 bis 4 Meilen von der Küste von Bretagne mit Netzen oder Angeln gefangen. Da er in grosser Menge gefangen wird, so wird der gröste Theil davon an Stangen oder Stöcken getrocknet (wovon er auch den Namen Stockfisch bekommt) und nach Spanien oder Teutschland versendet.

No. 5. Die Scholle.

Man rechnet die Scholle gleichfalls unter die Stockfisch-Arten, weil man sie grösstentheils, in Teutschland wenigstens, nicht frisch, sondern an der Luft gedörrt und in Bündel gebunden versendet, und ebenso wie den Stockfisch kocht und verspeiset. Sie wohnen in der Ost- und Nord-See, halten sich beständig tief im Grunde der See auf, und nähren sich von kleinen Fischen, Muscheln und Schnecken-Brut. Das Charakteristische an ihnen ist, dass immer beyde Augen auf einer Seite des Körpers stehen, und dass ihr Körper vom Rücken nach dem Bauche zu ganz platt gedrückt und flach ist, daher sie auch Plattfische, Platteisen, und Halbfische heissen. Sie werden mit Grundschnuren gefangen oder mit langen Stangen gestochen, und machen für die Küsten der Ostsee einen guten Handels-Artikel.

No. 4. Der Schellfisch.

Der eigentliche Schellfisch ist unter allen Stockfischen der kleinste, denn er ist nur 1 Fuss lang. Er bewohnt die Nordsee und wird ohnweit Helgoland im Herbst in grosser Menge gefangen, und nach Hamburg verfahren. Er nährt sich von Krebsen und Wasser-Insecten; und hat ein weisses, derbes, wohlschmeckendes Fleisch. Er wird sowohl frisch, als auch gesalzen und getrocknet in den Nordländern verspeisset.

Band 1
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Band 1, Tafel 37

Band 1, Heft 8, Tafel 37, deutsch

Pflanzen V. B. I. No. 37.

PFLANZEN aus heissen Ländern.

No. 1. Der Zimmetbaum.

Das Vaterland des ächten Zimmet-Baums, welcher uns eins der kostharsten und angenehmsten Gewürze, die Zimmet-Rinde oder den Caneel liefert, und womit die Holländer lange Zeit den Alleinhandel trieben, ist die Insel Zeylan. Der wilde Zimmet wächset zwar auch auf der Küste Malabar, in Sumatra und Borneo, ist aber bey weitem nicht so gut als der ächte von Zeylan, und kostet auch nur den fünften Theil so viel als jener. Der Zimmetbaum wird ohngefähr so gross als bey uns ein Pflaumenbaum, hat breite dunkelgrüne Blätter, die jung purpurroth aussehen, und einen starken würzreichen Geruch haben. Auch seine Wurzel hat einen scharfen Campferartigeu Geruch. Er hat kleine weisse geruchlose Blüthen, die hernach, eine kleine olivenartige blaulich-schwarze Frucht (Fig. a.) geben, welche den Geruch von Gewürznelken hat. Der Baum hat eine doppelte oder vielmehr dreyfache Schaale. Die äussere ist grau, ohne Geruch und Geschmack, und taugt nichts. Die zweyte und dritte hängen fest zusammen, und machen das Gewürz, die Zimmet-Rrinde, aus. Um die Rinde von gehöriger Güte zu erhalten, darf kein Baum vor dem fünften Iahre geschälet werden; länger als bis 10 oder 12 Iahr aber taugt er nicht zum Schälen, weil die Rinde zu schlecht wird. Es giebt vorzüglich 3 Arten von Zimmet: 1) der feine, von jungen und mittelmässigen Bäumen; 2) der grobe, von dicken älteren Bäumen; und 3) der wilde, von den andern Inseln ausser Zeylan. Die Holländcr schickten bisher jährlich immer drey bis 400,000 Pfund, von daher nach Europa; aber die Engländer, welche den Zimmet bereits mit Glück in die westindischen Inseln verpflanzt haben, thun ihrem Handel grossen Schaden.

No. 2. Der Campferbaum.

Der Campfer, das bekannte, starkriechende und fast wie weisses Steinsalz aussehende Arzneymittel, ist das Harz des Campfer-Baums, der in China, und vorzüglich in Ostindien auf der Insel Borneo und Sumatra wächst. Der Baum wird hoch, breitet sich sehr aus, hat hellgrüne stark geribbte Blätter, die beym Reiben wie Campfer riechen, kleine weissgelbe Blüthen, die dunkelblaue Beeren (Fig. b.) als Saamen tragen; und gehört unter die Lorber-Arten. Wenn der Baum geritzt wird, so dringt zwischen Kern und Schaale das weisse flüchtige Harz, der Campfer, heraus, und dies ist der sogenannte natürliche oder Borneische Campfer, der kostbarste, theuerste und seltenste. In Europa braucht man nur den durch Kunst gemachten Campfer, welcher in China und Japan aus Wurzeln, Aesten und Blättern des Campferbaums durch Destilliren bereitet wird. Dieser aber, weil er noch roh und unrein, röthlich und aschgrau aussehend, nach Europa kommt, wird erst in Venedig, Holland und England gereinigt nnd raffinirt. Ausser seinem medizinischen Gebrauche wird er auch vorzüglich zu Feuerwerkerey gebraucht, weil er schnell und unauslöschlich brennt.

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Band 1, Tafel 38

Band 1, Heft 8, Tafel 38, deutsch

Vögel. VI. B. I. No. 38.

Merkwürdige WASSERVÖGEL.

No. 1. Der Schwan.

Der Schwan ist ein grosser Wasservogel, der wild an den Küsten der Nord- und Ostsee häufig, zuweilen auch auf grossen Landseen wohnt. Man hat ihn auch zahm auf Flüssen und Teichen. Seine Federn, zu Betten, sind ein wichtiger Handels-Artikel, so wie auch seine Federkielen zum Schreiben. Die ganz abgezogene Haut mit den feinen Pflaumen-Federn gaar gemacht, giebt ein zartes, sehr warmes und kostbares Pelzwerk. Dass der Schwan, der sonst eine rauhe widrige Stimme hat, lieblich zu singen anfange, wenn er sterben wolle, ist unwahr, und ein Mährchen der Alten.

No. 2. Der Albatros oder Sturmvogel,

ist einer der grössten Seevögel, die erst neuerlich entdeckt und bekannt worden sind, denn er lebt blos in Australien in den kälteren Gegenden der Südsee, auf dem hohen Meere und Klippen in demselben, und der Capitain Cook, der Weltumsegler, fand deren viele in jenen Gegenden. Er ist 3 Fuss lang und sein Leib so dick wie ein Hammel. Er fliegt nur bey kommenden Sturme auf dem Meere, und heisst daher der Sturmvogel. Er nährt sich von weichen Fischen, und dem Laich der grossen Fische.

No. 3. Der Pelican.

No. 4. Die Löffelgans.

Der Pelican und die Löffelgans werden oft mit einander verwechselt, weil beydes Wasservögel sind, die an den Seeufern und auf grossen Ströhmen leben; aber sie sind, wie schon ihre Figur zeigt, sehr wesentlich verschieden. Der Pelican hat grosse Schwimmfüsse, die Löffelgans nicht, sondern Füsse wie ein Sumpfvogel. Die Löffelgans hat einen harten und vorn breiten löffelförmigen Schnabel, um damit die Wasserschnecken, Muscheln, Krebse und Wasserinsecten auf dem Grunde zusammenscharren und zerreiben zu können; der Pelican hingegen hat einen grossen, weichen pergamentartigen Schnabel, an welchem unten eine gelbe faltige Haut hängt, die sich zu einem grossen Sacke ausdehnt, in welchem der Pelican die Beute seiner Fischerey sammlet, und oft 6 bis achtpfündige Fische aufhebt. An Grösse und Gefieder sind beyde einander fast gleich; der Pelican lebt in allen Welttheilen und Zonen, die Löffelgans aber nur in der heissen, und beyden gemässigten Zonen. Dass der Pelican sich selbst die Brust aufhacke und seine Jungen mit seinem Blute nähre, wenn sie Noth litten, ist eine Fabel.

No. 5. Der Rohrdommel.

Der Rohrdommel ist ein Sumpvogel, der in allen Welttheilen, sehr einsam und scheu, in grossen und weiten Morästen, mitten im Rohr und Schilfe lebt, und sich von Fröschen, Schlangen und Wassermäusen nährt. Er ist so gross wie eine mässige Gans, und merkwürdig wegen eines sonderbaren Geschreys zur Zeit seiner Palze, welches wie das Brüllen des grössten Ochsen klingt, sehr weit gehört wird, und furchtsame Reisende bey Nacht oft ängstlich macht.

No. 6. Der Wasserrabe, oder Cormoran.

Der Cormoran ist ein Seevogel, der in allen Zonen an den Meeresufern lebt, die Grösse einer jungen Gans hat, und ein gewaltiger Fischräuber ist; denn er verfehlt nie seine Beute, und schwimmt so frey unterm als über dem Wasser. Die Chineser, Engländer und Franzosen haben abgerichtete zahme, denen sie einen Ring über dem Kropfe um den Hals legen, damit sie nicht die gefangnen Fische hinterschlingen können, und sie so zur Fischerey brauchen.

Band 1
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Band 1, Tafel 39

Band 1, Heft 8, Tafel 39, deutsch

Baukunst. I. B. I. No. 39.

Ursprung und Ausbildung DER BAUKUNST.

Die ersten Menschen wohnten vermuthlich in Felsenhöhlen, wo das Land welche hatte, oder im wärmeren Himmelsstrichen unter dickbelaubten Bäumen und Sträuchen, um sich für Sonnenhitze und Ungewitter zu sichern. So bald sie aber in Gesellschaften zusammen traten, sich durch Kunst ihre Bedürfnisse zu schaffen suchten, und in Familien verbanden, fiengen sie auch an, sonderlich in kälteren Gegenden der Welttheile, sich Häuser zu bauen.

No. 1. Ursprung der Baukunst.

Die erste rohe Form der Häuser, woraus hernach die edle Baukunst der Griechen und Römer wurde, entstund vermuthlich so, dass man rohe Baumstämme gleich lang schnitt, sie gleich weit von einander in einem Viereck auf Steine als Säulen stellte, sie oben mit Baststricken umwand, dass sie nicht sprungen, und eine dünne Steinplatte drauf deckte (Fig. a.), alsdann mit vier Trägern diese Säulen verband, auf die Träger wieder Balken legte, und damit die Decke machte, auf den Balken aber schrägliegende Sparren aufrichtete, sie wieder mit Latten verband, diess Dach dann mit Schilf, Rohr und Baumrinden deckte, und die Zwischenräume der Säulen mit glatten Steinen ausmauerte, um der Hütte dichte Wände zu geben. So entstand wahrscheinlich die Form des ersten Hauses, und die erste rohe Säulen-Ordnung (Fig. a.) aus dem rohen Baumschafte. Aus dieser einfachen und wilden Form aber bildeten hernach die kunstreichen Griechen und Römer ihre schöne Baukunst; deren edle Formen die Baukünstler in fünf Haupt-Formen der Gebäude eingetheilt haben, die man Säulen-Ordnungen nennt, weil sie hauptsächlich an den Capitälern und Verhältnissen ihrer Säulen und Gesimse erkannt werden; und davon drey den Griechen und zwey den Römern gehören. Da man sie vornemlich an ihren Tempeln fand, so kann man sie auch an folgenden fünf Fronten von Tempeln am besten kennen lernen.

No. 2. Toscanische Ordnung.

Diese Ordnung, welche bey den Römern entstand, ist die niedrigste, einfachste und stärkste unter allen, und wird von den Architecten blos zu Untergeschossen an Prachtgebäuden gebraucht. Fig. b. zeigt das Capitäl ihrer Säulen.

No. 3. Dorische Ordnung.

Die älteste der drey griechischen Säulen-Ordnungen, welche Dorus, König von Peloponesus, zuerst an einem Tempel der Juno brauchte, und von ihm daher ihren Namen hat. Sie ist etwas höher und feiner in ihren Verhältnissen als die Toscanische; Fig. c. ist ihr Capitäl.

No. 4. Ionische Ordnung.

Die zweyte griechische empfing ihren Nahmen von dem berühmten Dianen-Tempel in Jonien (einer griechischen Provinz,) an welchem sie zuerst erschien. Sie ist höher und zierlicher in allen ihren Verhältnissen als die beyden vorigen. Fig. d. und e., zeigt ihr Capitäl von vorne und von der Seite, das durch seine doppelte Schnecke sich auszeichnet.

No. 5. Corinthische Ordnung.

Die dritte griechische, und zugleich die schönste, leichteste und zierlichste in ihren Verhältnissen unter allen. Fig. f. zeigt ihr mit Acanthus-Blättern und vier Schnecken schön dekorirtes Capitäl, so wie Fig. g. den Ursprung, desselben, welchen Vitruv, ein alter römischer Architect, folgendermaassen erzählt. Die Amme eines verstorbenen kleinen griechischen Mädchens habe ein Körbchen mit ihren Spielsachen gefüllt, und mit einer Ziegel bedeckt, auf ihr Grab gebracht, und es von ungefähr auf eine Acanthus-Staude gesetzt. Die Acanthus-Staude sey um das Körbchen in die Höhe gewachsen, und ihre Blätter hätten sich, da sie oben an die Ziegel angestossen, in sich zurückkrümmen müssen. Ein geschickter Bildhauer von Corinth, Nahmens Callimachus habe diese Figur gesehen, und so schön gefunden, dass er sie in Stein gehauen und zum Capitäl einer neuen, der Corinthischen Säulen-Ordnung, gemacht habe.

No. 5. [sic] Römische oder zusammengesetzte Ordnung.

Ist die zweyte Römische Säulenordnung, erschien zuerst an dem Triumphbogen des Kaisers Titus, und heisst Composita, die zusammengesetzte, weil sie aus den Gliedern und Verhältnissen der Corinthischen und Jonischen zusammengesetzt ist, wie auch ihr Capitäl (Fig. h.) zeigt. Sie ist die einzige, welche sich von einer Menge Zusammensetzungen, die man nachher in der Baukunst versuchte, allein erhalten hat, und noch jezt von Architecten bey Prachtgebäuden gebraucht wird.

Band 1
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Band 1, Tafel 40

Band 1, Heft 8, Tafel 40, deutsch

Insecten IV. B. I. No. 40.

Merkwürdige INSECTEN.

No. 1. Der Laternenträger.

Der Laternenträger ist ein geflügeltes ziemlich grosses Insect, das nur in heissen Ländern, vorzüglich aber in Surinam in Südamerika lebt, und schön gezeichnet und colorirt ist. Sein grosser hohler trompetenartiger Rüssel glänzt bey Nacht so hell wie ein Licht, und so stark dass die Amerikaner sich dieser Insecten im Zimmer statt eines Lichts, und des Nachts auf dem Wege, statt einer Laterne bedienen, indem sie sie an die Füsse oder an einen Stock anbinden. Sie leben von Blumen, und sind ganz unschädlich.

No. 2. Die wandernde Heuschrecke.

Es giebt mehrere Arten Heuschrecken, grosse und kleine, davon die Europäischen unschädlich sind; die weit grösseren afrikanischen und asiatischen aber, die oft einen Fingerslang und dick sind, verwüsten zuweilen ganze Länder, kommen mit Ostwinde in ungeheuern Schaaren, die wie schwarze Wolken die Sonne verfinstern, gezogen, und fressen wo sie niederfallen viele Meilen weit Laub, Getraide und Gras und alles Grüne weg. Diese Verheerungen richtet vorzüglich die asiatische wandernde Heuschrecke an, die sich gewöhnlich in den Steppen der Tatarey aufhält, wie die Zugvögel wandert, und nicht eher weiter zieht, als bis sie in einer Gegend alles verheeret hat. Sie sind in diesem Iahrhunderte nur dreymal, nemlich im Jahre 1730, 1747 und 1748 bis nach Teutschland mit Ostwinden gekommen.

No. 3. Das wandelnde Blatt, oder die Fang-Heuschrecke.

Diese Art lebt in den wärmern Ländern von Europa, ist unschädlich, und nährt sich blos von andern Insecten, die sie mit Springen fängt; davon sie die Fangheuschrecke heisst.

No. 4. Die Cicade.

Die Cicade lebt fast in allen Welttheilen, und es giebt eine grosse Menge verschiedener Arten, von der Grösse einer Linie an bis zu der hier gezeichneten davon. Sie hat einen breiten Kopf, unterwärts gebognen Rüssel, und vier glasartige durchsichtige Flügel, mit bunten Ribben. Gegenwärtige Fig. 4. ist die grosse Italienische, die sich auf Bäumen aufhält, und wovon die Männchen eine Art von Gesang haben. In China gehören sie unter die Lieblings-Thierchen der Damen, die sie in kleinen von Binsen zierlich geflochtenen Käfigen des Gesangs wegen in ihren Zimmern haben. Sie nähren sich vom Safte der Pflanzen, und sind unschädlich.

No. 5. Der Hercules-Käfer.

Unter allen Käfer-Arten, die bis zur Kleinheit einer Käsemilbe herabgehen, ist dieser Käfer der grösste. Er ist 5 1/2 Zoll lang, wohnt in Brasilien und andern Ländern der heissen Zone, und nährt sich vom Safte der Coccos-Palme und des Toddy-Baums, deren Rinde er mit seinem scharfen Horne durchsäget und den ausfliessenden Saft trinkt. Er ist übrigens den Menschen unschädlich. Man nennt ihn auch das fliegende Einhorn.

No. 6. Der Maykäfer.

Der Maykäfer, dessen Vaterland der mittlere Strich von Europa ist, ist für Gärten und Ackerbau eines der schädlichsten Insecten, weil er oft in ungeheuern Schaaren erscheint, und alles Laub in Gärten und Wäldern abfrisst; hauptsächlich aber seine Raupen (Fig. 6b), die man Engerlinge nennt, sich in der Erde aufhalten, und die Wurzeln von jungen Bäumen, Gras und Getraide abfressen, so dass diese oft in ganzen Strecken verdorren. Seine Fortpflanzung geschieht folgendermassen. Wenn das Weibchen sich begattet hat, bohrt es sich ein Loch in die Erde, legt seine gelben Eyerchen hinein, kommt wieder heraus, und stirbt, in etlichen Tagen. Aus diesen Eyern kommen erst kleine Maden, die hernach zu Engerlingen(Fig. 6b) werden, 4 Jahre lang fortwachsen, und sich endlich im Herbste des vierten Jahres ganz tief in die Erde graben, und sich in Maykäfer-Puppen (Fig.6.a)verwandeln, woraus endlich im May des fünften Jahres der Maykäfer hervorkömmt. Man sollte alle Maykäfer von den Bäumen abschütteln, sorgfältig auflesen, und tödten.

Band 1
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Band 1, Tafel 41

Band 1, Heft 9, Tafel 41, deutsch

Fische VI. B. I. No. 41.

GOLD-FISCHE.

Unter die schönsten Bewohner des Wassers gehören gewiss die Goldfische, deren hauptsächlich 4 Arten sind.

No. 1. Der Gold-Schey.

Der Goldschley ist vorzüglich in Schlesien zu Hause, und man hält ihn, wegen seiner prächtigen Goldfarbe, gemeiniglich in Gärten und auf Landgüthern zum Vergnügen in Teichen. Er nährt sich von Grundkräutern und Würmern; und ist unstreitig einer der schönsten Europäischen Fische. Er bekommt die Grösse eines Karpfen.

No. 2. Die Orfe.

Die Orfe ist gleichfalls ein Europäischer Fisch, der aber nur im südlichen Teutschland, Frankreich, und Ungarn zu Hause ist. Er lebt in Flüssen, Teichen und Seen, nährt sich von Würmern und dem Laich anderer Fische. Man hält ihn seiner schönen Orangen-Farbe wegen, mehr zum Vergnügen als zum Nutzen in den Fischteichen; denn sein Fleisch ist weich und unschmackhaft.

No. 3. Der chinesische Gold-Karpfen,

ist unstreitig das schönste und prächtigste Geschöpf unter allen Wasserbewohnern. China ist sein Vaterland. In den ersten drey Jahren ist er schwarz, dann bekommt er Silberpuncte, die sich nach und nach vergrössern, bis er über und über eine Silber-Farbe bekommt, und da heisst er der Silberfisch. Darauf wird er roth und bekommt endlich eine solche hohe und brennende Goldfarbe dass man glaubt, eine glühende Kohle im Finstern zu sehen. Die vornehmen Chineser und Japaner halten dergleichen Goldfische zur Pracht in grossen gläsernen Vasen in ihren Zimmern, oder in den Teichen ihrer schönen Gärten, wo die Damen zum Zeitvertreibe sie füttern. Ohngeachtet China ihr Vaterland ist, so hat man sie doch schon auch nach England, Holland, Dännemark und Teutschland verpflanzt, und es haben Liebhaber in Hamburg und Bremen welche in ihren Gärten, in kleinen Hältern, wo sie recht gut dauern. Will man sie zum Vergnügen in grossen Gläsern im Zimmer halten, so muss man ihnen die Woche zweymal und im Sommer noch mehrmal frisches Wasser geben, und sie mit kleingepflückten Oblaten, feinen Semmelkrumen und gedörrten und zu Pulver gestossenen Eyerdottern, auch Fliegen füttern. Im Winter fressen sie 3 bis 4 Monate lang nicht. Man wirft Ihnen gern grüne Kräuter hinein, darunter sie sich verstecken können. In Gefässen eingesperrt werden sie nicht leicht über 8 Zoll, in Teichen aber wohl 12 bis 14 Zoll lang. In China heisst dieser Fisch Kingo.

No. 4. Der Hochrücken.

Der Hochrücken ist ein seltener Fïsch, der in den Ostindischen Gewässern lebt, sich von Muscheln nährt, nicht über 10 Zoll gross wird, und wegen seiner glänzenden Gold- und Silber Farbe, und Blau an den Flossfedern, unter die schönsten Wassergeschöpfe gehört.

Band 1
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Band 1, Tafel 42

Band 1, Heft 9, Tafel 42, deutsch

Vögel VII. B. I. No. 42.

WUNDERBARE VÖGEL.

No. 1.a Der Paradiesvogel.

Von diesem schönen Vogel fabelte man vorzeiten Wunderdinge; nemlich er komme aus dem Paradiese her, habe weder Flügel noch Füsse, schwebe immer in der Luft, lebe von der Luft, vermehre sich auch in der Luft, indem das Weibchen dem Männchen ihre Eyer auf den Rücken lege, und von der Sonne darauf ausbrüten lasse. In diesem Mährchen bestärkte die Einfältigen noch die Figur, in welcher gewöhnlich dieser Vogel todt und ausgetrocknet, für die Naturalien-Kabinette, aus Ostindien nach Europa kommt, wo ihm die Indianer schon Flügel und Krallen abgeschnitten haben, und wo er wie Fig. 1 b. aussieht. Seine wahre Gestalt zeigt Fig. 1 a. Sein Vaterland sind die Moluckischen Inseln. Er hat ohngefähr die Grösse eines Staars, und hat auf dem Kopfe und Nacken goldgelbe, an der Kehle aber grün-glänzende Haarfedern. Rücken, Flügel und Brust und Bauch sind rothbraun. Besonders merkwürdig sind aber die vielen langen und höchstfeinen, weissen, gelben und braunen Federn, welche ihm an beyden Seiten oder Weichen, von der Höhle des Flügels an, bis hinunter zum Schwanze, der ganz kurz, und davon unterschieden ist, stehen, und dem Vogel ein prächtiges Ansehen geben. Sie dienen ihm, um sich im Fluge lange in der Luft schwebend zu erhalten, woher dann das Mährchen entstanden ist, dass er immer nur in der Luft lebe. Eben dieser schönen Federn wegen, schneiden die Indianer den aufgetrockneten Paradiesvögeln die Flügel und Krallen ab, um sie beym Einpacken nicht zu beschädigen. Sie sind oft 1 1/2 Fuss lang. Mitten im Schwanze stehen ihm besonders zwey Federn oder vielmehr nackte schwarze Kiele, die 2 Fuss 9 Zoll lang sind, und an den Spitzen 4 Zoll lange grün und braun schillernde sammtartige Bärte haben. Der Vogel nährt sich von Insecten, besonders von den grossen Ostindischen Schmetterlingen die er in der Luft schwebend fängt.

No. 2. Der Promerops, oder Bienenfresser.

Dieser Vogel ist in den Ostindischen Inseln und vorzüglich in Neu Guinea zu Hause, und wegen seiner Schönheit und sonderbaren Form merkwürdig. Er ist etwas grösser als eine Drossel, und scheint 4 Flügel zu haben; nemlich seine Flügel haben obenauf eine Lage Federn, die sich in Form eines Sonnenfächers alle frisirt in die Höhe krümmen, und deren Spitzen, so wie der Kopf und die Brust glänzend blau-grün sind. Der Schwanz ist glänzend stahlblau, und hat Etagen Federn, die bis an 2 1/2 Fuss lang sind. Er lebt auf hohen Bergen, und nährt sich von Bienen, und andern Insecten.

No. 3. Der Calao, oder Rhinoceros Vogel.

Der Calao und der Tucan sind wegen ihrer ungeheuer grossen und höchst sonderbaren Schnäbel merkwürdig. Der Calao lebt in Africa und in den Molukkischen Inseln, ist noch einmal so gross als eine Krähe, nährt sich von Baumfrüchten, sonderlich Muskatennüssen, hat einen dünnen pergamentartigen Schnabel, und oben darauf den ungeheuern Auswuchs, der wie ein Rhinoceros Horn aussieht. Man speisst ihn in jenen Gegenden.

No. 4. Der Tucan, oder Pfefferfresser.

Er lebt in Südamerika und ist sowohl seines Schnabels als seiner Zunge wegen einer der sonderbaresten Vögel, die es giebt. Der Vogel selbst ist etwa so gross als eine Taube, dick und plump von Körperbau, aber sein ungeheurer Schnabel ist oft 6 Zoll lang, und mehr als halb so gross als der ganze Vogel, dabey aber so dünn und leicht wie Pergament, so dass er gar keine Gewalt damit brauchen kann. Statt der Zunge hat er eine ordentliche Feder mit Kiele und Barte in dem Schnabel. Er nährt sich von jungen Palmen-Früchten und Pfeffer, daher er auch den Namen Pfefferfresser erhalten hat.

Band 1
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Band 1, Tafel 43
Es gibt zwei Erklärungsseiten zu Tafel 43.
Band 1, Heft 9, Tafel 43, deutsch

Vierf. Thier. XI. B. I. No. 43.

VIVERREN oder ZIBETH UND STINK-THIERE.

Die Viverre oder das Stinkthier ist nur in heissen Ländern einheimisch, und theils seines starken Wohlgeruchs, theils seines abscheulichen Gestanks wegen, den verschiedene Arten davon haben, sehr merkwürdig. Folgende Thiere gehören dazu.

No. 1. Das Zibeth-Thier.

Man nennte es sonst auch die Zibeth-Katze, es aber nichts Aehnliches mit der Katze. Es lebt in Arabien, Malabar, Siam und in den Philippinische Inseln, ist 2 1/2 Fuss lang, grau und schwarz von Farbe, und nährt sich von kleinen Thieren, Vögeln, Fischen, Wurzelwerk, und Früchten. Diess Thier liefert unsern Apotheken den Zibeth, eine weiche butterähnliche starkriechende Masse, die man zum Parfümiren braucht. Alle Viverren haben nemlich hinten unter dem Schwanze und After einen hautigen Beutel mit einer Oeffnung, in welchem sich diese schmierige, bald wohlriechende, bald äusserst stinkende Materie sammelt, und von dem Thiere herausgedrückt werden kann. Beym Zibeth-Thier ist diese Materie wohlriechend, und heisst Zibeth, sieht erst weiss, dann gelblich, und endlich braun und schwarz aus. Sein Geruch ist Anfangs überaus stark und unangenehm, so dass er Schwindel und Kopfweh macht, wird aber in der Folge milder und lieblicher. Der reinste und beste kommt aus Holland, besonders aus Amsterdam, wo viele Ziebeth-Thiere eigens dazu gehalten werden, um ihnen alle drey Tage den Zibeth abzunehmen. Man darf den Zibeth nicht mit dem Bisam oder Moschus verwechseln, als welcher ganz was anderes ist, und von einem kleinen Reh kommt.

No. 2. Die Genette.

Lebt in Westasien auch in Spanien, ist nur halb so gross als das Zibeth, nährt sich von Mäusefangen, und wird deshalb oft zahm in den Häusern gehalten. Ihr Zibethsack enthält eine Materie, die zwar keinen widrigen, aber doch so schwachen Geruch hat, dass sie nicht zu brauchen ist. Der Balg wird als ein gemeines wohlfeiles Pelzwerk von unsern Kürschnern verarbeitet.

No. 3. Der Ichnevmon.

Der Ichnevmon, welcher wegen seines Stinkbeutels gleichfalls zu den Viveren gehört, lebt in Aegypten, und wurde schon von den alten Aegyptern als der Wohlthäter des Landes, göttlich verehrt. Er reinigt nemlich, weil er sich von Crocodil-Eyern, Mäusen, Schlangen, Eydechsen und Fröschen nährt, Aegypten von diesen Plagen, die sich durch die jährliche Ueberschwemmung des Nils unglaublich vermehren. Man erzählte sonst von ihm, er sey ein Todtfeind des Crocodils, verberge sich in den Sand am Ufer des Nils, und krieche dem Crocodil, wenn es mit offenem Rachen schlafe, in den Leib, und fresse ihm die Leber und Eingeweide. Alles dies ist Fabel; und er verhindert hauptsächlich die zu häufige Vermehrung des Crocodils, indem er seine in den Sand gelegte Eyer aufsucht und wegfrisst. Er hat mehr Borsten als Haare am Leibe; ist sehr zahm, und wird von den Aegyptern, der Mäuse wegen, häufig in den Häusern gehalten.

No. 4. Die Manguste.

Ist auch eine Art von Ichnevmon, der in Bengalen und Persien lebt, und sich sonderlich von Schlangen und ihren Eyern nährt. Sie stellt selbst der giftigsten von allen, der Brillenschlange, nach. Sie kämpft mit ihr, und wenn sie von ihr gebissen wird, kaut sie gewisse Kräuter und Wurzeln, dass ihr der [sic] Gift nichts schadet.

No. 5. Die Coase.

No. 6. Der Skunk.

Die eigentlichen Stinkthiere oder Muffetten, wovon die Coase (oder der Yzquiepatl, wie er in Mexico heisst) und der Skunk in Nordamerika, zwey Hauptarten sind, wohnen nur in Amerika und sind merkwürdig, wegen ihrer sonderbaren Vertheidigung, die sie vor allen andern Thieren voraus haben. Werden sie nemlich von einem Hunde oder Menschen verfolgt, und sie wollen sich nicht durch die Flucht retten, so wehren sie sich augenblicklich dadurch, dass sie ihrem Feinde aus ihrem Stinkbeutel einen Saft auf 6 bis 10 Ellen weit entgegen spritzen, der so entsetzlich stinkt, dass er die Luft auf 100 Schritte umher vergiftet und den Menschen und Hunden den Odem dergestalt versetzt, dass sie von ihnen ablassen und die Nase in die Erde stecken müssen, wenn sie nicht ersticken wollen.
Die Coase ist 16 Zoll lang, braun von Farbe, lebt in Mexico in den Felsenklüften, und nährt sich von Vögeln und Käfern. Der Skunk wohnt in Nordamerika in hohlen Bäumen, oder in Gruben unter der Erde, und nährt sich von Geflügel. Die Wilden essen sein Fleisch, und machen sich aus dem Balge Tabaksbeutel.

Band 1
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Band 1, Tafel 43
Es gibt zwei Erklärungsseiten zu Tafel 43.
Band 1, Heft 9, Tafel 43, deutsch

Vierf. Thier. XI. B. I. No. 43.

VIVERREN oder ZIBETH UND STINK-THIERE.

Die Viverre oder das Stinkthier ist nur in heissen Ländern einheimisch, und theils seines starken Wohlgeruchs, theils seines abscheulichen Gestanks wegen, den verschiedene Arten davon haben, sehr merkwürdig. Folgende Thiere gehören dazu.

No. 1. Das Zibeth-Thier.

Man nennte es sonst auch die Zibeth-Katze, es hat aber nichts Aehnliches mit der Katze. Es lebt in Arabien, Malabar, Siam und in den Philippinische Inseln, ist 2 1/2 Fuss lang, grau und schwarz von Farbe, und nährt sich von kleinen Thieren, Vögeln, Fischen, Wurzelwerk, und Früchten. Diess Thier liefert unsern Apotheken den Zibeth, eine weiche butterähnliche starkriechende Masse, die man zum Parfümiren braucht. Alle Viverren haben nemlich hinten unter dem Schwanze und After einen hautigen Beutel mit einer Oeffnung, in welchem sich diese schmierige, bald wohlriechende, bald äusserst stinkende Materie sammelt, und von dem Thiere herausgedrückt werden kann. Beym Zibeth-Thier ist diese Materie wohlriechend, und heisst Zibeth, sieht erst weiss, dann gelblich, und endlich braun und schwarz aus. Sein Geruch ist Anfangs überaus stark und unangenehm, so dass er Schwindel und Kopfweh macht, wird aber in der Folge milder und lieblicher. Der reinste und beste kommt aus Holland, besonders aus Amsterdam, wo viele Ziebeth-Thiere eigens dazu gehalten werden, um ihnen alle drey Tage den Zibeth abzunehmen. Man darf den Zibeth nicht mit dem Bisam oder Moschus verwechseln, als welcher ganz was anderes ist, und von einem kleinen Reh kommt.

No. 2. Die Genette.

Lebt in Westasien auch in Spanien, ist nur halb so gross als das Zibeth, nährt sich von Mäusefangen, und wird deshalb oft zahm in den Häusern gehalten. Ihr Zibethsack enthält eine Materie, die zwar keinen widrigen, aber doch so schwachen Geruch hat, dass sie nicht zu brauchen ist. Der Balg wird als ein gemeines wohlfeiles Pelzwerk von unsern Kürschnern verarbeitet.

No. 3. Der Ichnevmon.

Der Ichnevmon, welcher wegen seines Stinckbeutels gleichfalls zu den Viveren gehört, lebt in Aegypten, und wurde schon von den alten Aegyptern als der Wohlthäter des Landes, göttlich verehrt. Er reinigt nemlich, weil er sich von Crocodil-Eyern, Mäusen, Schlangen, Eydechsen und Fröschen nährt, Aegypten von diesen Plagen, die sich durch die jährliche Ueberschwemmung des Nils unglaublich vermehren. Man erzählte sonst von ihm, er sey ein Todtfeind des Crocodils, verberge sich in den Sand am Ufer des Nils, und krieche dem Crocodil, wenn es mit offnem Rachen schlafe, in den Leib, und fresse ihm die Leber und Eingeweide; all diess ist Fabel; und er verhindert hauptsächlich die zu häufige Vermehrung des Crocodils, indem er seine in den Sand gelegte Eyer aufsucht und wegfrisst. Er hat mehr Borsten als Haare am Leibe; ist sehr zahm, und wird von den Aegyptern der Mäuse wegen, häufig in den Häusern gehalten.

No. 5. Die Coase.

No. 6. Der Skunk.

Die eigentlichen Stinkthiere oder Muffetten, wovon die Coase (oder der Yzquiepatl wie er in Mexico heisst) und der Skunk in Nordamerika, zwey Hauptarten sind, wohnen nur in Amerika und sind merkwürdig, wegen ihrer sonderbaren Vertheidigung, die sie vor allen andern Thieren voraus haben. Werden sie nemlich von einem Hunde oder Menschen verfolgt, und sie wollen sich nicht durch die Flucht retten, so wehren sie sich augenblicklich dadurch, dass sie ihrem Feinde aus ihrem Stinkbeutel einen Saft auf 6 bis 10 Ellen weit entgegen spritzen, der so entsetzlich stinkt, dass er die Luft auf 100 Schritte umher vergiftet und den Menschen und Hunden den Odem dergestalt versetzt, dass sie von ihnen ablassen und die Nase in die Erde stecken müssen, wenn sie nicht ersticken wollen.
Die Coase ist 16 Zoll lang, braun von Farbe, lebt in Mexico in den Felsenklüften, und nährt sich von Vögeln und Käfern. Der Skunk wohnt in Nordamerika in hohlen Bäumen, oder in Gruben unter der Erde, und nährt sich von Geflügel. Die Wilden essen sein Fleisch, und machen sich aus dem Balge Tabacksbeutel.

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Band 1, Tafel 44

Band 1, Heft 9, Tafel 44, deutsch

Vierf. Thier. XII. B. I. No. 44.

GEHARNISCHTE-THIERE.

No. 1. Das Schuppenthier.

Das Schuppenthier ist, so wie die Armadillen, oder Gürtelthiere, von aussen zu seiner Sicherheit gepanzert. Es ist nemlich durchaus, ausser an Kehle, Bauch und Beinen, mit harten, spitzigen und am Rande schneidenden Schuppen bedeckt. Ihre Härte ist so gross, dass keine Flintenkugel durchdringt. Das Thier, welches sich sonst weder mit Klauen noch Zähnen vertheidigen kann, rollt sich bey einem Angriffe gleich wie eine Kugel zusammen, welche der lange Schwanz umschliesst. Weil nun in dieser Lage alle seine schneidenden Schuppen in die Höhe stehen, so verwundet sich jedes Raubthier beym Angriffe daran, ohne dem Thiere etwas anzuhaben. Es ist mit dem Schwanze 4 bis 5 Fuss lang, und lebt in allen heissen Ländern von Afrika und Asien. Es nährt sich, wie der Arneisenfresser, von Ameisen. Sie graben sich in die Erde, und sind ganz unschuldige Thiere. Sie sehen hellbraun, und beynahe wie ein Tannzapfen aus.

Die Armadillen oder Gürtelthiere.

sind ein eignes Thiergeschlecht, das nur in Südamerika lebt. Sie haben über den ganzen Leib und Schwanz, Bauch und Beine ausgenommen, einen starcken Harnisch von lauter sechs- oder viereckten überaus schön figurirten, beinartigen Schildern. Damit sie sich aber in diesem harten Harnische auch bewegen können, haben sie mitten über den Leib 3, 4, 6, 8, 9, 12 bis 18 Gürtel oder Reife, die zwischen sich eine weiche Haut haben, und sich in einander schieben; und davon heissen sie Gürtel-Thiere. Sie leben in Bauen, die sie sich unter der Erde graben, und nähren sich von Erd- und Baumfrüchten. Die beweglichen Gürtel machen es ihnen leichte sich zusammen zu rollen, wenn sie ein Raubthier schnell überrascht; sie können sich aber auch mit ihren grossen Klauen höchst leicht in einem paar Minuten in die Erde graben. Sie sind 1 bis 1 1/2 Fuss lang. Ihr Fleisch ist, wenn sie jung sind, wohlschmeckend, im alter aber bekommt es einen Bisamgeruch. Sie sind furchtsam und nicht böse, thun aber den Gärten und Pflanzungen oft vielen Schaden. Es giebt verschiedene Arten davon. Die vornehmsten sind folgende.

No. 2. Der Armadill mit 3 Gürteln

ist dick und rundlich, und lebt vorzüglich in Brasilien.

No. 3. Der Armadill mit 6 Gürteln

lebt gleichfalls in Brasilien, frisst hauptsächlich Melonen und Pataten, und wird sehr fett.

No. 4. Der Armadill mit 6 geflammten Gürteln

ist klein, nur 8 Zoll lang, beynahe cylindrisch und lebt in Cayenne.

No. 5. Der Armadill mit 9 Gürteln

lebt in Guiana, und macht seine Baue in Sandhügeln in der Nähe des Meeres.

No. 6. Der Armadill mit 12 Gürteln.

Er lebt in Mexico, und ist unter allen der Hässlichste. Vorn hat er ungeheuer grosse Klauen zum Graben.

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Band 1, Tafel 45

Band 1, Heft 9, Tafel 45, deutsch

Pflanzen. VI. B. I. Nr. 45.

BAEUME aus heissen Ländern.

No. 1. Der Mahagony-Baum.

Der Mahagony-Baum wächst im südlichen Amerika, vorzüglich in den Bahamischen Inseln, und ist berühmt wegen seines schönen roth-braunen Holzes dass sich vortrefflich schleifen und poliren lässt, und woraus anjezt in England, Frankreich und Teutschland, ja fast in allen Ländern von Europa die schönsten und kostbarsten Meublen gemacht werden. Er wächst auf Felsen, und ohngeachtet der wenigen Nahrung, sehr schnell und so stark, dass sein Schaft gewöhnlich 4 Fuss im Durchmesser hält, und seine Wurzeln so dick und stark werden, dass sie die Felsen zersprengen. Er trägt eine kleine weisse Blüthe, und eine eyförmige holzige Saamenkapsel, welche unten am Stiele aufspringt, und den darin liegenden blättrichten Saamen zerstreut. Das Mahagony-Holz, welches in Frankreich auch Acajou-Holz genannt wird, ist anjezt ein wichtiger Handels-Artickel für England, Holland und Hamburg worden. In Amerika bauet man sogar Schiffe davon, wozu es noch besser als Eichenholz ist.

No. 2. Das Brasilienholz.

Unter den sogenannten Färbehölzern sind zwey Arten die berühmtesten, und für den Handel am wichtigsten, nemlich das Brasilien- oder Ferambuc-Holz, womit man roth und das Campesche-Holz oder Blauholtz, womit man blau, grau, braun, u.s.w. färbt. Beyde Bäume wachsen in Süd-Amerika, und sind den Blättern und Wuchse nach, wenig von einander unterschieden; nur blüht das Brasilienholz weiss, und hat grüne Saamen-Schoten, das Campescheholz aber roth, und hat kleine braune Schoten.
Das Brasilienholz, dessen Abbildung No. 2. zeigt, wächst am besten in Brasilien, und zwar bey Fernambuc einer brasilianischen Stadt, wovon es auch seinen Namen Fernambuc-Holz hat. Der Baum wird nicht über 20 bis 24 Fuss hoch, das Holz sieht roth aus, und wird über Lissabon nach England, Holland, Hamburg u.s.w. in grossen Stücken verführt, und dann zu Spänen geraspelt. Das Campescheholz oder Blauholz, ist ein dem vorigen sehr ähnlicher Baum, der zu Campeche, in der Hondurasbay, auch in Jamaica und andern Gegenden von Westindien wächst; ein kleiner krüpplicher Baum, ohngefähr so gross als unsere Pflaumen-Bäume. Sein Kern ist roth, und dieser wird eigentlich als Färbe-Holz verführt in Späne geraspelt, die man im gemeinen Leben Blauspäne nennt, und der Grund der meisten wollenen Tücher, gelb, grün und roth ausgenommen, damit gefärbt.

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Band 1, Tafel 46

Band 1, Heft 10, Tafel 46, deutsch

Pflanzen VII. B. I. No. 46.

PFLANZEN aus heissen Ländern.

No. 1. Die Baumwollen-Pflanze.

Die Baumwolle, von deren Anbau und Fabrication sich viele Millionen Menschen in allen Welttheilen nähren, ist das Product einer Staude die in den heissen Ländern aller Welttheile wächst. Die gewöhnliche Baumwollen-Staude, die hier abgebildet, ist eine jährige Pflanze, 2 bis 3 Fuss hoch, die im Frühlinge, wie unser Sommer-Geträide, auf die Felder gesäet, und im Herbste abgeschnitten wird. Sie blühet, fast wie eine Malve, gelb, (fig. a.) und wird blässer wenn sie verblühet ist (fig. b.). Dann sezt sich ihr Saame in eckigte Saamen-Kapseln, (fig. c. & d.) die mit dichter, zarter, weisser Wolle angefüllt sind, und, wenn sie reif worden, aufspringen, und ihre Saamen-Körner (fig. e.) verstreuen; welche eben mit Hülfe ihrer Wolle, fortfliegen. Es giebt ausser dieser einjährigen Baumwollen-Pflanze auch noch zwey Sorten; die Baumartige und die rauhe Baumwollen-Staude, jene in Ostindien und diese in Amerika, die 3 bis 4 Ellen hoch werden, und mehrere Jahre dauern. Der Baumwollenhandel ist für viele Nationen, wegen der mancherley aus Baumwolle gefertigten Zeuche, z.E. Cottun, Mousseline, Nankings u.s.w. von höchster Wichtigkeit. England hat es hierinnen allen andern Nationen, wegen seiner Handelsverbindungen in Ostindien, und der hohen Vervollkommnung seiner eignen Baumwollen-Manufacturen, zuvorgethan. Man spinnt in England z.E. mit den Spinnmaschienen anjezt die Ostindische Baumwolle so fein, dass ein Pfund, 205 Stränge, jeden zu 840 Engl. Ellen, und in ganzen also einen Faden giebt, der beynahe 100 Englische Meilen lang ist.

No. 2. Die Thee-Staude.

China und Japan sind das Vaterland der Thee-Staude, deren getrocknete und zusammengerollte Blätter unser bekannter Thee sind. Sie ist ein ohngefähr 5 Schuhe hoher Strauch, der ein hellgrünes Laub, beynahe wie die Sauerkirschen, eine rothe Blüthe, fast wie Rosen, und eine braune holzige Saamen-Kapsel hat, welche, wenn sie reif ist aufspringt (fig. a.a.). Die Europäer lernten den Thee zuerst im XV. Jahrhundert kennen. Er wird dreymal im Jahre gesammlet, nemlich, erstens sehr zeitig im Frühjahre, wenn die Blätter erst zu treiben anfangen, welches den kostbarsten und theuersten Thee giebt; zum zweytenmale einen Monat später, und dann zum letztenmale im Julio. Die grünen abgepflückten Blätter werden auf eisernen oder zinnernen Platten geröstet und allmählich getrocknet, dann auf Matten gelegt und zwischen den Händen gerollt oder frisirt, und so dann als Kaufmannswaare aufgehoben. Es giebt im Handel zwey Haupt-Gattungen von Thee, nemlich braunen Thee, oder Thée Bohe, und grünen Thee, oder Thée Haysang, davon jede wieder verschiedene Sorten hat. Der Thee-Handel ist für England, Holland, Frankreich, Dänemark, Schweden und Russland von grosser Wichtigkeit, dann es werden jährlich an 18 bis 20 Millionen Pfund Thee aus China nach Europa gebracht, davon England 2/3 einführt und verbraucht. Der Thee, den wir zu Lande aus China über Russland bekommen, heisst Caravanen-Thee, weil ihn die Handels-Caravanen mitbringen, und er wird für den besten gehalten.

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Band 1, Tafel 46

Band 1, Heft 10, Tafel 46, französisch

Plantes VII. T. I No. 46.

PLANTES des Pays chauds.

No. 1. Le Cotonnier.

Le Coton, dont la culture et la main d'oeuvre nourrissent tant de millions de personnes dans toutes les parties du monde, provient d'un arbuste, qui croît dans les contrées les plus chaudes de toutes les parties de la terre. Le Cotonnier ordinaire, représenté ici, fig. 1., est une plante annuelle, de la hauteur de deux ou trois pieds. On la seme au printems dans les campagnes, et la coupe en automne. Sa fleur jaune ressemble presque à celle da la mauve, (fig. a.) mais elle pâlit en se fanant (fig. b.). A la fleur succéde une gousse quadrangulaire, (fig. c. et. d.) remplie d'une laine fine blanche et serrée, qui contient la semence. Ces gousses s'entr'ouvrent lorsqu'elles sont mûres, et laissent tomber les graines de semence (fig. e.), qui voltigent dans l'air et se répandent au loin par le moyen de la laine dont elles sont pourvues. Outre cette espéce de cotonnier annuel, il en existe encore deux autres espèces, qui sont vivaces, savoir; le Cotonnier élevé, qui croît aux Indes orientales, et le Cotonnier épineux, qu'on trouve en Amérique. Ces deux plantes s'élèvent à la hauteur de 3 ou 4 aunes et durent plusieurs années. Le commerce du coton est de la dernière importance pour plusieurs nations, à cause des différentes sortes d'étoffes qu'on en fait, telles que sont p.e. les Indiennes, les Mousselines, les toiles de Nanking etc. L'Angleterre l'emporte en ce point sur toutes les autres nations, tant à cause des relations de commerce qui subsistent entre elle et les Indes orientales, que par rapport au haut degré de perfection, où les Anglais ont porté leurs manufactures de coton; car, par le moyen des machines, on file en Angleterre 205 écheveaux d'une seule livre de coton des Indes orientales, et ce fil est si fin, que celui que fournit une livre, a presque 100 milles d'Angleterre de long; chaque écheveau contenant un fil de 840 aunes anglaises de longueur.

No. 2. Le Thé.

La Chine et le Japon sont la patrie d'une plante, dont les feuilles desechées et roullée nous sont connues sous le nom de Thé. Cette plante est un arbrisseau, qui s'élève à la hauteur d'environ 5 pieds; ses feuilles sont d'un vert clair à peu prés semblable à celles du cerisier; sa fleur est rouge, presque de la forme d'une rose; elle est remplacée par une capsule ligneuse, de couleur brune, qui renferme la semence, et s'ouvre lorsqu'elle est mûre (fig. a a.). Ce ne fut qu'au XV. Siècle que le Thé fut connu des Européens. On en fait trois recoltes par année, savoir; la première de très bonne heure, au commencement du printems, lorsque les feuilles commencent à pousser. Le Thè de cette recolte est le plus cher et le plus précieux. La seconde a lieu un mois après la première, et la troisième au mois de Juillet. On desseche peu à peu ces feuilles au feu, sur des plateaux de fer ou d'étain; puis on les met sur des nattes, et les roule ou les frise entre les mains; on les serre alors pour la vente. On connait dans les commerce deux sortes principales de Thé, savoir le brun, appellé Thé-Bohé, Thé-Boé, Thé-Bou ; et le vert nommé Thé Haysang , et celles-ci se subdivisent en plusieurs autres sortes de différentes qualités. Le commerce du thé est fort important pour l'Angleterre, la Hollande, la France, le Danemarc, la Suède et la Russie; car on apporte chaque année 18 à 20 millions de livres de Thé de la Chine en Europe, et l'Angleterre seule consomme les 2/3. Le Thé qui nous vient de la Chine par la Russie, se nommé Thé de Caravannes, parceque les Caravannes marchandes l'apportent. Il passe pour le meilleur.

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Band 1, Tafel 47

Band 1, Heft 10, Tafel 47, deutsch

Pflanzen. VIII. B. I. No. 47.

EDLE SÜD-FRÜCHTE.

Edle Süd-Früchte nennt man gewöhnlich diejenigen feineren Sorten Obst aus warmen Ländern, womit, frisch oder getrocknet, ein grosser Handel in Europa getrieben wird, z.E. Zitronen, Pommeranzen, Sina-Aepfel, Feigen, Mandeln, Rosinen u.s.w.

No. 1. Die Zitrone.

Persien ist eigentlich das Vaterland des Zitronenbaums, von da er nach Italien, Spanien, Portugal und ins südliche Frankreich kam. Italien, Sicilien, Spanien, Portugal und Frankreich treiben einen grossen Handel mit Zitronen in die nördlichen Europäischen Länder. Der Zitronen-Baum ist, wo er im freyen Lande wächst, ohngefähr so gross als ein mittelmässiger Pflaumen-Baum, hat immer grünes Laub, eine weisse sehr wohlriechende Blüthe, und länglich runde hellgelbe Frucht. Die reife Zitrone hat, wie der Durchschnitt Fig. a. zeigt, ein sehr dünnes weisses Fleisch, und vielen Saft. Aus der gelben Schaale wird das wohlriechende Cedro-Oel gemacht.

No. 2. Der Cedrat.

Der Cedrat ist dem Citronenbaume in Blatt und Blüthe ähnlich, hat aber eine weit grössere knorrige Frucht, die wie der Durchschnitt Fig. b. zeigt, ein sehr dickes weisses Fleisch und wenig Saft hat. Daher wird auch vorzüglich nur das Fleisch der Frucht gebraucht, frisch in Zucker eingemacht, und dann trocken unter dem Namen Citronat verkauft. Er wächst vorzüglich um Florenz.

No. 3. Die Pommeranze.

Die Pommeranze hat dichteres dunkelgrünes Laub und eine kleinere weisse Blüthe als der Citronenbaum, eine kleine runde rothgelbe glatte Frucht, die eine bittere gewürzreiche Schaale, und einen sauern Saft giebt. Man braucht sie häufig zu Speisen, Konfitüren und in den Apotheken.

No. 4. Der Sina-Apfel.

Der Sina-Apfel ist nichts anders als die süsse Pommeranze, welche roh, als Frucht, essen hann [sic], sehr saftreich ist, und einen süssen lieblichen Geschmack hat. Sie ist fast noch einmal so gross als die bittere Pommeranze, eben so rothgelb an Farbe, und hat im Durchschnitte ein gelbes Fleisch und Saft, (Fig. c.) Blätter und Blüthen sind wie bey der Pommeranze, mit welcher sie auch noch die Eigenschaft gemein hat, dass sehr oft Blüthen, unreife und reife Früchte zusammen an einem Baume sind. Die besten kommen aus Portugal.

No. 5. Die Feige.

Die Feige ist die Frucht des gemeinen auch bey uns bekannten Feigenbaums, der in allen warmen Ländern häufig wächst, und ein schwammiges weiches Holz hat. Die Blüthe des Feigenbaums ist so versteckt, dass man sie nicht entdecken kann. Die junge Frucht bricht gleich aus einem Knoten oder Schaale heraus, und wird violetbraun wenn sie reifet; hat innerlich sehr viele fleischige Kerne, und einen sehr süssen Geschmack. Sie werden an der Sonne getrocknet, und so im Handel verführet; die meisten kommen von Smirna, aus Spanien und Portugal.

No. 6. Die Mandel.

Die Mandel ist eine Nuss, die auf einem kleinen Baume wächst, der an Wuchs, Blättern und Blüthe dem Pfirschenbaume sehr ähnlich ist. Er blühet roth, (Fig. e.) trägt eine hellgrüne Frucht, die aussen ein hartes grünes Fleisch, und innerlich eine längliche Nuss (Fig. f.) hat, in welcher dann die Mandel (Fig. g.) als der Kern sitzt. Es giebt süsse und bittere Mandeln. Die besten kommen aus Spanien, dem südlichen Frankreich und Sicilien, und sind ein beträchtlicher Handels-Artickel.

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Band 1, Tafel 47

Band 1, Heft 10, Tafel 47, französisch

Plantes. VIII. T. I. No. 47.

FRUITS EXQUIS des pays méridionaux.

On comprend communément sous ce nom les espèces les plus excellentes des fruits, des pays chauds, cruds ou séchés, dont on fait un grand commerce en Europe; tels sont, p. e., les Citrons, les Oranges ordinaires; les Oranges du Portugal, les Figues, les Amandes, les Raisins de caisse etc.

No. 1. Le Citron.

La Perse est la patrie du Citronier, qui passa de là en Italie, en Espagne, en Portugal et dans la partie meridionale de la France. L'Italie, la Sicilie, l'Espagne, le Portugal et la France font avec les pays du Nord de l'Europe un commerce considérable de Citrons. Le Citronier, dans les lieux où il croît en pleine campagne, est à peu prés de la hauteur d'un prunier médiocre. Ses feuilles sont toujours vertes; il porte une fleur blanche d'une odeur suave, à laquelle succéde un fruit oblong d'un jaune clair. Le Citron, parvenu à sa parfaite maturité, a, comme le fait voir sa coupe (fig. a.), une pulpe blanche très mince, et contient beaucoup de jus. On fait du jaune de son écorce l'Essence de citron, dont l'odeur est très délicieuse.

No. 2. Le Cédrat.

La feuille et la fleur du Cédrat ressemblent à celles du Citronier, mais son fruit est beaucoup plus gros et noueux. Ce fruit, comme le montre sa coupe, (fig. b.) a une pulpe blanche fort épaisse et peu de suc. Aussi est-ce de la pulpe qu'on fait le principal usage. On la confit fraiche avec du sucre, et la vend seche, sous le nom de Citronat. Cet arbre croît surtout aux environs de Florence.

No. 3. L'Orange.

L'Oranger à la feuille plus épaisse et d'un vert plus foncé, que le Citronier, sa fleur, qui est blanche, est aussi plus petite que celle de cet arbre; son fruit est petit, rond, uni, et d'un jaune rouge; l'écorce en est amére et aromatique, et le jus, qu'il contient, est aigre. On l'emploie frequémment dans les cuisines, chez les confiseurs et dans les pharmacies.

No. 4. L'Orange de Portugal. Ou la Pomme de Sina.

Ce fruit n'est autre chose que l'Orange douce, qu'on peut manger comme tout autre fruit; elle est très succulente, et d'un goût doux et agréable. Sa grosseur est presque double de celle de l'Orange amère, à laquelle elle ressemble par la couleur; et sa pulpe et son suc sont jaunâtres, comme le fait voir la coupe de ce fruit (fig. c.). Ses feuilles et ses fleurs sont semblables a celles de l'orange, avec la quelle elle a en outre de commun, qu'on voit souvent des fleurs et des fruits verts et mûrs sur le 'même arbre. Les meilleures nous viennent du Portugal.

No. 5. La Figue.

La Figue est le fruit d'un arbre connu et même assez commun parmi nous. Il croît en abondance dans tous les pays chauds. Son bois est tendre et spongieux. La fleur du figuier est si bien cachée qu'il est impossible de la découvrir. Le jeune fruit sort immédiatement d'un noeud de l'écorce, et acquiert en mûrissant une couleur violette brunâtre; il est rempli de quantité de petites graines moelleuses; son goût est extrêmement doux. On sèche les Figues au Soleil pour en faire commerce; elles viennent pour la plûpart de Smirne, de l'Espagne et du Portugal.

No. 6. L'Amande.

L'Amande est une noix qui vient sur un petit arbre, dont le port, les feuilles et les fleurs ressemblent beaucoup au Pêcher. Sa fleur rouge (fig. e.) est remplacée par un fruit d'un vert clair, dont la partie extérieure est une pulpe verte et ferme, contenant une noix oblongue (fig. f.) dans laquelle se trouve l'amande ou noyau (fig. g.). Il y a des Amandes douces et des Amandes amères. Les meilleures viennent de l'Espagne, de la France méridionale et de la Sicile, et font un article considerable du commerce.

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Band 1, Tafel 48

Band 1, Heft 10, Tafel 48, deutsch

Vierf. Thiere XIII. B. I. No. 48.

ACHT ARTEN von Meerkatzen.

Ich habe schon bey Taf. 8. im zweyten Hefte erinnert, dass man die Affen gewöhnlich in drey Haupt-Geschlechter theile, nemlich:
1) in Affen, die ungeschwänzt sind,
2) in Paviane, die nur kurze Schwänze haben,
3) in Meerkatzen, die lange Schwänze haben.
Dort lieferte ich einige Arten von Affen und Pavianen, hier sind verschiedene Meerkatzen, mit langen Schwänzen.

No. 1. Der Malbruck.

Der Malbruck lebt in Bengalen, ist etwa anderthalb Fuss lang, und geht, wie fast alle Meerkatzen, mehrentheils auf 4 Füssen. Er lässt sich leicht zahm machen.

No. 2. Der Macaque.

Diese Affen-Art lebt in grossen Gesellschaften an der Westküste von Afrika, ist so gross wie der Malbruck, und thut den Reis- und Hirsen-Feldern der Negern grossen Schaden. Sie sind sehr possirlich, und ihr gewöhnliches Geschrey ist Hah! Hah! Sie stellen unter ihrem Fourragiren, und wenn sie des Nachts in Wäldern ruhen, Wachen aus, die sie benachrichtigen, wenn sich ein Feind nahet; und strafen diese am Leben, wenn sie schlafen oder ihre Pflicht nicht thun. Die Negern fangen sie in Schlingen, oder schiessen sie, weil sie ihr Fleisch, mit Reis gekocht oder geräuchert essen.

No. 3. Die Diane.

Die Diane lebt in Congo, und ist etwa so gross als eine grosse Katze. Sie frisst gern Nüsse, und süsse Wurzeln, und ist sehr leicht zahm zu machen, spielt beständig mit sich, oder andern Thieren und Kindern, und ist des Tags über in steter Bewegung. Ihr gewöhnlicher Laut ist, Greck!

No. 4. Die Mone.

Die Mone lebt in der Barbarey, und in einigen Ländern von Süd-Asien; ist anderthalb Fuss hoch, und sehr sanft und gelehrig. Sie frisst ausser den gewöhnlichen Speisen der Affen, auch gekochtes Fleisch, Ameisen, Spinnen und Käfer; und kann die Kälte so gut als der gemeine Affe vertragen.

No. 5. Der Patas.

Dieser heisst auch sonst der rothe Affe, ist 1 1/2 Fuss lang und lebt vorzüglich in Senegal in grossen Schaaren.

No. 6. Der Talopin.

Ist nur 1 Fuss hoch, und sehr possirlich. Seine Heimath ist Ostindien.

No. 7. Der Callitriche.

Heisst auch sonst der grüne Affe, weil er fast über den ganzen Leib grüngelbe Haare hat. Sie leben in grossen Haufen in Afrika um das grüne Vorgebürge, auf den Bäumen, und halten sich da so stille, dass man sie, weil sie mit den Blättern fast einerley Farbe haben, nicht leicht entdeckt. Sie nähren sich von Obst, und sind etwa so gross als eine grosse Katze.

No. 8. Der Mustac.

Der Mustac ist im Gesichte sehr sonderbar gezeichnet. Er ist 1 Fuss hoch, und lebt hauptsächlich in Guinea.

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Band 1, Tafel 48

Band 1, Heft 10, Tafel 48, französisch

Quadrupèdes XIII. T. I. No. 48.

HUIT SORTES de Guenons.

Il a déja été dit au No. 8. du second cahier, q'on divise ordinairement les singes en trois espèces principales, savoir:
1) en Singes qui sont sans queue,
2) en Babouins qui n'ont qu'une queue courte,
3) en Guenons qui ont la queue longue.
On a donné quelques espèces de Singes et de Babouins, au dit No. et voici différentes sortes de Guenons à longue queue.

No. 1. Le Malbrouck.

Le Malbrouck est naturel au Bengale; il a à peu près un pied et demi de longueur, et marche la plûpart du tems à quatre, comme presque toutes les Guenons. Il est facile de l'apprivoiser.

No. 2. Le Macaque.

Ces Guenons vivent en troupes sur les côtes occidentales de l'Afrique. Elles sont de la taille du Malbrouck, et font de grands dégâts dans les champs de riz et de millet des Nègres. Les Macaques sont fort drôles; leur cri ordinaire est hah! hah! Lorsqu'ils vont fourrager, ou lorsque, pendant la nuit, ils reposent dans les forêts, ils ont grand soin de placer des sentinelles, qui les avertissent de l'approche de l'ennemi, et qu'ils punissent de mort, quand elles dorment ou manquent à leur devoir. Les Nègres les prennent au lacet, ou les tuent à coup de fusil, parce-qu'ils en mangent la chair cuite avec du riz, ou enfumée.

No. 3. La Diane.

La Diane vit au Congo et est à peu près de la grandeur d'un gros chat. Elle aime les noix et les racines sucrées; et se laisse aisément apprivoiser; elle joue continuellement, seule ou avec d'autres animaux, et même avec les enfans, et est sans cesse en mouvement pendant le jour. Son cri ordinaire est, Greck!

No. 4. La Mône.

La Mône est originaire de Barbarie et de quelques contrées méridionales de l'Asie; elle a un pied et demi de hauteur, et est d'un naturel doux et docile. Elle mange, outre la nourriture ordinaire aux Singes, de la chair cuite, des fourmis, des araignées, des scarabées, et supporte le froid aussi bien que le singe ordinaire.

No. 5. Le Patas.

Cette Guenon, autrement dite Singe rouge a un pied et demi de long, et vit surtout au Sénégal, ou on la trouve en grandes troupes.

No. 6. Le Talapoin.

Cet animal n'a qu'un pied de haut, il est fort drôle et originaire des Indes orientales.

No. 7. Le Callitriche

qu'on appelle aussi Singe vert, parceque son corps est presque entièrement garni de poils d'un jaune verdâtre, se trouve en Afrique et au Cap vert. Les Callitriches vivent en troupes, et se tiennent sur les arbres, où ils sont si tranquilles qu'on a peine à les découvrir, la couleur de leur corps étant presque la même que celle des feuilles. Ils se nourissent de fruits, et sont à peu près de la grandeur d'un gros chat.

No. 8. Le Moustac.

Le Moustac a la face fort singulièrement marquée. Il a un pied de hauteur et vit surtout dans la Guinée.

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Band 1, Tafel 49

Band 1, Heft 10, Tafel 49, deutsch

Fische VI. B. I. No. 49.

GROSSE RAUB-FISCHE.

No. 1. Der grosse Hay-Fisch, oder, der Menschenfresser.

Der grosse Hay ist einer der fürchterlichsten Raubfische im Meere, denn er fällt Alles an, und verschlingt was er nur erreichen kann. Hauptsächlich aber lauert er auf Menschen, und folgt daher immer den Schiffen nach, so dass, wenn ein Matrose das Unglück hat über Bord zu fallen, oder sich in der See baden will, er gewiss der Raub eines Hay-Fisches wird. Darum heisst er auch in Teutschland der Menschenfresser. Er lebt in allen Meeren, und man findet ihn von 15 bis 25, ja 30 Fuss lang. Er sieht hellgrau aus, und hat eine sehr rauhe Haut, aus welcher man in Norwegen Leder zu Pferde-Geschirren, auch in Island Schuhe macht. Sein Rachen ist weit und fürchterlich, mit 6 Reihen sägeförmiger, spitziger Zähne bewaffnet. Man fängt ihn an starken Haaken die an einer eisernen Kette befestigt sind, mit faulem Fleische, welches er 1 bis 2 Meilen weit wittert. Sein Fleisch ist essbar.

No. 2. Der Hammer-Fisch.

Die sonderbare Bildung dieses Fisches, die einem Hammer gleicht, zeichnet ihn vor allen andern aus. Sein auf beyden Seiten verlängerter Kopf, an dessen Enden die grossen hochliegenden Augen stehen, hat vorn einen dunnen hohlen Rand, und unten einen halbmundförmigen ziemlich grossen Rachen, der, wie beym Hay, mit 4 Reihen scharfer sägeförmiger Zähne besetzt ist, wie man aus der Fig. a. sieht. Er ist daher auch ein nicht minderer Räuber als jener, und sonderlich den Menschen gefählich. Er lebt im Mittelländischen Meere und in den Amerikanischen Gewässern, und wird eben so gross als der Hay. Er sieht auf dem Rücken schwarzgrau, und unten weislich aus, und hat eine sehr rauhe Haut. Sein Fleisch ist zähe, übelriechend und ungeniessbar.

No. 3. Der Säge-Fisch.

Der Sägefisch ist gleichfalls ein Räuber, der in den Meeren sowohl der kalten als heissen Zonen lebt, und mit seiner Saege gemessen, bis 15 Fuss lang wird. Er sieht grünschwarz, die Säge aber braun aus. Die Säge ist, wie man aus Fig. b. sieht, die Fortsetzung des hohlen Kopf-Knochens, in welchem auf beyden Seiten 26 bis 30 starke und scharfe Zähne stehen, die ihm dienen, theils sich zu verteidigen, theils aber auch andere Fische zu verwunden und sich dann ihrer zu bemächtigen.

No. 4. Der Schwerd-Fisch.

Der Schwerd-Fisch welcher im Mittelländischen Meere auch in der Ost- und Sud-See lebt, wird oft 15 bis 20 Fuss lang, und häufig bey Sicilien oder Calabrien gefangen, weil sein Fleisch, sowohl frisch als eingesalzen, sehr wohlschmeckend ist. Er lebt zwar vom Fisch-Raube, aber auch von Seekräutern. Sein Schwerdt, das oft 4 bis 6 Fuss lang wird, ist oben und unten flach, auf beyden Seiten schneidend scharf, und hat vorn eine stumpfe Spitze. Es dient ihm eben so wie jenes dem Sägefische. Die Farbe des Kopfs, Schwerdtes und Rückens ist stahlblau, am Bauch aber ist er weiss und silberfarbig. Er zieht immer paarweise, ein Männchen und Weibchen zusammen. Seine Haut ist glatt und zart und hat bey Nacht einen phosphorescirenden Glanz.

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Band 1, Tafel 49

Band 1, Heft 10, Tafel 49, französisch

Poissons VI. T. I. No. 49.

GRANDES POISSONS qui vivent de rapine.

No. 1. Le Grand Requin.

Ce poisson est un des plus terribles habitans de la mer; car il attaque et dévore tout ce qu'il peut attraper. Il épie surtout les hommes, et suit toujours les vaisseaux, de sorte que, si un matelot a le malheur d'en tomber, ou s'il veut se baigner dans la mer, il est sûr de devenir la proie du Requin. Les Allemands l'appellent pour cette raison le Mangeur d' hommes. Cet animal vit dans toutes les mers, il a quelque fois 15, 25 et même 30 pieds de longueur. Sa couleur est d'un gris-clair, et de sa peau, qui est extrêmement rude, on prépare un cuir, dont les Norvêgiens font des harnois pour les chevaux, et les Islandais des souliers. Il a la gueule vaste et terrible, armée de six rangées de dents aiguës en forme de Scie. On le prend avec de grands crochets, attachés à des chaînes de fer, auxquels on met de la chair pourrie, qu'il sent à la distance d'un et même de deux milles. Sa chair est mangeable.

No. 2. Le Marteau.

La figure particulière de ce poisson, qui ressemble à un Marteau, le distingue de tous les autres. Sa tête allongée des deux côtés, à l'éxtrêmité desquels sont placés de gros yeux saillans, est pourvue à sa partie antérieure d' une espèce de rebord ou lêvre cave et mince, et au dessous d'une assez grande gueule en demie-lune, munie, comme celle du Requin, de quatre rangées de dents aiguës en Scie, comme le montre la fig. a. De là vient qu'il n'est pas moins vorace que le Requin. Il est aussl dangereux que ce dernier, surtout aux hommes. Il vit dans la Mer Méditerranée et dans les eaux l'Amérique, et égale le Requin en grandeur. Il est d'un gris sale sur le dos, et blanchâtre sous le ventre; sa peau est fort rude, sa chair coriace et de mauvais goût, on ne peut la manger.

No. 3. La Scie.

La Scie, qui vit pareillement de rapine, se trouve dans les mers des Zones torrides et glaciales, et à 15 pieds de longueur, y comprise son arme. La couleur de son corps est d'un vert noirâtre, mais sa scie est brune. Cette scie, comme le fait voir la fig. b., n'est que le prolongement de l'os supérieur de la tête; elle est garnie de deux côtés de 26 à 30 dents fortes et aiguës, qui servent à l'animal pour se défendre, ou pour blesser d'autres poissons et s'en saisir.

No. 4. L'Espadon ou l'Empereur.

L'Empereur, qui sa trouve dans la Mer Méditerranée de même que dans les Mers baltique et pacifique, parvient souvent à la grandeur de 15 ou 20 pieds, et on le pèche fréquemment en Sicile et dans la Calabre; parceque sa chair est bonne à manger, fraiche ou salée . Quoiqu'il se nourrisse de rapine, il mange cependant des plantes marines. Son Espade, qui a quelquefois 4 et même 6 pieds de longueur, est applatie en dessus et en dessous et tranchante des deux côtés, la pointe en est arrondie. Il se sert de cette arme au même usage que la Scie de la sienne. La couleur de sa tête, de son espade et de son dos est le beu-calybé ou d'acier, mais son ventre est blanc et argenté. L'Empereur ne se trouve jamais seul, mais toujours accompagné de sa femelle. Sa peau est douce et unie, et brille pendant la nuit d'une lumière phosphorique.

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Band 1, Tafel 50

Band 1, Heft 10, Tafel 50, deutsch

Vögel VIII. B. I. No. 50.

CHINESISCHE VÖGEL.

China hat, unter andern Seltenheiten auch sehr schöne Vögel. Folgende zeichnen sich in dieser Rücksicht ganz besonders aus.

No. 1. Der Chinesische Gold-Fasan.
No. 2. Die Henne davon.

Der Hahn des Gold-Fasans ist wegen seiner prächtigen Farben einer der schönsten Vögel; die Henne davon aber ist in den ersten 5 bis 6 Jahren nur graubraun; sie wird jedoch, wenn sie älter wird, eben so schön von Farben als der Hahn. Der Gold-Fasan ist etwas kleiner, als ein teutscher Fasan, und kann recht gut in Europa leben; daher er auch häufig in den Menagerien grosser Herren gehalten wird. Er dauert lange, und wird 15 bis 20 Jahr alt.

No. 3. Der Chinesische Silber-Fasan.L57
No. 4. Die Henne davon.

Der Silber-Fasan ist weit grösser als der Gold-Fasan, und der Hahn, in Rücksicht der Farben von der Henne eben so sehr verschieden, als der Gold Fasan. Der Rücken und Schwanz des Hahns ist ganz mit weissen, wie Silber glänzenden Federn bedeckt, die Kuppe, Kehle und der Bauch ganz schwarz blau, die Haut um die Augen, der Schnabel und die Füsse aber purpurroth. Die Henne ist hingegen nur braun, Farbe in Farbe, fein gezeichnet. Der Silber-Fasan dauert eben so gut bey uns in Menagerien, als der Gold-Fasan. Er ist bey weitem nicht so scheu und furchtsam als jener, welcher sich vor den Menschen versteckt. Dieser ist hingegen böse, und greift Personen, die in die Menagerie kommen, muthig an.

No. 5. Der Chinesische Sporn-Vogel.
No. 6. Die Henne davon.

Dieser prächtige Vogel, dessen Heimath gleichfalls China ist, steht zwischen dem Pfau und Fasan in der Mitte, doch gehört er eigentlich zu keinem von beyden Geschlechtern. Er ist grösser als ein Fasan, und hat den Namen Sporn-Vogel von den doppelten Spornen, welche der Hahn an jedem Fusse hat. Er siehet zobelbraun aus, und hat auf dem Rücken, Flügeln und Schwanze eine Menge der schönsten blauen und grünen Pfauen-Spiegel. Er schlägt mit dem Schwanze kein Rad, wie der Pfau, wird aber von den Chinesern, wegen seiner prächtigen Farben, häufig in ihren Gärten, und auf ihren Landhäusern erhalten.

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Band 1, Tafel 50

Band 1, Heft 10, Tafel 50, französisch

Oiseaux VIII. T. I. No. 50.

OISEAUX DE LA CHINE.

La Chine a, parmi toutes les autres raretés qu'elle renferme, de très beaux oiseaux. Les suivans se distinguent à cet égard d'une manière tout à fait particulière.

No. 1. Le Faisan doré de la Chine.
No. 2. La Faisane.

Le Faisan doré est un des plus beaux oiseaux à cause de la magnificence de ses couleurs; mais dans les 5 ou 6 premières années de sa vie, la Faisane est d'une couleur brune mêlée de gris; quand elle vieillit, elle acquiert cependant d'aussi belles couleurs que le mâle. Le Faisan doré est plus petit que le Faisan d'Allemagne, et s'accommode fort bien du climat de l'Europe: aussi le trouve-t-on fréquemment dans les ménageries des grands seigneurs. Il dure longtems, et parvient à l'âge de 15 ou 20 ans.

No. 3. Le Faisan blanc de la Chine.
No. 4. La Faisane.

Le Faisan blanc est beaucoup plus gros que le Faisan doré; et le mâle diffère autant de la Faisane par la beauté de ses couleurs, que le Faisan doré diffère de la sienne à cet égard. Le dos et la queue du mâle sont recouverts de plumes blanches argentées et brillantes, sa hupe, son cou et son ventre sont d'un bleu noiratre, et la peau qui entoure ses yeux est couleur de pourpre, de même que son bec et ses pattes. La Faisane au contraire est d'une couleur brune, couleur sur couleur, et bien nuancé. Le Faisan blanc est aussi durable dans les ménageries de nos climats, que le Faisan doré; mais il n'est pas si sauvage,ni si craintif que ce dernier, qui se cache à l'approche des hommes. Le Faisan blanc est au contraire colère, et attaque courageusement les personnes qui entrent dans les ménageries.

No. 5. L'Eperonnier de la Chine.
No. 6. Sa Femelle.

Cet oiseau magnifique, également originaire de la Chine, tient le milieu entre le Paon et le Faisan, sans être toutefois de la race d'aucun de ces deux oiseaux. Il est plus grand que le Faisan, et se nomme Eperonnier, à cause du double éperon ou Ergot, que le mâle a à chaque patte. Sa couleur brune ressemble à celle de la martre Zibeline; son dos, ses ailes et sa queue sont miraillés d'yeux du plus bel azur et du plus beau vert. II ne fait point la roue avec sa queue comme le Paon, mais les Chinois le nourrissent dans leurs jardins et leurs maison de campagne, à cause de la magnificence de ses couleurs.

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Band 1, Tafel 51

Band 1, Heft 11, Tafel 51, deutsch

Pflanzen. IX. B. I. No. 51.

DIE BROD-FRUCHT.

Der Brod-Baum ist ein höchst wichtiges Geshenk der Natur für jene Länder der heissen Zone, die kein Getraide bauen, woraus sie Brod bereiten könnten. Er wächst fast in allen Inseln von Ostindien und der Süd-See, z.E. auf Coromandel, Malabar, Ceylan und Neu-Guinea. Sonderlich ist er fast der ganze Reichthum der Bewohner der Insel Otaheiti, und anderer Inseln der Süd-See. Er giebt ihnen Obdach, Kleidung, Speise und allerley Hausgeräthe, kurz er ist eins der wohlthätigsten Natur-Producte für die Welt.
Der Brod-Baum wird ziemlich gross, dauert an 60 bis 70 Jahre und hat sehr grosse, fast 2 Fuss lange und 1 1/2 Fuss breite tief ausgezackte Blätter, welche den Insulanern, bey ihren Mahlzeiten statt der Schüsseln, Teller und Servietten dienen. Er trägt 8 Monate lang im Jahre, vom Decbr. an bis zum Julio, immer Blüthen, halbreife und reife Früchte. Die männliche Blüthe ist eine spannenlange bräunliche Kolbe, die weibliche aber, woraus die Frucht entsteht, ist eine hellbraune Knospe oben an der Spitze des Zweigs. Die Brod-Frucht selbst ist rund und sehr gross, fast wie ein runder Kürbis, 1 Fuss im Durchmesser, die Schaale mit lauter sechseckigten spitzigen Warzen besetzt. Sie sieht, wenn sie reif ist, gelblich aus, und wird theils frisch, ehe sie ganz reif ist, in Scheiben geschnitten, geröstet gegessen, theils auch ihr Fleisch, in kleinen, mit Steinen ausgelegten Gruben zu einem Teige gemacht, der sich lange hält, und eine Art von Brod daraus gebacken. Frisch geröstet schmeckt die Brod-Frucht wie die Krume von Waizen-Brode mit Kartoffeln vermischt. Wenn die Brod-Frucht ganz reif wird, so ist sie weich und teig, und nicht mehr zu brauchen. Sie hat innerlich viele grosse Kerne, wie Mandeln, wie man aus den beyden hier abgebildeten Durchschnitten sehen kann. Es giebt aber auch eine Art ohne Kerne.
Der Brodbanm ist erstaunlich fruchtbar, denn es kann sich ein Mensch von 3 Bäumen 8 Monate lang reichlich ernähren. Er giebt aber auch überdiess den Insulanern der Süd-See ihre Kleider, denn sie bereiten aus seinem Baste und Splinte, durch Schlagen, ihr Papier-Tuch, worein sie sich kleiden; aus dem Holze aber, welches sehr leicht ist, machen sie allerhand Hausgeräthe, Schemmel, Schüsseln, Tröge und Trommeln.
Die Engländer haben sich neuerlich sehr viele Mühe gegeben, ihn in ihre Westindischen Inseln zu verpflanzen, und man sagt, dass es ihnen auch gelungen sey.

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Band 1, Tafel 51

Band 1, Heft 11, Tafel 51, französisch

Plantes IX. T. I. No. 51.

L'ARBRE A PAIN.

L'arbre à pain est un des dons les plus précieux de la nature, pour les contrées de la Zone torride, où il ne croit pas de bled, et où l'on fait du pain du fruit de cet arbre. Il croît dans presque toutes les Îles des Indes orientales, p. e. sur la côte de Coromandel, dans le Malabar, à Ceylan, et dans la nouvelle Guinée. Il fait presque l'unique richesse des habitans de l'Ile d'Otahiti, et des autres îles de la grande mer du Sud. Il leur fournit une demeure agréable sous ses branches, leur vêtement, leur nourriture et leurs meubles; en un mot, cet arbre est pour le monde un des bienfaits les plus signalès de la nature.
Cet arbre est assez grand, et peut durer 60 à 70 ans ; ses feuilles qui sont fort larges, (puisqu'elles ont presque 2 pieds de long, sur un pied et demi de large) et profondément découpées, tiennent lieu de plats, d'assiettes et serviettes aux Insulaires dans leurs repas. Pendant huit mois de l'année, à compter du mois de Décembre jusqu'à celui de Juillet, il porte continuellement des fleurs et des fruits verts et mûrs. La fleur mâle est une espèce de bouton brunâtre long à peu près comme la main, mais la femelle, qui produit le fruit, est un bourgeon d'un brun clair, qui se trouve à lextrèmité de la branche. Le fruit à pain lui même est rond et fort gros, assez semblable à une courge ronde, d'un pied de diamêtre et tout couvert de papilles hexagonales et pointues. Il est jaunâtre, quand il est parvenu à sa parfaite maturité, et on le mange frais, avant qu'il soit entièrement mûr, après l'avoir découpé en ruelles et grillé ; ou bien on fait de sa pulpe, dans de petites fosses revêtues de pierre à l'intérieur, une pâte qui se conserve longtems et dont on fait une espèce de pain. Le fruit à pain mangé frais et rôti, à le goût de la mie de pain de pur froment mêlée à des pommes de terre. Quand ce fruit est tout à fait mûr, il devient mou et pâteux, et ne peut plus être d'aucun usage. Il contient à l'intérieur plusieurs gros pepins, semblables à des amandes, comme le font voir les deux coupes représentées sur la planche ci-jointe. Il en existe cependant aussi une espèce qui n'a point de pépins.
L'arbre à fruit est prodigieusement fertile, car trois de ces arbres peuvent fournir abondamment à la nourriture d'un homme pendant 8 mois. Il fournit aussi des vêtemens aux Insulaires de la mer du Sud, qui préparent de son écorce et de son aubier, une espèce de papier-linge dont ils se vêtent; ils font en outre de son bois, qui est fort léger, toutes sortes de meubles, p.e. des escabelles, des plats, des auges, et des tambours.
Les Anglais se sont efforcés depuis peu de transplanter cet arbre dans les Iles qu'ils possedent aux Indes occidentales, et l'on assure que leurs efforts ont été couronnés d'un heureux succès.

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Band 1, Tafel 52

Band 1, Heft 11, Tafel 52, deutsch

Pflanzen X. B. I. No. 52.

GEWÜRZE.

Unter denen Gewürzen, welche uns Ostindien liefert, sind die Muscaten-Blumen, Muscaten-Nüsse und Gewürz-Nägelein oder Nelken auch in unsern Küchen sehr bekannt. Hier ist die Abbildung von beyden.

No. 1. Der Muscatenbaum.

Der Muscatenbaum wächst auf allen Moluckischen Inseln, vorzüglich aber auf Banda, und wird so gross als unsre grössten Birnbäume. Er hat hellgrüne glänzende Blätter, und blühet gelb. Das Gewürz, das wir Muscatenblüthen nennen, ist nicht seine Blume, sondera ein faseriges Gewebe, das auf der Schaale der Nuss liegt. Seine Frucht ist fast so gross und so gestaltet als eine Pfirsche [sic], nur unten etwas spitzig, hat eine harte und unbrauchbare Schaale, welche, wenn sie reifet, gelb wird, aufspringt, und die Muscaten-Nuss herausfallen lässt. Diese ausgefallene Muscatennuss (Fig. a.) ist nun mit zwey Schaalen umgeben, die äussere ist, wie obgedacht, ein rothes ästiges Gewebe, das die drunter liegende schwarze Schaale umgiebt, sorgfältig davon abgelöset und getrocknet wird, und ist eigentlich dasjenige was wir Muscatenblüten oder Muscaten-Blumen nennen, (Fig. b.). Diese Schaale wird gesammelt, getrocknet, mit Seewasser besprengt, und in Säcke gepackt, wo sie dann gelb wird. Die darunter liegende schwarze Schaale, ist holzig, wird zerschlagen, und die Muscatennuss herausgenommen. Diese Muscatennuss ist, wie Fig. c. zeigt, innerlich weiss und braun geadert, und muss in Kalkwasser eingetaucht werden, damit sie nicht faulet. Beydes, sowohl die Muscaten-Blumen als auch die Nüsse, sind ein wichtiger Handels-Artikel. Aus den schlechtesten Nüssen und Blüthen wird in Ostindien das sogenannte Muscatenöl gebrannt, welches in der Medicin sehr gebraucht wird.

No. 2. Der Gewürznäglein- oder Nelken-Baum.

Das Vaterland der Gewürz-Nelke sind gleichfalls die Moluckischen Inseln. Sie ist die Blüthenknospe eines hohen pyramidalischen Baums, der etwa so stark als ein Mannes-Arm ist, und spitzige Blätter wie der Lorbeer-Baum hat. Er blühet röthlich, und trägt hernach in einer dicken Kapsel (Fig. d.) die man Mutternelken nennt, einen blauschwarzen Kern (Fig. e.) wodurch sich der Baum fortpflanzet. Die Blüthenknospen werden abgebrochen, und durch Rauch getrocknet, damit sie sich halten und die schwärzliche Farbe annehmen, die sie haben. Alles ist an dem Nelkenbaume gewürzhaft; Blätter, Frucht, Rinde, ja selbst die Wurzel. Es giebt auch einen wilden Nelken-Baum, der dem edlen sehr ähnlich ist, aber durchaus nichts Gewürzhaftes hat.
Die Holländer sind bis jezt noch die einzigen Besitzer des Handels mit diesem kostbaren Gewürze; denn sie haben alle Nelkenbäume, ausser in Amboina und noch drey kleinen Besitzungen, ausgerottet, um den Schleichhandel damit zu verhindern, und die Preisse davon nicht herunterkommen zu lassen; allein die Franzosen und Engländer haben bereits glückliche Versuche gemacht, sie auch in ihre Besitzungen in Indien zu verpflanzen.

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Band 1, Tafel 52

Band 1, Heft 11, Tafel 52, französisch

Plantes X. T. I. No. 52.

EPICES.

De toutes les Epices qui nous viennent des Indes orientales, les fleurs et les noix de Muscade, de même que les clous de Girofle, sont très connus dans nos cuisines. Voici les arbres qui nous les fournissent.

No. 1. Le Muscadier.

Cet arbre crôit naturellement dans presque toutes les Moluques et surtout à Banda, et parvient à la hauteur de nos plus grands poiriers. Ses feuilles sont larges et d'un vert clair et luisant; mais ses fleurs sont jaunes. L'espèce d'épices que nous appellons fleurs de Muscade ou Mâcis, ne sont point les fleurs de cet arbre, mais les fibres ou filamens qui forment une sorte de tissu ou ramification sur l'écorce de la noix. Son fruit est presque de la grosseur et de la figure d'une pèche, si ce ne'st qu'il est pointu à sa partie inferieure; il est enveloppé d'une écorce dure, dont on ne peut faire aucun usage, qui jaunit en mûrissant, s'ouvre et laisse tomber la noix Muscade. La Muscade ainsi dégagée de son enveloppe extérieure, (fig. a.) est encore environnée de deux écorces. La première est ce tissu rougeâtre et fibreux, dont en vient de parler, qui entoure une coquille noire, à laquelle elle sert d'enveloppe, et dont en la sépare avec soin pour la sécher; c'est proprement, ce que nous appellons Mâcis ou fleurs des Muscades(fig. b.). On recueille cette écorce, on la fait sécher, puis on l'arrose d'eau de mer et la met en sacs, où elle devient jaune. La dernière coquille est noire et ligneuse; on la casse, pour en tirer la noix Muscade. Cette noix, comme le montre la fig c., est blanche à l'intérieur et parsemèe de veines brunes. Il faut la plonger dans de l'eau de chaux pour qu'elle ne se pourrisse pas. On fait un très grand commerce, tant de Mâcis que de noix Muscades. Dans les Indes orientales on prèpare des plus mauvais mâcis et des plus mauvais noix, une huile connue sous le nom d'huile de muscade, dont on fait grand usage en médecine.

No. 2. Le Giroflier ou le clou de Girofle.

Ce sont pareillement les Moluques ou il crôit. Le clou de Girofle est le bouton de la fleur d'un grand arbre pyramidal, qui peut avoir la grosseur du bras d'un homme, et porte des feuilles pointues, comme celles du laurier. Sa fleur est rougeâtre et remplacée par une capsule épaisse (fig. d.) qu'on appelle clou de girofle mère, et qui renferme une graine d'un bleu-noir (fig. e.) qui sert à la propaga tion de l'arbre. On cueille les boutons des fleurs avant qu'elles s'épanouissent, et on les seche à la fumée, afin qu'elles se conservent et prennent la couleur noirâtre que nous leur voyons. Tout est aromatique dans le Giroflier; ses feuilles, son fruit, son écorce et même ses racines. Il existe une espèce de Giroflier sauvage qui ressemble beaucoup à celui dont nous parlons, mais qui n'est nullement aromatique.
Les Hollandais ont été, et sont encore actuellement, les seuls qui fassent commerce de ce précieux aromate; car ils ont extirpé tous les Girofliers, excepté à Amboine, et dans trois autres petites possessions, pour empècher qu'on n'en fit la contrebande, et ne point en laisser baisser le prix. Cependant les Anglais et les Français ont déja fait d'heureuses tentatives, pour transplanter aussi cet arbre dans leurs possessions des Indes.

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Band 1, Tafel 53

Band 1, Heft 11, Tafel 53, deutsch

Vierf. Thiere XIV. B. I. No. 53.

ACHT AFFEN-ARTEN.

Es giebt noch 2 Gattungen geschwänzter Affen, die jedoch von den Meerkatzen wesentlich verschieden sind; nemlich:
1) Die Sapajous, mit Wickelschwänzen.
2) Die Sagoins mit langen schlaffen Schwänzen.

Zu den Sapajous oder Wickelschwänzen gehören folgende 4 Arten.

No. 1. Der Coaita.

Der Coaita lebt vorzüglich in Brasilien und Peru, ist hässlich von Ansehen, meist schwarzborstig, anderthalb Fuss hoch, und sein Wickelschwanz 2 Fuss lang. Sie haben nur 4 Finger an den Händen, aber der Schwanz leistet ihnen so viele Dienste als eine Hand. Sie wickeln ihn schnell mit der Spitze um einen Baumzweig, oder andern Körper, und halten sich damit an, wenn sie sich schwingen oder fallen wollen, so fest, dass man ihrer wohl fünfe auf den Bäumen tödtet, ehe einer davon herunter fällt. Auch heben sie damit Sachen von der Erde auf, und bringen sie zum Maule, fangen Fische damit u.s.w. Sie leben in grossen Schaaren fast immer auf den Bäumen, und schwingen sich mit grosser Schnelligkeit von einem zum andern. Ist die Entfernung zu gross, so hängen sich mehrere mit ihren Schwänzen an einander, machen eine Kette, und schwingen sich damit so lange in der Luft, bis der unterste den Baum, wohin sie wollen, erreicht, und die andern nach sich zieht. Sie nähren sich von Früchten, Fischen und Insecten.

No. 2. Der Sajou.

Der Sajou ist in Südamerika zu Hausse, etwa so gross als eine kleine Katze, und sehr artig, munter und lebhaft, denn er wird nicht müde zu spielen und sich zu kratzen. Er klettert mit Hülfe eines Schwanzes sehr leicht; und fängt sehr geschickt die Fliegen aus der Luft, die er gern frisst. Seine Stimme ist dem Geschrey oder Pfeifen junger Truthühner ähnlich.

No. 3. Der Saï, oder Winsel-Affe.

Dies Thierchen ist gleichfalls nicht grösser als der Sajou, träge und melancholisch, und sehr empfindlich gegen die Kälte. Es girret fast immer wie eine Heuschrecke, wenn es allein ist, und wimmert sobald man es ansieht. Wenn man es böse macht bellet es oft mit unter wie ein junger Hund. Sein Vaterland ist Süd-Amerika.

No. 4. Der Saïmiri, oder das Todenköpfchen.

Dieser kleine Sapajou ist sitzend etwa 7 Zol hoch und überaus zierlich. Er wohnt, wie alle Sapajous, in Süd-Amerika, und wird wegen seiner Artigkeit häufig nach Europa gebracht, wo er aber, wegen seiner Empfindlichkeit gegen die kältere Luft, gemeiniglich nicht lange lebt.

Die Sagoins, welche zwar auch lange aber keine Wickelschwänze haben, sind nicht minder klein, zierlich und schön als die Sapajous. Ihr gemeinschaftliches Vaterland ist gleichfalls das heisse Süd-Amerika. Folgendes sind die 4 schönsten Arten davon.

No. 5. Der Ouistiti.

Er ist 7 Zoll lang, schwarz, grau und röthlich gestreift. Er ist wild und unruhig, und klettert so leicht als ein Eichhörnchen. Er riecht nach Bisam, und frisst Früchte, Brod, Spinnen, Fliegen und Schnecken. Sein Laut ist ein Pfeiffen.

No. 6. Der Pinche.

Er ist nur 6 Zoll hoch, der Schwanz aber noch einmal so lang. Im Gehen legt er ihn, wie der Löwe, aufwärts gekrümmt auf den Rücken. Diess Thierchen ist überaus munter, behend und belustigt den Zuschauer mit tausend possirlichen Sprüngen und Stellungen. Sein Laut ist ein sanftes Pfeiffen, wie eines Mäuschens, und bisweilen so angenehm, als wenn man ein Vögelchen singen hörte.

No. 7. Der Marikina.

Ist überaus schön von Farbe, weichen Seiden-Haaren, und hat fast die Gestalt eines kleinen Löwen. Er ist 9 Zoll lang, der Schwanz aber etwas länger. An Artigkeit und Lebhaftigkeit giebt er den andern nichts nach. Er dauert, bey gehöriger Pflege, am besten in dem mittlern Europa aus.

No. 8. Der Miko.

Der Miko ist unter allen Sagoins der schönste; 7 Zoll lang, hat überall langes feines, seidenartiges, wie Silber glänzendes Haar, einen fast noch einmal so langen castanienbraunen Schwanz, und ein hoch rosenrothes nacktes Gesicht und Ohren. Er wohnt am Amazonen-Flusse.

Band 1
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Band 1, Tafel 53

Band 1, Heft 11, Tafel 53, französisch

Quadrupedes XlV. T. I. No. 53.

HUIT ESPECES DE SINGES.

Outre les Singes dont nous avons parlé, il existe encore deux sortes de Singes à longue queue, qui diffèrent cependant essentiellement des Guenons; ce sont.
1) Les Sapajous, à queue roulée.
2) Les Sagoins à longue queue flasque.

Les quatre espéces suivantes sont, du genre des Sapajous ou Singes à queue roulée.

No. 1. Le Coati.

Cet animal vit principalement au Bresil et au Pérou. Il est laid de figure, ordinairement noir, et couvert de poils rudes; il a un pied et demi de hauteur et une queue de deux pieds de long. Chacune de ses mains n'a que quatre doigts; mais sa queue lui sert d'une main, car il en entortille, avec une vitesse incroyable, le bout à une branche d'arbre ou à quelque autre corps, et s'y tient par ce moyen si fortement attaché lorsqu'ils veut s'élancer ou tomber, qu'on tue souvent cinq Coatis sur les arbres, avant qu'il en tombe un seul. Il se sert aussi de sa queue pour amasser quelque chose à terre et la porter à sa bouche, pour prendre du poisson etc. Les Coatis vivent en grandes troupes presque toujours sur les arbres, et s'élancent de l'un à l'autre avec beaucoup de promptitude. Lorsque l'éloignement est trop considérable ils se suspendent les uns aux autres par la queue, forment de la sorte une espèce de chaine, s'élancent en l'air, jusqu'à ce que celui qui est à l'extrémité inférieure, ait atteint l'arbre sur lequel ils veulent aller, et où celui-ci les entraine tous. Ils se nourrissent de fruits, de poissons et d'insectes.

No. 2. Le Sajou.

Le Sajou est originaire de l'Amérique méridionale, et à peu près de la grandeur d'un petit chat. Cet animal est fort joli, vif et gai, car il ne se lasse pas de jouer et de se gratter. Il grimpe facilement à l'aide de sa queue, et prend fort adroitement, en l'air les mouches qu'il mange avec plaisir. Sa voix ressemble au cri ou plutôt au sifflement des jeunes dindous.

No. 3. Le Saï.

Ce petit animal qui n'est pas plus grand que le Sajou, est paresseux, mélancolique et très sensible au froid. Lorsqu'il est seul il fredonne presque toujours comme la cigale, et gémit dès qu'on le regarde; souvent aussi il aboye comme un jeune chien, quand on le fâche. L'Amérique méridionole est sa patrie.

No. 4. Le Saïmiri.

Ce petit Sapajou n'a que 7 pouces de hauteur étant assis, et est extrêmement mignon. Il vit comme les autres Sapajous dans le Sud de l'Amérique, et on l'apporte fréquemment en Europe à cause de sa gentillesse; il n'y vit cependant pas longtems, parce qu'il est extrêmement sensible à l'air froid.
Les Sagoins, qui ont pareillement de grandes queues, mais non roulées, ne sont ni moins mignons, ni moins jolis, ni moins beaux que les Sapajous. Leur patrie commune est aussi l'Amérique méridionale. En voici les 4 plus belle espèces.

No. 5. L'Ouistiti.

Il est long de 7 pouces, noir avec des raies grises et roussâtres, sauvage et turbulent, et grimpe aussi facilement que l'écureuil. Il a une odeur de musc, et mange des fruits, du pain, des araignées, des mouches et des limaçon. Son cri est une espèce de sifflement.

No. 6. Le Pinche.

Il n'a que six pouces de hauteur, mais sa queue à un pied de long. Il la tient, en marchant, relevée sur le dos et recourbée comme celle du lion. Ce petit animal est extrèmement gai, vif et alerte, et divertit ceux, qui le considèrent, par mille gentillesse et mille postures amusantes. Son cri est un sifflement doux, comme celui d'une souris, et quelquefois aussi agréable que le chant d'un oiseau.

No. 7. Le Marikina.

Est três joli de couleur, ses poils sont doux, comme de la soie, et sa figure ressemble presque à celle d'un petit lion. Il n'a que neuf pouces de longueur; mais sa queue est un peu plus longue. Il ne cède aucunement aux autres en gentillesse et en vivacité. Lorsqu'on en prend un soin convenable, les climats du milieu de l'Europe lui conviennent fort bien.

No. 8. La Miko.

Le Miko est le plus beau de tous les Sagoins. Il a 7 pouces de longueur, le poil long, extrêmement fin, doux comme de la soie, et brillant comme de l'argent; avec une queue presque deux fois aussi longue que son corps et d'un beau brun châtain. Sa face et ses oreilles sont nues et d'un couleur de rose assez vive. On le trouve sur les bords du fleuve des Amazones.

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Band 1, Tafel 54

Band 1, Heft 11, Tafel 54, deutsch

Vögel IX. B. I. No. 54.

EULEN von verschiedener Art.

Die Eulen sind bekanntlich Raub-Vögel, die nur des Nachts, bey Monden-Scheine, und in der Abend- oder Morgendämmerung (denn in einer ganz finstern Nacht sehen sie eben so wenig als alle andere Thiere,) auf ihren Raub ausfliegen, weil ihre grossen und sehr weit geöffneten Augen zu empfindlich für das Tages- und Sonnen-Licht sind, und gänzlich davon geblendet werden. Sie theilen sich in zwey grosse Haupt-Geschlechter ab; nemlich 1) in die Schuhu, oder Ohr-Eulen, die 2 Federbüsche auf dem Kopfe, in Form von Ohren, haben, und 2) in Eulen, die keine Federohren, und nur grosse runde Köpfe haben. Jedes dieser Geschlechter hat wieder mehrere Gattungen unter sich.

No. 1. Der grosse Schuhu.

Der grosse Schuhu ist der König aller Nachtvögel, und man könnte ihn mit Recht den Adler der Nacht nennen. Er ist 3 Fuss hoch, wenn er sitzt, und 6 Fuss wenn er fliegt; hat einen ungeheuren Kopf, 3 Zoll hohe Feder-Ohren, einen kurzen Schnabel, und starke Fänge. Er ist von Farbe braun, mit schwarzer Zeichnung. Er bewohnet hauptsächlich Felsen-Klüfte, alte Thürme und verfallene Schlösser, wo er auch nistet. Er kann unter allen Eulen das Tages-Licht noch am meisten vertragen, fliegt aber am liebsten in der Abend-Dämmerung auf seine Jagd aus. Sein Raub sind Haasen, Kaninchen, Feldratten, Fledermäuse, Schlangen, Eidechsen, Frösche und Kröten, davon er die kleineren ganz verschluckt, und wenn er ihr Fleisch im Magen abgezehrt hat, ihre Knochen, in runden Ballen wieder ausspeiet. Alle Tag-Vögel sind seine Feinde, und sonderlich die Raaben, Krähen und Hünerweyhen, die ihn mit grossem Geschrey verfolgen, sobald sie ihn entdecken. Daher setzen ihn auch die Jäger, angefesselt, auf ihre sogenannten Rabenhütten, um Krähen herbeyzulocken und zu schiessen.

No. 2. Der kleinere Schuhu.

Er wohnt vorzüglich im Feuerlande, ist nur 2 Fuss hoch, und hat unbedeckte Füsse.

No. 3. Die schwarze Eule.

Die schwarze Eule ist am grössten unter allen Eulen, denn sie ist anderthalb Fuss hoch. Sie wohnt in Wäldern in hohlen Bäumen, fliegt überaus leise und still, und nährt sich von Feldmäusen, Hamstern und kleinen Vögeln, die sie ganz verschluckt. Sie legt ihre Eyer gern in die Nester des Hühnerweyhen, der Krähen und Elstern, und lässt sie da ausbrüten.

No. 4. Die Stock-Eule.

So wie die Haupt-Farbe der vorigen Eule schwarz ist, so ist sie bey dieser gelb. Die Stock-Eule ist ohngefähr 15 Zoll hoch, sehr schön gezeichnet, hat grosse dunkelblaue Augen, und wohnt, wie jene, in hohlen Bäumen; hat auch mit ihr gleiche Nahrung und Eigenschaften.

No. 5. Die Thurm-Eule.

Sie heisst so, weil sie nicht in den Wäldern, sondern immer in den Städten, in Kirchen, auf Thürmen und Kirchhöfen wohnt. Diess, und ihr trauriges, widriges Geschrey bey Nacht, macht oft, dass sich Kinder und alte Weiber, die noch an Hexen, Kobolde und Gespenster glauben, davor fürchten, sie den Todtenvogel oder das Leichen-Huhn nennen, und den lächerlichen Aberglauben haben, es müsse jemand in dem Hause sterben, auf welches sie sich setze. Sie ist 13 Zoll hoch, goldgelb von Farbe, und sehr schön gezeichnet. Sie nährt sich von Mäusen, und säuft gern das Oehl aus den grossen Kirchen-Lampen.

No. 6. Das Käuzchen.

Das Käuzchen ist die kleinste von allen Eulen, denn es ist kaum 7 Zoll hoch. Es sieht graugefleckt aus, wohnt in altem Gemäuer zerstöhrter und einsam liegender Schlösser, Thürme oder Steinklüfte, und nährt sich von Feldmäusen und jungen Vögeln. Es kann am Tage sehr gut fliegen, und die Schwalben verfolgen es, wenn sie eins entdecken, mit grossem Geschrey.

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Band 1, Tafel 54

Band 1, Heft 11, Tafel 54, französisch

Oiseaux IX. T. I. No. 54.

OISEAUX DE NUIT de différentes Espèces.

Les Oiseaux de nuit, comme personne ne l'ignore, sont des oiseaux de proie, qui ne sortent de leur retraite, chercher leur nourriture, que pendant la nuit, au clair de la lune, ou pendant le crépuscale du soir et du matin, (car ils voient aussi peu que les autres animaux dans une nuit fort obscure), parceque leurs yeux, grands et fort ouverts, sont trop sensibles pour supporter la lumière du jour ou du soleil, qui les aveugle entièrement. On les divise en deux classes principales, savoir 1) en Hiboux, dont la tête est ornée de deux aigrettes en forme d'oreilles, et 2) en Chouettes, qui ont des grosses têtes arrondies et sans aigrettes. Ces deux classes se subdivisent, chacune en plusieurs espèces.

No. 1. Le Grand-Duc.

Le Grand-Duc est le roi de tous les oiseaux nocturnes; on pourrait même l'appeller l'Aigle de la nuit. II a trois pieds de hauteur quand il est perché, et six pieds d'envergure quand il vole. Il a la tête prodigieusement grosse et ornée de deux aigrettes de plumes en forme d'oreilles, de la hauteur de trois pouces, le bec court et les ferres très fortes. Sa couleur est brune tachetée de noir. Il habite de préférence le creux des rochers, les tours et les châteaux tombés en ruines, où il fait son nid. C'est de tous les oiseaux de nuit celui qui supporte le mieux la lumière du jour; il préfère malgré cela le crépuscule du soir pour aller à la chasse. Il prend les lièvres, les lapins, les rats, les chauve-souris, les serpens, les lézards, les grenouilles et les crapauds, dont il avale les plus petits en entier; et lorsque son estomac a digéré la chair des animaux, il en rend les os par le bec sous la forme de pelotes rondes. Tous les oiseaux de jour, et spécialement le corbeau, la corneille et la buse, sont ses ennemis, et le poursuivent à grands cris dès qu'ils l'apperçoivent. De là vient que les chasseurs l'attachent sur leurs logettes, pour attirer les corbeaux et les corneilles, qu'ils peuvent alors tirer facilement.

No. 2. Le Moyen Duc.

Cet oiseaux habite principalement les Terres Magellaniques, il n'a que deux pieds de hauteur, et les pattes sans plumes.

No. 3. La Hulotte. >

La Hulotte ou Chouette noire, est la plus grande de toutes les chouettes, car elle a un pied et demi de hauteur. Elle fait son séjour dans les forêts, où elle habite le creux des arbres; vole fort légèrement et sans bruit, se nourrit de souris, de mulots et de petits oiseaux, qu'elle avale entièrs. Elle aime a pondre ses oeufs dans les nids des buses, des corneilles et des pies aux quelles elle laisse le soin de les couver.

No. 4. Le Chat-huant.

La couleur principale de cet oiseau est la rousse, comme celle de la Hulotte est la noire. Le Chat-huant peut avoir 15 pouces de hauteur, il est fort joliment tacheté, et a de grands yeux d'un bleu foncé; il habite le creux des arbres comme la Hulotte, dont il a d'ailleurs les habitudes et les moeurs.

No. 5. L'Effraie ou Fresaie.

Cet oiseau n'habite point les bois, mais toujours les villes, où il se tient dans les Eglises, les tours et les cimetières. Cette habitude jointe à son cri lugubre et effrayant, qui lui a valu son nom, font souvent peur aux enfans et aux vieilles femmes, qui croient encore aux sorciers, aux spectres et aux revenants, et donnent à l'Effraie le nom d'Oiseau de la mort, s'imaginant, par une superstition ridicule, qu'il doit mourir quelqu'un dans la maison, sur la quelle elle se perche. Elle a 13 pouces de haut, sa couleur est une jaune doré avec de très jolies taches. Elle se nourrit de souris, et boit volontiers l'huile des grandes lampes qui brûlent dans les églises.

No. 6. La Chevêche.

La Chevêche est la plus petite de toutes les Chouêttes, car elle n'a que 7 pouces de hauteur. Elle est d'un gris tacheté, habite les masures des châteaux isolés et tombés en ruine, et se nourrit de souris et de petits oiseaux. Elle peut très bien voler de jour, et les hirondelles la poursuivent à grands cris dès qu'elles l'apperçoivent.

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Band 1, Tafel 55

Band 1, Heft 11, Tafel 55, deutsch

Fische VII. B. I. No. 55.

WUNDERBARE FISCHE.

No. 1. Der Zitter-Aal, oder Krampf-Fisch.

No. 2. Der Zitter-Roche, oder der Torpedo.

Diese beyden Fische sind wegen der besondern Eigenschaft, dass sie demjenigen, der sie anrührt, eine solche heftige electrische Erschütterung geben, dass die Hand und der Arm davon sogleich ganz betäubt wird, oder die Fischer, wenn sie z.E. unversehens im Wasser auf einen Zitterrochen treten, einen so starken Stoss durch den ganzen Leib bekommen, dass sie davon umgeworfen werden, äusserst merkwürdig. Auch wenn man sie sogar nur mit einem Stocke, eisernen Stabe oder Angelruthe berührt, empfindet man den electrischen Schlag davon so stark als von einer Electrisir-Maschine. Die Natur scheint beyden Fischen diese Eigenschaft theils zu ihrer Vertheidigung theils zu ihrer Ernährung gegeben zu haben.
Der Zitter-Aal findet sich an den Seeküsten von Afrika, Cayenne, Peru, und allen heissen Ländern. Er ist ohngefähr 4 Fuss lang, sieht schwarz-röthlich aus, und hat eine glatte Haut, die sehr mit Schleime überzogen ist. Sein Fleisch ist fett und wohlschmeckend, und wird in jenen Ländern daher häufig genossen. Wenn die Fischer einen in ihren Netzen gefangen haben, so schlagen sie ihn erst todt, damit sie nicht den schmerzhaften electrischen Schlag bekommen, weil diese sonderbare Eigenschaft aufhört, sobald der Fisch tod ist. Er lässt sich nicht lebendig nach Europa transportiren.
Der Torpedo oder Zitter-Roche sieht beynahe aus wie ein runder Teller mit einem Schwanze. Seine Farbe ist ziegelroth mit schwarzen Strahlen und Flecken. Er findet sich im Mittelländischen Meere in schlammigen Gegenden von Sardinien und an der Westküste von England und Irland. Er ist oft 3 Schuh lang und 15 bis 20 Pfund schwer. Er lebt von Fischen, und betäubt die kleinern, so über ihn wegschwimmen, wenn er im Sande liegt, dass sie auf ihn hinfallen, und er sie dann fressen kann. Er hat ein weiches schleimiges Fleisch und wird gegessen.

No. 3. Die See-Fledermaus.

Dieser Fisch heisst wegen seiner hässlichen Gestalt, wegen seines spitzigen Horns, und seiner Flossen, welche Händen und Füssen gleichen, auch gewöhnlich der Einhorn-Teufel. Er ist etwa 1 Fuss lang, lebt im südlichen Amerika, und nährt sich von andern Fischen und Wasser-Insecten. Er hat nur weniges und mageres Fleisch, und ist nicht geniessbar.

No. 4. Der See-Stier.

Dieser sonderbar gebildete Fisch ist 8 Zoll lang, viereckigt, und hat, weil er zu den Bein-Fischen gehört, rund um sich eine feste knöcherne Schaale, die aus lauter sechseckigten, höckrigen, gelbbraunen Schildern bestehet. Seine 4 scharfe Stacheln, davon 2 an seinem Kopfe, und 2 am After stehen, sind sein Schutz gegen die Raub-Fische. Er lebt in Ostindien, und nährt sich von Wassergewürmen.

No. 5. Die See-Kröte.

Die See-Kröte heisst so, wegen ihrer unförmlichen Gestalt. Dieser Fisch lebt in Brasilien und China, und nährt sich vom Raube kleinerer Fische, wozu ihm die elastischen Fasern, die er über dem Maule und an seinen beyden Hörnern hat, wie Angelruthen, dienen. Er ist ohngfeähr [sic] 9 bis 10 Zoll lang, und sehr schön gezeichnet.

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Band 1, Tafel 55

Band 1, Heft 11, Tafel 55, französisch

Poissons. VII. T. I. No. 55.

POISSONS MERVEILLEUX.

No. 1. L'Anguille tremblante, ou la grande Torpille.

No. 2. La Raie tremblante, ou la Torpille ordinaire.

Ces deux poissons sont extrèmement remarquables à cause de la propriété singulière, qu'ils ont, de donner à ceux qui les touchent, une commotion électrique si violente, que le bras et la main en sont à l'instant même tout à fait étourdis. Lorsqu'un pêcheur, étant dans l'eau, marche inopinement sur une Torpille, il en reçoit par tout le corps une si violente secousse, qu'il en est renversé. Il suffit même de toucher ces poissons avec une baguette, une verge de fer ou un bâton de pêcheur pour ressentir une commotion aussi forte que celle d'une machine électrique même. La nature a vraisemblablement donné cette propriété à ces animaux pour pourvoir, tant à leur défense qu'à leur nourriture.
L'Anguille tremblante se trouve sur les côtes de l'Afrique, de la Cayenne et du Pérou, de même que dans tous les pays chauds. Elle a à peu près 4 pieds de longueur; sa couleur est d'un noir rougeâtre; sa peau est lissé et enduite partout d'une humeur visqueuse. Sa chair est grasse et de bon goût, aussi la mange-t-on fréquemment dans les pays ci dessus. Lorsque les pêcheurs en ont pris une dans leurs filets, ils commencent par la tuer, pour ne point recevoir ce coup douloureux électrique; car cette propriété singulière cesse aussitôt que le poisson est mort. On ne peut l'apporter vivant en Europe.
La Torpille ordinaire ressemble presque à une assiette ronde avec une queue. Elle est couleur de brique, rayée et tachetée de noir. On la trouve dans la Mer Méditerranée dans les endroits sangeux de la Sardaigne, et sur les côtes orientales de l'Angleterre et de l'Irlande. Elle a souvent 3 pieds de long, et pèse 15 à 20 livres. Elle se nourrit de poissons, et étourdit tellement les petits qui passent au dessus d'elle, lorsqu'elle est couchée dans le sable, qu'ils tombent sur elle, et qu'elle peut alors les manger. Sa chair est molle, visqueuse et mangeable.

No. 3. La Chauve-Souris de mer.

On appelle communément ce poisson Diable-Licorne ou Diable-Monocéros, à cause de sa forme hideuse, de sa corne pointue, et de ses nageoires qui ressemblent à des pieds et à des mains. Il a environ un pied de longueur, vit dans l'Amérique méridionale, et se nourrit d'autres poissons et d'insectes aquatiques. Il est maigre et peu charnue; on ne peut le mager.

No. 4. Le Taureau de mer.

Ce poisson, singulier par sa figure, est long de 8 pouces, carré, et recouvert tout au tour du corps d'une écaille osseuse, composée d'autres plus petites ecailles de figure hexagonale, raboteuses et d'un brun jaunatre; il est du genre des poissons, nommés coffres. Les quatre aiguillons pointus, dont deux sont placés sur sa tête et deux vers l'ànus, lui servent à se défendre contre la voracité des autres poissons. Il vit dans les Indes orientales, et se nourrit d'insectes aquatiques.

No. 5. Le Crapaud de Mer.

Ce poisson est ainsi nommé à cause de sa figure informe. On le trouve à la Chine et au Bresil; il vit de rapine, c.a.d. de poissons plus petits que lui, qu'il prend par le moyen des fibres élastiques, qu'il a au dessus de la bouche et à l'extrèmité de sex deux cornes, qui lui servent de ligue. Il a neuf à dix pouces de longueur, et est fort joliment tacheté.

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Band 1, Tafel 56

Band 1, Heft 12, Tafel 56, deutsch

Vögel X. B. I. No. 56.

GAENSE VERSCHIEDENER ART.

So verschrieen auch die Gans wegen ihrer Dummheit ist, so ist sie doch in vieler Rücksicht ein merkwürdiges Geschöpf, und für den Menschen ein höchst nützlicher Vogel. Sie ist, zahm, eins der vortrefflichsten Hausgeflügel. Sie giebt uns eine gute Speise; ihr Fett, Schmalz; ihre Federn, Betten und Pelze; und ihre Federkiele liefern uns eins der nützlichsten und unentbehrlichsten Bedürfnisse, die Schreibefedern. Ueberdiess hat die Gans noch mancherley gute Eigenschaften: sie ist kühn und vertheidigt muthig ihre Brut gegen Raubvögel und andere Feinde: sie ist ausserordentlich munter und wachsam; sie ist dankbar, und einer Freundschaft und Liebe für den Menschen fähig, die bis zum Todte geht, wenn sie ihren Freund entbehren muss.
Da die Gans in allen Welttheilen lebt, so giebt es sehr vielerley Arten davon. Die vornehmsten davon zeigt gegenwärtige Tafel.

No. 1. Die wilde Gans.

Die wilde Gans, von welcher unsere zahme Haus-Gans abstammt, ist grau, kleiner und leichter als die zahme; daher sie auch als ein Zugvogel, der im Winter in wärmere Gegenden zieht, vortrefflich fliegen kann, und sehr weite Reisen macht. Sie lebt auf grossen Land-Seen, nährt sich von Körnern Gras und Fischen.

No. 2. Die Magellanische Gans.

Sie lebt wild an den Küsten des Feuerlandes, wo sie die Weltumseegler Cook und Biron fanden. Sie ist sehr schön gezeichnet.

No. 3. Die Guineische Gans.

Ihr Vaterland ist Africa, und man nennt sie daher ganz unrecht die Türkische auch Sibirische Gans. Sie ist grösser als die gewöhnlichen Gänse, weissgrau, Rücken und Flügel aber schwarzgrau: und besonders wegen des Kropfs oder Beutels der ihr unter dem Kopfe hängt merkwürdig. Man findet sie auch häufig zahm in Teutschland in den Höfen der Liebhaber.

No. 4. Die Cap-Gans.

Diess ist unstreitig die schönste von allen Gänsen in Farbe und Zeichnung. Sie heisst auch die Egyptische oder Nil-Gans. Ohngeachtet ihres heissen Vaterlandes lebt und brütet sie doch auch zahm in Teutschland in den Menagerien grosser Herren.

No. 5. Die Coromandelsche Gans.

Sie lebt wild an der Küste Coromandel, und hat auf dem Schnabel einen grossen Höcker. Der Kopf und Hals sind schön schwarz gefleckt, Brust und Bauch silbergrau, der Rücken stahlblau, und die Flügel dunkelgrün.

No. 6. Die Canadische Gans.

Man nennt sie auch die Schwanen-Gans, weil sie in ihrer Figur Aehnlichkeit mit dem Schwane hat. Sie ist schwarzbraun und grau, und hat hinter dem Kopfe eine weisse Binde. Man findet sie häufig auch zahm in Teutschland, Frankreich und England.

No. 7. Die Eider-Gans oder der Eider-Vogel.

Die Eider-Gans lebt wild im höchsten Norden an den Küsten von Island, Grönland und Norwegen, und ist berühmt, wegen ihrer kostbaren leichten und warmen Federn, der sogenannten Eider-Dunen, davon sie ihr Nest bauet, und die man darinn sammlet. Sie machen einen wichtigen Handelsartickel aus. Die Eidergans nährt sich von Fischen und Muscheln, lebt immer in der Nordsee, und geht nur ans Ufer, wenn sie brütet.

No. 8. Die Baumgans, oder Bernasche.

Sie heisst deswegen die Baumgans, weil man lange von ihr das Mährchen erzählte und glaubte, sie wachse an den Schottländischen Küsten, in Form von kleinen Knoten, auf Weiden, die, wenn sie reiften, ab und ins Meer fielen, und nun zu lebendigen Gänsen würden. Andere glaubten sie wüchsen, wie Schwämme, im faulen Holze der Schiffe, oder in gewissen Muscheln, die man daher Enten-Muscheln nennte. Lauter Fabeln! Die Bernasche brütet, wie andere Vögel, sehr geheim in den Orcadischen Inseln; und ist übrigens ein vortreffliches Wildpret für die Schott- und Irländer.

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Band 1, Tafel 56

Band 1, Heft 12, Tafel 56, französisch

Oiseaux. X. T. I. No. 56.

DIFFERENTES ESPECES D'OIES.

Quelque décriée que soit l'Oie, à cause de sa stupidité, elle est cependant remarquable à plusieurs regards, et de la plus grande uilitè pour l'homme. L'oie privée est une des meilleurs volailles domestiques. Elle nous fournit une nourriture saine; sa graise s'emploie dans nos cuisines; son duvet sert à faire des lits et des pelisses, et les plumes de ses ailes, qui sont nos plumes à écrire, fournissent à un des besoins les plus indispensables, et sont de la dernière utilité. L'oie a d'ailleurs plusieurs bonnes qualités; elle est hardie, et defend avec courage sa couvée des attaques des oiseaux de proie et des autres ennemis; elle est extrèmement alerte et vigilante; elle est reonnoissante et susceptible envers l'homme, d'un attachement et d'un amour si grands, que l'animal perit quand il est privé de ce qu'il aime.
L'oie se trouve dans toutes les parties du monde, il en existe quantité d'espéces, dont les principales sont reprèsentèes par la planche ci-jointe.

No. 1. L'oie sauvage.

L'oie sauvage, de laquelle descend notre oie domestique, est grise, plus petite et plus legère que la notre, ce qui fait, que comme oiseau de passage, qui pendant l'hyver cherche les pays chauds, elle vole avec facilité et fait de tres grands voyages. Elle vit sur les grands lacs, et se nourrit de graines, d'herbes et de poissons.

No. 2. L'oie des Terres Megellaniques.

Elle vit sur les côtes des terres de feu, où les célébres navigateurs Cook et Biron l'ont trouvèrent. Ses couleurs sont fort jolies.

No. 3. L'oie de Guinée.

L'Afrique est sa patrie; c'est donc à tort qu'on la nomme l'oie de Turquie ou de Sibérie. Elle est plus grande que l'oie ordinaire; sa couleur est d'un gris blanc excepté sur le dos et aux ailes, où elle est d'un gris noir. Cette oie est surtout remarquable à cause de la poche ou bourse qui lui pend au dessous de la tête. On la trouve fréquemment apprivoisèe dans les basses-cours des amateurs en Allemagne.

No. 4. L'oie du Cap.

C'est sans contredit la plus belle de toutes les Oies, à cause de la variété et de la beauté de ses couleurs. On l'appelle aussi l'oie d'Egypte on du Nil. Malgré la chaleur des climats d'où elle est originaire, elle vit et se propage même en Allemagne dans les ménageries des grands seigneurs.

No. 5. L'oie de Coromandel.

On la trouve sauvage sur la côte de Coromandel; elle a une grosse bosse sur le bec. Sa tête et son cou sont tachetés de noir, son ventre et sa poitrine sont d'un gris d'argent, son dos du bleu calybé et ses ailes d'un gris sombre.

No. 6. L'oie du Canade.

On la nomme aussi l'Oie-cigne parcequ'elle a quelque ressemblance avec ce dernier oiseau. Elle est d'un brun noir et grise, et a une bande blanche derrière la tête. On la trouve fréquemment apprivoisée en Allemagne, en France et e Angleterre.

No. 7. L'Eider.

Cette Oie sauvage vit dans les pays les plus septentrionaux, sur les côtes de l'Islande, Groenlande et de la Norvège, et est fort renommé à cause de ses plumes précieuses, légères et chaudes, qui nous sont connues sous le nom d'Edredon ou d'Aigledon, et dont l'oiseau construit son nid, dans lequel on les recueille. On en fait un grand commerce. L'Eider se nourrit de poissons et coquillages, vit sur l'eau dans l'océan septentrional, et ne vient à bord que dans le tems de la ponte.

No. 8. La Bernache.

On a cru et raconté pendant longtems que cette espèce d'Oie, qu'on trouve sur les côtes de l'Ecosse, croissoit sur les saules, sous la forme de petits noeuds, qui, lorsqu'ils étoiet parvenus à leur maturité, tomboient dans la mer et devenoient des Oies vivantes. D'autres se sont imaginés que la Bernache croissoit, comme le champignon, dans le bois pourris des vaisseaux, ou dans certains coquillages, auxquels on donna pour cette raison le nom de Bernaches. Mais ce sont de vrais contes. La Bernache pond et couve comme les autres oiseaux, mais elle le fait fort en cachette dans les îles Orcades; c'est au reste un excellent gibier pour les Ecossois et les Irlandois.

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Band 1, Tafel 57

Band 1, Heft 12, Tafel 57, deutsch

Vermischte Gegenstände I. B. I. No. 57.

FABELHAFTE THIERE.

Alle die wunderbaren Thiere, die unsere neue Naturgeschichte nicht kennt, und die man in den Werken der Dichter und Geschichtschreiber der Alten, so wie in den Arabischen Mährchen, alten Ritter-Romanen und Volkssagen findet, sind blosse Wesen der Phantasie, und fabelhafte Thiere, die niemals existirten. Gegenwärtige Tafel liefert 6 dergleichen fabelhafte Thiere aus der Mythologie der Aegypter, Griechen und Römer, und zeigt, wie sie sich diese Wesen der Einbildungskraft dachten, und auf ihren Kunstwerken bildeten.

No. 1. Der Centaur.

Die Centauren waren, nach der Fabel, halb Mensch halb Pferd, und hatten lange Ziegen-Ohren. Man findet sie abgebildet mit einer Löwenhaut auf dem linken Arme, und einem Wurfknüppel zur Jagd, in der rechten Hand. Wahrscheinlich haben die ersten Reuter, die auch zugleich Jäger waren, Anlass zu dieser Dichtung gegeben.

No. 2. Die Chimära.

Soll ein Ungeheuer gewesen seyn, das Form und Kopf eines ungeheuren Löwen, an Statt des Schwanzes eine giftige Schlange, und auf dem Rücken noch einen Ziegenkopf hatte; zuweilen aus seinen Rachen Feuer spie, und das Königreich Lycien verwüstete; aber vom Prinzen Bellerophon, der sich auf das Flügel-Pferd Pegasus setzte, aus der Luft herab erlegt wurde. Der Sinn dieser wahrscheinlich allegorischen Fabel, ist dunkel und uns unbekannt.

No. 3. Die griechische Sphynx.

No. 4. Die ägyptische Sphynx.

Die Sphynx war ein fabelhaftes Thier in der Mythologie der Aegypter und Griechen, wodurch sie, wie man glaubt, ein Symbol der bey ihnen geheimen Wissenschaften aufstellen wollten. Sie hatte bey beyden Völkern Kopf und Brust eines Weibes, und den Leib eines Löwen; bey den Griechen blosses Haar und Adlers Flügel; bey den Aegyptern keine Flügel, und einen Aegyptischen Kopfputz. Ihr berühmtes Räthsel, das sie in Theben jedermann, der sich ihr nahete, vorlegte, und dabey Alle die es nicht erriethen, zerriss, welches aber Oedipus allein auflöste, ist bekannt, und beynahe zum Sprüchworte worden.

No. 5. Der Gryllus

war bey den Alten ein aus Gliedern und Theilen mehrerer Thiere und Masken grotesk zusammengesetztes Thier; z. E. ein Adler mit einem Löwenkopf an der Brust und zwey Widderköpfen an Statt der Flügel; oder ein Hahn mit Pferde-Füssen und dergleichen. Alle diese sonderbaren unnatürlichen lächerlichen Compositionen und Spiele der Imagination des Künstlers, nennten die Alten Gryllus. Man findet viele dergleichen auf antiken Siegeln. Wahrscheinlich kommt das teutsche Sprichwort: besondere oder närrische Grillen haben, davon her.

No. 6. Die Sirenen.

Die Alten bildeten die Sirenen als Jungfrauen von oben herab bis auf die Hüften, die unten aber Adlerklauen, einen Vogelschwanz, und auf dem Rücken Flügel hatten. Sie dichteten ferner von ihnen, dass sie sich auf einer Insel bey Sicilien aufhielten, und durch ihren Zaubergesang und süsse Musik, welche sie auf elfenbeinernen Pfeifen machten, alle Reisende, die an der Insel vorbey schifften, unwiderstehlich an sich lockten, und dann zerrissen und frässen. Von ihnen ist das Sirenen-Lied zum Sprüchworte worden. Falsch ist also, wenn man die Sirenen mit einem Fisch-Schwanze im Meere schwimmend abbildet.

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Band 1, Tafel 57

Band 1, Heft 12, Tafel 57, französisch

Mélanges. I. T. 7. No. 57.

ANIMAUX FABULEUX.

Tous les animaux merveilleux dont il n'est fait aucune mention dans notre histoire naturelle moderne, quoiqu'on trouve leurs noms dans les anciens ouvrages des Poëtes et des Historiens de l'antiquité, de même que dans les Contes arabes, les vieux livres de Chevalerie et les fables des différens peuples, ne sont que des êtres purement imaginaires, des Animaux fabuleux, qui n'existèrent jamais. La planche ci-jointe représente 6 de ces animaux, tirés de la Mythologie des Egyptiens, des Grecs et des Romains, et fait voir comment leur imaginationse représentoit ces êtres, et sous quels traits leurs artistes les rendoient.

No. 1. Le Centaure.

Si l'on en croit la fable, les Centaures étoient à moitié hommes et à moitié chevaux, et avoient de longues oreilles de chèvres. On les voit représentés avec une peau de lion sur le bras gauche, et tenant dans la main droite une espece d'arme ou baton à jet, dont ils se servoient à la chasse. Les premièrs cavaliers, qui étaint en même tems chasseurs, ont vraisemblablement donné lieu à cette fiction.

No. 2. La Chimère.

Ce fut, dit-on, un monstre qui avoit la figure et la tête d'un lion prodigieux, un serpent venimeux en place de queue, et sur le dos la tête d'une chèvre; il vomissoit quelquefois des flammes par la gueule, et ravages le royaume de Lycie; mais le Prince Bellerophon, monté sur le cheval ailé, nomme Pégase, le tua du haut des airs. Le sens de cette fable, vraisemblablement allégorique, est obscur et inconnu.

No. 3. La Sphinx Grecque.

No. 4. La Sphinx Egyptienne.

La Sphinx étoit, dans la Mythologie des Egyptiens et des Grecs, un animal fabuleux, par lequel ces peuples vouloient, à ce que l'on croît, donner un Symbole de leurs Sciences occultes. Il avoit chez les deux peuples la tète et la poitrine d'une femme avec le corps d'un lion; les Grecs lui donnoient des cheveux nuds et les ailes d'un aigle; les Egyptiens au contraire le représentoient sans ailes, mais avec une coiffure Egyptienne. La célèbre Enigme qu'elle proposoit, à Thèbes, à tous ceux qui s'approchoient de lui, déchirant tous ceux qui ne pouvoient la lui expliquer, et qu'Oedipe seul devina, est connue de tout le monde, et presque passée en proverbe.

No. 5. Le Gryllus.

C'étoit chez les anciens un animal grotesquement composé des membres et des parties de plusieurs animaux et masques; p.e. un aigle avec une tête de lion sur la poitrine, deux têtes de béliers au lieu d'ailes; ou bien un coq avec de pieds de cheval etc. Toutes ces compositions aussi singulières que ridicules et pou conformes à la nature, tous ces jeux de l'imagination de l'artiste, se nommoient Gryllus chez les anciens. L'on en trouve beaucoup sur les cachets antiques. C'est vraisemblablement de là que vient le proverbes allemand; besondere ou närrische Grillen haben (avoir des rats ou des quintes singulières en tête).

No. 6. Les Sirènes.

Les Anciens représentoient les Sirènes sous la forme de jeunes filles, jusques aux hanches, avec les cuisses et les pattes d'un aigle, la queue d'un oiseaux et des ailes sur le dos. Ils débitaient outre qu'elles habitaient une île près de la Sicile, et que par les charmes de leurs chants et par la douceur des sons qu'elles faisoint rendre à leurs flûtes d'yvoire; elles attiroient d'une manière irrésistible tous les voyageurs qui passoint près de leur île, pour les déchirer ensuite et les dévorer. Ce sont elles qui donnèrent lieu au proverbe chant de Sirène. C'est donc à tort qu'on les représente, avec une queue de poisson, et nageant sur la mer.

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Band 1, Tafel 58

Band 1, Heft 12, Tafel 58, deutsch

Vermischte Gegenstände II. B. I. No. 58.

FABELHAFTE THIERE.

No. 1. Die Harpyen.

Die Harpyen waren nach der alten Fabellehre, Ungeheuer die oberhalb einen Weiber-Leib, unten einen Drachenschwanz, Bären-Tatzen und bunte Fledermaus-Flügel hatten. Die Götter schickten sie den Menschen als Plagen zu.

No. 2. Der Greif.

Der Greif, der in der Wappenkunde häufig als Schildhalter vorkommt, war gleichfalls ein fabelhaftes Thier der Alten. Er hatte die Gestalt eines Löwen, einen Adlerkopf mit Pferde-Ohren, Flügel, und an Statt der Mähne einen Kamm von Fisch-Flossfedern. Man dichtete von ihnen, sie grüben das Gold aus der Erde, und bewachten es gegen die Räuber.

No. 3. Der Satyr.

Satyren waren, nach der Dichtung der Alten, Waldmenschen mit braun-rothen Leibern, Bocksfüssen, Ziegenhörnern und Ziegen-Ohren, die hauptsächlich sich von ihren Ziegen-Heerden nährten, und als lustige Geschöpfe zum Gefolge des Bachus gehörten. Man stellt sie daher gewöhnlich tanzend, mit einer Rohrpfeife und einem Hirtenstabe in der Hand, einem Ziegenfelle auf dem Arme, und einem Milch- oder Wein-Kruge vor. Von ihrer vermeinten Gabe Andere zu verspotten, haben die Satyren, oder Spottgedichte, ihren Nahmen.

No. 4. Die Giganten oder Titanen.

Die Giganten oder Titanen waren, nach der Fabel, ungeheure Riesen, welche an Statt der Füsse Schlangen hatten, in den Phlegräischen Gefilden aus der Erde hervor kamen, den Himmel stürmten, Berge auf Berge thürmten, und mit den Göttern einen grossen Kampf hatten. Man findet sie deshalb auf alten Denkmälern mit einem Steine und Baum-Aste in der Hand, und einer Ochsenhaut über dem Arme. Letzteres bezieht sich auf die Rinder Geryons, welche sie dem Hercules geraubt hatten.

No. 5. Das Seepferd.

Gleichfalls ein fabelhaftes Thier der Alten, das zur See-Equipage des Neptun gehörte. Es hatte vorn Schwimm-Füsse, und hinten einen Fischschwanz, zum Schwimmen.

No. 6. Nereiden und Tritonen.

Nereiden und Tritonen waren Menschen mit Fisch-Schwänzen, womit die Fabel der Alten das Meer bevölkerte. Die Männer hiessen Tritonen, die Weiber Nereiden. Sie waren Halbgötter, die das Gefolge Neptuns ausmachten. Die Fabel von den Nereiden oder Wasser-Nymphen hat sich wahrscheinlich auf die neuern Zeiten fortgepflanzt, und es sind in den Volks-Mährchen daraus die sogenannten Wasser-Nixen entstanden.

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Band 1, Tafel 58

Band 1, Heft 12, Tafel 58, französisch

Mélanges II. T. I. No. 58.

ANIMAUX FABULEUX.

No. 1. Les Harpyes.

Selon l'ancienne Mythologie, les Harpyes étoient des monstres, qui avoient par le haut le corps d'une femme, et depuis la ceinture la queue d'un dragon; on leur donnoit en outre des pattes d'ours et des ailes de chauve-souris bigarrées de plusieurs couleurs. Les Dieux les envoyoient tourmenter les hommes.

No. 2. Le Griffon.

Le Griffon, qu'on trouve fréquemment comme support dans les armoiries, étoit pareillement un animal fabuleux des anciens. Il avoit le corps d'un lion, la tête d'un aigle, les oreilles d'un cheval, des ailes, et au lieu de jube une espèce de crète semblable à la nageoire d'un poisson. On débitoit de cet animal, qu'il déterroit l'or des entrailles de la terre, et qu'il le gardoit contre les voleurs.

No. 3. Le Satyre.

Les Satyres étoient, d'après les fictions des anciens, des hommes sauvages, qui habitoient les forêts; la couleur de leur corps étoit d'un brun rouge, ils avoient les pieds de bouc, les cornes et les oreilles d'une chèvre; ils se nourrissoient principalement de leurs troupeaux de chévres, et étoient de la suite de Bacchus à cause de leur gaité extraordinaire. De la vient qu'on les-représente communement dansans, avec une flûte de spet tuyaux et un bâton pastoral, ou une houlette, à la main, une peau de chèvre sur le bras, et une cruche à lait ou à vin devant eux. C'est du don d'ironie qu'on leur atrribuoit, que nos Satyre, ou poëmes ironiques, ont pris leur nom.

No. 4. Les Géans ou Titans.

Les Géans ou Titans étoient, selon la fable, des hommes d'une grandeur prodigieuse, qui avoient des serpens au lieu de pieds, sortirent de la terre dans les Champs Phlegrées, escaladèrent le ciel, entassèrent montagnes sur montagnes, et livrèrent de grands combats aux Dieux. C'est pour cette raison que sur les anciens monuments on les voit représentés avec une pierre et une branche d'arbre à la main, et une peau de boeuf sur le bras. Ce dernier indice fait allusion aux boeufs de Géryon, qu'ils avoient volés à Hercule.

No. 5. Le Cheval marin.

C'étoit pareillement un animal fabuleux, que les anciens disoient faire partie de l'équipage de Neptune. Il avoit par devant des pieds d'oie, et par derrière la queue d'un poisson, pour nager plus facilement.

No. 6. Les Néréides et les Tritons.

Les Néréides et les Tritons étoient des hommes à queue de poisson, dont la fable des anciens avoit peuplé la mer. Ceux du sexe masculin se nommoient Tritons, et les femmes s'appelloient Néréides. C'étoient des Demi-Dieux qui composoient le cortége de Neptune. La fable des Néréides ou des Nymphes des eaux (Naïades), s'est vraisemblablement conservée jusques à nos jours, et ce sont elles dont il est parlé dans les Contes bleus allemands sous le nom de Wasser-Nixen.

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Band 1, Tafel 59

Band 1, Heft 12, Tafel 59, deutsch

Vermischte Gegenstände III T.I. No. 59.

FABELHAFTE THIERE.

No. 1. Der Vogel Roc.

Der Vogel Roc ist nach den bekannten Arabischen Märchen der Tausend und einen Nacht, und andern orientalischen Wunder-Geschichten, ein ungeheuer grosser Vogel; den immer die Zauberer oder Prinzen oder Prinzessinnen zu ihren Reisen durch die Lüfte brauchen. Wie ungeheuer gross man ihn machte, kann man z.B. aus dem Mährchen, Geschichte des Arabischen Ritters, (im VII. Bande der Blauen Bibliothek S. 340.) sehen, wo er das ganze prächtige Zelt der Prinzessin Dorathill Goase, mit ihr selbst, auf seinem Rücken trägt, und in wenigen Minuten damit über ganz Asien wegfliegt; welche Vorstellung ich hier gewählt habe.

No. 2. Der Basilisk.

Der Basilisk, von dem Plinius in seiner fabelhaften Naturgeschichte erzählt, war ein erdichtetes Wunderthier in Africa; das die Gestalt eines Hahns mit bunten Drachen-Flügeln, und einem Drachen-Schwanze haben, und dessen Blick so giftig seyn sollte, dass er alles was er ansähe, sogleich damit tödete. Man sagte daher, man könne den Basilisken nicht anders tödten, als dass man ihm einen Spiegel vorsetzte. So bald er sich in demselben sähe, tödte sein giftiger Blick ihn selbst. Giftige Basilisken Blicke sind daher zum Sprüchworte geworden.

No. 3. Der Phönix.

Der Phönix war gleichfalls ein fabelhafter Wunder-Vogel der Alten. Es lebte nur immer ein einziger auf der Welt, in Arabien, als wohin man alle Wunder setzte. Dieser wurde an 500 Jahre alt; und wenn er nun des Lebens müde war, so trug er kostbare Spezereyen in sein Nest zusammen, liess diese von der Sonne anzünden, und verbrannte sich selbst; worauf alsdann aus seiner Asche ein junger Phönix hervorkam, und er sich auf diese Art erneuerte. Er hatte die Grösse und Gestalt eines Adlers; seinen Kopf umstrahlte Sonnenglanz; sein Hals glänzte wie Gold, seine Flügel waren purpurroth, Schwanz, Klauen und Schnabel aber himmelblau. Kurz es war der seltenste Wunder-Vogel von der Welt.

No. 4. Das Einhorn.

Das Einhorn, als vierfüssiges Thier, ist nicht minder eine Fabel. Es kommt zwar oft in Wundermährchen, in der Heraldik als Schildhalter, und sogar in der Bibel, im Buche Hiob, (wo es aber vermuthlich das Zebra seyn soll) vor, allein die neuere Naturgeschichte kennt es nicht. Man giebt ihm die Gestalt eines grossen Pferdes mit einem zwey Ellen langen spitzigen gewundenen Horne vor der Stirn. Vermuthlich hat das eben so gestaltete Horn des Narbal-Fisches, den ich Heft II. No. 7. beschrieb, welches man, wie andere versteinerte Thierknochen, irgendwo aus der Erde grub, und Unwissenheit in der Naturgeschichte Anlass zu dieser Fabel, die Plinius zuerst erzählt, gegeben.

No. 5. Das Boramez oder Scythische Lamm.

Man glaubte noch zu Anfange dieses Jahrhunderts die Fabel, es wachse in der Tartarey und Scythien eine wunderbare Pflanze, in Gestalt eines braunen Lammes, auf einem Stengel, der ihm gleichsam zur Nabelschnur diene. Diess Lamm fresse um sich her, so weit es reichen könne, alle Kräuter ab, und sterbe und vertrockne alsdann, wenn es keine Nahrung mehr habe. Das Wahre davon ist, das Boramez oder Scythische Lamm ist ein rauches, wolligtes Moos, welches in grossen Klumpen, und zuweilen in der hier abgebildeten Gestalt, als eine Schmarotzerpflanze auf dem baumartigen Fahrenkraute, in der Tartarey wächst, und gelblich-braun aussieht. Das Uebrige davon ist ein Märchen.

No. 6. Der Drache.

Der Drache ist ein berühmtes fabelhaftes Wunder-Thier, das in der Fabel-Geschichte fast aller Völker, und sonderlich in den alten Teutschen Ritter- und Volks-Märchen, unter dem Namen Lindwurm vorkommt. Er hatte 4 Löwenfüsse, einen dicken Schlangen-Schwanz, Flügel mit Augen, einen schrecklichen Hals und Kopf, und spie gewöhnlich Feuer und Flammen aus dem Rachen. Die Drachen waren Ungeheuer die die Länder verheerten, und mit denen die Ritter immer kämpften. Kurz der Drache war von jeher ein Geschöpf der Einbildungskraft, welches die Phantasie der Dichter auf mancherley Art bildete; aber nie in der Natur existirte.

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Band 1, Tafel 59

Band 1, Heft 12, Tafel 59, französisch

Mélanges. III. T. I. No. 59.

ANIMAUX FABULEUX.

No. 1. L'Oiseau-Roc.

Selon les contes arabes, si connus sous le nom des mille et une nuits, et d'autres histoires orientales merveilleuses, l'Oiseau Roc est un oiseau d'une grandeur prodigieuse; dont les Magiciens ou les Princes et les Princesses se servent toujours dans leurs voyages à travèrs les airs. Le conte intitulé Histoire du chevalier arabe, qui se trouve à la page 340 du VIIême Tome de la Bibliotheque bleue, fait voir quelle grandeur prodigieuse on lui attribue; puisqu'il porte sur son dos, non seulement la tente magnifique de la Princesse Dorathil Goasé, mais encore la Princesse elle même, et vole en peu de minutes sur toute l'Asie, chargé de ce fardeau. C'est cette scène que nous avens représent Fig. 1.

No. 2. Le Basilic.

Le Basilic, dont parle Pline dans son histoire naturelle fabuleuse, étoit un animal, qu'on feignoit vivre en Afrique; il avoit la figure d'un coq, avec des ailes de dragon bigarrées de plusieurs couleurs et la queue d'un dragon; son regard étoit, dit-on si venimeux, qu'il tuoit à l'instant même tout ce qui le regardoit. On prétendoit, par cette raison, qu'il n'y avoit pas d'autre moyen de tuer le Basilic, que de lui présenter un miroir, parcequ'alors son regard envenimé le faisoit périr lui même, aussitôt qu'il s'y appercevoit. C'est de la, sans doute, que l'expresson Yeux de Basilic est passée en proverbe.

No. 3. Le Phénix.

Le Phénix étoit pareillement un oiseau imaginaire et fabuleux des anciens. Il n'en existoit jamais qu'un seul, qui se trouvoit en Arabie, le pays aux merveilles. Cet oiseau vivoit 500 ans. et quand il étoit las de vivre, il ramassoit dans son nid les plus précieux aromates, auxquels le soleil mettoit le feu, et se brûloit ainsi lui même; il naissoit alors de sa cendre un jeune Phénix, et l'oiseau se renouvelloit de la sorte. Il avoit la grandeur et la figure d'un aigle, la tête rayonante, le cou brillant de la plus belle couleur d'or, les ailes couleur de pourpre, la queue, les serres, le bec d'un beau bleu de ciel. En un mot c'était l'oiseau du monde le plus rare et le plus merveilleux.

No. 4. La Licorne.

La Licorne, considérée comme quadrupéde, n'est pas moins fabuleuse. Il en est souvent fait mention dans les contes merveilleux; on la trouve pareillement comme support dans les armoiries; la Bible même en parle au livre de Iob, (òu elle est vraisemblablement prise pour le Zèbre), mais l'histoire naturelle moderne n'en dit pas le mot. On lui atrribue le corps d'un grand cheval, avec une corne cordelée et pointue, de la longueur de deux aunes, sur le front. Cé vraisemblablement, la corne ainsi figurée du Narval, (poisson décrit au No. 7. du II. cahier), qu'on aura rouvée quelque part dans la terre, de même que d'autres os d'animaux pétrifiés, et l'ignorance totale de l'histoire naturelle, qui ont donné lieu à cette fable que Pline raconte le premier.

No. 5. Le Boramez, ou l'Agneau de Scythie.

Au commencement de ce siecle on ajoutoit encore foi à la fable, qui disoit; que dans la Tartarie et la Scythie il croissoit une plante singulière de la figure d'un agneau brun, et portée sur une tige, qui lui servoit, pour ainsi dire, du cordon ombilical. Cet agneau mangeoit, disoit-on, toutes les plantes qui l'environnoient et auxquelles il pouvoit atteindre, il périssoit ensuite et se desséchoit quand il ne trouvoit plus de nourriture. Ce qu'il y a de vrai dans cette fable, c'est que le Boramez, ou l'agneau Scythe est une mousse laineuse, qui, comme plante parasite, croît souvent en grande masse, et quelque fois même sous la figure représentée ici, sur la grande fougére de Tartaric, et est d'un jaune brun. Tout ce qu'on ajoute de plus n'est qu'un conte.

No. 6. Le Dragon.

Le Dragon est un animal merveilleux fort célèbre dans la fable de presque tous les peuples et sur tout dans les anciennes histoires de chevalerie et les contes populaires de l'Allemagne, où il porte le nom de Lindwurm. On lui donnoit les quatre pieds d'un lion, une queue de serpent fort épaisse, des ailes couvertes d'yeux, une tète et un cou éffroiable, et lui faisoit communément vomir feux et flammes. Les Dragons ètoient des monstres qui désoloient la terre, et avec lesquels les chevaliers étoient toujours en combat; ils furent, en un mot, de tout tems des êtres purement imaginaires, que la fantaisie des poëtes décrivit sous quantité de formes differentes, mais qui n'existèrent jamais dans la nature.

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Band 1, Tafel 60

Band 1, Heft 12, Tafel 60, deutsch

Vögel XI. B. I. No. 60.

KUCKUKE aus verschiedenen Ländern.

Der Kuckuk, den wir alle kennen, ist in vieler Rücksicht ein merkwürdiger Vogel. Er ist ohngefähr so gross als eine Turteltaube, nur macht ihn sein Schwanz länger. Von seinem Rufe Kuckuk! Kuckuk! den er jedoch nur vom April an bis zum Julius hören lässt, hat er seinen Namen erhalten. Nur das Männchen schreiet Kuckuk, das Weibchen aber krächzet nur. Er ist ein Zugvogel, der im September, bey uns in Teutschland, in wärmere Länder fortzieht, und im April wiederkommt. Er nährt sich von Würmern und Insecten, und ist keinesweges ein Raubvogel, wie der gemeine Mann fälschlich geglaubt, und sogar verschiedene Fabeln von ihm erzählt hat: z.E. dass er sich in einen Sperber verwandle; dass ihn der Geyer auf seinem Rücken trage und zu uns bringe; dass er auf die Pflanzen speye, und daraus schädliche Insecten wachsen; dass er in die Nester anderer Vögel ein Ey, und zwar jedes von der Farbe der ihrigen lege, um sie zu betrügen; dass der junge Kuckuk die Mutter, die ihn ausgebrütet habe, fresse u.s.w. welches alles Volksmährchen sind. Merkwürdig ist allerdings deswegen der Kuckuk, dass er sich nie ein Nest bauet, und seine Eyer nie selbst brütet, sondern sie alle einzeln in das Nest anderer kleiner Vögel, z.E. der Grasmücken, Rothkehlchen, Zaunkönige, Bachstelzen legt, die es dann gern ausbrüten, und den jungen Kuckuk, wenn er ausgeflogen ist, mit Freuden füttern. Kurz, der Kuckuk bekümmert sich um seine Eyer und Brut gar nicht, sondern überlässt die Mühe davon Andern.
Der Kuckuk bewohnt fast alle Welttheile, jedoch hat jedes Land seine besonderen Arten; wie folgende zeigen.

No. 1. Der Europäische Kuckuk.

Er ist dunckelgrau, schattirt, und die Schwingen grün-braun.

No. 2. Der blaue Kuckuk.

Er lebt in Madagascar und ist schön hellblau.

No. 3. Der Kuckuk von Coromandel.

Er ist kleiner als alle, kuppigt, buntgezeichnet und hat einen getheilten Schwanz.

No. 4. Der Kuckuk vom Cap.

Er ist rothbraun mit schwarzen Schwingen, und am Bauche schäckigt.
In der Gegend des Vorgebirge der guten Hoffnung findet man auch den sogenannten Honig-Kuckuk, der durch sein Geschrey Chirs! Chirs! den Wilden die Honig-Vorräthe der Bienen im Walde anzeigt, und sie bis zu dem Baume hinführt, in welchem der Stock ist, und dann zur Dankbarkeit von ihnen einen Theil der Beute empfängt.

No. 5. Der Ostindische Kuckuk.

Er ist der grösste unter allen; braun schattirt, und am Bauche gelblich.

No. 6. Der Kuckuk aus den Philippinischen Inseln.

Ist klein, hat schwarzen Kopf, Brust und Schwanz, und dunkelbraune Flügel.

No. 7. Der Kuckuk aus Cayenne.

No. 8. Der Kuckuk aus Guyane.

Sonderbar ist es, dass die Amerikanischen Kuckuke, nicht so wie die in der alten Welt, ihre Eyer in die Nester anderer Vögel legen, sondern sich selbst Nester machen, und ihre Eyer ausbrüten.

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Band 1, Tafel 60

Band 1, Heft 12, Tafel 60, französisch

Oiseaux XI. T. I. No. 60.

COUCOUS de différens Pays.

Le Coucou, cet oiseau connu de tout le monde, est remarquable à plusieurs égards. Il est à peu près de la grandeur d'une tourterelle, sa queue seule le fait paroitre plus long. Il a reçu son nom de son cri Coucou! Coucou! qu'il ne fait cependant entendre que depuis le mois d' Avril jusqu'au mois de Juillet. Il n'y a que le mâle qui chante Coucou, la femelle ne fait que croasser. C'est un oiseau de passage, qui quitte l'Allemagne en Septembre pour chercher les pays chauds, et revient en Avril. Il se nourrit de vermisseaux et d'insectes et n'est point un oiseau de proie, comme le vulgaire l'a cru faussement; on en a même debité maintes fables; entre autres qu'il se changeoit en épervier; que le Vautour le prenoit sur son dos et nous l'apportoit; qu'il bavoit sur les plantes, ce qui donnoit naissance à des insectes nuisibles; qu'il pondoit dans les nids des autres oiseaux un oeuf, qui par sa couleur ressembloit toujours aux oeufs de ceux-ci, afin de les tromper; que le jeune Coucou devoroit la mére, qui l'avoit fait éclore etc. etc. Tout cela ne mérite pas l'ombre de croyance. Le Coucou est sans doute remarquable en ce qu'il ne construit point de nid et ne couve point lui même ses oeufs, qu'il pond un à un dans le nid d'autres petits oiseaux, p.e. de la sauvette, de la gorge-rouge, du roitelét, du hochequeue, qui les couvent volontiers, et nourrissent avec plaisir le jeune Coucou, lors même qu'il a pris l'essor. En un mot le Coucou ne s'inquiète en aucune façon, ni de ses ufs, ni de sa couvée, et en laisse toute la peine à d'autres oiseaux.
On trouve le Coucou dans presque toutes les parties du monde, chaque pays en a cependant ses espèces particulières, comme le font voir les suivantes.

No. 1. Le Coucou d'Europe.

Il est d'un gris foncé, couleur sur couleur, ses ailes sont vertes et brunes.

No. 2. Le Coucou bleu.

Cet oiseau se trouve à Madagascar, et est d'un beau bleu de ciel.

No. 3. Le Coucou de Coromandel.

C'est le plus petit de tous; il est huppé, bigarée de diverses couleurs et a la queue forchue.

No. 4. Le Coucou de Cap.

Il est d'un brun roux, a les ailes noires et Ie ventre bigarré.
On trouve aux environs du Cap de bonne Espérance une autre espèce de Coucou, qui par l'on cri, Chirs! Chirs! indique aux sauvages les provisions de miel des abeilles dans les forêts, les conduit jusque à l'arbre où est la ruche, et en reçoit pour reconnaissance une partie du butin.

No. 5. Le Coucou des Indes orientales.

C'est le plus grand de tous; il est brun, couleur sur couleur, et jaunâtre sous le ventre.

No. 6. Le Coucou des Iles Philippines.

est petit, a la tète, la poitrine et la queue noires, et les ailes d'un brun foncé.

No. 7. Le Coucou de Cayenne.

No. 8. Le Coucou de la Guyane.

Il est surprenant que les Coucous de I'Amérique ne pondent pas, comme ceux de l'ancien continent, leurs oeufs dans le nid des autres oiseaux, mais qu'ils se construisent leurs propres nids et couvent leurs oeufs.

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Band 1, Tafel 61

Band 1, Heft 13, Tafel 61, deutsch

Pflanzen XI. B. I. No. 60.

GEWÜRZE.

No. 1. Der Cardamom.

Der Cardamom, den wir als Gewürz an die Speisen brauchen, ist der Saame einer schilfartigen Pflanze, welche eine dicke knolligte Wurzel hat, und in Ostindien, vornehmlich auf lava wächst. Neben ihrer grossblätterigen starken Schilf-Staude schiessen aus der Wurzel noch besonders die kleinen Blüthen-Stengel heraus. Diese haben zarte Blätterchen, und tragen eine überaus feine weisse vierblätterigte Blüthe. Wenn diese abgeblühet hat, so setzen die länglicht runden Saamenkapseln (Fig. a.) sehr reichlich an. Wenn diese eingesammelt und getrocknet sind, so werden sie rothbraun, springen an ihren drey Ecken voneinander (Fig. b.) und geben die kleinen, eckigten, braunrothen Saamenkörnchen, die das Gewürz ausmachen, und womit Holland einen sehr starken Handel treibt. Es giebt eigentlich drey Sorten Cardamom; näml. 1) die kleinste, hier abgebildete, welches die bekannteste und gewöhnlichste ist; 2) die mittlere Sorte, welche grössere Körner, und eine dreyeckigte längliche Saamenschote hat; und 3) die grosse Sorte Cardamom, die man auch Paradies-Körner nennt; davon aber die Pflanze noch nicht bekannt ist.

No. 2. Kappern.

Die Kappern-Staude wächst in Italien und in den südlichen Provinzen Frankreichs, ist niedrig und hat viele kriechende Zweige. Wild wachsend hat sie Stacheln; allein in den Gärten angebaut hat sie keine. Sie blüth schön roth, und trägt eine birnförmige Saamen-Kapsel. Die Kappern, welche wir, als ein Gewürz, an mehreren Fleisch-Speisen, Sardellen-Salat u.s.w. essen, sind die grünen Blumenknospen davon, die man, ehe sie aufbrechen, sammelt, einen Tag lang an der Lust trocknet, dann in Essig und Salze beizet, und mit dieser Brühe in Fässer schlägt und durch ganz Europa versendet.

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Band 1, Tafel 61

Band 1, Heft 13, Tafel 61, französisch

Plantes XI. T. I. No. 61.

EPICES.

No. 1. Le Cardamome.

Le Cardamome dont nous assaisonnons quelques uns de nos alimens, est la semence d'une plante assez semblable au roseau. Cette plante, dont la racine est épaisse et noueuse, croît aux Indes orientales et surtout à Java. Il sort de la racine, à côté de la tige principale, dont les feuilles sont grandes, d'autres tiges plus petites, qui portent les fleurs. Les feuilles de ces tiges particulières sont plus petites et moins épaisses que celles de la mère tige, et il nait des aisselles de ces feuilles une fort jolie petite fleur blanche, à quatre pétales. A la fleur succèdent quantité de capsules (Fig. a.) de figure ovoïde, qui renferment la semence. Elles acquièrent une couleur brune rougeâtre, lorsqu'elles ont été recueillies et desséchées, s'ouvrent par leurs trois angles (Fig. b.), et fournissent de petits grains de semence, anguleux et d'un rouge brun, qui constituent l'épice, et dont les Hollandais font un commerce très considèrable. Il y a, à proprement parler trois espèces de Cardamome, savoir; 1) La plus petite et la plus commune, que représente la planche; cette espèce est la mieux connue; 2) L'espèce moyenne, dont les grains de semence sont plus gros, et renfermés dans des gousses triangulaires oblongues et 3) enfin, le grand Cardamome que l'on connaît sous le nom de graines du Paradis; mais dont la plante nous est encore inconnue.

No. 2. Les Capres.

La plante qui nous fournit les Capres croît en Italie, et dans les provinces méridionales de la France. Elle est basse, et plusieurs de ses branches sont même rampantes. Elle est armèe d'épines lorsqu'elle croit naturellement, mais ces épines disparoissent dans la plante cultivée. Sa fleur, à la quelle succéde une capsule en forme de poire, est d'un beau rouge. Les capres dont nous assaisonnons quantité de ragoûts, la salade aux anchois etc. ne sont que les boutons de cette fleur; on les recueille avant qu'ils se soient épanouis, et après les avoir séchés à l'air pendant un jour, on les fait mariner dans du sel et du vinaigre, les met ensuite en petites tonnes avec leur sauce, et les envoie dans toutes les provinces de l'Europe.

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Band 1, Tafel 62

Band 1, Heft 13, Tafel 62, deutsch

Gewürm. I. B. I. No. 62.

MERKWÜRDIGE WÜRME.

Würmer nennt man Thiere, die statt des Blutes einen weissen kalten Saft, und weder Knochen noch Füsse haben, und sich dadurch, dass sie theils Eyer legen, theils lebendige Junge gebähren, fortpflanzen. Viele davon sind, wegen des Schadens oder Nutzens, den sie dem Menschen bringen, sehr merkwürdig, wie z. E. folgende.

No. 1. Der Regenwurm.

Die Regenwürmer haben einen geringelten Körper, der sich sehr ausdehnen and zusammenziehen kann, mit einem erhabenen fleischigen Gürtel; sehen braunroth aus, leben im Miste der Gartenerde, und kommen meistens nach einem Regen aus der Erde hervor, wovon sie auch ihren Nahmen haben. Sie thun den jungen Gemüspflanzen grossen Schaden. Sie sind selten über eine Spanne lang.

No. 2. Der Blutegel.

Die Blutegel leben im Wasser, in Teichen und Sümpfen oder Bächen, und sind 3 bis 4 Zoll lange halbrunde Würmer. Sie sehen auf dem Rücken schwärzlich aus, und haben acht gelbe Streifen. Sie haben die besondere Eigenschaft, dass sie sich an Thiere und Menschen anhängen, wenn diese in das Wasser kommen, sich von ihnen voll Blut saugen, und dann wieder abfallen. Ebendeshalb bedient man sich ihrer in der Medizin zu Abzapfung des Blutes aus den äusseren Theilen des Kranken; und es ist wahrscheinlich, dass die Menschen von ihnen zuerst das Aderlassen und Schröpfen gelernt haben.

No. 3. 4. 5. 6. Der Arm-Polyp.

Die Arm-Polypen leben im Wasser, und haben einen gallertartigen durchsichtigen, gelbröthlichten (Fig. 6. a. b. c. d.) oder ganz grünen (Fig. 3.) Körper, der nur aus einem einfachen Canale besteht. An diesem ist vorn ein kolbenförmiges Theil, wo sich das Maul des Thieres befindet. Um dieses Maul herum ragen feine Arme heraus, die wie dünne Perlenschnüre aussehen, und die es nach Willkühr ausstrecken und einziehen kann. Mit diesen Armen fängt der Polyp seine Speise, kleine Wasserinsekten, und bringt sie zum Munde (Fig. 4.5.). Die Polypen setzen sich immer mit dem Schwanze an einer Wasserpflanze, sonderlich an den Wurzeln der Meerlinsen (Fig. 3. und 6.) fest; vermehren sich auch ordentlich wie die Pflanzen, indem ihnen an der Seite Knospen, wie Zweige an einer Pflanze, herauswachsen (Fig. 3.) die sich dann absondern, und junge Polypen werden. Sonderbar ist, dass, wenn man auch diese Thiere in Stücke schneidet, jedes Stück wieder ein neuer Polyp wird. Fig. 4. zeigt einen Armpolypen in seiner natürlichen Grösse, wie er seinen Raub fängt; und Fig. 5. zwey dergleichen Polypen sehr vergrössert, die einen gemeinschaftlichen Raub mit ihren Armen gefesselt haben, und aussaugen.

Eingeweide-Würmer.
No. 7. Der kürbiskernförmige Bandwurm.
No. 8. Der Blasen-Bandwurm.

In den Eingeweiden der Menschen und Thiere leben gar viele Arten von Würmern, die sehr verschiedene Grössen und Gestalten haben. Die schädlichsten darunter sind die sogenannten Bandwürmer, die, wenn auch nur ein einziges Glied von ihnen im Körper bleibt, gleich davon wieder fortwachsen und nicht zu vertilgen sind. Der kürbiskernförmige Bandwurm wohnet in den Därmen der Menschen. Die zarte dreyzackigte Spitze ist sein Kopf. Der Blasen-Bandwurm, der hier in natürlicher Grösse vorgestellt ist, sitzt vorzüglich an den Lebern der Thiere wie grosse Wasserblasen.

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Band 1, Tafel 62

Band 1, Heft 13, Tafel 62, französisch

Vers. I. T. I. No. 62.

VERS REMARQUABLES.

On donne le nom de Vers à des animaux, qui au lieu de sang n'ont qu'une liqueur blanche dépourvue de chaleur; qui n'ont ni pieds ni os, et se propagent par la ponte, ou en mettant au monde des petits tout vivans. Il y en a plusieurs qui sont dignes de notre attention, soit à cause de leur utilité, ou par rapport au dommage qu'ils causent a l'homme.

No. 1. Le Ver de Rosée.

Le corps de ce Vers est un composé d'anneaux qu'il peut allonger et rètrécir à volonté; il a en outre vers le milieu du corps, un bourrelet de chair relevé; sa couleur est d'un rouge brun. On le trouve dans le fumier, dans le terreau des jardins, et il sort ordinairement de terre après la pluie, ce qui lui a fait donner son nom. Il endommage considérablement les jeunes plantes, et a rarement plus d'une palme de longueur.

No. 2. La Sangsue.

La Sangsue vit dans les étangs, les marais et les ruisseaux; elle a 3 ou quatre pouces de longueur, et n'est, à proprement parler, qu'un ver a demi rond. Son dos noirâtre est strié de huit raies jaunes. Elle a la propriété singulière de s'attacher aux animaux ou aux hommes qui vont à l'eau, et de se remplir du sang, qu'elle leur suce, ne les quittant, que quand elle en est pleine. C'est pour cette raison qu'on s'en sert en mèdecine pour désemplir les vaisseaux sanguins de parties extérieures du malade; il est même vraisemblable que ce fut d'elle que les hommes apprirent à saigner et à ventouser.

No. 3. 4. 5. 6. Le Polype à Bras.

Les Polypes à Bras vivent dans l'eau. Leur corps, qui n'est qu'un simple Canal, est gélatineux, transparent, d'un jaune rougeatre (fig.6. a. b. c. d.) ou entièrement vert ,(fig. 3.). On voit à l'une des extrèmités de l'animal une espèce de bosse où se trouve sa bouche, autour de la quelle s'étendent ses bras, assez semblables à de très petites perles enfilées, et qu'il peut avancer ou retirer à volonté. Ils se servent de ces bras pour saisir leur proie, c. a. d. de petits insectes aquatiques, et les porter à leur bouche (fig. 4. 5.). Les Polypes s'attachent communément par la queue à quelque plante aquatique, et surtout à la lentille d'eau (fig. 3. et 6.). Ils se propagent aussi comme les plantes, jettent à leurs côtés des bourgeons qui l'accroissent comme les branches d'une plante, (fig. 3.), se séparent ensuite du tronc, et deviennent autant de jeunes Polypes. Il est singulier qu'en quelque nombre de morceaux que l'on coupe ces animaux, chaque partie devienne elle même un polype entier. La fig. 4. représente un Polype à Bras dans sa grandeur naturelle, s'emparant de sa proie; et la fig. 5. en fait voir deux, considérablement grossis, qui ont entortillé de leurs bras un insecte, qu'ils dévorent en commun.

Vers, qui se trouvent dans les viscères.

No. 7. Le Ver Cucurbitin.

No. 8. Le Ver Orbiculaire.

On trouve dans les viscéres des hommes et des animaux, plusieurs espéces de Vers, differens par leur forme aussi bien que par leur grandeur. Les plus dangereux d'entre eux sont, les Vers Solitaires, qui se reproduisent et ne peuvent se détruire tant qu'il en reste une seule partie dans le corps. Le Ver Cucurbitin, qui en est une espèce, se trouve dans les intestins de l'hommes. La petite pointe triangulaire qu'on lui voit, est sa tête. Le Ver Orbiculaire représenté ici de grandeur naturelle, s'attache de préférence au foie des animaux, et ressemble à une grande vessie remplie d'eau.

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Band 1, Tafel 63

Band 1, Heft 13, Tafel 63, deutsch

Vierf. Thiere XV. B. I. No. 63.

WÖLFE UND FÜCHSE.

Die Wölfe und Füchse gehören zu dem grossen Geschlechte der Hunde. Sie sind sämmtlich Raubthiere und den Menschen in mancher Rücksicht gefährlich oder schädlich. Man hat mehrere Arten davon die merkwürdig sind.

No. 1. Die Hyäne.

Die Hyäne, welche schon bey den Alten als ein fürchterliches Raubthier berühmt war, lebt einsam in Persien, Syrien, Aegypten, und der Barbarey, in Felsenhöhlen. Sie ist beynahe 4 Fuss lang, hochbeinigt, grau und mit braun gestreift, hat mehr Borsten als Haare, und über den ganzen Hals und Rücken eine Mähne, die sie emporsträuben und niederlassen kann. Sie geht des Nachts auf Raub aus, welcher in Eseln, Ziegen, Schaafen, Menschen, auch Aase und Leichen, die sie ausgräbt, besteht. Ihr Naturell ist so grausam, wild und unbändig, und dabey so herzhaft, dass sie oft allein zwey Löwen in die Flucht jagt.

No. 2. Der Schakall.

Der Schakall gleicht mehr dem Wolfe als dem Fuchse; ist auch vollkommen so gross als der Wolf. Er sieht graugelb aus, wohnt im südlichen Asien, Persien, Syrien, Aegypten, und Nordamerika, nicht, wie die Füchse, unter der Erde, sondern in Wäldern und Gebirgen, und kommt ohne Scheu vor dem Menschen, sehr oft des Raubes wegen, in die Städte und Dörfer, oft in Rotten bis zu 200. Er lässt sich leicht zahm machen.

No. 3. Der Wolf.

Man findet den Wolf in allen Welttheilen, und zwar von verschiedenen Farben. Der gewöhnliche ist viertehalb Fuss lang, graubraun von Farbe, und fast wie ein Fleischerhund gestaltet. Er raubt Schaafe, Ziegen, Rehe, Kälber, und Füllen; uns ist so gefrässig, dass er 2 Schaafe auf einmal auffressen kann, wenn er Zeit dazu hat. Menschen fällt er nur im Winter bey grössten Hunger an. In Teutschland sind sie als schädliche Raubthiere durchaus ausgerottet.

No. 4. Der schwarze Fuchs.

Er hat Aehnlichkeit mit dem Wolfe, und ist grösser als der gemeine Fuchs. Er lebt in den nördlichsten Ländern von Europa, Asien und Amerika. Sein Pelzwerck ist ausserordentlich fein, glänzend schwarz, und das kostbarste und theuerste dass wir jezt kennen; so dass selbst in Russland ein schöner schwarzer Fuchs-Balg oft mit 400 Rubeln bezahlt wird.

No. 5. Der weisse Fuchs.

Dieser ist kleiner als der gemeine Fuchs, und wohnt in allen Welt-Theilen innerhalb des nördlichen Polarkreises, ziemlich häufig. Er lebt wie der gemeine Fuchs in Bauen unter der Erde. Sein Pelzwerk ist schön weich, und auch in Teutschland bekannt; obgleich, wegen seiner Menge, nicht theuer.

No. 6. Der gemeine Fuchs,

lebt in ganz Europa und Asien; ist etwa 2 Fuss lang, und von Farbe braunroth. Er gräbt sich Baue unter der Erde, ist listig und furchtsam, nährt sich daher von Raube mehr durch List als Gewalt. Hauptsächlich sind Hüner, Gänse, Fasanen, junge Rehe, Haasen und Kaninchen sein Raub Eben so gern frisst er auch Honig der wilden Waldbienen. Man fängt ihn in Teller-Eisen, um seinen Balg zu schonen.

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Band 1, Tafel 63

Band 1, Heft 13, Tafel 63, französisch

Quadrupedes XV. T. I. No. 63.

LOUPS ET RENARDS.

Les Loups et les Renards sont de la nombreuse famille des chiens. Ce sont en général des animaux féroces, qui sont à bien des égards dangereux ou nuisibles à l'homme. Il e n existe plusieure espèces, dont les plus remarquables sont:

No. 1. L'Hyène.

L'Hyène, que les anciens connoissoient déja comme un animal terrible, vit dans les deserts de la Perse, de la Syrie, de l'Egypte et de la Barbarie, où elle habite le creux des rochers. Elle a environ quatre pieds de longueur, les pattes hautes, et le poil gris strié de rayes brunes; elle a plutôt des soies que des poils; il règne sur son cou et le long de son dos, une jube ou crinière, qu'elle peut dresser et baisser à volonté. Elle sort la nuit pour-chercher sa proie, qui consiste en ânes, en chévres, en brebis, en hommes, et même en charognes et en cadavres, qu'elle déterre. Elle est d'un naturel si féroce et si cruel, et si courageuse en même tems, qu'elle seule met souvent en fuite deux lions.

No. 2. Le Chacal.

Le Chacal ressemble moins au renard qu'au loup, dont il a parfaitement la grandeur. Sa couleur est d'un jaune gris, il habite le Sud de l'Asie, la Perse, la Syrie, l'Egypte et le Nord de l'Afrique; il ne vit point, comme le renard, dans des terriers, mais dans les forêts et sur les montagnes, d'où il descend souvent, sans craindre les hommes, jusques dans les villes et les villages pour y chercher sa proie. On voit souvent jusqu'à deux cents de ces animaux attroupés. Le Chacal s'apprivoise aisément.

No. 3. Le Loup.

Le Loup se trouve dans toutes les parties du monde. Sa couleur varie, mais le plus ordinaire est gris brun, a trois pieds et demi de long, et à peu près la figure d'un chien de boucher. Le Loup prend les moutons, les chevreuils, les veaux et les poulains; il est si vorace, qu'il mange deux moutons à la fois lors qu'il en a le tems. Il n'attaque l'homme qu'en hyver lors qu'il est affamé. On a entièrement détruit cette race d'animaux pernicieux en Allemagne.

No. 4. Le Renard noir,

a quelque ressemblance avec le Loup, et il est plus grand que le renard ordinaire. On le trouve dans les contrées les plus septentrionales de l'Europe, de l'Asie et de l'Amérique. Sa pelisse est d'une extrême finesse, d'un noir luissant, et la plus chère et la plus précieuse, que nous connoissions jusques ici, de sorte qu'en Russie même, une belle peau de renard noir coute souvent jusqu'à 400 Roubles.

No. 5. Le Renard blanc.

Ce Renard est plus petit que l'ordinaire, et se trouve assez fréquemment dans toutes les contreés de notre globe sous le cercle polaire arctique. Il vit, comme notre renard, dans des terriers qu'il se creuse. Sa peau est douce et d'un beau blanc; on la connoit même en Allemagne, où cette sorte de pelisse n'est ni chère ni rare.

No. 6. Le Renard ordinaire.

Se trouve dans toute l'Europe et en Asie; il a environ 2 pieds de longueur, et la couleur de son poil est un brun fauve. II se creuse des terriers, est extrêmement craintif et rusé, et se nourrit par la même des bêtes qu'il prend par finesse plutôt que de celles qu'il ravit de force. Les animaux dont il fait sa nourriture sont surtout les poules, les oies, les faisans, les jeunes chevreuils, les lièvres et les lapins. Il aime aussi le miel des abeilles sauvages. On le prend dans des pièges, pour ne pas endommager sa peau.

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Band 1, Tafel 64

Band 1, Heft 13, Tafel 64, deutsch

Vögel. XII. B. I. No. 64.

DIE KLEINSTEN VÖGEL.

Der kleinste Europäische Vogel, den wir kennen, ist unser Zaunkönig; allein in China und Ostindien giebt es noch weit kleinere. Die kleinsten Vögel, welche die Naturgeschichte noch entdeckte, sind

No. 1. 2. 3. Die Chinesischen Zwergsperlinge,

und

No. 4. Der kleinste Fliegenvogel.

Ich habe beyde Gattungen in ihrer natürlichen Grösse, hier, auf dem Zweige einer Theestaude sitzend, abbilden lassen.

Die Chinesischen Zwergsperlinge, sind allerliebste kleine Geschöpfchen, und sehr verschieden von Farben; theils (No. 1.) mit blauen Flügeln, rothen Köpfen und weissen Bäuchen; theils (No. 2.) mit rothen Flügeln und Rücken, blauen Kehlen, und gelben Bäuchen; theils (No. 3.) mit grünen Kopf und Flügeln, und weissen Bäuchen. Hr. Dr. Spalowsky in Wien, hat sie uns in seinen Beyträgen zur Naturgeschichte der Vögel zuerst bekannt gemacht, und er sagt, dass er sie ausgestopft selbst in den Händen gehabt habe.
Der kleinste Fliegen-Vogel (No. 4.), der gleichfalls hier in seiner natürlichen Grösse erscheint, und aus einer Thee-Blüthe den Honig, seine einzige Nahrung, saugt, gehört zu den Colibris und wohnt in Brasilien. Diese kleinen Thierchen gerathen oft, wie die Fliegen, in das Gewebe grosser Spinnen, die sie, weil sie zu zart und schwach sind, sich durchzureissen, darinn überfallen, erwürgen und aussaugen. Diese Spinnen aber stellen ihnen auch überdiess auf mancherley Art nach, und diese Vögelchen bauen daher aus natürlichen Instincte ihre kleinen Nestchen, in der Grösse einer Nuss, hart unter die Nester anderer grösserer Vögel, welche die Spinnen aufsuchen und sie fressen, den kleinen Vögelchen aber, als ihren Schutzgenossen, nichts an Leide thun. Sie nähren sich, wie gesagt, blos vom Honige der Blumen. Die Brasilianischen Damen tragen sie ausgetrocknet, wegen ihrer schönen Farben, oft als Ohren-Ringe in den Ohren.

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Band 1, Tafel 64

Band 1, Heft 13, Tafel 64, französisch

Oiseaux. XII. T. I. No. 64.

OISEAUX LES PLUS PETITS.

Le plus petit oiseau que nous ayons en Europe, est notre Roitelêt; mais il en existe de plus petite encore à la Chine et dans les Indes orientales. Voici les plus petits que les naturalistes ayent découverts jusques ici.

No. 1. 2. 3. Les Moineaux nains de la Chine, et

No. 4. Le plus petit Oiseau-mouche.

Nous avons fait graver ces Oiseaux de grandeur naturelle, et perchés sur un rameau de la plante, qui nous donne le Thé.
Les Moineaux-nains de la Chine, sont de très jolis petits animaux fort variés par leurs couleurs. Il en est qui ont la tête rouge, les ailes bleues et le ventre blanc; (Fig. 1.) d'autres (No. 2.) ont les ailes et le dos rouges, la gorge bleue, et les dessous du ventre jaune; d'autres, enfin (No. 3.) ont la tête et le dos verts et le ventre blanc. Mr. le Docteur Spalowsky de Vienne est le premier qui en ait parlé, car on ne les connaissoit pas avant la publication de son Supplément à l'histoire naturelle des Oiseaux, dans lequel il assure avoir eu lui mêmes entre les mains de ces moineaux empaillés.
Le plus petit oiseau mouche, (No. 4.) que nous avons pareillement représenté de grandeur naturelle, et suçant de la fleur du thé le miel dont il fait son unique nourriture, est du genre des Colibris, et se trouve naturellement au Brésil. Ce petit animal se prend souvent, comme une mouche, dans les toiles des grandes araignées, et n'étant ni assez grand ni assez fort pour se débarasser, il devient la proie de ces insectes, qui l'étranglent et lui sucent le sang. Les grandes araignées lui tendent en outre différentes embûches, c'est pourquoi ce petit oiseau, par un instinct naturel, construit son nid, qui n'est pas plus grand qu'une noix, immédiatement au dessous du nid d'autres oiseaux ennemis des araignées, aux quelles ils font la guerre et qu'ils dévorent, tandis qu'ils ne font aucun mal au petit oiseau qui s'est mis sous leur protection. L'oiseau-mouche se nourrit, comme nous l'avons dit, du miel de fleurs. Les Dames du Brésil portent de petits oiseaux mouches desséchés en guise de pendans d'oreille, à cause de la beauté de couleurs de ces petits animaux.

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Band 1, Tafel 65

Band 1, Heft 13, Tafel 65, deutsch

Vierf. Thiere XVI. B. I. No. 65.

FAULTHIERE UND AMEISENFRESSER.

Das Faulthier

ist eine sonderbare Erscheinung unter den vierfüssigen Thieren. Es gleicht beynahe dem Affen, sitzt aufrecht, nährt sich von Blättern und Früchten der Bäume, und lebt in Brasilien und andern heissen Ländern von Süd-Amerika. Das Merckwürdigste an diesem Thiere ist die erstaunliche Faulheit und Langsamkeit, mit der es sich bewegt; denn es braucht nicht nur eine Zeit von 8 bis 9 Minuten um enen Fuss nach dem andern fortzusetzen, sondern auch ebensoviel um dazwischen auszuruhen. Die Bäume, auf denen es seine Nahrung sucht, besteigt es eben so langsam, und verlässt keinen eher, als bis es ihn ganz abgefressen hat, worauf es sich zusammenzieht, herunterfällt, und die lange Reise nach einem andern wieder antritt. Selbst durch Schläge ist es zu keiner grössern Hurtigkeit zu zwingen. Bey jedem Schritte erhebt es ein unerträgliches Geschrey. Diess ist die einzige Vertheidigung des Thieres, dass seinen Feinden weder entfliehen, noch sich gegen sie wehren kann, denn die Klauen dienen ihm bloss zum klettern. Wenn es schlafen will, schlägt es alle vier Beine dicht um einen Baumast, und hängt sich umgekehrt an denselben, wie eine Hangmatte. Es giebt nur zwey Arten des Faulthiers, nemlich den Ai und den Unau.

No. 1. und 2. Der Ai.

Der Ai ist ohngefähr zwey Fuss lang, und bräunlich grau. Von vorn gesehen hat er beynahe ein Menschengesicht; er hat an allen vier Pfoten drey lange Krallen; dahingegen der Unau nur 2 an den Vorder-Füssen hat.

No. 3. Der Unau.

Der Unau lebt ausser Südamerika, auch in Ostindien, ist kleiner als der Ai, hat keinen Schwanz, sondern hinten auf dem Kreutze einen erhabenen Haar-Kranz; sieht auf dem Rücken rothbraun, und am Bauche weissgrau aus. Er hat, den Unterschied der Klauen ausgenommen, mit dem Ai gleiche Eigenschaften.

Der Ameisen-Fresser.

Das Vaterland dieser Thiere, davon es nur 3 Arten giebt, Süd-Amerika, und das heisse Afrika. Ihre Nahrung besteht bloss in Ameisen, indem sie ihre lange klebrichte Zunge in die Strasse der Ameisen-Heere legen, sie ganz vollkriechen lassen, welches in ein Paar Minuten geschieht, sie dann zurückziehen, und die Ameisen verschlingen. Sie klettern auch vermöge ihrer grossen Krallen sehr leicht auf die Bäume, suchen da die Nester der Ameisen auf, und hohlen sie mit ihrer langen feinen Zunge aus den verborgensten Schlupfwinkeln heraus. Mit ihren scharfen Klauen wehren sie sich, auf dem Rücken liegend, sogar gegen den Amerikanischen Tieger, so heftig, dass der Kampf dem Feinde meist das Leben kostet. Es giebt, wie gedacht, nur 3 Arten davon.

No. 4. Der grosse Ameisen-Fresser,

ist langhaaricht, gelb, weiss und schwarz, 4 Fuss lang, ohne den Schwanz, und hat 4 Krallen an jedem Fusse.

No. 5. Der mittlere Ameisenfresser.

lebt vorzüglich in Brasilien, ist kaum halb so gross als jener, glatt, hellgrau, hat einen Wickelschwanz, mit dem er sich anhängen kann, und vorn 4 hinten 5 Krallen.

No. 6. Der kleine Ameisenfresser.

Dieser ist, ohne Schwanz nur 8 bis 10 Zoll lang, gelb, grau und braun von Farbe, weich von Haaren, und hat gleichfalls einen Wickelschwanz.

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Band 1, Tafel 65

Band 1, Heft 13, Tafel 65, französisch

Quadrupedes XVI. T. 1. No. 65.

PARESSEUX ET TAMANOIRS.

Le Paresseux.

Cet animal est une singalarité parmi les quadrupèdes. Il ressemble presque au singe, a le corps droit lorsqu'il est assis, se nourrit des feuilles et des fruits des arbres, et vit au Bresil de même que dans les contrées les plus chaudes de l'Amérique méridionale. Ce qu'il y a de plus remarquable dans cet animal est son extrême paresse et la lenteur avec laquelle il se meut; car il lui faut 8 ou 9 minutes de tems, non seulement pour porter un pied devant l'autre, mais encore un intervalle de tems égal pour se reposer. Il grimpe avec la même lenteur sur les arbres qui lui fournissent sa nourriture; aussi n'en quitte-t-il aucun qu'il ne l'ait entièrement depouillé, et pour l'abandonner il se roule, se laisse tomber, et fait avec lenteur le voyage d'un autre arbre. Les coups de bâton mêmes ne peuvent le forcer à se mouvoir plus vite: Il pousse à chaque pas un cri insupportable. C'est là sa seule défense; car il ne peut ni fuir ses ennemis ni s'en défendre, vû que ses griffes ne lui servent qu'à grimper. Lorsqu'il veut dormir, il embrasse étroitement une branche de ses quatre pattes, et se pend à peu près comme est suspendu un Hamac. Il n'y a que deux espèces de paresseux, savoir l'Ai et l'Unau.

No. 1. et 2. L'Ai.

L'Ai a environ deux pieds de longueur, et son poil est d'un gris brunâtre. A le voir en face, il a la figure assez semblable à celle d'un homme. Ses quatre pattes sont armées de trois longues griffes, tandis que l'Unau n'en a que deux aux pattes de devant et trois à celles de derrière.

No. 3 L'Unau.

L'Unau se trouve dans l'Amérique méridionale et aux Indes orientales; il est plus petit que l'Ai et n'a point de queue; mais on lui voit sur la croupe un bouquet de poils élevés; la couleur de son dos est brune; et celle de son ventre le gris blanc. Si l'on en excepte les griffes, il a toutes les qualités de l'Ai.

Les Tamanoirs.

La patrie de ces animaux, dont il n'existe que trois éspeces, sont l'Amérique méridionale et la brûlante Afrique. Ils se nourrissent de fourmis, qu'ils prennent en allongeant leur langue gluante sur la passage de ces insectes, dont elle est couverte après une couple de minutes; ils retirent alors la langue et avalent les fourmis qui la couvrent. A l'aide de leurs longues griffes ils grimpent avec facilité sur les arbres, où ils cherchent les fourmillières et prennent, par le moyen de leur grande langue effilée, les fourmis jusque dans les coins les plus cachés. Les griffes aiguës des Tamanoirs servent aussi à leur défense. Ils se mettent à cet effet sur le dos, et se battent avec tant d'acharnement, même contre le Tigre de l'Amérique, qu'ils font la plupart du tems pèrir leur ennemi. Il n'en existe, ainsi qu'il a été dit ci-dessus, que trois espèces:

No. 4. Le Grand Tamanoir.

Il a le poil long, de couleur jaune, blanche et noire. La longueur de son corps est de quatre pieds jusqu'à la naissance de la queue, et il a quatre orteils munis de griffes à chaque patte.

No. 5. Le Tamanoir moyen.

Cet animal vit principalement au Bresil. Il est à peine moitié aussi grand que celui dont nous venons de parler, a le poil lisse et d'un gris jaune avec une queue roulée, dont il se sert pour se pendre. Ses pattes de devant ont 4 orteils, et celles de derrière 5.

No. 6. Le Petit Tamanoir.

Sa longueur n'est que de 8 à 10 pouces, la queue non comprise, il a le poil doux, de couleur jaune, grise et brune, et sa queue est pareillement roulée.

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Band 1, Tafel 66

Band 1, Heft 14, Tafel 66, deutsch

Pflanzen. XII. B. I. No. 66.

PFLANZEN aus heissen Ländern.

No. 1. Der Korkbaum.

Der Kork- oder Pantoffelholz-Baum ist eine Art von Eiche, welche nur immergrüne kleinere und weniger ausgezackte Blätter, und kleinere gelbe Eicheln trägt, als unsre gewöhnliche Eichen. Er wächst in Spanien, Italien und in den südlichen Provinzen Frankreichs, und ist besonders merkwürdig wegen seiner oft 2 bis 3 Zoll dicken, schwammigten und leichten Rinde, welche eigentlich unser Korck oder Pantoffelholz ist, woraus Korkstöpsel für Bouteillen und Fässer, Schuhsohlen und mehr andere Dinge gemacht werden. Diese Rinde lösset sich, wenn der Baum ein gewisses Alter erreicht hat, sehr leicht ab. Man macht nemlich vom Gipfel bis zur Wurzel einen langen Einschnitt durch dieselbe, und schält auf diese Art den ganzen Baum, bey trocknen Wetter, alle 10 Jahre, ab. Er setzt sogleich wieder eine frische Rinde an, und wird bey dieser Behandlung 150 bis 200 Jahre alt. Die abgeschälte Rinde legt man sodann im Wasser über einander, presst sie mit Steinen gerade, und versendet sie getrocknet, als Kaufmanns-Waare. Aus der in verschlossenen Gefässen zu Kohle gebrannten Rinde, machen die Spanier auch eine sehr schöne schwarze Farbe, welche unter dem Nahmen Noir d'Espagne bekannt ist.

No. 2. Der Terpentinbaum.

Der in den Apotheken allgemein bekannte Terpentin, ist ein hellgelbes flüssiges Harz, dicker als Oel, und flüssiger als Honig, welches aus verschiedenen Bäumen dringt, und eben darnach von verschiedener Art ist. Man hat nehmlich ächten Cyprischen- Venetianischen und gemeinen Teutschen Terpentin. Der eigentliche so genannten Terpentin-Baum, welcher hier abgebildet ist, und den ächten cyprischen Terpentin giebt, wächst in China, Ostindien, Afrika, und vorzüglich auf den Inseln Chio und Cypern, auch in Italien und Spanien. Er hat beynahe Blätter wie unsre Esche, blüht violett, und trägt braune, kleine Saamenkapseln mit weissen Körnern (Fig. a und b). Um den Terpentin von ihm zu gewinnen, haut man den Stamm des Baums an verschiedenen Orten an, und legt glatte Stein-Platten hart an denselben an. In der Nacht fliesst dann der Terpentin auf dieselben, verdickt sich, und wird alle Morgen weggenommen. Die zweyte Sorte, oder der sogenannte Venetianische Terpentin, wird in Tyrol, Oestreich und Schlesien von Lerchen, und Fichtenbäumen gesammelt, und ist weiter nichts, als ein feines flüssiges Fichtenharz, das järhlich [sic] durch Anbohren der Stämme aus den Bäumen gezogen und durch enge Haarsiebe gereinigt wird. Wenn das Terpentin-Oel davon destillirt und abgezogen ist, so giebt das zurückbleibende harte Harz oder Pech davon das bekannte Colophonium, oder Geigenharz.

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Band 1, Tafel 66

Band 1, Heft 14, Tafel 66, französisch

Plantes. XII. T. I. No. 66.

PLANTES DES PAYS CHAUDS.

No. 1. Le Liège.

Le Liège est une espéce de chène, dont les feuilles sont toujours vertes et moins decoupées que celles des autres chênes, les glands qu'il porte sont aussi plus petits et de couleur jaune. Cet arbre crôit en Espagne, en Italie, et dans les provinces méridionales de la France, et est remarquable surtout par son écorce spongieuse et lègère, souvent épaisse de deux ou trois pouces, et que nous connoissons fous le nom de Liège. On fait de cette écorce des bouchons de bouteilles et de tonneaux, des semelles de souliers et plusieurs autres choses. Elle se détache avec facilité lorsque l'arbre a atteint un certain âge. On y fait à cet effet, dans un tems sec, une longue incision depuis le sommet de l'arbre, tous les 10 ans. L'ecorce ne tarde pas à repousser, et le Liège parvient de la sorte jusqu' à l'âge de 150 et même de 200 ans. On met incontinent dans l'eau les morceaux d'écorce que l'on a détachés les plaçant les uns sur les autres, les charge de pierres pour les redresses, et lorsqu'ils sont secs on en fait un article de commerce. Les Espagnols brûlent cette écorce dans des vaisseaux fermés, et en préparent une fort belle couleur noire, connue sous le nom de Noir d'Espagne.

No. 2. Le Térébinthe.

La Térébenthine, si connue dans nos Pharmacies est une resine fluide d'un jaune clair, plus épaisse que l'huile, mais plus liquide que le miel, qui decoule de plusieurs espèces d'arbres, et dont la qualité diffère par là même. On distingue en conséquence la vraie Térébenthine de Cypre, celle de Venise, et la térébentine ordinaire d' Allemagne. Le Véritable Térébinthe, représenté sur la planche, nous fournit la bonne térébenthine de Cypre, et crôit en Chine, dans les Indes orientales, en Afrique, et surtout dans les îles de Chio et de Cypre, de même qu'en Italie et en Espagne. Ses feuilles ressemblent presque à celles du frène, sa fleur, qui est violette, est remplacée par de petites capsules de couleur brune, et remplies de petites graines blanches (Fig. a & b). Pour en tirer la térèbenthine on fait, à plusieurs endroit du tronc de l'arbre, de profondes incisions, près desquelles on place des pierres plattes. Pendant la nuit la résine coule de ces incisions sur les pierres ou elle s'épaissit, et on la recueille tous les matins. La seconde espèce, ou la térébenthine de Venise, se recueille dans le Tyrol, l'Autriche et la Silésie, ou elle découle des Melèses et des Pins ; ce n'est à proprement parler, qu'une resine fine et liquide que l'on obtient en perçant le tronc des pins, et qu'on purifie en la fesant passer par des cribles de crin fort fins. Lorsque par la distillation on en a retiré l'huile de térébenthine, la résine, ou la poix dure qui reste après l'operation, est ce que nous appellons Colophane. Les joueurs de violon s'en servent pour frotter leurs archets.

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Band 1, Tafel 67

Band 1, Heft 14, Tafel 67, deutsch

Vierf. Thiere XVII. B. I. No. 67.

FLEDERMÄUSE verschiedener Art.

Die Alten rechneten die Fledermäuse zu den Vögeln, weil sie fliegt; allein sehr unrecht; denn sie hat alle Eigenschaften der vierfüssigen Thiere, und gehört auch wirklich zu denselben. Es giebt in allen Ländern der Welt Fledermäuse, und zwar sehr verschiedene Gattungen, an Grösse sowohl als Gestalt. In den heissen Ländern, wo sie sehr gross sind, ist ihr Aufenthalt auf den Bäumen; in kälteren aber halten sie sich in den Klüften der Felsen, Mauern, in Thürmen, Kirchen, Scheuern und alten Häusern auf. Hier ruhen sie, weil sie das Licht scheuen, am Tage über, und fliegen nur in der Abenddämmerung, bis zum Einbrüche der Nacht; denn die Ankunft der Eulen, welche auf sie Jagd machen, treibt sie in ihre Löcher zurück. Wenn sie ruhen, so hängen sie sich entweder mit ihren Hinterfüssen, oder mit dem Haken an ihren Flügeln auf. Ihre Nahrung besteht in Schmetterlingen, Käfern, Fliegen, Mücken, und andern Insecten, die sie im Fluge fangen; sie fressen aber auch gern Fleisch, sonderlich geräuchertes und Speck. In unseren kälteren Ländern ziehen die Fledermäuse im Winter haufenweise in dicke Gemäuer, Keller, Todtenkrüfte, Höhlen und hohle Bäume, hängen sich in der Höhe dicht neben und unter einander in Klumpen, hüllen sich in ihre Flügel ein, werden kalt und starr, und bleiben so ohne alle Nahrung bis zum folgenden Frühjahre hängen, wo sie wieder aufleben. In manchen Ländern, z.E. in China, und in den Philippinischen Inseln isst man sie. Die merkwürdigsten Gattungen davon sind folgende.

No. 1. Der Vampyr oder Blutsauger.

lebt in Afrika und Südasien, und ist die grösste Gattung die wir kennen, oft bis 10 Zoll lang. Sie fressen die Frucht der Palmen, und saugen auch den Saft gern; allein sie saugen auch Menschen und Thieren das Blut aus, indem sie sich im Schlafe an sie machen, mit ihrer scharfen Zunge sie wund lecken, und ihnen auf diese Art das Blut unmerklich aussaugen; welches oft Lebensgefahr bringt.

No. 2. Die Hasenscharte.

Sie ist so gross als eine Ratte, lebt in Peru hat einen runden Kopf mit einer Mopsschnautze, und in der Ober-Lippe eine grosse Hasen-Scharte.

No. 3. Die gemeine Fledermaus.

Diese ist in Teutschland die gemeinste; 2 1/2 Zoll lang; und hält sich häufig bey uns um die Städte und Dörfer auf.

No. 4. Die Speckmaus.

Sie ist so gross als die vorige, und lebt vorzüglich in Frankreich,

No. 5. Die Hufeisennase.

Diese Fledermaus zeichnet sich vor allen dadurch aus, dass ihre Nase wie ein Hufeisen aussieht. Sie ist auch nur 2 1/2 Zoll lang, und wohnt in Frankreich und Teutschland.

No. 6. Die Bart-Fledermaus.

Sie lebt in Senegal, ist 2 Soll [sic] lang, und hat beynahe ein Bocksgesicht, und einen Bart.

No. 7. Das Langohr.

Sie ist merckwürdig wegen ihrer ungeheuern Ohren, die beynahe wie doppelt aussehen. Sie ist 2 Zoll lang, und man findet sie zuweilen in Teutschland.

No. 8. Der Grosskopf.

Sie lebt in den Moluckischen Inseln, ist 2 1/2 Zoll lang, und hat vor andern einen grossen Kopf, dicke Schnautze und herunter hängende Lippen.

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Band 1, Tafel 67

Band 1, Heft 14, Tafel 67, französisch

Quadrupèdes XVII. T. I. No. 67.

CHAUVES-SOURIS de différentes espèces.

Les Anciens mettoient les Chauves-souris au nombre des oiseaux, parce qu'elles volent; mais ils avoient grand tort; car la chauve souris a toutes les proprietés des quadrupêdes, au nombre desquels elle doit réellement être mise. Il existe dans toutes les contrées de la terre, des chauves souris fort différentes les unes des autres, tant à cause de leur grandeur, que par rapport à leur conformation. Dans les pays chauds, òu elles sont plus grandes, elles se tiennent sur les arbres; tandis que dans les contrées plus froides elles se retirent dans les fentes des rochers et des murs, dans les tours, les églises, les granges et les vieilles maisons. Comme elles craignent la lumière, elles se reposent pendant le jour, et ne volent que depuis le crépuscule jusqu'à l'entrée de la nuit, parceque l'arrivée des hiboux, qui leur donnent la chasse, les contraigne de regagner leurs trous. Lors quelles se reposent, elles se suspendent par les pattes de derrière, ou par les crochets qu'elles ont aux ailes. Elles se nourrissent de papillons, de scarabées, de mouches, de moucherons et d'autres insectes, qu'elles prennent au vol; elles aiment aussi la viande, et surtout celle qui a été exposée à la fumèe et le lard. Dans nos contrées froides, les chauves souris se retirent pendant l'hyver dans des murailles épaisses, dans les caves, les caveaux, les creux des rochers ou des arbres, óu elles se trouvent en grand nombre suspendues en haut, fort prês et au dessous les unes des autres, et enveloppées de leurs ailes: le froid les engourdit, et elles restent ainsi suspendues jusqu'au printems, sans prendre la moindre nourriture, mais le retour de la belle saison les rappelle à la vie. Il y a quelques pays òu on les mange, tels sont, entre autres, la Chine, et les Philippines. Les espêces les plus remarquables de chauves-souris sont;

No. 1. Le Vampire.

Cet animal qui vit en Afrique et dans le Sud de l'Asie, est la plus grande des chauves-souris, que nous connoissions, car il a jusqu'à 10 pouces de longueur. Il se nourrit du fruit du palmier, dont il boit aussi le suc avec plaisir; il suce également le sang des hommes et des animaux, s'approchant d'eux quand ils dorment, et les léchant de sa langue rude, ce qui occasionne une plaie, qui lui donne la facilité de sucer imperceptiblement leur sang et souvent même de les faire périr.

No. 2. La Chauve-souris du Pèrou.

Elle est de la grandeur d'un rat, et vit au Pèrou. Sa tête est ronde, son museau ressemble à celui d'un doguin, et sa levre supérieure est fendue profondément, et à bec de lièvre.

No. 3. La Chauve-souris commune.

C'est la plus ordinaire en Allemagne; elle a 2 pouces et demi de longueur, et fait communément son séjour aux environs des villes et des villages.

No. 4. La Noctule.

Elle est aussi grande que la précédente, et se trouve surtout en France.

No. 5. Le Fer à Cheval.

Cette chauve-souris est remarquable sur tout par la conformation de son naseau, qui ressemble a un fer à cheval. Elle n'a pareillement que deux pouces et demi de long, et se trouve en France et en Allemagne.

No. 6. Le Chauve-Souris à Barbe.

Le Sénégal est sa patrie, elle a deux pouces de long, la tête assez semblable à celle d'un bouc avec sa barbe.

No. 7. L'Oreillard.

Est remarquable par la grandeur prodigieuse de ses oreilles, qui paraissent pour ainsi dire doubles. Elle a deux pouces de longueur, et se trouve quelquefois en Allemagne.

No. 8. La Petite rougette.

Est naturelle aux Iles Moluques, elle est longue de deux pouces et demi, a la tête plus grosse que toutes les autres, le museau épais et les lèvres pendantes.

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Band 1, Tafel 68

Band 1, Heft 14, Tafel 68, deutsch

Altenthümer I. T. 1. No. 68.

DIE SIEBEN WUNDER DER WELT.

Unter die merkwürdigsten Alterthümer der Völcker gehören die berühmten sieben Wunder der Welt, davon man so oft sprechen hört. Die alten Schriftsteller geben folgende grosse und erstaunliche Meister-Werke der Bau- und Bildhauerkunst als solche an: 1) Die Egyptischen Pyramiden; 2) Die schwebenden Gärten zu Babylon; 3) Die Mauern von Babylon; 4) Das Mausoleum; 5) Die Bildsäule des Olympischen Jupiters; 6) Den Coloss von Rhodus; und 7) den Dianen-Tempel zu Ephes. Alle sind untergegangen, die Pyramiden ausgenommen, davon sich einige durch ihre dauerhafte Bauart, noch ganz erhalten haben, und noch heut zu Tage von den Reisenden in Egypten besucht und bewundert werden.

Die Pyramiden.
No. 1. Aeussere Ansicht.
No. 2. Durchschnitt und Inneres der grossen Pyramide.

Die Pyramiden waren Grabmäler der ältesten Egyptischen Könige und ihrer Familien. Sie liegen ohnweit Cairo und des Nils, und hauptsächlich bey dem Städtchen Ghize und bey den Dörfern Saccara und Dashur, auf einer hügelichten Gegend, die wahrscheinlich die alten Egypter zu ihren Begräbniss-Feldern gewählt hatten, weil man ebendaselbst auch in unterirdischen Gebäuden oder Catacomben die Mumien findet. Bey Saccara und Dashur stehen noch 22. und bey Ghize 6 Pyramiden, theils erhalten, theils verfallen. Die 3 vorzüglichsten stehen bey Ghize; und die grösste und berühmteste darunter, oder sogenannte grosse Pyramide ist es, die ich hier zur Vorstellung gewählt habe, weil sie nicht allein vollkommen erhalten, sondern auch grösser und von innen untersucht ist. No. 1. ist ihre Ansicht von Aussen, und No. 2. ihr Durchschnitt und Inneres. Sie ist 440 Englische Fuss hoch, von sehr weichen Kalksteine, oder demselben Felsen worauf sie steht gebaut; und soll vorzeiten von aussen mit Marmor bekleidet gewesen seyn. Sie hat von unten bis zur Spitze 208 Stufen, deren die unteren 4 Fuss, die oberen aber nach der Spitze zu um 2 1/2 Fuss hoch sind. Die Spitze hat 13 Englische Fuss im Quadrat. Ihr Erbauer soll ein alter Egyptischer König Cheops gewesen seyn, den aber unsre Geschichte nicht kennt. Der Calife Mahomed, liess sie im Iahr Christi 827. in Hoffnung grosse Schätze darinn zu finden, aufbrechen: fand den in No. 2. angezeigten Gang, der zu 2 Grabzimmern führt, davon das obere einen 4 Ellen langen Sarg, von gelben Marmor enthält, und wahrscheinlich das Grab des Königs, so wie das untere Zimmer, das Grab der Königin gewesen ist. Die Röhre welche aus dem untern Gange hinab in den Grund geht, ist ein krummer, aber bis iezt noch unbekannter unterirdischer Gang.

No. 3. Die schwebenden Gärten.

Die sogenannten schwebenden Gärten in Babylon waren ein prächtiges Gebäude in Babylon, das der König Nebucadnezar seiner Gemahlin, Amytis, die aus Medien, einem gebirgigten Lande war, zur Lust erbauete; und auf seinen 4 Terrassen Garten Anlagen und Wasserwerke hatte. Blumen, Sträuche und Palmbäume, wuchsen darauf als in natürlicher Erde. Iede Seite des Gebäudes war 400 Fuss lang, und die oberste Terrasse, war so hoch als die Stadt-Mauern von Babylon.

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Band 1, Tafel 68

Band 1, Heft 14, Tafel 68, französisch

Antiquités I. T. I. No. 68.

LES SEPT MERVEILLES DU MONDE.

Les fameuses Mervéilles du monde dont on entend si souvent parler, doivent être mises au nombre des antiquitès les plus remarquables des peuples. Les anciens écrivains nous donnent comme tels, les grands et prodigieux chefs-d'oeuvre d'architecture et de sculpture, dont voici la description: 1) Les Pyramides d'Egypte; 2) Les jardins en l'air de Babylone; 3) Les murs de cette même ville; 4) Le Mausolée; 5) La Statue de Jupiter olympien; 6) Le Colosse de Rhodes; et 7) Le temple de Diane à Ephèse. Tous ces chefs d'oeuvre sont détruits, à l'exception des Pyramides, dont quelques unes se sont conservées dans leur entier, à cause de la solidité de leur structure, et que les voyageurs visitent et admirent encore de nos jours.

Pyramides.
No. 1. Vue extérieure de la grande Pyramide.
No. 2. Sa coupe en profil, et la vue de son intérieur.

Les Pyramides étoient les tombeaux des anciens Rois d'Egypte et de leurs familles. Elles sont situées dans le voisinage du Caire près du Nil, et surtout proche de la petite ville de Ghizê et des villages de Saccara et de Dashur, dans une contrée couverte de collines, que les anciens Egyptiens avoient vraisemblablement choisie pour le lieu de leur sepulture, puisqu'on y trouve encore des Momies dans des bâtimens souterrains ou Catacombes. Il existe encore près de Saccara et de Dashur 22, et près de Ghizé 6 pyramides dont quelques unes se sont conserveés et les autres tombées en ruine. Les trois principales sont dans le voisinage de Ghizé, et c'est de la plus grande et de la-plus célèbre de ces trois dernières, savoir de la grande Pyramide, que nous donnons ici l'image, non seulement parcequ'elle s'est parfaitement conserveé, mais encore parcequ'elle est ouverte, et qu'on l'a visiteé à l'intérieur. Le No. 1. en fait voir l'extérieur, et le No. 2. en montre la coupe et l'intérieur. Elle a 440 pieds anglais de haut, est construite de pierre calcaire fort tendre, on bien de la pierre du roc sur lequel elle est bâtie, et fut, dit-on, jadis revêtue de marbre, extérieurement. Il y a du pied jusqu'au sommet 208 marches, dont les premières ont 4 pieds de hauteur, tandis que celles qui sont plus voisines du sommet n'en ont que deux et demi. Le sommet a 13 pieds anglais, en quarré. Elle fut, dit-on, conitruite par un ancien Roi d'Egypte nommé Cheops, dont notre histoire ne fait aucune mention. Le Calife Mohamed la fit ouvrir, l'an de I. C. 827, dans l'espoir d'y trouver de grands trésors ; et y trouva une galérie, indiquée No. 2, qui conduit à deux chambres sepulcrales, dont la supérieure renferme un sarcophage de marbre jaune long de quatre aunes, et qui étoit vraisemblablement le tombeau du roi, comme la chambre inférieure étoit celui de la reine. Le canal qui descend de la galerie infèrieure jusques au fond est un puits, ou une galerie souterraine inconnue jusques ici.

No. 3. Les Jardins en l'air.

Les Jardins en l'air de Babylone, étoient un magnifique bâtiment, que Nahuchodonosor fit éléve pour l'amusement de la reine Amytis, son épouse, originaire de la Médie, pays couvert de montagnes; il y avoit sur les quatre terrasses de ce batiment des jardins et des nappes d'eau. Il y croissoit des fleurs, des buissons et des palmiers en pleine terre. Chaque côté de ce bâtiment avoit 400 pieds de long, et la terrasse supérieure égaloit en hauteur les murs de la ville de Babylone.

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Band 1, Tafel 69

Band 1, Heft 14, Tafel 69, deutsch

Alterthümer II. B. I. No. 69.

DIE SIEBEN WUNDER DER WELT.

No. 1. Die Mauern von Babylon.

Das dritte Wunder der Welt, die Stadt-Mauern von Babylon, soll die berühmte Königin Semiramis haben erbauen lassen. Nach den dunkeln Nachrichten die man davon in den alten Schriftstellern findet, waren sie 50 Ellen hoch und so breit, dass 4 vierspännige Streitwagen ungehindert nebeneinander darauf fahren konnten. Sie waren von Ziegelsteinen, die an Statt des Mörtels mit Erdpech aufgemauert waren, und hatten so viel Thürme, dass eine ganze zahlreiche Armee darinn liegen konnte. Sie waren in einem regelmässigen Viereck gebaut und hatten rundherum einen grossen Wassergraben, in welchem der Euphrat floss, mit vielen Brücken. Ein Arm des Euphrat floss auch mitten durch die Stadt, und an diesem lagen die berühmten schwebenden Gärten. In der Mitte der einen Hälfte der Stadt stund der berühmte Tempel des Belus, oder der sogenannte Babylonische Thurm.

No. 2. Das Mausoleum.

Das vierte Wunder der Welt, das sogenannte Mausoleum, war ein überaus prächtiges Grabmal des Mausolus, Königs von Carien, der zu Zeiten des Königs Xerxes in Persien lebte. Artemisia, seine Gemahlin, die ihn so zärtlich liebte, dass sie sogar die Asche seiner verbrannten Leiche unter ihr Getränk mischte, errichtete ihm diess kostbare Denkmal nach seinem Todte, in der Stadt Halikarnass. Es war eine Art von Tempel zu welchem man auf 13 Stufen hinauf stieg, der rund umher 36 frey stehende korinthische Säulen mit vielen Statuen und anderer Bildhauer-Arbeit verziert, und über sich eine hohe Pyramide hatte, auf deren Gipfel ein vierspänniger Triumphwagen stund. Das ganze Gebäude war 105 Fuss hoch, und es arbeiteten fünf der berühmtesten alten Baumeister und Künstler, nemlich Scopas, Bryaxis, Timotheus, Leochares und Pythis daran. Diese 5 Künstler wollten der Nachwelt in diesem kostbaren Werke eine Probe ihrer hohen Kunst hinterlassen, und arbeiteten, obgleich die Königin Artemisia starb ehe es noch fertig war, auch nach ihrem Todte daran fort und vollendeten es. Von diesem grossen Grabmale hiessen hernach alle kostbare Grabmäler und Monumente sowohl bey den alten Römern als auch in den neueren Zeiten Mausoleen.

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Band 1, Tafel 69

Band 1, Heft 14, Tafel 69, französisch

Antiquités II. T. I. No. 69.

LES SEPT MERVEILLES DU MONDE.

No. 1. Les Murs de Babylone.

Les Murs de Babylone, qui passoient pour la troisième merveille du monde; furent, dit-on, construits par la célèbre Reine Semiramis. Si l'on en croit les passages obscurs des anciens auteurs, ces murs avoient 50 aunes de hauteur, et étoient si larges, que 4 voitures, ou plutôt 4 chars de guerre, attelés chacun de 4 chevaux, pouvoient y marcher de front, sans s'embarasser les uns les autres. Ils étoient de briques réunies avec du bitûme au lieu de chaux, et munis d'un si grand nombre de tours, qu'on pouvoit y loger une nombreuse armeé. Ils formoient un quarré regulier, environné d'un grand fossé dans lequel couloit l'Euphrate, avec quantité de ponts. La ville étoit partagée par un bras du fleuve, sur les bords du quel etoient les fameux jardins en l'air. Le fameux Temple de Bélus ou la Tour de Babel, étoit au milieu d'une des moitiés de la ville.

No. 2. Le Mausolée.

Le Mausolée, qu'on regardoit comme la quatriéme merveille du monde, étoit un tombeau magnifique de Mausole, Roi de Carie, contemporain de Xerxes, Roi de Perse. Artémise, son épouse, qui l'aimoit avec tant de tendresse, qu'elle alla même jusqu'à mêler à sa boisson les cendres de son cadavre, lui fit élever ce précieux monument dans la ville d'Halicarnasse. C'étoit une espéce de temple auquel on montoit par 13 degrés; 36 colonnes de l'ordre Corinthien et quantité de Statues et d'autres chefs-d'oeuvre d'architecture l'environnoient, et il étoit surmonté d'une pyramide élevée, au sommet de la quelle on voyoit un char de triomphe attelé de quatre chevaux. Tout l'èdifice avoit 105 pieds de hauteur, et cinq des plus célèbres Architectes et artistes de l'antiquité, savoir; Scopas, Bryaxis, Timothée, Leochares et Pythis y avoient travaillé. Ces cinq artistes voulurent, par ce précieux ouvrage, laisser à la posterité une preuve de la perfection de leur art, et continuèrent à travailler à ce monument, qu'ils achévèrent, malgré la mort d'Artemise, qui mourut avant que cet edifice fût achevé. C'est de ce beau monument que tous les tombeaux et les monumens précieux reçurent le nom de Mausolées, que leur donnèrent les anciens Romains, et qui s'est conservé jusques à nos jours.

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Band 1, Tafel 70

Band 1, Heft 14, Tafel 70, deutsch

Altenthümer III. B. I. No. 70.

DIE SIEBEN WUNDER DER WELT.

No. 1. Der Coloss zu Rhodus.

Das fünfte Wunder der Welt, der Coloss zu Rhodus, war eine 70 Ellen hohe, aus Erz gegossene Bild-Säule der Sonne, oder des Apoll, welche die Einwohner dieser Stadt als einen Leucht-Thurm über den Eingang ihres Hafens hatten setzen lassen. Der berühmte Bildgiesser Chares war der Verfertiger davon. Er arbeitete 12 Jahre lang an diesem ungeheuren Werke. Innerlich war die Bildsäule mit starken eisernen Ankern verwahrt, und mit Quadersteinen ausgefüllt. Man konnte drinnen bis zum Feuerbecken in die Höhe steigen. Sie hatte eine vergoldete Strahlenkrone, Bogen und Pfeil. Ein Erdbeben stürzte diesen Coloss 56 Iahre nach seiner Erbauung um; allein der Römische Kaiser Vespasian liess ihn wieder aufrichten. Als aber die Saracenen im Iahr 667. Rhodus eroberten, liess ihr König Moavia, weil sie nach ihrer Religion keine Bilder dulden, die Bildsäule umwerfen, und verkaufte das Erz an einen Iuden, der 900 Kameele damit belud. Der Coloss war so gross dass ein Mann kaum einen Finger davon umklaftern, und ein Schiff mit vollen Seegeln zwischen seinen Beinen hindurch fahren konnte.

No. 2. Der olympische Iupiter.

Die Griechen und Römer liebten die Colossalischen Statuen für ihre Tempel gar sehr, um dadurch ein hohes Bild von der Majestät und Erhabenheit der Götter über die Menschen zu geben. Ein Beweiss davon ist unter andern die berühmte Bildsäule des Olympischen Iupiters zu Olympia. Sie war mit dem Throne worauf sie sass, 68 Fuss hoch, und von Phidias aus Elfenbein und Gold gearbeitet. Der Gott hatte um das Haupt einen Lorbeerkranz, in der rechten Hand eine kleine Victorie; und in der linken einen Zepterstab mit einem Adler. Er hatte einen goldnen Mantel, und auf der Rücklehne seines Throns tanzten die Horen und Grazien; auf seinen Armlehnen aber lagen 2 Sphinxe. Kurz man verehrte diess hohe Meisterstück der griechischen Kunst so sehr, dass man es für das 6te Wunder der Welt hielt.

No. 3. Der Dianen-Tempel zu Ephes.

Wir wissen von diesem 7ten Wunderwerke der Welt nur so viel, dass der Dianen-Tempel zu Ephes der prächtigste und berühmste unter allen war. Eine Königin der Amazonen soll ihn gebauet haben. Ein berufener Bösewicht Herostratus brannte ihn blos darum ab, um sich einen berühmten Namen zu machen; Die Epheser bauten ihn schöner als zuvor wieder auf, und verwandten alle ihre Reichthümer daran. Der Grund dieses Tempels und seine unterirdischen Gewölbe stehen zwar noch heut zu Tage in Klein-Asien; es ist uns aber von seiner äussern Gestalt kein Bild weiter übrig geblieben, als das uns einige alte Münzen sehr unvollkommen liefern, und welches ich hier zur Ansicht gebe.

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Band 1, Tafel 70

Band 1, Heft 14, Tafel 70, französisch

Antiquités III. T. I. No. 70.

LES SEPT MERVEILLES DU MONDE.

No. 1. Le Colosse de Rhodes.

Le Colosse de Rhodes, cinquième merveille du monde, étoit une Statue du Soleil ou d'Apollon, faite d'airain, et haute de 70 aunes, que les habitans de Rhodes avoient fait placer à l'entrée de leur port, pour servir de fanal. Ce fut le célèbre fondeur Charès qui la coula. Il travailla 12 ans a ce prodigieux ouvrage. La Statue étoit munie à l'intérieur de grosses ancres de fer, et remplie de pierres de taille, de façon cependant qu'on montoit intérieurement jusqu'au réchaud. Elle étoit ornée d'une couronne radieuse doreé, et armée d'un arc et de flêches. Un tremblement de terre renversa ce Colosse 56 ans après sa construction; mais l'Empereur Vespasien le fit redresser. A la prise de Rhodes par les Sarrasins en 667, leur roi Moavia la fit renverser, parceque leur religion leur défend d'avoir des images, et en vendit l'airain à un Juif, qui en chargea 900 chameaux. Le Colosse étoit si grand, qu'un homme pouvoit à peine embrasser un de ses doigts, et qu'un vaisseau passoit à pleines voiles entre ses jambes.

No. 2. La Statue de Jupiter Olympien.

Les Grecs et les Romains aimoient à mettre dans leurs temples des Statues colossales, pour inspirer par ce moyen une haute idée de la majestè des Dieux, et de leur supériorité sur les hommes. La célèbre Statue de Jupiter olympien, qui étoit dans le temple d'Olympia, est entre autres une preuve de cette assertion. Cette Statue, y compris le trône sur lequel elle etoit, avoit 68 pieds de haut, elle étoit d'yvoire et d'or, et de la main de Phidias. La tête du Dieu étoit ceinte d'une couronne de laurier, il tenoit de la droite une petite victoire, et de la gauche une sceptre surmonté d'un aigle. Son manteau étoit d'or, les Heures et les Graces dansoient sur le dossicr de son troue, dont les bras représentoient deux Sphinx. En un mot on faisoit si grand cas de ce chef d'oeuvre de l'artiste grec, qu'on le regardoit comme la sixième merveille du monde.

No. 3. Le Temple de Diane à Ephèse.

Tout ce que nous savons de cette septième merveille du monde, c'est que le temple de Diane à Ephèse, étoit le plus beau et le plus renommé de tout l'univers. Il avoit, dit on, été construit par une Reine d'Amazones. Un fameux scélerat nommé Hérostrate le brûla, uniquement pour immortaliser son nom ; mais les Ephésiens le rebâtirent avec plus de magnificence qu'auparavant, et y employèrent toutes leurs richesses. Le fondament et les voûtes souterraines de ce temple existent encore actuellement dans l'Asie mineure: mais il ne nous reste de sa forme extérieure aucun image, si ce n'est l'image bien imparfaite, qu'on en voit sur quelques médailles antiques, et que nous donnons cy-joint.

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Band 1, Tafel 71

Band 1, Heft 15, Tafel 71, deutsch

Pflanzen. XIII. B. I. No. 71.

WICHTIGE FARBE-PFLANZEN.

No. 1. Der Indigo, oder der Anil.

Die Jndigo-Pflanze hat einen Finger dicken 3 bis 4 Fuss hohen Stengel, mit vielen Zweigen und Blättern, blühet roth, trägt Saamen in kleinen Schoten (a), und wächst in Ost- und Westindien, wie auch im spanischen Amerika. Aus den Blättern und grünen Stengeln derselben, wird die bekannte dunkelbraune Farbe, der Färber-Jndig gemacht, womit Holland, England, Spanien, und Frankreich einen sehr wichtigen Handel treibt. Man schneidet nehmlich die grünen Blätter und Stengel vor der Blüthe ab, legt sie in grosse Kufen und giesst Wasser darauf. Nach einiger Zeit geräth diefe Masse in Gährung, erhitzet sich und schäumt stark. Daraus entsteht eine dicke grüne Flüssigkeit, welche in andere Fässer abgelassen, in diesen aber mit Krücken beständig so stark gerührt wird, dass sie schäumet, so lange bis die Farbentheilchen sich zusammen klumpen, und die Brühe blau wird. Man lässt sie nun stehen, dass die Farbe sich setzet; dann zapfet man das gelbe Wasser davon ab, und den blauen Bodensatz lässt man in Säcke laufen, giesst ihn dann in hölzerne Kasten, lässt ihn trocknen; und diess ist dann das wichtige Handels-Product, der Jndigo.

No. 2. Die Farberröthe, oder der Grapp.

Die Färberröthe ist für die Färbereyen eine nicht minder wichtige Pflanze als der Indigo; denn die rothe Farbe, die sie giebt, ist eben so ächt und dauerhaft, als die blaue des Indigo. Sie ist eine strauchartige Pflanze, etwa 3 Fuss hoch, blühet gelb, trägt kleine schwarze Beeren, und ihre Wurzel dauert viele Iahre lang in der Erde, und schlägt alle Iahre frisch aus. Sie wird hauptsächlich ihrer Wurzel wegen, welche roth aussieht, und zum Färben der Tücher, Zeuche und Cottune gebraucht wird, in Flandern, Seeland, Elsass, der Pfalz und Schlesien in Gärten und auf Feldern starck angebauet. Man gräbt nemlich die Wurzeln, wenn sie ohngefähr so dick als ein Federkiel sind, aus, schneidet die Stengel davon ab, reinigt sie von der Erde, trocknet sie, und stösst sie dann in besondern Grappmühlen zu Pulver, welches dann in Fässer geschlagen und als ein wichtiger Handels-Artikel ausgeführt wird. Mit Zusätzen von vielerley Salzen kann man über funfzig verschiedene Farben mit dem Grapp färben. Unter allen Sorten davon, hält man den Holländischen oder Seeländischen Grapp für den besten.

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Band 1, Tafel 71

Band 1, Heft 15, Tafel 71, französisch

Plantes. XXIII. T. I. No. 71.

PLANTES UTILES A LA TEINTURE.

No. 1. L'Indigo, ou l'Anil.

La tige de l'Indigo est de l'épaisseur d'un doigt, et haute de 3 ou 4 pieds. Elle pousse quantité de branches et de feuilles; sa fleur est rouge, et la-semence est renfermèe dans de petites gousses (a). Cette plante croit dans les Indes orientales et occidentales, de même que dans l'Amérique espagnole. C'est de ses feuilles et de ses tiges qu'on prèpare la couleur bleue foncèe que nous connaissons sous le nom d'Indigo, et dont les Hollandais, les Anglois, les Espagnols et les François font un commerce considerable. Pour préparer cette couleur on coupe les feuilles et les tiges de l'Anil avant qu'elles fleurissent, les met dans de grandes cuves, et verse de l'eau par dessus. Cette masse ne tarde pas à entrer en fermentation; elle s'échauffe et êcume fortement. Il récule de la un liquide épais et de couleur verte, qu'on soutire dans d'autres cuves, dans lesquelles on l'agite fortement avec des fouloirs jusqu'à ce qu'elle écume, que les parties colorantes se rassemblent, et que le liquide devienne bleu. On le laissé alors reposer pour que la couleur se précipite; puis on en soutire l'eau qui est jaune, et recueille la couleur bleue, qui s'est précipitée, dans des sais, on la met ensuite dans dee caisses de bois pour la faire sécher: telle est la préparation de l'Indigo, production dont on fait un si grand commerce.

No. 2. La Garance.

Cette plante n'est pas moins importante pour la teinture que la précédente; car la couleur rouge, qu'elle fournit n'est ni moins bonne ni moins durable que le bleu d'Indigo. Elle croît en buissons à la hauteur d'environ trois pieds; à sa fleur, qui est jaune, succèdent de petites baies noires, sa racine se conserve plusieurs annèes dans la terre et pousse tous les ans de nouvelles tiges. On fait surtout usage de sa racine, qui est d'un beau rouge, et dont on teint les draps ; les ètoffes de laine, et les Indiennes ; aussi la cultive-t-on beaucoup en Flandres, dans la Zélande, en Alsace, dans le Palatinat et en Silèsie, où on la plante dans les champs et dans les Jardins. Ou arrache les racines de la garance lors qu'elles ont atteint la grosseur d'un tuyau de plume, les sépare de leurs tiges, les nettoye de la terre qui y reste attachèe, les fait secher, et les reduit en poudre dans des moulins: on met en suite cette poudre en tonnes, et en fait un grand commerce dans les pays ètrangers. En ajoutant differens cels à la garance on en obtient plus de cinquante couleurs diffèrentes. Cette qui vient de la Hollande, ou de la Zèlande passe pour la meilleure.

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Band 1, Tafel 72

Band 1, Heft 15, Tafel 72, deutsch

Vierf. Thiere XVIII. B I. No. 72.

THIERE aus heissen Ländern.

No. 1. Der Hippopotamus, oder das Nilpferd.

Der Hippopotamus ist nach dem Elephanten vielleicht das grösste Landthier, denn es ist 2/3 so hoch und fast eben so lang, als derselbe. Afrika ist sein Vaterland, und weil er sich an den Ufern der Flüsse, vornehmlich aber am Nil aufhält, so heisst er auch daher das Nilpferd, obgleich er mit dem Pferde gar nichts Gleiches, als die wiehernde Stimme hat. Er sieht schwarzgrau aus, und seine dicke mit nur wenigen Haaren besetzte Haut hat schräge schwarze Striemen. Er hat beynahe einen Ochsenkopf, der Form nach, jedoch ohne Hörner, einen ungeheuren Rachen, in welchem fürchterliche Zähne, die über eine Elle lang sind, stehen; und sein Maul ist mit steifen Borsten besetzt. Der Hippopotamus nährt sich von Reis, Zuckerrohr, und von Fischen; denn er kann sowohl auf dem Lande aìs unterm Wasser leben. Am Tage liegt er gewöhnlich furchtsam im Schilfe und Sumpfe, und geht nur des Nachts auf seine Nahrung aus. Er ist sanft, und den Menschen nie gefährlich, wenn er nicht angegriffen wird; fürchtet sich auch sehr für Feuergewehr. Er wiegt beynahe viertausend Pfund, wird seines Specks wegen getödtet, davon einer gemeiniglich 1000 Pf. hat, und woraus Thran gemacht wird. Seine Zähne schätzt man höher als Elfenbein, und aus seiner dicken Haut macht man Spazierstöcke und Reitruthen.

No. 2. Der Tapir, oder der Anta.

Der Tapir oder Anta lebt still und einsam in Südamerika, und liegt am Tage, so wie das Nilpferd in Sümpfen, rettet sich wenn er verfolgt wird durch Schwimmen, und kann untertauchen, und eine lange Weile unter dem Wasser bleiben. Er ist ohngefähr so gross als ein junger Ochse oder Stier, sieht röthlich schwarz aus, gleicht an Gestalt fast einem Schweine, denn er hat einen Kopf mit einem Rüssel, der zwar kurz, aber doch einem Elephanten-Rüssel ähnlich ist, auf welche Art er ihn auch braucht. Er frisst Wurzeln, Kräuter, sonderlich gern Zuckerrohr, daher er auch oft den Zuckerplantagen schädlich wird.
Er ist von Natur sanft und gar leicht zahm zu machen und lebt nie mit mehreren zusammen in Heerden, sondern immer einsam. Die Amerikaner essen sein Fleisch, und benutzen seine Haut zu Lederwerk.

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Band 1, Tafel 72

Band 1, Heft 15, Tafel 72, französisch

Ouadrupêdes XVIII. T. 1. No. 72.

ANIMAUX des pays chauds.

No. 1. L'Hippopotame.

L'hippopotame est peut-être, apres l'éléphant, le plus grand animal terrestre, car il a les 2/3 de la hauteur et presque la longueur de ce dernier. L'Afrique est sa patrie, et comme il aime de préférence les bords de fleuves et surtout du Nil, on lui a donné le nom de cheval du Nil, quoiqu'il n'ait pas la moindre resemblance avec le cheval, si ce n'est peut-être le hennissement. Il est d'un gris noir, et sa peau épaisse, qui est presque denuée de poils est striée transversalement de rayes noires. Sa tête a presque la forme de celle d'un boeuf; mais elle est sans cornes: il a une gueule epouvantable avec de dents terribles de la longueur d'une aune, et ses levres sont garnies de soies fort roides. L'Hippopotame se nourrit de riz, de cannes à sucre et de poissons; car il vit aussi bien dans l'eau que sur terre. La timidité de cet animal fait qu'il se cache le jour dans les marais et les joncs, et ce n'est que la nuit qu'il va chercher sa nourriture. Il est doux, et l'homme n'a rien à en redouter quand il ne le harcèle pas; il craint aussi beaucoup les armes à feu. Il pêse près de 4000 livres, on le tue pour avoir son lard, qui est ordinairement du poids de mille livres, et dont on fait de l'huile. Ses dents sont plus éstimées que l'yvoire, et l'on fait de la peau des badines et des fouets.

No. 2. Le Tapir ou l'Anta.

Cet animal aime la tranquilite et la solitude; il vit dans l'Amerique méridionale, et se cache pendant le jour dans les marais, comme l'Hippopotame; il se sauve à la nage quand on le poursuit, peut plonger et rester assez longtems sous l'eau. Le Tapir est à peu près aussi grand qu'un jeune boeuf ou taureau, sa couleur est un noir rougeâtre, la forme de son corps est presque semblable à celle d'un porc, car il a la tête pourvue d'un grouin, ou si l'on veut, d'une trompe, courte à la vérité, mais cependant semblable à celle de l'éléphant, et cepropre aux mêmes usages que cette dernière. Il se nourrit de racines et de plantes, mais il aime surtout les cannes à sucre, ce qui fait qu'il dévaste souvent les plantations. Il est d'un naturel doux et facile à apprivoiser, it ne vit jamais avec d'autres individus de son espèce, mais toujours seul. Les Americains mangent sa chair, et se servent de sa peau comme de cuir.

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Band 1, Tafel 73

Band 1, Heft 15, Tafel 73, deutsch

Pflanzen. XIV. B. I. No. 73.

DIE AECHTE RHABARBER.

Die ächte Rhabarber, deren vorzügliche Arzneykräfte allgemein bekannt sind, ist eine Asiatische Pflanze welche in Mittel-Asien, in China, Tibet, der Mongoley und den südlichen Theilen von Sibirien einheimisch ist. Sie hat eine starke knollichte Wurzel, braun von Farbe (fig. 1.) mit vielen kleineren Wurzeln und Zasern. Inwendig ist sie schön gelb, mit einigen röthlichen Streifen versehen, wie die Durchschnitte fig. 5 und 6 davon zeigen. Sie macht eine beträchtliche Staude mit grossen ausgezackten Blättern, davon der Umriss fig. 3. eins darstellt; und treibt einen 2 bis 3 Fuss hohen Stengel, welcher etagenweise über einander eine Menge kleiner gelbweisser Blüthen hat (fig. 2).
Es giebt vielerley Sorten der ächten Rhabarber, welche überhaupt einen wichtigen Artikel des Asiatischen Handels mit Europa, sowohl zu Lande über Russland, als auch zur See durch die Levante und über Ostindien, macht. Die beste ist die sogenannte russische, d. h. diejenige, welche von Bucharischen Kaufleuten nach Kiachta in Sibirien, an der Chinesischen Gränze, geführt, dort von den Russen aufgekauft, und durch ihre Karawanen nach St.Petersburg gebracht wird. Die andere geringere Sorte, welche von China aus zur See versandt wird, heisst ostindische Rhabarber. Die gute Rhabarber muss locker, schwammig, mehr leicht als schwer, und leicht zu zerbrechen seyn, äusserlich braungelb (fig. 4.) innerlich aber röthlich, safranfarbig und blassgelb geflammt, oder marmorirt aussehen (fig. 7.); scharf, bitter und zusammenziehend von Geschmacke, und von Gerüche gewürzhaft, jedoch unangenehm seyn. Die schlechte ist entweder zu schwammigt und wurmstichigt, oder zu hart und holzig, und innerlich braun oder schwärzlich.
Man bauet auch jetzt in Teutschland z. E. in der Pfalz, Rhabarber mit gutem Erfolge im freyen Felde; doch soll diese weder in der Stärcke des Geschmacks, noch des Geruchs, noch auch an Farbe der asiatischen gleich seyn.

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Band 1, Tafel 73

Band 1, Heft 15, Tafel 73, französisch

Plantes. XIV. T. I. No. 73.

LA VRAIE RHUBARBE.

La vraie Rhubarbe si connue par ses vertus médicinales, est une plante Asiatique naturelle au milieu de l'Asie, à la Chine, au Tibet, au Mongul, à la Bulgarie et aux contrèes méridionales de la Sibérie. Sa racine est épaisse, noueuse. (Fig. 1.) de couleur brune, branchue et filamenteuse. Elle est à l'intérieur d'un beau jaune, strié de rouge, comme le font voir les coupes 5 et 6. Cette plante forme un buisson considérable; porte de grandes feuilles dentelées ainsi que le représente l'esquisse No. 3 , et pousse une tige haute de 2 ou 3 pieds, qui porte quantité de petites fleurs d'un blanc jaunâtre, disposées par étages le long de la tige, comme on le voit Fig. 2.
Il y a plusieurs sortes de véritable Rhubarbe, dont l'Asie fait en général un grand commerce avec l'Europe, tant par terre, par la Russie, que par mer par le Levant et les Indes orientales. La meilleure est celle qu'on appelle Russe, c. à. d. celle, que les marchands de la Bulgarie apportent aux confins de la chine, Kiachta en Sibérie p. e., qu'ils vendent aux marchands Russes, dont les caravannes l'apportent à Petersbourg. On apelle Rhubarbe des Indes orièntales une autre sorte de Rhubarbe de moindre qualité, qu'on exporte de la Chine par mer.
La Rhubarbe, pour être bonne, doit être peu dense, spongieuse, plutôt légère que pésante et facile à rompre; sa couleur extérieure doit être un jaune brun (Fig. 4.) et celle de l'intérieur rougeâtre, marbrè ou striée de couleur de safran et de jaune pâle (Fig. 7.) Elle doit avoir un gout amer, et astringent, et l'odeur aromatique mais agréable. La mauvaise est ou trop spongieuse ou vermoulue, trop dure ou trop ligneuse, elle est brune ou noireâtré à l'intérieur.
On cultive actuellement avec fucces la Rhubarbe en Allemagne, p. e. dans le Palatinat, où on la plante en pleine campagne; mais on prètend que cette Rhubarbe n'égale celle d'Asie, ni en goût ni en odeur, ni même en couleur.

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Band 1, Tafel 74

Band 1, Heft 15, Tafel 74, deutsch

Insect. V. B. I. No. 74.

MERKWÜRDIGE KREBSE.

No. 1. Der See-Hummer.

Der Hummer ist eigentlich der Seekrebs, und kommt mit unsern Flusskrebsen in Form und Gestalt am meisten überein; ist aber besonders wegen seiner ungeheuren Grösse merkwürdig; denn sie werden oft 2 bis 3 Fuss lang. Sein Fleisch ist essbar, aber ein wenig grob und hart. Sie haben in den Scheeren eine ausnehmende Stärke; so, dass sie einem Menschen den Arm damit entzwey kneipen, Stricke an den Schiffen zerschneiden, und ziemlich grosse Fische damit fangen und tödten können. Sie sehen lebendig, grau braun, gesotten aber schön roth aus; wie gegenwärtiger hier vorgestellt ist.

No. 2. Die Krabbe, oder der Taschenkrebs.

Die Krabbe, welche man auch die Meerspinne, oder den Taschenkrebs zu nennen pflegt, weil sie einige Aehnlichkeit mit einer Hirtentasche hat, ist ein ungeschwänzter Seekrebs, der in der Nord und Südsee, aber auch wohl auf dem Lande, am Strande, lebt. Sie ist ohngefähr 1 bis 2 Fäufte gross, sieht grau-grün aus, und wird als eine Delikatesse gespeisst. Sonst giebt es auch Krabben die 8 bis 10 Pfund schwer werden. Ihre Fruchtbarkeit ist ungeheuer, so, dass man schon bey Einer Mutter davon über 1 Million Eyer gefunden hat.

No. 3. 4. Der Molukkische Krebs.

Der Molukkische Krebs, gehört zu dem Geschlechte der Krabben, lebt in den Molukkischen Inseln, und ist wegen seiner sonderbaren Gestalt merkwürdig.
No. 3. zeigt ihn auf dem Rücken, und No. 4. von unten. Er ist 2 bis 3 Fuss lang; sein Kopf ein ungeheures Schild, unter dem fast das ganze Thier verborgen liegt, und sein Schwanz eine lange dreyeckigte Röhre, die so spitzig wie eine Nadel ist, und sogleich, wie man den Krebs fängt, abgebrochen wird, weil er sich damit vertheidigt, und so gefährlich, als ein Scorpion sticht. Er hat sehr weniges, jedoch essbares Fleisch.

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Band 1, Tafel 74

Band 1, Heft 15, Tafel 74, französisch

Insectes. V. T. I. No. 74.

ECREVISSES REMARQUABLES.

NO. 1. Le Homard.

Le Homard, est, à proprement parler, l'ecrevisse de mer, et ressemble le plus à nos écrevisses de rivière par sa forme et sa figure; il est surtout remarquable par sa grandeur prodigieux; car il a souvent 2 ou 3 pieds de long. Sa chair est mangeable, mais un peu grossière et dure. Cet animal a tant de force dans les serres qu'il peut couper le bras à un homme, trancher les cables des vaisseaux, et prendre et tuer d'assez gros poissons. Il est d'un gris brun lorsqu'il est en vie, et d'un beau rouge quand il est cuit, comme celui que représente la planche.

No. 2. Le Crabe.

Le Crabe, que l'on nomme encore Cigale de mer et que les allemands appellent aussi Taschenkrebs (Ecrevisse de poche), parcequ'il a quelque ressemblance avec la pannetière d'un berger, est une écrevisse de mer sans queue, qui se trouve dans l'ocean septentrional et dans la grande mer du Sud, et quelquefois aussi sur le rivage. Il est une ou deux fois aussi gros que le poing, d'un gris verdâtre, et passe pour un manger délicat. II y a des Crabes qui pesent jusqu'à 8 ou 10 livres. Ils sont d'une fécondité si prodigieuse, qu'on a déjà trouvé plus d'un million d'oeufs dans une seule femelle.

No. 3. L'écrevisse de Moluques.

Cette écrevisse est du genre des crabes; on la trouve aux iles Moluques et elle est remarquable à cause de sa figure particulière. La fig. 3. la représente, vue en dessus, et la fig. 4. en fait voir le dessous. Elle a 2 ou 3 pieds de longueur; sa tête est une écaille prodigieuse, qui cache presque l'animal entier, et sa queue est un long tuyau triangulaire pointu comme une aiguille, qu'on casse aussitôt que l'écrevisse est prise, parcequ'elle s'en sert pour se défendre, et que sa piqure est aussi dangereuse que celle du scorpion. Sa chair est en petite quantité mais mangeable.

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Band 1, Tafel 75

Band 1, Heft 15, Tafel 75, deutsch

Pflanzen XV. B. I. No. 75.

PFLANZEN aus heissen Ländern.

No. 1. Die Vanille.

Die Vanille ist eine rankende Pflanze, welche im südlichen Amerika, in Mexico, Peru, Guiana, so wie auch in Westindien, auf Bergen wächst. Sie treibt einen Stengel von 20 Fuss lang, der entweder auf der Erde fortläuft; oder auch mit Hülfe seiner kleinen Gabeln, wie der Weinstock, an den Bäumen hinanklettert. Sie hat ein grosses gelbgrünes Blatt, und weisslichgelbe lilienartige Blumen. Ihr Saame ist eine 6 Zoll lange, schmale, braune Schote (a), welche eine Menge sehr kleiner schwarzbrauner Körnchen (b) enthält, die einen überaus angenehmen balsamischen Geschmack haben; und sowohl an verschiedene feine Speisen, als auch vorzüglich zur Bereitung der Chocolade gebraucht werden, um ihr den Wohlgeschmack zu geben. Spanien treibt mit diesem Waaren-Artikel einen beträchtlichen Handel in ganz Europa.

No. 2. Die Coloquinte.

Die Coloquinte ist eine Asiatische Pflanze, welche zum Gurkengeschlechte gehört, und lange auf der Erde fortlaufende Ranken hat. Die Frucht ist rund und gelb, in der Größe einer Pommeranze, hat innerlich platte weisse Kerne, und ist wegen ihrer ausserordentlichen Bitterkeit, welche nichts übertrifft, besonders merkwürdig. Sie wird in den Apotheken als ein bekanntes Arzneymittel gebraucht; wächst hauptsächlich in den Inseln des Archipelagus, und kommt als eine Handelswaare aus der Levante nach Europa.

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Band 1, Tafel 75

Band 1, Heft 15, Tafel 75, französisch

Plantes XV. T. I. No. 75.

PLANTES DES PAYS CHAUDS.

No. 1. La Vanille.

La Vanille est une plante rampante, qui croit sur les montagnes de l'Amèrique mèridionale, du Mexique, du Pèrou, de la Guyane et des Indes occidentales. Elle pousse une tige d'environ 20 pieds de longueur, qui rampe sur la terre, ou l'attache aux arbres, par le moyen des fils, dont elle est pourvue comme la vigne. Elle porte des grandes feuilles d'un vert jaune, et des fleurs d'un jaune blanchâtre assez semblables aux lys. A ces fleurs succèdent des gousses brunes longues de 6 pouces (a) et fort étroites, qui renferment quantité de grains très petits et d'un brun noir (b) ; ces grains ont une odeur balsamique très agréable et un goût aromatique: on s'en sert dans l'apprèt de différens mets, mais surtout dans la préparation du Chocolad, auquel ils donnent un excellent goût. L'Espagne en fait un très grand conmmerce avec tout le reste de l'Europe.

No. 2. La Coloquinte.

La Coloquinte est une plante asiatique du genre des concombres, dont les branches, qui sont fort longues, rampent sur la terre. Son fruit est rond et jaune de la grosseur d'une orange, et renferme à l'intérieur des pepins plats et de couleur blanche; ce fruit est remarquable sur tout par son extrême amertume, qui l'emporte sur tout ce que nous connoissons d'amer. On s'en sert dans les pharmacies comme d'un remède. Cette plante crôit principalement dans les îles de l'Archipel, et on l'apporte du Levant en Europe comme marchandise.

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Band 1, Tafel 76

Band 1, Heft 16, Tafel 76, deutsch

Trachten I. B. I. No. 76.

MENSCHEN AUS EUROPA

Der Mensch ist über die ganze Erde verbreitet; und seine Natur ist so eingerichtet, dass er sich an jeden Himmelsstrich gewöhnen kann. Die Verschiedenheit des Clima und der Nahrung hat unter dem Menschengeschlechte die grossen und merkwürdigen Verschiedenheiten in Ansehung der Grösse, Farbe der Haut, Beschaffenheit der Haare und Gesichtsbildung, oder das, was man die Menschen-Arten der fünf Welttheile nennt, hervorgebracht. Alle uns bekannte Völker aller Zeiten, Länder und Himmelsstriche, können von Einem gemeinschaftlichen Stamm-Vater herkommen.
Die gewöhnlichste Grösse eines Mannes ist zwischen 5 Fuss 4 bis 8 Zoll; doch ist auch die Menschengrösse sehr nach den Nationen verschieden. Als Nation betrachtet sind die grössten uns bekannten Menschen die Patagonen in Südamerika, zwischen 6 und 7 Fuss hoch; und die kleinsten, die sogenannten Polar-Nationen, die Eskimos, Grönländer, Lappländer, Samojeden, Ostiaken, Pescherähs, die nicht über 4 Fuss hoch sind.
Der Mensch wird nackt gebohren, hat von Natur keine Bedeckung, und machte sich darum von jeher Kleider, theils zum Schutz gegen die Witterung, theils zum Putz, theils aus Schamhaftigkeit, um einige Theile seines Leibes zu bedecken. Nur sehr wenige noch völlig wilde Nationen gehen ganz nackt. Fast alle haben sich gewisse Kleiderformen gewählt, die sie immer beybehalten, dadurch sie sich von andern Nationen unterscheiden, und die man daher National-Trachten nennt. Es giebt deren sehr viele, die ich alle nach und nach hier liefern werde. Jezt will ich nur Menschen aus allen 5 Welttheilen und einige ihrer Haupttrachten hier zusammen stellen, um ihre Verschiedenheit zu zeigen.

Europäer.

No. 1. et 2. Franzosen.

Beyde Geschlechter in vollem Putze. Die französische Tracht ist schon seit lange her die herrschende bey den höheren Ständen fast aller Europäischen Nationen geworden; weil Frankreichs Kleider-Moden sonst allgemeine Gesetze waren.

No. 3. et 4. Engländer.

Beyde im Negligee. Die Englische Tracht ist gesünder und zu Geschäften bequemer als die Französische. Sie ist seit einiger Zeit in Europa so allgemein worden als sonst die Französische.

No. 5. Ein Bergschotte. in seiner militärischen Nationaltracht.

Die Bergschotten oder Hochländer in Schottland sind vielleicht die älteste und noch unvermischte Nation in Europa, denn sie sind die reinen Abkömmlinge der uralten Caledonier. Zu den Eigenheiten ihrer Kleidung gehört, dass sie nie Beinkleider, sondern einem blossen Schurz, den sie Kelts nennen, tragen. Vorn hängt ein grosser Beutel aus Seehundfell, und auf dem Kopfe haben sie eine Mütze mit einem Federbusche.

No. 6. et 7. Türken.

Beyde sind von vornehmen Stande, und reich gekleidet. Männer und Weiber tragen lange weite Hosen, die ihnen bis auf die Knöchel herabgehen. Ihre Tracht ist zu vielen Geschäften unbequem.

No. 8. et 9. Samojeden.

Die Samojeden sind die nördlichsten Europäer, denn sie wohnen im Europäischen Russlande am weissen Meere bis zum 75 Grad N. Breite. Sie sind braungelb von Haut, und selten über 4 Fuss hoch. Ihre Kleider bestehen von Kopf bis zu den Füssen aus Rennthierfellen, mit anderm Pelzwerk, und bunten Tuchstreifen besetzt.

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Band 1, Tafel 76

Band 1, Heft 16, Tafel 76, französisch

Habillemens I. T. I. No. 76.

HOMMES d'EUROPE.

La race humaine est répandue sur toute la surface de la terre, et sa nature est telle qu'elle peut s'accoutumer à tous les climats. La différence de ces derniers, et la diversité des alimens a produit parmi les hommes des variétés singulières et remarquables, tant dans la hauteur de leur taille et la couleur de leur peau, que dans la nature de leurs cheveux et leur phisiognomie; ou si l'on veut, cette difference a produit ce que nous appellons espèces d'hommes, dans les cinq parties de la terre. Tous les peuples connus de tous les tems et de tous les pays aussi bien que de tous les climats peuvent descendre d'une seule et même souche.
La hauteur la plus ordinaire de l'homme est de 5 pieds 4 ou 8 pouces; cette hauteur varie néanmoins beaucoup chez les différentes nations. Les Patagons, habitans de l'Amérique méridionale, considérés comme nation, sont les plus grands hommes que nous connoissions, car ils ont 6 à 7 pieds de haut; les plus petits au contraire se trouvant parmi les nations qui habitent vers les pôles; tels sont p. e. les Esquimaux, les Groenlandais, les Lapons, les Samoïedes, les Ostiaques, et les Pécherais, qui n'ont pas plus de 4 pieds de hauteur.
L'homme vient au monde tout nu; la nature ne lui donne aucun vêtement; de la vient que de tems immémorial il s'est fait des habits, soit pour se garantir de l'intempérie des saisons, soit pour se parer, soit enfin par pudeur, pour couvrir certaines parties de son corps. Il n'y a qu'un très petit nombre de nations entièrement sauvages, qui aillent toutes nues. Elles se sont presque toutes choisi de certaines formes de vêtemens, qu'elles conservent toujours, et qu'on nomme pour cette raison costumes ou habillemens nationaux. Il en existe un très grand nombre, que nous donnerons successivement. Nous nous contenterons pour le présent de représenter des hommes de 5 parties du monde, et quelques uns de leurs principaux habillemens, pour en faire voir la difference.

Européens.

No. 1. et 2. François.

Les deux sexes en grande parure. Le Costume François est devenu depuis longtems l'habillement dominant des personnes les plus distinguées de presque toutes les nations de l'Europe; parcequ'autrefois les modes françaises avoient, pour ainsi dire, force de loi partout.

No. 3. et 4. Anglois.

Les deux sexes en négligé. L'habillement anglais est plus favorable à la santé, et plus commode pour vaquer à ses affaires que le françois. Depuis quelque tems il est aussi généralement adopté dans l'Europe que celui des François l'etoit auparavant.

No. 5. Montagnard Ecossois. Dans le costume militaire de sa nation.

Les montagnards Ecossois, ou les habitans de la haute Ecosse, forment peut-être la nation la plus ancienne et la moins mélangée de l'Europe, car ils descendent directement des anciens Calédoniens. Une des particularités de leur habillement, est, qu'ils ne portent jamais de culottes, mais un simple tablier, qu'ils nomment Kelts. Ils ont à leur ceinture une grande bourse de peau de chien marin, qui pend devant eux, et leur tête est couverte d'un bonnet garni d'un plumet.

No. 6. et 7. Turcs.

Ils sont tous deux de condition et richement habillés. Les hommes et les femmes portent de longues culottes fort larges, qui leur descendent jusque'à la cheville des pieds. Leur habillement est incommode dans bien des cas.

No. 8. et 9. Samoïedes.

Les Samoïèdes sont le peuple le plus septentrional de l'Europe, car ils habitent la Russie européenne et les bords de la mer blanche jusqu'au 75eme degré de latitude septentrionale. Leur teint est basané, c.à.d. d'un jaune brun, et leur hauteur excède rarement 4 pieds. Leur habillement de la tête aux pieds est fait de peaux de rennes, et garni d'autres pelisses ou de bandes de draps de couleur.

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Band 1, Tafel 77

Band 1, Heft 16, Tafel 77, deutsch

Trachten II. B. I. 77.

MENSCHEN AUS ASIEN.

Asien ist in Ansehung seiner Einwohner der merkwürdigste Theil der Erde. Asien ist die Wiege des ganzen Menschen-Geschlechts, denn hier treffen wir zuerst die Menschen an. Von Asien aus wurde der ganze Erdboden bevölkert. Unsere Weltgeschichte nimmt in Asien ihren Anfang. Hier wurden die ersten Reiche gegründet. Künste, Wissenschaften und Religion giengen zuerst von Asien aus.
Dieser Welttheil enthält, wegen seiner erstaunlichen Grösse und verschiedenen Climaten, auch eine grosse Menge Nationen von höchst verschiedener Art, Farbe, Bildung, Lebensart, Sitten und Trachten; cultivirte Völker, Nomaden und rohe Wilden, die wir alle in der Folge näher kennen lernen wollen. Hier sind nur 4 Asiatische Nationen aus 4 verschiedenen Himmelsstrichen, die sich also auch durch ihre Kleidungen sehr auszeichnen.

No. 1. Ostindier.

Ihre Hautfarbe ist gelbbraun, die Haare schwarz. Der Mann ist ein vornehmer Hindostaner. Seine Kleidung ist ein langer seidener Kaftan, mit einer Leibbinde, und ein kleiner Turban, der alle Haare fasst. Um den Hals und die Arme trägt er Juwelen und Perlen-Schnuren.
Die Frau ist eine vornehme Benjaleserin. Sie trägt lange weite Hosen von Goldstoff, und darüber einen Rock von Musselin. Vom Gürtel herauf zur Brust ist der Leib, so wie die Arme, nackt. Sie trägt die Brüste in einem Futteral von leichtem Holze, und darüber ein kleines Leibchen von Goldstoff. Ueber dem Kopf einen sehr langen Schleyer von Flor; in den Haaren, Ohren und um den Hals, Arme und Knöchel, so wie an den Fingern und Zeehn [sic], eine Menge Perlen, Ringe und Juwelen. In der Hand hält sie ein silbernes Fläschchen mit Rosen-Essenz.

No. 2. Sibirier.

Die nördlichsten Nationen von Asien, die meistens Nomaden oder Wilde sind. Ihre Hautfarbe ist schutzig gelbweis und ihre Haare sind schwarzbraun.
Der Mann ist ein Jakut; seine Kleidung ist von Rennthierfellen mit anderm Pelzwerk besetzt, und seine Waffen sind Bogen und Pfeile und ein Spiess.
Die Frau ist eine Ischuktschin, von dem wildesten und rohesten Volke im Norden am Eismeere. Ihre ganze Kleidung ist eine Kutte und Strümpfe von Rennthierfellen, und eine Bärenhaut.

No. 3. Kalmücken.

Die Kalmücken, ein mongolisches Volck, sind Nomaden, und wohnen weiter herunter nach Süden an den Gränzen von Tibet. Sie haben weisse Haut, schwarze Haare, und ein etwas breites Gesicht.
Die Männer tragen weite Hose, rothe Stiefeln, eine lange Veste, keine Hemden, einen Kaftan, und eine flache Pelzmütze.
Die Weiber tragen gelbe Stiefeln, Hosen und Pelzmütze wie die Männer, eine sehr lange Veste ohne Aermel, die bis auf die Füsse geht, über welche sie einen Kaftan mit Pelz gefüttert umhängen. Ihre schwarze Haare sind gescheitelt, und in zwey lange Zöpfe geflochten.

No. 4. Araber.

Da diese im heisseren Clima von Asien wohnen, so ist auch die Hautfarbe bräunlich und ihr Haar schwarz.
Der Mann ist ein vornehmer Araber. Diese tragen Pantoffeln an den nackten Füssen, lange Hosen, das Hemd über den Hosen, darüber eine lange Veste mit einer Leibbinde, einen weiten Rock und grossen weissen Turban. In der Leibbinde steckt ein krummes Messer, ihr Gewehr, über welchem gemeiniglich ein Rosenkranz hängt.
Die Frau ist eine gemeine Araberin; und ihre Kleidung besteht in langen bunten Hosen, einem Hemd mit sehr weiten Aermeln, einem Schleyer über den Kopf, mit goldnen oder metallnen Ringen in den Ohren und um die Arme, und einigen Schnuren Glasperlen um den Hals. In das Gesicht beitzen sie sich schwarze Streifen.

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Band 1, Tafel 77

Band 1, Heft 16, Tafel 77, französisch

Habillemens II. T. I. No. 77.

HOMMES d'ASIE.

Par rapport à ses habitans l'Asie est la partie la plus remarquable de notre globe; elle est pour ainsi dire le berceau du Genre humain, car elle fut la première habitée par des hommes, qui de là se répandirent sur toute la surface de la terre. Notre histoire commence en Asie. C'est là que les premiers empires furent fondés, c'est de l'Asie que sortirent les arts, les sciences et la religion.
Cette partie du monde est, à cause de sa prodigieuse grandeur, et de la diffèrence des climats, habitée par quantité de nations d'espèces très différentes tant par la couleur de leur teint, que par leur stature, leurs habitudes naturelles, leurs moeurs et leurs habillemens. L'on y trouve des peuples civilisés, des Nomades et des sauvages encore brutes, avec lesquels nous ferons connoissance dans la suite. Nous ne donnons ici que quatre nations asiatiques de quatre climats différens, et dont les habillemens différent en conséquence les uns des autres.

No. 1. Habitans des Indes orientales.

Ils ont le teint basané et les cheveux noirs; l'homme est un des principaux de l'Indostan. Son vêtement est composé d'un long caftan de soie, avec une ceinture, et d'un petit turban qui enveloppe toute la chevelure. Il a le cou et les bras ornés de joyaux et de rangs de perles. La femme est une personne de distinction du Bengale. Elle porte de longues culottes fort amples, et par dessus un jupon de mousseline. Les bras et le corps depuis la ceinture jusqu' au sein sont nus. Ses mamelles sont renfermées dans un étui fait de bois léger et recouvert d'un petit corset d'étoffe d'or. Elle a la tête recouverte d'un três-grand voile de gaze; et les cheveux, les oreilles, le cou, les bras, les chevilles des pieds, les doigts et les orteils ornés de quantité de perles, d'anneaux et de bijoux. Elle tient à la main un flacon d'argent rempli d'eau-rose.

No. 2. Sibériens.

Les Sibériens forment les nations les plus septentrionales de l'Asie; ils sont pour la plûpart Nomades ou sauvages. Ils ont le teint d'un blanc sale et jaunâtre, et les cheveux noirs ou d'un brun foncé. - L'homme est un Jakute; son habillement est fait de peau de renne et garni d'autres pelisses; l'arc, les flèches et le javelot sont ses armes. La femme est une Tschuktschienne du peuple le plus sauvage et le plus grossier du nord de l'Asie, sur les bords de la mer glaciale. Tout son habillement est une espèce de froc et des bas de peau de renne, et une peau d'ours.

No. 3. Kalmoucs.

Les Kalmoucs, peuple du Mongul, sont Nomades et demeurent plus au sud, aux environs du Tibet. Ils ont le teint blanc, les cheveux noirs, et le visage un peu applati. Les hommes portent de larges culottes, des bottes rouges, une longue veste, point de chemise, mais un grand Caftan, et un bonnet de peau plat.
Les femmes ont des bottes jaunes et des bonnets comme les hommes, une grande veste sans manches, qui leur descend jusques aux pieds, et par dessus laquelle ils mettent un caftan doublé de peau. Leurs cheveux noirs sont séparés en deux parties, qui forment deux longues tresses.

No. 4. Arabes.

Comme ces peuples habitent les climats chauds de l'Asie, ils ont le teint brunâtre, et les cheveux noirs.
L'homme est un Arabe de distinction. Il porte des pantouffles à ses pieds nus, de grandes culottes, et une chemise par dessus; il a sur sa chemise une longue veste et une ceinture; le reste de son habillement est un habit fort large et un grand turban blanc. Les Arabes ont à leur ceinture une espèce de couteau courbe, qui leur sert d'armes, et auquel ils ont coutûme de pendre un chapelet.
La femme est une femme du commun; son habillement consiste en longues culottes de couleur, une chemise à manches fort larges, un voile sur la tête, des anneaux d'or on de métal aux oreilles et aux bras, et quelques rangs de fausses perles autour du cou. Les femmes arabes se font ordinairement des raies noires dans le visage.

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Band 1, Tafel 78

Band 1, Heft 16, Tafel 78, deutsch

Trachten III. B. I. No. 78.

MENSCHEN AUS AFRIKA.

Afrika hat Einwohner von höchst verschiedener Bildung, Farbe und Lebensart; weisse, gelbe, braune und schwarze Menschen. Da wir das Innere von diesem Welttheile noch wenig kennen, so müssen wir blos die Einwohner der Küstenländer betrachten. Hier sind einige Nationen davon.

No. 1. Egypter.

Die Einwohner von Egypten sind weiss und schön gebildet, wie die Europäer. Die Vornehmen leben und kleiden sich ungemein prächtig, und fast ganz Türkisch sowohl Männer als Weiber, wie man hier sieht. Diess kommt daher, weil Egypten eine Türkische Provinz ist, und viele Türken und Griechen darinn leben.

No. 2. Hottentotten.

Die Hottentotten bewohnen die südliche Spitze von Afrika. Ihre Hautfarbe ist lichtbraun, und ihre Gesichtsbildung, die sie noch dazu durch Mahlerey verstellen, hässlich; denn sie sehen fast aus wie Affen. Sie gehen fast ganz nackt, und haben blos ein grosses Schaffell umhangen. Auf den Köpfen tragen sie Mützen von verschiedener Art; um den Hals und Bauch viele Schnuren roth und weisser Glasperlen und Muscheln; um die Arme und Beine aber wickeln sie frische Schafdärme und mit dem Miste. Die Weiber tragen um die Lenden ein Stück grobes Tuch geschlagen, und vorn ein kleines buntes Schürzchen. Wurfspiesse sind ihre Waffen.

No. 3. Gonaken.

Die Gonaken und Caffern wohnen an den südlichen und westlichen Küsten von Afrika; und gehören zu den eigentlichen Negern. Die Gonaken sind dunkelbraun von Farbe, wohlgebildet, haben ganz kurzes krauses, schwarzes Haar, wie Lämmerwolle. Sie gehen nackt, und haben blos vorn einen kleinen Schurz, und die Weiber ein Stück um die Hüften; übrigens aber tragen sie zum Putz um Hals, Arme, Hände, Beine und Bauch eine Menge Schnuren von weissen Muscheln, Knochen und Glas-Corallen. Bogen und Pfeile sind ihre Waffen.

No. 4. Caffern.

Die Caffern sind ganz schwarz von Farbe, haben eben so schwarzes krauses Haar als die Gonaken, aber länger gezogene Köpfe als diese. Ins Gesicht beizen sie sich allerhand Figuren. Die Männer gehen ganz nackt, und haben blos eine Schnur weisser Knochen um den Hals, und einen Schilfkranz um die Lenden. Die Weiber tragen, ausser dem gewöhnlichen Schürzchen, und ihren Corallen-Schnurren, auch häufig ein Schaffell, anstatt eines Mantels, in welches sie ihre Kinder hucken. Wurfspiesse sind ihre Waffen.

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Band 1, Tafel 78

Band 1, Heft 16, Tafel 78, französisch

Habillemens III. T. I. No. 78.

HOMMES d'AFRIQUE.

L'Afrique renferme des hommes de stature, de couleur et d'habitudes naturelles tres différentes; il y en a de blancs, d'olivâtres, de basanés et de noirs. Comme l'intérieur de cette partie du monde ne nous est que peu connu, nous sommes obligés de nous contenter de faire mention de quelques habitans des côtes. En voici quelques-uns.

No. 1. Egyptiens.

Les habitans de l'Egypte sont blancs et bienfaits, comme les Européens. Les principaux d'entre eux, hommes et femmes, vivent et s'habillent magnifiquement et presque tout à fait à la turque, comme on le voit ici. Cela vient sans doute de ce que l'Egypte est une province turque, dans laquelle se trouvent quantité de Turcs et de Grecs.

No. 2. Hottentots.

Ces peuples habitent la pointe méridionale de l'Afrique. Leur teint est d'un brun clair, et leur phisiognomie, qu'ils défigurent encore par differentes peintures, est fort laide ; car ils ont l'air de singes. Ils vont presque tout nus, et ne sont couverts que d'une grande peau de mouton. Ils portent sur leur têtes des bonnets de différentes formes; ils ont autour du ventre et du cou plusieurs rangs de perles de verre rouges et blanches, et des coquillages. Ils s'entortillent les bras et les jambes de boyaux de mouton frais et remplis de leur fiente. Les femmes s'enveloppent les reins d'une piéce de drap grossier, et portent devant elles un petit tablier de couleur. Ils sont armés de javelots.

No. 3. Les Gonaques.

Les Gonaques et les Caffres habitent les côtes mêridionales et occidentales de l'Afrique, et sont proprement des Nègres. Les premiers ont le teint d'un brun foncé; ils font bien faits, et ont les cheveux noirs, courts et crépus, comme la laine des jeunes agneaux. Ils sont tout nus si ce n'est que les hommes portent un petit tabliet et les femmes encore un morceau d'étoffe autour des reins ; ils se parent d'ailleurs le cou, les bras, les mains, les jambes et le ventre, de quantité de perles de verre, de coquillages blancs, d'os etc. Leurs armes sont l'arc et les flêches.

No. 4. Les Caffres.

Les Caffres sont tout noirs; ils ont les cheveux noirs et crépus comme les Gonaques; mais leur tête est plus allongèe que celle de ces derniers. Ils se brûlent toutes sortes de figures dans le visage. Les hommes sont tout nus, et ne portent pour tout vêtement qu'une rangée d'os blancs autour du cou, et une ceinture de joncs autour des reins. Outre le petit tablier ordinaire, et les rangs de perles ou de coraux, les femmes portent aussi fréquemment en guise de manteau, une peau de mouton, dans laquelle elles portent leurs enfans. Les armes des caffres sont le javelot.

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Band 1, Tafel 79

Band 1, Heft 16, Tafel 79, deutsch

Trachten IV. B. I. No. 79.

MENSCHEN AUS AMERIKA.

Amerika, der längste unter allen Welttheilen, geht fast von einem Pole zum andern, durch alle Zonen, und hat eben deswegen äusserst verschiedene Menschen zu seinen Bewohnern. Man muss die eingebohrnen Amerikaner von den Europäern, die in Amerika leben, und die Küsten-Länder oder die Inseln bewohnen wohl unterscheiden. Jene leben grösstentheils noch als Wilde im Innern des Landes, als wohin sie die Grausamkeit der Europäer seit der Entdeckung von Amerika verdrängt hat. Hier sind 5 Nationen davon.

No. 1. Grönländer

Die Grönländer sind die nördlichen Polar-Menschen von Amerika, klein von Wuchs, schmutzig gelb von Farbe, und haben schwarzes schlichtes Haar. Ihre Kleidung, sowohl der Männer als Weiber, ist vom Kopfe bis zum Fusse von Seehundfellen, recht zierlich gemacht, und mit bunten Tuchstreifen besetzt. Im Winter tragen sie Perlzwerk über den Kopf. Ihre Waffen sind Bogen, Pfeile und Lanzen. Sie sind im Wallfischfange sehr berühmt.

No. 2. Unalaschker.

Dieser gehört zu den, auf des Capitain. Cooks dritten Reise um die Welt, neu entdeckten Nationen, auf der langen Westküste des nördlichen Amerika. Unalaschka ist eine von den Fuchs-Inseln. Die Einwohner sind alle Fischer, und rohe Wilde, sie haben schwarzes Haar, dunkele Hautfarbe, und tragen in der durchborten Ober- und Unterlippe Knochen zur Zierde. Männer und Weiber tragen einen weiten Rock von Vogelhäuten oder Seekalbfellen, der fast wie ein Hemd gemacht, und mit Tuchstreifen besetzt ist. Auf dem Kopfe einen Huth von Schilf; an den Füssen unförmliche Stiefeln, von Baumrinde und Seehundfellen.

No. 3. Virginier.

Virginien ist ein heisses Land, und also gehen seine eingebohrnen wilden Bewohner meist nackt, mit einem bunten Schurze von bunter Leinewand, Papogäyenfedern um die Lenden. Ihre Haut ist kupferbraun, ihr Haar schwarz und lang, ihre Figur gross und edel. Um den Hals tragen sie Knochen und Muschelschnuren. Sie beizen sich zum Putze Figuren in die Haut. Ihre Waffen sind Bogen und Pfeile; und um sich ein fürchterliches Ansehen zu geben, binden sie hinten an ihren Schurz einen Tieger- oder andern langen Thierschwanz, den sie nachschleppen.

No. 4. Patagonier.

Patagonien liegt in der südlichen Helfte von Amerika, und seine Einwohner sind die grösten Menschen die man bisher auf der Welt entdeckt hat, denn Männer und Weiber sind nicht unter 7 Fuss hoch. Ihre Haut ist dunkel kupferfarb, die sie, sonderlich im Gesichte um die Augen mit weissen Figuren bemahlen. Sie haben schwarzes Haar, die Männer kurz wie Borsten, die Weiber flechten es in ein paar Zöpfe, an die sie bunte Glasknöpfe hängen. Sie gehen nackt, und haben blos um den Leib ein Stück Guaniko-Fell, und an den Füssen eine Art von Halbstiefeln eben davon, jedoch ohne Schuhe, und mit hölzernen Sporen versehen; weil sie beständig zu Pferde leben. Ihre Waffen sind Steinschleudern, die sie auch zur Jagd brauchen.

No. 5. Feuerländer.

Die Pescherähs oder Feuerländer, d.h. die Bewohner des Feuerlandes jenseit der Magellan-Strasse, sind die südlichen Polar-Menschen unsrer Erde. Sie sind kaum 4 Fuss hoch, schmutzig braun, schlecht gebildet, und sehr elende Menschen. Sie gehen, ohngeachtet der Kälte ihres Landes, meist nackt, haben nur einen Mantel und Schuhe von Seehundfellen, und rothe Corallen oder Tuchlappen, die sie von Schiffern eintauschen, zum Putze an sich.

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Band 1, Tafel 79

Band 1, Heft 16, Tafel 79, französisch

Habillemens IV. T. I. No. 79.

HOMMES d'AMÉRIQUE.

L'Amérique, la plus grande partie du monde. s'étend presque d'un pole à l'autre et passe par toutes les zones, de là vient qu'elle est habitée par des hommes d'espèces très différentes. Il faut bien distinguer les naturels de l'Amérique, des Européens qui vivent dans cette partie du monde, et qui en habitent les côtes et les îles. Les premiers vivent pour la plûpart en sauvages dans l'intérieur du pays, où la cruauté des Européens les a chassés depuis la découverte de l'Amérique. En voici cinq nations.

No. 1. Les Groënlandois.

Les Groenlandois habitent vers le pôle septentrional en Amérique; ils sont de petite taille, d'un teint brun sale, et ont les cheveux noirs et lisses. L'habillement des hommes et des femmes, de la tête aux pieds, est très joliment fait de peaux de chiens marins, et garni de bandes de drap de couleur. Ils portent en hyver des pelisses sur leurs têtes. Leurs armes sont l'arc, les flèches et la lance. Ils sont très habiles à la pêche de la baleine.

No. 2. Les Unalaschkales.

Une des nations que le Capitaine Cook a découvertes dans son troisième voyage autour du monde, sur les côtes occidentales de l'Amérique septentrionale. Unalaschka est une des Isles aux renards. Ses habitans sont tous pêcheurs. Ils ont les cheveaux noirs, le teint foncé, et portent en guise d'ornement des os aux lêvres supérieure et inférieure, qu'ils se percent à cet effet. Les hommes et les femmes portent un large habit de peaux d'oiseaux ou de chiens marins, assez semblable à une chemise, et garni de bandes de drap de couleur. Leur tête est couverte d'un bonnet de joncs; et leur chaussure consiste en une espèce de bottes informes, faites d'arbre et de chien marin.

No. 3. Les habitans de la Virginie.

La Virginie est un pays chaud, de là vient que la plûpart des sauvage qui y sont naturels, vont nus, et ne portent qu'un tablier chamarré et garni de plumes de perroquets, de toutes sortes de couleur, autour de leurs reins. Leur teint est basané, leur chevelure longue et noire, leur taille haute et noble. Ils portent autour du cou des os et des coquillages. Pour se parer, ils se font toutes sortes de figures dans la peau. Leurs armes sont l'arc et les flêches; et pour se donner un air redoutable, ils attachent à la partie postérieure de leur tablier une longue queue de tigre ou d'autres animaux, qu'ils trainent après eux.

No. 4. Les Patagons.

Le pays de Patagons est dans la partie méridionale de l'Amérique, et ses habitans sont les hommes les plus grands qu'on ait jusques ici decouverts au monde; car les hommes et les femmes n'ont pas moins de 7 pieds de haut. Leur teint est très basané, et ils ont coutume de se peindre des figures blanches sur la peau, et surtout au visage autour des yeux. Leurs cheveux sont noirs, les hommes les ont courts comme des soies, et les femmes en font deux tresses, auxquelles elles pendent des boutons de verre coloré. Ils vont nus, à l'exception d'un morceau de peau de Guanico, qu'ils portent autour du corps, et d'une espèce de brodequins de même matiere, mais sans souliers, et pourvus d'épérons de bois; parcequ'ils sont presque toujours à cheval. - Leurs armes sont des frondes, dont ils se servent aussi à la chasse.

No. 5. Les Habitans des Terres de feu.

Les Pécherais ou habitans de Terres de feu en delà du détroit de Magellan sont ceux qui habitent le pôle austral de notre globe. Ils ont à peine 4 pied de haut, et le teint d'un brun sale, ils sont mal faits et de très chétives créatures. Malgré le froid qui règne dans leur climat, ils sont presque tout nus, ne portent qu'un manteau et des souliers de peau de chien marin, et se parent de coraux rouges et de pièces de drap que les bateliers échangent avec eux.

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Band 1, Tafel 80

Band 1, Heft 16, Tafel 80, deutsch

Trachten. B. I. No. 80.

MENSCHEN AUS AUSTRALIEN.

Das milde, zum Theil auch heisse Clima, von Australien macht seinen Bewohnern die Kleider fast ganz überflüssig. Viele Völker davon gehen ganz nackt, wie z.B. die Neuholländer, und die übrigen kleiden sich in Papier-Zeuche oder geflochtene Schilfmatten, die ihr noch ganz roher Kunstfleiss mühseelig genug hervorbringt. Wir wollen einige der Haupt-Nationen dieser neuentdeckten Insel-Welt hier näher betrachten.

No. 1. Otaheiter.

Ihre Hautfarbe ist braungelb, und ihre Haare sind schwarz und lockigt. Die Kleidung der Otaheiter besteht durchaus in einer Art von Papier-Zeuch ohne Textur, aus den Rinden des Papier-Maulbeerbaums und Brodfruchtbaums gemacht, welches sie in langen Stücken, oft zu 30 bis 40 Ellen nach eigner Phantasie um den Leib wickeln. Auch die vornehmen Männer tragen dergl. Tücher um den Kopf gebunden.

No. 2. Sandwich-Insulaner.

Ihre Hautfarbe ist gleichfalls braun, und die Haut selbst, sonderlich bey den Männern, mit eingebeizten schwarzen Figuren geziert. Ihr Haar ist dunkelbraun und kraus. Männer und Weiber tragen blos einen kurzen Schurz von Papier-Zeuch um die Lenden, und gehen übrigens nackt. Die Weiber tragen ausserdem zum Putze Schnuren von bunten Vogelfedern um den Hals und in den Haaren. Der hier abgebildete Mann ist ein Tänzer, und hat daher zur Zierde einen Schilfkranz um den Hals, und einen Korb mit bunden Federn durchflochten in den Händen.

No. 3. Neu-Seeländer.

Ihre Hautfarbe ist wie die vorige, und ihr Haar schwarz und schlicht. Der Mann der hier steht, trägt einen zottigen Schilfmantel, der fürchterlich wild aussieht, und ist unter demselben ganz nackt. Zum Putze hat er an dem Halse und in den Ohren Knochen und Fischzähne hängen, und in den Haaren steckt ein Kamm und etliche rothe Federn. In der Hand hat er seine Streitaxt, und in den Gürtel steckt sein steinernes Handgewehr, Pätuh-Pätuh genannt.
Die sitzende Frau hat ein Unterkleid oder Hemd an, von dem Fäden einer Pflanze geflochten und zierlich bunt mit Vogelfedern gestickt.

No. 4. Neu-Holländer.

Neuholland ist das feste Land von Australien, aber seine Einwohner sind die rohesten Wilden, die man bisher noch in jenem Welttheile entdeckt hat. Sie widersetzen sich immer gewaltsam der ersten Landung der Europäer. Ihre Hautfarbe ist schwarz, wie die der Neger in Afrika; sie haben aber eine andere Gesichtsbildung wie jene, und schwarzes krauses Haar und Bärte.
Sie gehen ganz nackt, und kennen gar keine Kleider, dagegen bemahlen sie sich aber die Haut mit weissen Figuren, und beschmieren sich auch oft fast Fingerdick mit einer rothbraunen Erde. Ihre Waffen sind hölzerne Schilder, dergleichen Schwerder und Lanzen von Fischknochen. Sie sind die Nachbarn von der neuen Englischen Colonie in Botany-Bay; wohin die Engländer ihre Diebe und andre Verbrechen transportiren.

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Band 1, Tafel 80

Band 1, Heft 16, Tafel 80, französisch

Habillemens V. T. I. No. 80.

HOMMES d'AUSTRALIE.

Le climat doux et même chaud de l'Australie, rend les habits presque inutiles à ses habitans. Plusieurs peuples de ces coutrées vont tout nus, tels sont p.e. les habitans de la nouvelle Hollande, et les autres se couvrent d'étoffe de papier, ou de nattes de joncs que leur art encore grossier ne produit qu'avec peine. Nous allons considérer plus en détail quelques unes des principales nations de cet archipel nouvellement découvert.

No. 1. Habitans d'Otahiti.

Ils ont le teint basané, les cheveux noirs et crépus. Leur habillement consiste en général en une espèce d'étoffe non tissue, et faite de l'écorce du Papyrus ou de l'arbre à pain, dont ils entortillent de longues pièces de 30 à 40 aunes, à volonté, autour de leurs corps. Les hommes de distinction portent aussi des pièces de cette étoffe autour de leur tête.

No. 2. Les insulaires de Sandwich.

Leur teint est également basané, et la peau elle même ornée, surtout chez les hommes, de figures noires qu'ils y impriment. Leurs cheveaux sont crépus et d'un brun foncé. Les hommes et les femmes n'ont d'autre vêtement qu'un petit tablier d'écorce de Papyrus autour des reins. Les femmes se parent en outre de rangs de plumes de couleurs différentes, qu'elles portent autour du cou et dans leurs cheveux. L'homme représenté sur la planche est un danseur, qui a pour cette raison une guirlande de roseaux autour du cou, et porte dans ses mains un panier fait de plumes bigarrées.

No.3. Habitans de la nouvelle Zélande.

Leur teint ressemble à celui des précédens, et leurs cheveux sont noirs et lisses. L'homme représenté debout porte pour tout vêtement un manteau de joncs, qui paroit tout velu et lui donne l'air extrêmement sauvage. Il porte en guise d'ornemens des os et des dents de poissons pendues à son cou et à ses oreilles, et il a dans ses cheveux un peigne et quelques plumes rouges. Il tient à la main la hache dont il se sert dans les combats, et son couteau de pierre nommé Patuh-Patuh, est pendu à sa ceinture. La femme, représentée assise, a un habit, en forme de chemise, tissu des filaments d'une plante, et joliment brodé en poils de chien, et en plumes d'oiseaux de diverses couleurs.

No. 4. Habitans de la nouvelle Hollande.

La nouvelle Hollande est le continent de l'Australie, mais ses habitans sont les sauvages les plus bruts, qu'on ait jusques- ici découverts dans cette partie du monde. Il s'opposèrent toujours avec force au premier de barquement des Européens. Ils ont la peau noire, comme les nègres de l'Afrique; leur phisiognomie diffère cependant de celle de ces derniers; Leurs cheveux et leur barbe sont noirs et crépus. Ils vont tout nus, et ne connoissent aucun vêtement, mais en revanche ils se peignent des figures blanches sur la peau, et se barbouillent souvent le corps d'une terre d'un brun rouge, de l'épaisseur du doigt. Leurs armes sont des boucliers de bois, des sabres de même matière, et des lances d'arrêtes de poissons. Ils sont voisins de Botany-Bay, nouvelle colonie, où les Anglais envoyent leurs voleurs et autres criminels.

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Band 1, Tafel 81

Band 1, Heft 17, Tafel 81, deutsch

Vermischt. Gegenst. IV. B. I. No. 81.

SCHIFFE und zwar das Linien-Schiff.

Das Schiff ist eine der sinnreichsten und nützlichsten Maschinen, welche der menschliche Kunstfleiss erfand. Vermuthlich gab ein hohler Baum, so wie ihn noch die Wilden zu ihren Canots brauchen, die erste Veranlassung dazu. Allein, wie viel Verstand und Kenntnisse gehörten nicht dazu, einen so ungeheuren Bau, als ein Kriegsschiff ist, so aus Balken, Brettern, Eisen und Tauwerk zusammenzusetzen, dass es die grössten Lasten tragen, sicher von einem Welttheile zum andern seegeln, und dem Winde und Wellen trotzen, und dennoch von einem einzigen Menschen geleitet und regieret werden kann! Für alle Nationen, welche Handel treiben, ist die Schifffahrt von äusserster Wichtigkeit.
Es giebt Schiffe von sehr verschiedenen Grössen und Formen, nach Verschiedenheit der Gewässer und dem Gebrauche wozu sie bestimmt sind. Auf Strömen und Canälen sind sie gewöhnlich nicht gross, haben einen platten Boden, und werden weniger durch Seegel, als durch Ziehen oder Rudern fortgebracht; die Schilfe aber, so über See fahren, sind gross, haben einen Kiel zur Grundlage ihres gewölbten Bodens oder Bauches, Seegel, um sie durch den Wind forttreiben, und Anker, um sie auf dem Meere irgendwo fest legen zu können.
Man theilt die Schiffe gewöhnlich in zwey Hauptklassen, nehmlich in Kriegs- und Kauffahrtey-Schiffe ein; von beyden giebt es aber bey den verschiedenen seefahrendan Nationen, auch sehr verschiedene Fahrzeuge an Grösse, Bauart und Nahmen. Die gewöhnlichsten, und oft in den Zeitungen vorkommenden, sind folgende: das Linien-Schiff, die Galeere, die Fregate, der Cutter, die Jacht, das ordinäre Kauffahrtey-Schiff, die Schaluppe, die Gondel. Von diesen will ich getreue Abbildungen hier geben.

Das Linienschiff.

Linienschiffe sind Kriegsschiffe von der ersten Grösse, welche die Stärke der Kriegsflotten ausmachen, und in Seeschlachten den Ausschlag geben müssen. Sie führen gewöhnlich von 50 bis zu 110 Kanonen, und oft bis 1000 Mann Soldaten; 3 Masten, und 10 Seegel. Die grössten Linienschiffe nennt man Dreydecker, oder Schiffe mit drey Verdecken übereinander, auf welchen die Kanonen stehen. Die Masten und Seegel sind mit einer Menge von Seilen und Tauwerk befestiget und verbunden, durch welche das Schiff nach dem Winde gedreht und in seinem Laufe gerichtet werden kann. Am Hintertheile des Schiffs ist das Steuer-Ruder, und am Vordertheile sind die Anker. Da ein so grosses Schiff oft etliche 30 Fuss tief im Wasser geht, und also an flachen Ufern nicht anlanden kann, so muss es immer einige Boote bey sich haben, um darin ans Land gehen zu können.
Der untenstehende Durchschnitt des Schiffes zeigt seinen innern Bau, und die horizontale Linie, wie tief es gewöhnlich im Wasser gehet.

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Band 1, Tafel 81

Band 1, Heft 17, Tafel 81, französisch

Melanges IV. T. I. No. 81.

VAISSEAUX.

Les Vaisseaux peuvent être comptés parmi les machines les plus ingénieuses et les plus utiles que l'industrie de l'homme ait jamais inventées. Un arbre creux, tel que les sauvages s'en servent encore pour leurs canots, en a probablement donné la premiere idée. Mais quelle distance prodigieuse de ce foible commencement à la construction d'un vaisseau de guerre ! Combien d'esprit et de connoissances ne faut-il pas supposer avant qu'on ait pû achever un bâtiment aussi immense, composé de poutres, de planches, de fer et de cordage, propre á porter les fardeaux les plus pésans, à cingler en toute sureté d'une partie du monde à l'autre, à braver les vents et les flots, et à pouvoir malgré cela, être dirigé par une seule personne! La Navigation est de la derniere importance pour le commerce de toutes les Nations.
La grandeur et les formes des vaisseaux sont trés differentes, selon les eaux et l'usage pour lesquels ils sont destinés. Sur les rivieres et les canaux ils ne sont ordinairement pas grands, toujours d'un fond plat, et avancent moins par le moyen des voiles que par la force des rames et des hommes ou des chevaux qui les trainent. Les vaisseaux par contre, qui doivent traverser les mers, sont grands; on appelle Quille la base de leur fond vouté; ils ont des Voiles pour les faire avancér au moyen du vent, et des Ancres, pour pouvoir les etablir sur mer.
On divise ordinairement les vaisseaux en deux sortes principales, savoir en Vaisseaux de guerre et en Vaisseaux de Commerce, qui different en grandeur, en structure et denomination chez les divers peuples marins. Les vaisseaux les plus en usage et dont nous lisons souvent les noms dans les papiers publics, sont les suivans: le Vaisseau de guerre, la Galere, la Frégate, le Cutter, le Jacht, le Vaisseau marchant, la Chalouppe, la Gondole.

Le Vaisseau de guerre.

Les Vaisseaux de guerre ou de Ligne sont des bâtimens de la première grandeur, qui font la principale force des flottes et doivent decider la victoire dans les batailles navales. Ils portent ordinairement 50 jusqu'à 110 Canons, et souvent jusqu'à 1000 Soldats; ils ont 3 mâts et 10 voiles. Les plus grands de ces vaisseaux ont trois ponts, sur les quels les Canons sont placés, et on leur donne pour cela le nom de Vaisseaux à trois ponts. Les mâts et les Voiles, au moyen des quels le vaisseau peut être tourné par le vent, et dirigé dans son cours, sont attachés et joints ensemble par une grande quantité de cordage. Le Gouvernail est appliqué à la Poupe du vaisseau et les Ancres sont à la proue. Comme leur tirant d'eau monte quelque fois à 30 pieds, et que par consequent ils ne peuvent pas aborder à des rivages plats, ils doivent toujours être suivis de quelques Chalouppes, pour que l'equipage puisse mettre pieds à terre.
Par le dessein du Profil qui se trouve en bas on reconnoit la structure înterieure du vaisseau, et la ligne horizontale montre son tirant d'eau.

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Band 1, Tafel 82

Band 1, Heft 17, Tafel 82, deutsch

Verm. Gegenst. V. B. I. No. 82.

SCHIFFE.

No. 1. Die Galeere.

Die Galeere ist ein kleineres Kriegsschiff von niedrigem Borde, das durch Seegel und Ruder zugleich fortgetrieben werden kann, und sonderlich an den Küsten des Mittelländischen Meeres gebräuchlich ist. In Frankreich und Italien werden verschiedene Verbrecher auf die Galeeren zum Rudern verdammt, auf ihre Ruderbank mit Ketten angeschmiedet, und heissen daher Galeerensclaven.
Die Galeere ist gewöhnlich sehr lang, hat zwey bis drey Masten mit Seegeln, und an ihrem Vordertheile einen langen Schnabel. Sie führt auf den Bord-Seiten eine Reihe Kanonen. Auf dem Verdecke stehen die Ruderbänke, meistens 25 bis 30 auf jeder Seite, und jede mit 5 bis 6 Ruderknechten besetzt; wie die aufgehobenen Ruder (a) zeigen. Ueber das ganze Verdeck ist ein Zelt von Seegeltuch (b) ausgespannt, um die Ruderknechte für der Witterung zu schützen. In dem Hintertheile ist die Cajüte des Capitains.
Die Galioten sind eine kleine Gattung von Galeeren, die in Holland sehr gewöhnlich und zum geschwinden Laufe sehr bequem sind. Sie haben einige kleine Kanonen, einen Mastk, und 16 bis 20 Ruderbänke, jede nur mit einem Ruderknechte besetzt, der zugleich ein Soldat ist.
Bombardir-Gallioten hingegen sind platte Schiffe ohne Verdeck, sehr stark gebauet, auf welchen Mörser zu Belagerung einer Festung von der Wasserseite geführt werden.

No. 2. Die Fregatte.

Die Fregatte ist gleichfalls ein kleineres Kriegsschiff, jedoch leicht von Holze gebauet, damit es desto schnelleren Lauf habe. Die Fregatte hat gewöhnlich nur 2 Verdecke und 40 bis 45 Kanonen, drey Masten und viele Seegel. Eine grosse Kriegsflotte besteht immer aus Linienschiffen und Fregatten, und sie thun bei Gefechten, so wie beym Convoyiren der Kauffahrtey-Flotten vortreffliche Dienste.

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Band 1, Tafel 82

Band 1, Heft 17, Tafel 82, französisch

Melanges V. T. I. No. 82.

VAISSEAUX.

No. 1. La Galère.

La Galère est un vaisseau de guerre de moindre grandeur et de bas bords, qui va en même tems à voiles et à rames, et dont on fait principalement usage sur les Côtes de la Mediterranée. En France et en Italie les Criminels sont condamnès aux Galéres, pour y manier les rames, et leurs chaines sont forgées sur les bancs; on les appelle pour cela Galériens.
La Galère est ordinairement trés longue, munie de 2 ou 3 Mâts avec des voiles et d'une longue poulaine à la proue. Elle porte une rangée de Canons le long des deux bords. Les bancs à rames sont placés sur le tillac, ordinairement 25 à 30 de chaque coté, et sur chaque banc se trouvent toujours 5 à 6 Galèriens, comme on peut le voir par les rames levées. (a.) Elle est couverte d'une grosse toile, qui est tendue par dessus tout le tillac, (b.), et qui garantit les Galèriens des injures du Tems. La Cajutte du Capitaine est à la poupe.
Les Galiotes sont une espece de petites Galères, qui vont trés rapidement, et sont fort en usage en Hollande. Elles portent plusieurs petits Canons, ont un Màt et 16 à 20 bancs à rames, sur chacun des quels il n'y a qu'un seul rameur, qui est en même tems Soldat.
Les Galiotes à bombes au contraire sont des vaisseaux plats, sans tillacs, et trés forts en bois. Elle doivent porter des mortiers, pour le siege d'une ville du coté de la mer.

No. 2. La Fregate.

La Fregale est pareillement un vaisseau de guerre de moindre grandeur. Elle est construite trés legère en bois, pour avoir un cours plus rapide. Elle n'a ordinairement que 2 tillacs, 40 à 45 Canons, 3 mâts et beaucoup de voiles. Une grande flotte de guerre consiste toujours en vaisseaux de ligne et en fregates, et les dernieres rendent les meilleurs services, tant dans les Combats, que pour le Convoi des vaisseaux marchands.

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Band 1, Tafel 83

Band 1, Heft 17, Tafel 83, deutsch

Würmer. II. B. I. No. 83.

MEER-IGEL.

Die Meer-Jgel gehören gewissermaassen zu den Conchylien, denn sie haben eine harte steinartige Schaale, wie die Schnecken, welche jedoch, so lange sie leben, mit beweglichen Stacheln, eben so wie die Haut eines Igels besetzt ist; davon sie auch die Benennung haben. Sie sind platt-rund, beynahe wie eine Zwiebel geformt, und man hat sie von der Grösse einer Nuss bis zum Umfange des grössten Apfels. Sie wohnen auf dem tiefsten Meeres-Grunde in allen Welttheilen, und nähren sich von See-Pflanzen, und kleinen Insecten. Einige Sorten sind, gesotten wie die Krebse, essbar, mehrere aber sind giftig, und taugen nicht zum speisen.
Es giebt Meer-Igel von verschiedener Grösse, Form und Farbe; z.E. rothe (Fig. 1.); grüne (Fig. 2. 5.); gelbe (Fig. 6.); braune (Fig. 3. 4.) und dergl. mehr. Die Figur 5 und 6 zeigt wie sie lebendig aussehen, wenn sie noch ihre Stacheln haben; denn so bald sie sterben, lassen sie ihre Stacheln fahren, und dann sehen sie aus wie Fig. 1. 2. 3. und 4. sie zeigt. Ihre Schaale erscheint dann mit lauter kleinen oder grösseren Wärzchen besetzt, auf welchen eigentlich die Stacheln stehen. Jede Schaale hat zwey Oeffnungen oder Löcher; eins oben auf der Wölbung des Apfels, (Fig. 3 und 4.) diess ist sein After; und eins unten auf der platten Seite, welches rund herum mit kleinen Zähnchen besetzt, und sein Mund ist.
Die Stacheln sind, nach den verschiedenen Sorten, von sehr verschiedener Form, wie Fig. 7. 8. 9. 10. und 11. zeigt. Sie stehen, wie gedacht, auf den Wärzchen der Schaale, wie man an Fig. 7. und 8. sehen kann; und sind eben so verschieden von Farben als die Schaalen selbst; denn es giebt weisse, rothe, grüne, braune, schwarze und gelbe. Sie dienen dem Thiere sowohl zu seiner Vertheidigung, als auch zum Gehen; denn es kann die Stacheln niederlegen, und in die Höhe richten. Zum Gehen dienen ihm sonderlich die längsten Stacheln an der unteren Fläche, die es entweder zugleich, oder eine nach der andern fortsetzet; welches eben so aussieht, als wenn ein Mensch auf Krücken geht. Auf diese Art können sie, zumal auf festem Grunde, ziemlich geschwind fortkommen; niemals aber findet man dass sie wie eine Kugel rollen, obgleich sie beynahe rund sind. Sie widerstreben vielmehr sogleich dem Rollen mit ihren Stacheln, wenn sie durch Gewalt umgeworfen werden.

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Band 1, Tafel 83

Band 1, Heft 17, Tafel 83, französisch

Vers II. T. I. No. 83.

OURSINS.

Les Oursins sont de l'espece des coquillages de mer; ils ont une écaille dure et pétreuse, comme les escargots, et garnie, pendant leur vie, de piquans mobiles, tels que ceux des hérissons. Les oursins sont ronds et applatis, de la forme d'un oignon, et l'on en trouve de la grosseur d'une noix jusqu'au volume de la plus grande pomme. Ils habitent le fond de presque toutes les mers, et se nourrissent de plantes marines et de petits infectes. Il y en a plusieures sortes, qu'on peut manger, cuites comme les écrevisses; d'autres au contraire sont vénimeuses.
II y a des Oursins de differente grandeur, forme et couleur, comme des rouges, (Fig. 1.) des verts, (Fig. 2. et 5.) des jaunes, (Fig. 6.) des bruns, (Fig. 3. et 4.) etc. Les Figures 5 et 6 les montrent vivans et munis de leurs piquans, qu'ils perdent en mourant. Alors ils ressemblent aux Figures 1. 2. 3. et 4., et leur écaille et couverte de verrues, plus ou moins grandes, sur lesquelles les piquans étoient placés. Chaque écaille a deux ouvertures, l'une sur sa partie arrondie (Fig. 3. et 4.) sert à l'animal à rendre ses excreméns; celle par laquelle il prend sa nourriture se trouve sur la partie applatie, et est entourée de denticules.
Les piquans (Fig. 7. 8. 9. 10. et 11.) sont de differentes formes d'aprés les diverses espéces. Les Figures 7 et 8 les montrent comme ils sont placés sur les verrues. Leur couleur ressemble à celle de leurs écailles, car il y en a de blancs, de rouges, de verts, de bruns, de noirs et de jaunes. L'animal s'en sert pour marcher et pour se defendre, car il peut les dresser dans tous les sens. Pour marcher il en emploie de préference les plus longs de sa partie platte, qu'il pose les uns devant les autres, comme fait un homme en marchant avec des bequilles. De cette maniere ils avancent assez vite, surtout quand ils trouvent un fond solide; mais quoiqu'ils soient presque ronds, ils ne se roulent jamais; bien au contraire ils s'en defendent en s'appuyant fortement sur leurs piquans, lorsqu'on veut les renverser par force.

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Band 1, Tafel 84

Band 1, Heft 17, Tafel 84, deutsch

Pflanzen. XVI. B. I. No. 84.

PFLANZEN AUS HEISSEN LAENDERN.

No. 1. Die Krähen-Augen.

Die Krähen-Augen sind der Saame eines Ostindischen Baumes, und ein bekanntes Gift für alle blindgebohrne Thiere, womit man z.E. Hunde und Katzen tödten kann. Der Baum wird gross, hat grosse eyförmige bleichgrüne Blätter, ganz kleine weisse Blüthen (Fig. 2.) und kleine gelbe Aepfel mit einer harten zerbrechlichen Schaale, in deren weichem schwammigten Fleische (Fig. a.) viele runde, platte, braune Saamenkörner liegen, die mit Haaren besetzt sind, und fast wie ein Vogel- oder Krähen-Auge aussehen (Fig. b.); und diese Saamenkörner sind es eigentlich, die man in den Apotheken unter dem Titel Krähen-Augen führt.

No. 2. Der Ginseng.

Der Ginseng, oder die Kraftwurzel ist eine in China, der Tartarey und auch in Nord-Amerika wachsende Pflanze, die etwa einen Fuss hoch wird, und wegen ihrer Wurzel sehr berühmt ist. Die Staude blühet weiss, und trägt kleine rothe Beeren auf einem Büschel. Ihre frische Wurzel (Fig. e.) ist ein wenig dick, getrocknet aber, (Fig. f) so wie man sie in den Apotheken findet, ist sie etwa Fingerslang und dick, und sieht bleichgelb aus. Man schreibt ihr ausserordentliche, die Nerven stärkende und belebende Kräfte in der Medicin zu, und in China, so wie überhaupt in Asien, wird von den Vornehmen und Reichen häufiger Gebrauch davon gemacht, denn sie käuen sie als eine grosse Delikatesse, und bezahlen sie sehr theuer. Nord-Amerika treibt einen beträchtlichen Handel mit dieser Waare nach Asien, denn in Canada wächst der Ginseng wild.

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Band 1, Heft 17, Tafel 84, französisch

Plantes XVI. T. I. No. 84.

PLANTES DES PAYS CHAUDS.

No. 1. Noix Vomiques.

Les Noix Vomiques sont la semence d'un arbre des grandes Indes et un poison mortel pour tous les animaux nés aveugles, tels que les chiens et les chats. Cet arbre devient trés grand, il a de grandes feuilles de la forme ovale et d'une couleur verte-gaie, des fleurs blanches trés petites (Fig. c.) et des fruits ressemblants à de petites pommes jaunâtres avec des ècales dures et cassantes. La Chaire (Fig. a.) de ce fruit contient un grand nombre de graines rondes, plattes et brunes, garnies de petits poils, (Fig. b.) et c'est ces graines qui dans les pharmacies portent le nom de Noix Vomiques.

No. 2. Le Ginseng.

Le Ginseng est une plante, qui vient en Chine, en Tartarie et dans l'Amerique septentrienale, de la hauteur d'un pied, et dont la racine est en grand usage en Medicine. Elle porte des fleurs blanches, et de petites baies rouges rassemblées en bouquets. La racine fraiche (Fig. e.) est plus épaise que lorsqu'elle est sechee; (Fig. f.) alors elle est jaunâtre, de la grosseur et de la longueur d'un doigt, et c'est ainsi que nous la trouvons dans le Apothicaireries. On lui attribue une grande vertu tonique. En Chine et dans toute l'Asie les gens riches en font un usage très fréquent; ils la mâchent par delicatesse et la payent fort chere. Le Canada produit le Ginseng sans culture et en fournit une grande quantité au Commerce de l'Amerique septentrionale, qui le porte en Asie.

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Band 1, Tafel 85

Band 1, Heft 17, Tafel 85, deutsch

Vierf. Thier. XIX. B.I. No. 85.

ACHT MAKIS-ARTEN.

Die Makis sind eine Gattung Thiere, die in der heissen Zone von Afrika und Asien lebt, den Affen in Gange, Geschicklichkeit zum Klettern und Springen und in seinen übrigen Sitten gleicht, ebenfalls vier Hände, wie der Affe hat, und sich auch von einerley Speise mit ihm nährt. Hingegen hat der Maki mehr einen Fuchs- als Affenkopf, und nähert sich in diesem Stücke mehr den Beutelthieren (Opossum) die wir weiter unten auf Taf. 97. werden kennen lernen. Der Leib und die Glieder des Makis sind aber viel feiner und schlanker als an den Affen, und geben daher ihren affenmässigen Manieren eine Artigkeit und Verfeinerung, die kein Affe erreicht. Bis jetzt kennt man folgende Acht Arten von Makis:

No. 1. Der Loris.

Er ist der kleinste Maki unter allen, denn er ist nur 7 Zoll hoch, und hat keinen Schwanz. Sein Vaterland ist die Insel Zeilan in Ostindien.

No. 2. Der graue Mongus.

Er ist so gross wie eine Katze, grau von Leib und Schwanze, hat einen gelben Kopf, schwarz und weise Nase und gelbe Hände. Sein Vaterland ist Madagaskar. Er ist leicht zahm zu machen, und dann ungemein fromm und schmeichelhaft. Sein Gang ist immer vierbeinigt.

No. 3. Der braune Mongus.

Er gleicht dem vorigen, und unterscheidet sich blos dadurch, dass er braun am Leibe und Schwanze ist, einen weisslichen Bauch, hellgraue Hände und schwarze Flecken um die Augen hat.

No. 4. Der schwarze Vari.

Der Vari ist eben so gross als der Mongus, hat einen Büschel Haare an jedem Ohre, und rothe oder orangengelbe Augen. Er kann brüllen wie ein Löwe. Sein Vaterland ist Ostindien.

No. 5. Der schwarze und weisse Vari.

Er ist so gross wie der vorige, überhaupt aber langhaarigter und wolligter, als jener.

No. 6. Der Mokoko.

Sein Vaterland ist Madagaskar und Isle de France. Er ist überaus schön gezeichnet, und überhaupt ein sehr niedliches Thier. Er wird so zahm wie ein Hund, und hat ein überaus unschuldiges und schmeichelhaftes Wesen. Seine Nahrung sind Obst, Wurzeln und Kräuter.

No. 7. Der Maki mit dem Wickelschwanze.

Er soll in Jamaica einheimisch seyn; seine Farbe ist gelb mit schwarz, und er hat einen Wickelschwanz, an welchem er sich, wie die Affen, aufhängen kann.

No. 8. Der fliegende Maki.

Er ist der grösste von allen Makis, beynahe 3 Fuss lang, und hat eine zwischen dem Halse, Armen, Beinen und Schwanze ausgespannte Haut, vermittelst welcher er fliegen kann, und sich schon dem Geschlechte der Fledermäuse nähert. Ihr Vaterland sind die Molukischen und Philippinischen Inseln. Sie nähren sich von Baumfrüchten, und fliegen des Abends, wie die Fledermäuse, häufig herum.

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Band 1, Tafel 85

Band 1, Heft 17, Tafel 85, französisch

Quadrupèdes XlX. T. I. No. 85.

HUIT ESPECES DE MAKIS.

Le Maki est un animal qui vit dans la zone torride de l'Afrique et de l'Asie; il ressemble au singe par sa démarche, son addresse à grimper et à sauter et par le reste de ses moeurs. Il a 4 mains comme le singe et se nourrit de la même maniere. Mais sa tête ressemble plutôt à celle d'un renard, et sous ce point de vue il se rapporte à l'espece de l'Opossum, que nous verrons Tab. 97. Le Maki est plus suelte et plus deliè que le singe, ce qui donne à ses mouvemens et à ses gambades une gentillesse et un air gracieux, auxquels le singe ne sauroit atteindre. On ne connoit encore que les huit Espèces suivantes de Makis.

No. 1. Le Loris.

Il est le plus petit de tous les Makis, car il n'a que sept pouces et point de queue. Sa patrie est l'Isle du Ceylon.

No. 2. Le Mongous gris.

Il est de la grandeur d'un chat; son corps et sa queue sont gris, sa tête et ses mains sont jaunes et son museau est noir et blanc. Madagascar est sa patrie. On l'apprivoise aisément et il devient alors très doux et caressant. Il ne marche jamais qu'à 4 pattes.

No. 3. Le Mongous brun.

Il ressemble au précédent, dont il ne différe que par les couleurs. Son corps et sa queue sont bruns, son ventre blanchâtre, ses mains d'un gris clair, et il a des taches noires autour des yeux.

No. 4. Le Vari noir.

Le Vari est de la taille du Mongous; il a un paquet de poils sur chaque oreille et des yeux rouges ou plutôt oranges. Son cri a la force du mugissement d'un lion. On le trouve dans les Indes.

No. 5. Le Vari noir et blanc.

Il est aussi grand que le précédent, mais son poil est plus long et plus soyeux.

No. 6. Le Macoco.

On le trouve à Madagaskar et dans l'Isle de France. Il est fort joliment marqué et très gentil. Il devient privé comme le chien, et a un air innocent et très caressant. Il se nourrit de fruits, de racines et d'herbes.

No. 7. Le Maki jaune.

On le dit originaire de la Jamaique; fa couleur est jaune, entremelée de noir, sa queue est pliante et il s'en sert comme les singes pour se suspendre.

No. 8. Le Maki volant.

Il est le plus grand de tous les Makis, ayant près de trois piéds de longueur; par la peau étendue entre son cou, ses bras, ses jambes et sa queue, qui le met dans l'état de voler, il s'approche du genre des chauvesouris, d'autant plus que vers le soir il voltige aussi comme elles dans l'air. On le trouve principalement dans les Isles Molucques et les Philippines, où il se nourrit de fruites.

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Band 1, Tafel 86

Band 1, Heft 18, Tafel 86, deutsch

Vierf. Thiere XX. B. I. No. 86.

VERSCHIEDENE KAMEELE.

Man rechnet verschiedene Thiere zum Geschlechte der Kameele; z.E. das zweyhöckerigte Kameel oder das sogenannte Trampelthier (davon wir schon oben (Taf. 1.) die Abbildung geliefert haben; den Dromedar; die Kameelziege, oder das Hirsch-Kameel; die Vicugna, das Guanaco, u.s.w. Wir wollen hier 4 Arten davon betrachten.

No. 1. Der Dromedar.

Der Dromedar, oder das gemeine Kameel, hat nur einen Höcker, dahingegen das Kameel mit 2 Höckern, das Trampelthier heisst, und etwas grösser und stärker als der Dromedar ist. Beyde leben in den heissen Strichen von Asien, und sind höchstnützliche Hausthiere. Ohne diese beyden Arten vom Kameele, würden die heissen und trocknen Sandwüsten gar nicht zu bereisen und ein grosser Theil von Arabien ganz unbewohnbar seyn. Das Kameel trägt eine Last von 12 bis 1300 Pfund, und geht dabey in einem sanften Trabe täglich 12 teutsche Meilen. Der Dromedar ist schneller als das Trampelthier, und wird daher vorzüglich zum Reiten gebraucht. Er geht einen so raschen Trab, dass ein Pferd ihm nicht anders als in vollem Galopp folgen kann; und dabei legt er täglich bis 15 teutsche Meilen zurück.

No. 2. Die Kameel-Ziege, oder das Glama.

Die Kameel-Ziege (das Hirsch Kameel oder das Glama, wie es auch heisst) bewohnt das südliche Amerika, besonders Peru. Es ist nur 6 Fuss lang und 4 1/2 Fuss hoch, und wird als Haussthier gleichfalls zum Lasttragen gebraucht. Es kann aber nur bis 150 Pfund tragen; macht nur kurze Tagreisen von wenig Meilen, und wenn es gewaltsam fortgetrieben oder überladen wird, so legt es sich auf der Stelle nieder, und ist durch kein Mittel in der Welt wieder zum Aufstehen zu bringen, sondern muss geschlachtet werden. In den reichen Bergwerken von Potosi werden beständig über Hunderttausend solcher Thiere zum Lasttragen unterhalten.

No. 3. Die Vicugna, oder das Schaaf-Kameel.

Das Schaf-Kameel, oder die Vicugna, lebt wild auf den höchsten Bergen der Cordilleras in Chili und Peru, und lässt sich nicht zähmen. Sie ist kleiner als die Kameel-Ziege, und heisst darum das Schaaf-Kameel, weil sie die sogenannte Vicugna-Wolle, die feinste und kostbarste die man kennt, trägt; wovon in Europa Tücher gemacht werden, davon die Elle 35 Thaler kostet. Man schiesst diese Thiere wie Wild; ihr Fleisch ist wohlschmeckend, und in ihrem Magen findet man den occidentalischen Bezoarstein.

No. 4. Das Guanaco oder Huanaco.

Das Guanaco oder wilde Peruanische Kameel, lebt gleichfalls in Süd-Amerika auf den höchsten Gebürgen, ist leicht und starck auf den Beinen, und flüchtig wie ein Hirsch. Es ist rothbraun von Farbe, und hat einen weissen Kopf, Hals und Brust. Sie sind das vornehmste Jagdwild der Patagonen und Abiponer, welche dieselben zu Pferde verfolgen, und mit ihren Stein-Schleudern, die sie ihnen um die Füsse werfen, fangen.

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Band 1, Tafel 86

Band 1, Heft 18, Tafel 86, französisch

Ouadrupèdes XX. T. I. No. 86.

DIFFERENTS CHAMEAUX.

On comprend differens animaux dans le genre ces chameaux, p.e. le chameau à deux bosses, ou le chameau Bactrien (dont il se trouve le dessin sur Tab. I.) le Dromedaire; la Glama; la Vigogne; le Guanaco etc. De ces 4 dernieres espéces je vais donner la description.

No. 1. Le Dromedaire.

Le Dromedaire, ou le Chameau commun n'a qu'une seule bosse; celui à deux bosses porte le nom de Chameau Bactrien, et il est un peu plus grand et plus fort que le Dromedaire. Ils se trouvent tous les deux dans les régions brulantes de l'Asie et sont des animaux domestiques de la plus grande utilité. Au defaut de ces deux espèces de chameaux on seroit incapable de traverser les déserts sablonneux et arides de ces pays, et une grande partie de l'Arabie resteroit entierement inhabitable. Ils peuvent porter une charge de 12 à 1300 livres pésant et faire 12 milles allemands par jour, en allant toujours un trot fort doux. Le Dromedaire est plus agile que le chameau Bactrien, et par cette raison on le préfére pour servir de monture. Il va un trot tellement rapide, qu'à cheval on ne peut le suivre qu'au grand galop, et il est capable de faire 15 milles allemands par jour.

No. 2. Le Glama.

Le Glama habite l'Amerique meridionale et surtout le Pérou. Il n'a que 6 pièds de longueur sur 4 1/2 de hauteur, et l'on s'en sert pareillement comme d'un animal domestique pour porter des fardeaux, qui cependant ne peuvent jamais exceder le poids de 150 livres. Il fait de petites journées de peu de milles, et s'il est surchargé, ou même poussé avec violence, il se jette aussitôt à terre; alors il n'y a nul mojen de le faire relever et l'on est obligé de le tuer. Dans les mines riches de Potosi on en entretient continuellement plus que cent mille, et l'on s'en sert pour le transport des richesses que l'on tire de ces mines.

No. 3. La Vigogne, ou la Chevre du Pérou.

La Vigogne vit dans l'état sauvage en Chili et en Pérou sur les montagnes les plus élevées des Cordillieres, et ne se laisse pas apprivoiser. Elle est plus petite que le Glama, et la laine, dont elle est revêtue, est la plus fine et la plus précieuse qui existe; elle est connue sous le nom de laine de Vigogne, et en Europe on en fait des draps, dont l'aune revient jusqu'à 25 écus. On tue ces animaux comme les bêtes sauvages, leur chair est d'un bon goût, et dans leur estomac on trouve le Bèzoard occidental.

No. 4. Le Guanaco.

Le Guanaco, ou le chameau sauvage du Pérou, habite également les montagnes les plus élevées de l'Amerique meridionale. Il est très fort et leste comme un cerf; sa couleur est d'un rouge foncé; mais sa tête, son cou et sa poitrine sont blancs. Les Patagons et les Abipons n'ont presque pas d'autre gibier pour leurs chasses; ils le poursuivent à cheval, jettent les corroies de leurs frondes autour de ses pièds et le prennent vivant.

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Band 1, Tafel 87

Band 1, Heft 18, Tafel 87, deutsch

Vermischt. Gegenst. VI. B. I. No. 87.

SCHIFFE.

No. 1. Der Cutter.

Der Cutter ist gleichfalls ein Kriegsschiff, jedoch von der kleinsten und leichtesten Art. Er ist beynahe gebaut wie eine Galeere, jedoch kürzer, hat einen Mast, gewöhnlich 3 Seegel, und führt von 8 bis zu 18 Kanonen. Der Cutter ist bey der Englischen Marine ohngefähr ebendas was die Corvette bey der Spanischen und Italienischen Marine ist; nemlich ein leichtes Kriegsschiff, das unter 20 Kanonen führt, und zu leichten und schnellen Verrichtungen bey dem Seewesen gebraucht wird.

No. 2. Das Kauffahrtey-Schiff.

Das Kauffahrtey-Schiff wird von den Kaufleuten zum Verfahren ihrer Waaren von einem Welttheile oder Reiche zum andern gebraucht. Es ist daher auch ganz anders gebaut als ein Kriegsschiff; denn es hat nur Ein Verdeck, welches zu Einladung der Waaren geöffnet werden kann, und darunter einen weiten Raum oder Bauch, damit es viele Ballen, Fässer und Kisten fassen könne. Sein Vordertheil ist, wie bey allen grossen Schiffen, niedriger als das Hintertheil, an welchem das weit grössere Steuerruder, als bey andern Schiffen gewöhnlich ist, stehet.
Die Kauffahrtey-Schiffe einer jeden Nation sind ihrer Bauart und Grösse nach verschieden, die Englischen und Holländischen sind die grössten. Sie führen gewöhnlich drey Masten, nemlich den Gabel-Mast im Vordertheile des Schiffs, das Longspriet oder den grossen Mast, in der Mitte, und den Bezaans-Mast im Hintertheile.
Am Vorder-Theile des Shiffes hängen die Anker; deren ein grosses Schiff gewöhnlich vier hat, welche an langen dicken Seilen, oder Anker-Tauen auf den Meeres-Grund hinabgelassen werden, in denselben sich mit ihren krummen Spitzen einhaaken, und das Schiff auf offnem Meere, oder im Hafen festhalten, damit es nicht vom Winde fortgetrieben und ans Ufer geworfen werden kann, wo es Schiffbruch leiden würde.
Da die Kauffahrtey-Schiffe keine Kanonen zu ihrer Vertheidigung führen, und also leicht von Seeräubern genommen werden könnten, so seegeln bey weiten Reisen, und wenn das Meer unsicher ist, ganze Flotten zusammen, die ein oder mehrere Kriegsschiffe, Fregatten, Cutters u.s.w. zu ihrer Vertheidigung oder Convoi mit nehmen.

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Band 1, Tafel 87

Band 1, Heft 18, Tafel 87, französisch

Melanges VI. B. I. No. 87.

VAISSEAUX.

No. 1. Le Cuttre.

Le Cutter est également un vaisseau de guerre, mais d'un genre petit et leger. Il ressemble pour la Construction à la Galère, à la longueur prés; il a un mât, ordinairement 3 voiles et 8 à 18 Canons. Dans la marine angloise le Cutter remplace la Corvette des François et la Brigantine des Espagnols et des Italiens, qui comme lui portent moins de 20 Canons, et ne servent qu'à des Expéditions promptes et faciles.

No. 2. Le Vaisseau marchand.

Le Vaisseau marchand sert aux Negocians pour le transport des Marchandises d'une partie du monde ou d'un pays à l'autre. Sa construction répond à sa destination mercantile, car il n'a qu'un seul pont, que l'on peut ouvrir pour l'embarquement de la cargaison et qui est placé par dessus une large cavité destinée à recevoir un grand nombre de ballots, caisses et barils. Ces vaisseaux different chez les diverses Nations en Construction et volume; les plus grands sont ceux des Anglois et des Hollandais.
La proue des vaisseaux marchands, comme celle de tous les gros Navires est plus basse que la pouppe, mais leur gouvernail est plus grand que celui de tous les autres vaisseaux. Ils portent à l'ordinaire 3 mâts, savoir le mât de Miséne, placé sur la proue, le grand mât au milieu du vaisseau et l'Artimon sur la pouppe.
Les gros Navires sont communément munis de 4 Ancres qu'on jette en mer pour retenir le vaisseau dans le port ou pour l'arrêter et le fixer en mer, afinqu'emporté par le vent il ne soit porté sur la côte, ou sur des eceuils, sur lesquels il pourroit faire naufrage. Pour cet effet elles sont attachées à de grosses cordes, par le mojen des quelles on les descend au fond de la mer, où par leurs extremités terminées à deux branches tournées en arcs elles s'enfoncent dans le sable. Le bout des cordes est attaché à un anneau placé à la proue du vaisseau.
Les vaisseaux marchands étant dépourvûs de Canons et ne pouvant ainsi se defendre contre les pirates, ils se réunisient en flottes pour faire de longs voyages ou quand la mer n'est pas libre; ils se font alors accompagner par un ou plusieurs vaisseaux de guerre, Fregattes ou Corvettes, qui forment leur Convoi.

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Band 1, Tafel 88

Band 1, Heft 18, Tafel 88, deutsch

Verm. Gegenst. VII. B. I. No. 88.

SCHIFFE.

Unter die kleinsten Fahrzeuge, welche man zu leichten und schnellen Verrichtungen auf Flüssen oder auf dem Meere ohnweit des Ufers und bey nahen Entfernungen von einem Lande zum andern braucht, sind die Jachten, Schaluppen, und Gondeln, die wir hier sehen, zu rechnen.

No. 1. Die Jacht.

Die Jacht ist ein leichtes Fahrzeug mit einem Verdecke, einem Mast und Seegel, und einem Anker, und meistens sehr hübsch verziert, weil die Jachten oft zu Wasser-Reisen grosser Herren gebraucht werden, und daher auch gewöhnlich mit schönen kleinen Kammern oder Cajüten versehen sind. Da die Jacht nicht tief im Wasser geht, leicht zu wenden ist, und gut laviren kann, so wird sie zu allen geschwinden Verschickungen zu Wasser gebraucht. Zu beyden Seiten hat sie die sogenannten Schwerdter, welches einige starcke zusammen verbundene Bretter in Form einer Schuhsohle sind, die beym Laviren der Jacht auf einer oder der andern Seite ins Wasser gelassen werden, und beym Seegeln mit schwachen Winde helfen.

No. 2. Die Schaluppe.

Die Schaluppe ist ein kleines Fahrzeug mit Rudern, welches grosse Schiffe immer mit sich führen, um Personen ans Land zu setzen, Waaren und frisches Wasser zu holen, oder andere Bedürfnisse ausserhalb des Schiffes zu verrichten. Die Schaluppe führt immer die Flagge des Schiffes, zu dem sie gehört, wenn sie vom Schiffe verschickt wird, um sie daran zu erkennen.

No. 3. Die Gondel.

Die Gondel ist eigentlich ein Venetianisches Boot, in welchem man auf den Kanälen von Venedig, an statt der Kutschen, von einem Hause zum andern fährt, weil Venedig keine Strassen hat. Sie sind flach und lang, haben in der Mitten einen mit Thüren und Fenstern versehenen, und mit Tuch bedeckten Kasten, worinn man sitzt, und am Vordertheile ein starckes Eisen, um das Anstossen der Gondel an den Mauern der Kanäle unschädlich zu machen. Alle Gondeln in Venedig dürfen, um unnütze Pracht damit zu vermeiden, nicht anders als schwarz angestrichen und bekleidet seyn. Jede hat nur zwey Gondeliers oder Ruderknechte, davon der vordere tief, der hintere aber so hoch steht, dass er über den Kasten hinwegsehen, und die Gondel regieren helfen kann.
Man braucht die Gondeln auch in Teutschland auf Flüssen und Land-Seen zu Lustfahrten; wo sie dann meist sehr schön gemahlt und verziert sind.

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Band 1, Tafel 88

Band 1, Heft 18, Tafel 88, französisch

Melanges VII. T. I. No. 88.

VAISSEAUX.

Le Yacht, la Chalouppe et la Gondole sont parmi les moindres vaisseaux, dont on se sert pour des voyages de peu de consequence sur des rivieres, ou pour cotoyer la mer, quelquesfois aussi pour la traverser, où elle n'est pas très large.

No. 1. Le Yacht.

Le Yacht est un bâtiment leger à un seul tillac, un mât, un voile, et une seule ancre; on a coutume de le decorer, et d'y établir de petites chambres ou Cajuttes, élegamment meublées, par ce que les Princes et grands Seigneurs s'en servent quelques fois pour voyager sur mer. Comme il ne tire pas beaucoup d'eau, qu'il revire et louvoie facilement, il est destiné à des expeditions promptes. Des deux cotés du Yacht il y a plusieurs planches réuniesè qui, d'aprés leur forme, sont nommées femelles; en louvoyant on en descend l'une ou l'autre pour donner plus de prise au vent.

No. 2. La Chalouppe.

La Chalouppe est une sorte de petit vaisseau à rames, qui accompagne les gros bàtimens pour en mettre l'equipage à terre, y chercher de l'eau et des provisions, ou pour faire les commissions necessaires. Elle porte toujours le pavillon du Navire, auquel elle appartient, et qui la fait reconnoitre, quand elle en est separée.

No. 3. La Gondole.

La Gondole est un petit bâteau plat et fort long, et particulierement en usage à Venise; comme cette ville n'a point de rues, les gondoles servent pour naviguer sur les canaux qui en tiennent lieu, et pour aller d'une maison à l'autre. Elles ont au milieu une caisse, garnie de portes et de fenêtres, et couverte de drap, dans laquelle on peut s'asseoir. Leur proue, est armée d'une forte piece de fer, pour empècher que la Gondole ne se brise, en heurtant contre les murs. Pour prévenir le luxe il est defendu aux Venitiens de les peindre ou tapisser autrement qu'en noir. Chacune a deux Gondeliers ou rameurs, dont l'un, qui se trouve à la pouppe, est placé sur une élevation de maniere que sa vue ne soit pas génée par la caisse, et qu'il puisse diriger la Gondole.
On se sert aussi des Gondoles en d'autres pays pour faire des parties de plaisir sur les rivieres ou lacs, et alors on les peint et les orne souvent avec èlégance et goût.

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Band 1, Tafel 89

Band 1, Heft 18, Tafel 89, deutsch

Würmer. III. B. I. No. 89.

MEER-STERNE.

Die Meer-Sterne sind Seethiere, die aber mehr zu den Meer-Polypen als zu den Conchylien oder Schaal-Thieren gehören. Sie führen ihren Namen von ihrer strahlichten und sternförmigen Figur. Sie haben keine harte Schaale, wie die Schnecken oder Meer-Jgel, sondern ihr ganzer Bau besteht aus lauter zusammenhangenden Zacken und Knötchen, die durch eine schwammigte lederartige Haut zusammenhängen. Gewöhnlich haben sie fünf Strahlen, die sie krümmen und damit ihren Raub fassen und zum Munde, der ihr Mittelpunkt ist, bringen können. Sie schwimmen im Meere, und ernähren sich von kleinen Wasser-Insecten. Man hat sie von sehr verschiedener Grösse und Form. Die hier abgebildeten sind die gewöhnlichsten. Die grössten unter ihnen sind die sogenannten Medusen-Häupter, oder Zottenköpfe welche an ihren fünf Strahlen viele tausend Arme haben, und sonderlich in der Nordsee von ungeheurer Grösse auf der Oberfläche des Wassers schwimmend gefunden werden.
Die hier abgebildeten Meer-Sterne sind alle fünfstrahlig und von verschiedener Grösse.

No. 1. Ein netzförmiger Meer-Stern von oben.

Er sieht aus als wenn er mit einem unregelmässigen Netze überzogen wäre.

No. 2. Derselbe von unten.

No. 3. Ein netzförmiger Meer-Stern von oben.

Das Netz womit er überflochten ist, ist weit schöner und regelmässiger als das vorige.

No. 4. Ein raucher sammtartiger Meer-Stern von oben.

No. 5. Derselbe von unten.

Zum Essen taugen die Meer-Sterne nicht, denn sie haben kein eigentliches Fleisch, sondern statt dessen nur ein schleimigtes Wesen, das voller Lustbläsgen ist. Wahrscheinlich dienen sie den Wallfischen besonders zur Nahrung, die sich deshalb auch vorzüglich in den nördlichen Meeren aufhalten.

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Band 1, Tafel 89

Band 1, Heft 18, Tafel 89, französisch

Vers III. T. I. No. 89.

ETOILES DE MER.

Les Etoiles da mer, aux qu'elles on a donné ce nom à cause de leur figure radieuse, sont des vers de mer qui doivent être plutôt ranges dans le genre des polypes marins que dans celui du coquillage, car au lieu d'être munis, comme les escargots et les oursins, d'une enveloppe dure, nommée Coquille, tout leur corps ne consiste que dans un nombre prodigieux de vertébres et d'osselets articulés ensemble, et recouverts par une peau calleuse et spongieuse. L'espéce la plus ordinaire est composée de cinq rayons, que l'animal peut plier en tout sens, et avec les quels il accroche sa proie et la porte à la bouche, qui est au centre de son corps. Elles nagent dans la mer et se nourrissent de petits Infectes aquatiques. La grosseur et la forme de leurs rayons sont trés differentes; sur la Table ci-jointe on en trouve les plus communs. Les têtes de Méduse sont l'espèce la plus grande de ces Etoiles marines; chacun de leurs rayons est garni de plusieurs milliers de prétendus bras, et on les trouve principalement dans la mer du Nord d'une grosseur énorme et nageantes sur la surface de l'eau.
Les Etoiles de mer representées sur la Table sont toutes à cinq rayons et de diverse grandeur.

No. 1. Une Etoile marine à forme de réseau, regardee par le dessus.

Elle a l'air d'être couverte d'un filet à mailles irregulières.

No. 2. La même regardée par le dessous.

No. 3. La partie superieure d'un autre Etoile marine à forme de réseau.

Le filet, dont elle paroit être couverte, est plus beau que celui de la précédente et les mailles en sont plus réguliéres.

No. 4. La surface superieure d'une Etoile marine granuleuse et veloutée.

No. 5. La surface inferieure de la même.

Les Etoiles de mer ne peuvent pas être mangées, car elles n'ont proprement point de chair, et sont pourvues seulement d'une substance visqueuse remplie de petites cloches d'eau. Selon toute apparence elles servent de nourriture aux baleines, qui par cet instinct sont retenues dans les Mers du Nord.

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Band 1, Tafel 90

Band 1, Heft 18, Tafel 90, deutsch

Pflanzen. XVII. B. I. No. 90.

FARBEN-PFLANZEN.

No. 1. Der Gummigutt-Baum.

Der Gummigutt-Baum wächst in den Ostindischen Inseln wie auch in Surinam, wird gross, trägt an den Spitzen der Zweige kleine rothe Blüthen, und darauf eine ziemlich grosse geribbte goldgelbe Frucht, welche violettrothe Saamen-Kerne (Fig. a) hat. Dieser Baum schwitzt, wenn man seine Schaale ritzet, ein goldgelbes harziges Gummi aus, welches die Ostindier entweder in hohle Rohrstäbe sammeln, oder in Stangen, Rollen und Kuchen formen, und so verkaufen.
Dies ist der bekannte Gummigutt, der theils als eine Mahler-Farbe, theils auch als Medicin (weil er ein heftiges Purgier-Mittel ist) gebraucht wird, und einen starken Handels-Artickel ausmacht.

No. 2. Die Curcuma, oder Gilbwurzel.

Die Curcuma oder Gilbwurzel ist die knolligte Wurzel einer schilfartigen Pflanze, die beynahe wie der Ingwer aussieht, roth blühet, und in Ostindien wächst. Sie sieht inn- und ausserhalb gelb aus, und wird sowohl in den Apotheken als Medicin, vorzüglich aber in den Färbereyen gebraucht, weil sie eine sehr schöne hohe aber nicht beständige gelbe Farbe giebt. Sie ist übrigens ein beträchtlicher Ostindischer Waaren-Artickel.

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Band 1, Tafel 90

Band 1, Heft 18, Tafel 90, französisch

Plantes XVII. T. I. No. 90.

PLANTES Á TEINTURE.

No. 1. Le Gommier.

La Gommier croit dans les Indes orientales et en Surinam; il devient grand et porte sur les petites fleurs rouges, qui se trouvent tout au bout des rameaux, un asséz grand fruit jaune comme de l'or et à côtes, qui renferme des pépins de couleur violette (Fig. a.). Quand on fait de legeres incisions dans l'ecorce de cet arbre, il en sort une gomme rèsineuse jaune, que les habitans rassemblent dans des tuyaux et en forment des rouleaux ou des gâteaux pour faciliter sa vente. Cette gomme étant connue chez nous dans la peinture, et sa force purgative, la rendant également utile dans la Medicine, elle fait un article considérable du Commerce.

No. 2. Le Curcuma, ou Terre mérite.

Le Curcuma est la racine noueuse d'une espéce de jonc qui ressemble au gingembre. Cette plante porte des fleurs rouges et croit dans les grandes Indes. Le dedans de la racine est aussi jaune que le dehors, et l'on s'en sert non seulement dans la Medicine, mais principalement dans la teinture, parcequ'elle donne une Couleur jaune fort jolie quoique peu durable. Elle fait un article important du Commerce avec les Indes.

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Band 1, Tafel 91

Band 1, Heft 19, Tafel 91, deutsch

Fische VIII. B. I. No. 91.

SELTENE INDIANISCHE FISCHE.

Die hier abgebildeten Fische gehören eigentlich zum Geschlechte der Klip-Fische, welche nur Bewohner der Meere von Asien, Afrika und Amerika sind. Ihr Körper ist breit, dünn, von beyden Seiten zusammengedrückt, und mit harten Schuppen bedeckt. Die meisten sind mit farbigten Queerbanden geziert, und überhaupt sehr schön gezeichnet. Sie gehören alle zu den Raub-Fischen, weil ihr Maul mit Zähnen besetzt ist.

No. 1. Der Gold-Klip-Fisch.

Er wohnt in den Westindischen Meeren, sonderlich an den Küsten der Antillischen Inseln; und hat seinen Namen von der überaus schönen Gold-Farbe erhalten, mit der er prangt.

No. 2. Der Kaiser-Fisch.

Sein Aufenthalt sind die Gewässer von Japan. Er ist überaus schön gezeichnet; denn seine Grundfarbe ist hellgelb, über welche viele hochblaue Streifen laufen. Er ist so fett und wohlschmeckend als der Lachs, und unter allen Indischen Fischen der delicateste. Da er nur selten gefangen wird, so steht er in einem sehr hohen Preise, und kommt daher nur auf die Tafel des Kaisers und der Grossen. Daher er auch seinen Namen, der Kaiser-Fisch, hat.

No. 3. Der gestreifte Klip-Fisch.

Das Vaterland dieses schönen Fisches ist gleichfalls Japan. Seine Grund-Farbe ist weiss, mit 9 dunkelblauen Binden, welche braun eingefasst sind. Er hat braune Floss-Federn mit blauen Streifen, und auch etliche solche hellblaue Streifen über den Kopf. Die Japaner nennen ihn den Herzog.

No. 4. Der Schwarz-Flosser.

Er wohnt in Ostindien. Sein sehr dünner Körper ist eben so breit, als lang, und wegen seiner ungeheuren hintern schwarzen Floss-Federn, die einen halben Mond bilden, sieht er beynahe aus wie eine fliegende Schwalbe. Er lebt von Muscheln und Gewürmen, und ist essbar.

No. 5. Der See-Reiher.

Sein Vaterland ist gleichfalls Ostindien. Er hat einen schnabelförmigten Mund, und drey schwarze Banden über seinen blaugrauen Leib; und an der hinteren obern Floss-Feder hängt eine lange Spitze. Sein Fleisch ist essbar.

No. 6. Der Schnabel-Fisch.

Dieser schöne Fisch ist auch ein Bewohner der Ostindischen Gewässer, und er unterscheidet sich von den übrigen dieses Geschlechts durch seinen röhrenförmigen Schnabel. Er hat 4 braun und weisse Bande über den Körper, und einen solchen Spiegel in der oberen Flosse. Seine Art sich zu nähren, macht ihn merckwürdig. Er weiss nemlich die Fliegen, die seine Speisse sind, wenn sie sich auf die aus dem Wasser hervorragenden Pflanzen setzen, auf 4 bis 6 Fuss weit so gewiss und mit einer solchen Heftigkeit mit Wasser zu bespritzen, dass es ihm nie fehl schlägt, das Insect dadurch ins Wasser herab zu werfen, um es zu verschlingen. Er ist sehr wohlschmeckend.

No. 7. Der zweyfarbige Klip-Fisch.

Dieser Fisch wohnt in beyden Indien. Halb ist er weiss, und halb braunroth mit weiss eingefasst; sein Schwanz aber wieder weiss.

No. 8. Der eingefasste Klip-Fisch.

Er wohnt in dem Meer der Antillen, und ist überaus schön gezeichnet; denn alle seine goldgelben spitzigen Flossfedern sind braun gesäumt, Sein Kopf ist grün, sein Rücken goldfarben, sein Bauch röthlich, und er hat acht braune Banden. Er hat ein wohlschmeckendes Fleisch.

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Band 1, Tafel 91

Band 1, Heft 19, Tafel 91, französisch

Voissons [sic] VIII. T. I. No. 91.

POISSONS RARES DES INDES.

Les poissons représentés sur cette Table, sont de l'Espèce de la Bandoulière, qui n'est trouvée que dans les mers de l'Asie, de l'Afrique et de l'Amerique. Leur corps est large, mince, applati des deux cotés et couvert d'écailles trés dures. Ils sont tous trés joliment marqués, et ornés pour la plûpart de rayes colorées, qui ont la forme de rubans. Leur bouche étant munie de dents, on doit les compter parmi les poissons voraces.

No. 1. La Bandoulière dorée.

Elle habite les mers des Indes occidentales, surtout les côtes des Antilles; son nom lui a été donné à cause de sa couleur d'or très brillante.

No. 2. L'Empereur du Japon.

On le trouve dans la mer du Japon; il est trés joliment marqué, d'un fond jaune et rayé en bleu. Il est d'un goût excellent, aussi gras que le saumon, et le poisson des Indes le plus delicat. On le trouve si rarement, que le prix en est excessivement cher, et il n'est servi par consequent que sur les tables de l'Empereur et des grands seigneurs; ce qui lui a fait donner le nom d'Empereur du Japon.

No. 3. La Bandoulière rayée.

Ce beau poisson vit également dans le Japon. Il est d'un fond blanc, avec 9 rubans ou ceriles d'un bleu foncé et bordés en brun. Ses nageoires sont brunes à rayes bleues, et sa tête est marquée de quelques rayes de la même couleur bleue. Les Japonois donnent à ce poisson le nom de Duc.

No. 4. La Bandoulière à nageoiry noiry.

On la trouve dans les grandes Indes. Son corps est extrêmement mince et aussi large que long. Les deux nageoires de derrière sont d'une grandeur immense et de couleur noire; elles forment une demi lune, et donnent au poisson la figure d'une hirondelle volante. Elle se nourrit de coquillage et d'Insectes et sa chair est mangeable.

No. 5. L'Heron de mer.

Les Indes sont aussi sa patrie. Sa bouche a la forme d'un bec; il porte trois cercles noirs autour de son corps qui est de couleur grisâtre tirant sur le bleu, et sa grande nageoire d'en haut se termine en une pointe trés longue. Il est bon à manger.

No. 6. La Bandoulière à bec.

Ce beau poisson habite également dans les mers des Indes, et il se destingue des autres de son espéce par son bec, qui a la forme de tuyau, son corps est entouré de 4 cercles bruns et blancs et dans la nageoire d'en haut il a un miroir de la même couleur. La maniere dont il se nourrit le rend trés remarquable; si les mouches, qui lui servent de nourriture, se posent sur une plante élévée par dessus la surface de la mer ce poisson fait rejaillir de l'eau sur elles d'une distance de 4 à 6 pieds avec tant d'adresse et de force, quil ne manque jamais de faire tomber ces Insectes dans l'eau, où ils deviennent sa proie. Sa chair est d'un gout requis.

No. 7. La Griselle.

On trouve ce poisson dans les deux Indes. Il est moitié blanc et moitié brun-clair bordé en blanc; la queue est blanche.

No. 8. La Bandouliére bordée.

Elle habite la mer des Antilles, et l'on ne peut rien voir de plus élegamment coloré que ce poisson. Ses nageoires pointues sont de couleur d'or et bordées en brun; sa tête est verte, son dos de la même couleur que les nageoires, le ventre rougeâtre et tout le corps est entouré de huit cercles bruns. Sa chaire est excellente à manger.

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Band 1, Tafel 92

Band 1, Heft 19, Tafel 92, deutsch

Pflanzen XVIII. B. I. No. 92.

ARZNEY-PFLANZEN.

No. 1. Die Tamarinde.

Die Tamarinde ist ein ziemlich grosser Baum der in Ost- und Westindien, in Afrika, ja sogar im südlichen Frankreich wächst. Er hat kleine Erbsen-Blätter, eine gelbweisse Blüthe, und trägt lange, dicke, braune Schoten, welche ein dickes schwärzliches Marck enthalten, worinn einige glatte braune Saamen-Körner liegen. Diess Mark schmeckt angenehm säuerlich, und wird sowohl als eine sehr heilsame Arzney in den Apotheken, als auch in Tabaks-Fabriken, zu den Tabaks-Brühen stark gebraucht. Man hält die Ostindischen für die besten. Die Indianer nehmen die Früchte, so bald sie reif geworden sind, ab, trocknen sie ein wenig an der Sonne, schlagen sie hernach in Fäschen oder Kisten, und verhandeln sie so. Wir erhalten die meisten Tamarinden über England, und sie machen einen ansehnlichen Handels-Artickel aus.

No. 2. Der Pistacien-Baum.

Der Pistacien-Baum wächst in Arabien, Persien, Sicilien, Spanien und Frankreich, wird 25 bis 30 Fuss, gross und starck, und hat dunckelgrüne Blätter, beynahe wie die von unsern Wälschen Nüssen. Seine Blüthe ist weisslicht und Traubenförmig; im August aber trägt er kleine Nüsse in Büscheln, ohngefähr so gross wie unsre Haselnüsse. Die Nüsse haben zwei Schaalen. Die äussere ist röthlich gefleckt, dünn und zerbrechlich; die innere aber grünlich-weiss, (Fig. a.) Oeffnet man diese, so liegt darinn ein süsser, fetster, wohlschmeckender Kern, der eine zarte rothe Haut hat (Fig. b.) Zieht man diese Haut ab, so hat das Fleisch des Kerns eine schöne grüne Farbe. Die Pistacien, welche wir vorzüglich aus Italien erhalten, werden sowohl in den Apotheken als eine stärkende und eröffnende Arzney, als auch von Köchen und Conditorn zu verschiedenen Speissen und Backwerck gebraucht.

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Band 1, Tafel 92

Band 1, Heft 19, Tafel 92, französisch

Plantes. XVIII. T. I. No. 92.

PLANTES MEDICINALES.

No. 1. Le Tamarinier.

Le Tamarinier est un arbre d'une grandeur considérable, qui croit dans les deux Indes, en Afrique et même dans la France meridionale. Ses feuilles sont petites et ressemblent á celles des pois; les fleurs qu'il porte sont d'un jaune trés clair. Son fruit est une gousse longue et grosse et de couleur brune, qui renferme une pulpe noirâtre, dans laquelle se trouvent quelques graines de semence. Ce fruit est connu sous le nom de Tamarins ; sa pulpe a un gôut acide et fort agréable, et sert non seulement dans la Medicine comme un purgatif trés salutaire, mais on l'emploie aussi avec avantage dans les fabriques de tabac pour la préparation des sauces. Lors que ces fruits sont mûrs, les Indiens les ôtent de l'arbre, et les ayant sechés au soleil ils les emballent dans des petits tonnelets ou des caisses et les vendent. Les Tamarins des grandes Indes sont préférés à ceux des autres pays; nous les tirons pour la plûpart de l'Angleterre, et ils font un article important du Commerce.

No. 2. Le Pistachier.

Le Pistachier croit dans l'Arabie, la Perse, la Sicile, l'Espagne et la France. Il atteint la hauteur de 25 à 30 pièds, devient très gros et ses feuilles sont d'un vert foncé, à peu prés comme celles des noix ordinaires. Il porte des fleurs blanchâtres et formées en grappes; dans le mois d'Août il produit de petites noix en bouquets de la grosseur des noisettes, qui ont deux écorces, dont l'extérieure est roussàtre, trés mince et aisée à casser et l'interieure d'un blanc donnant sur le vert (Fig. a.) L'amande qu'elles contiennent est douce, huileuse, agréable au goût et couverte d'une pellicule roussâtre (Fig. b.) qui cache le beau vert de la pulpe. Ces Pistaches nous viennent principalement de l'Italie, et l'on s'en sert tant dans les pharmacies comme d'une drogue fortifiante, que dans les cuisines et les confiseries pour les mêler dans differents mêts et confitures.

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Band 1, Tafel 93

Band 1, Heft 19, Tafel 93, deutsch

Vierf. Thiere. XXI. B. 1. No. 93.

SPRINGER.

Die Springer sind ein merkwürdiges Thier-Geschlecht. Sie machen so zu sagen den Uebergang von den Mäusen zu den Haasen und den Beutelthieren. Sie haben sehr kurze Vorder- hingegen sehr lange Hinterfüsse; vermöge deren sie so erstaunlich weit und schnell springen können, dass auch sogar die Jerboa, oder Springmaus, kaum von einem Pferde eingehohlet werden kann. Sie sind Bewohner von Asien, Afrika und Australien.

No. 1. Der Alakdaga, oder der Erdhaase.

Der Alakdaga, oder Erdhaase, ist 6 bis 7 Zoll lang, und wohnt in Sibirien und in Mittel-Asien. Er hat sonderlich, um den Kopf, viel Aehnliches vom Haasen, seine Hinterfüsse sind aber länger als der ganze Leib. Sein weiches Fell ist gelblich grau. Er baut sich Röhren in der Erde, worinn er wohnt, und wie das Murmelthier seinen Winterschlaf hält. Er nährt sich von saftigen Pflanzen und Wurzeln, die er zwischen die Vorderfüsse nimmt, und auf den Hintern stehend frisst. Er springt erstaunlich weit und schnell. (Fig. a) zeigt ihn auf allen vieren gehend, und (Fig. b.) auf den Hinterbeinen stehend. Sein Fleisch wird gegessen.

No. 2. Die Jerboa, oder Springmaus.

Die Jerboa wohnt in Nord-Afrika und Arabien, ist etwas kleiner, nemlich nur 5 bis 6 Zoll lang, ist gelb-grau, und hat auf dem Rücken braune Streifen. Sie hat zwar kürzere Füsse als der Alakdaga, kann aber eben so weit und so schnell springen, und hat mit ihm auch einerley Nahrung.

No. 3. Der Capische Springer.

Diess Thier wohnt am Vorgebirge der guten Hoffnung, wird sehr zahm, und von den Einwohnern gegessen. Es ist 16, sein Schwanz aber 17 Zoll lang, rothbraun von Farbe, und gleicht am Kopfe und Schwanze sehr einem Fuchse. Es braucht die Vorder-Füsse nur zum Fressen, und geht auf den hinteren, mit welchen es 20 bis 30 Fuss weite Sprünge thun kann. Es nährt sich von Gras und Getraide, und kann sich in wenigen Minuten ganz in die Erde eingraben.

No. 4. Das Kenguruh.

Das Kenguruh ist ein vom Welt-Umseegler Cook in Neuholland gefundenes neues Thier. Es ist von Farbe aschgrau, und hat einen Schwanz der beynahe so lang als sein Leib ist. Es gehet nicht auf 4 Füssen, sondern geht oder springt immer mit den Hintern; und die Vorderfüsse, welche es bloss zum Graben und Scharren braucht, legt es fest an die Brust an. Es hat die Grösse eines Schaafs, wiegt wohl auf anderthalb Centner, lebt heerdenweise in Neuholland, und sein Fleisch ist wohlschmeckend. Es macht den Uebergang von den Springern zu den Beutelthieren; daher es auch Einige zu den letztern rechnen. Es ist das grösste vierfüssige Thier, das bis jetzt noch in Australien entdeckt worden ist.

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Band 1, Tafel 93

Band 1, Heft 19, Tafel 93, französisch

Quadrupèdes. XXI. T. I. No. 93.

SAUTEURS.

On donne le nom de Sauteurs à une espèce d'animaux trés remarquables. Ils sont pour ainsi dire la nuance des souris aux liévres et aux philandres. Leurs pièds de devant sont courts, ceux de derriere au contraire sont fort longs et donnent à l'animal la faculté de sauteur avec une vitesse et à des distances tellement considérables, que p. e. la Gerboise, dont on parlera ci-dessous, ne peut guêres être atteinte par un cheval. On trouve cet animal dans l'Asie, l'Afrique et les terres Auftrales.

No. 1. L'Alakdaga.

L'Alakdaga est de la longueur de 6 à 7 pouces et habite dans l'Interieur de l'Asie et dans la Siberie. Il a beaucoup de ressemblance avec les lièvres, surtout pour la tête; mais ses pièds de derriere sont plus longs que tout le corps. Son poil est soyeux et de couleur fauve tirant sur le gris. Il demeure dans des terriers, qu'il se creuse comme les lièvres et dans lesquels il dort pendant tout l'hiver comme les marmottes. Il se nourrit de plantes succulentes et de racines, qu'il prend par les pattes de devant et reste assis sur celles de derriere pendant qu'il les mange. Il saute trés vite et à de grandes distances; on peut manger sa chair. La Figure a. le represente comme il marche fur les 4 pattes, et la Fig. b. comme il est assis sur les pièds de derriere.

No. 2. La Gerboise.

La Gerboise vit dans l'Afrique septentrionale et dans l'Arabie; elle est plus petite que l'Alakdaga et de la longueur seulement de 5 à 6 pouces. Sa couleur est également fauve tirant sur le gris, et sur le dos elle a des rayes brunes. Ses pièds sont plus petits que ceux de l'animal précédent, mais elle n'en saute pas pour cela moins vite ni moins loin; sa nourriture est la même.

No. 3. Le Grand Gerbo.

Cet animal vit au Cap de bonne Espérance et se laisse aisément apprivoiser; les habitans du pays le mangent. Il à 16 pouces de long, et sa queue en à 17. Sa couleur est un brun rougeâtre, et il ressemble aux rénards pour la tête et la queue. Il ne se sert de ses pièds de devant que pour porter à sa bouche ce qu'il veut manger, et il marche sur ceux de derrière, par le moyen desquels il peut faire des sauts à une distance de 20 jusqu'à 30 pieds. Sa nourriture est le grain et les herbes, et il est capable de s'enfouir tout entier dans la terre dans l'espace de peu de minutes.

No. 4. Le Kengourou.

Le Kengourou est un animal découvert il n'y a pas long tems dans la Nouvelle Hollande par le grand Navigateur Cook. Il est de couleur cendrée, et sa queue est presqu'aussi longue que son corps. Il se sert seulement des pièds derriere pour marcher et pour sauter, et on ne le voit jamais a 4 pattes. Ses pieds de devant sont toujours cachés dans le poil de sa poitrine et il n'en fait d'autre usage que pour fouir la terre et la gratter. Il est de la grandeur d'une brebis et son poids monte souvent à un quintal et demi. Il vit en troupeaux et sa chair est d'un bon goût. Il fait la nuance des sauteurs aux philandres; ce qui a engagé plusieurs savans à le compter parmi les derniers. C'est le Quadrupède le plus grand, qu'on ait rencontré jusqu'ici dans les terres Australes.

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Band 1, Tafel 94

Band 1, Heft 19, Tafel 94, deutsch

Fische IX. B. I. No. 94.

WUNDERBARE FISCHE.

No. 1. Die Stachel-Kugel.

Dieser Fisch wohnt an den Küsten von Jamaika, und im Vorgebirge der guten Hoffnung, ist vollkommen rund wie eine Kugel, mit dreyeckigten Stacheln besetzt, und 9 bis 10 Zoll im Durchschnitte. Er hat einen braunen Rücken, roth und graue Flossfedern, und einen schmutzig weissen Bauch. Er lebt von Muscheln und Krebsen, und sein Fleisch, das man für giftig hält, wird nicht gegessen.

No. 2. Der schwimmende Kopf.

Dieser wunderbare Fisch wohnt in der Nord-See, und im mittelländischen Meere, und sieht nicht anders aus, als ein blosser abgeschnittener Fischkopf, welcher auf dem Wasser schwimmt. Sein Körper ist breit und dünn, und wird oft 8 bis 10 Fuss lang angetroffen. Er hat ein schneeweisses sehr thranigtes Fleisch, welches zu weiter nichts taugt, als Thran daraus zu brennen. Seine Leber aber wird gebraten gegessen.

No. 3. Der Thurmträger.

Der Thurmträger gehört zu den Bein-Fischen, weil sein ganzer Körper, bis auf den Schwanz, in einer harten knöchernen Schaale steckt, die in lauter sechs- sieben und achteckigte Schilder getheilt ist; welche dem Fische das Ansehen geben, als wäre er mit einem Netze überzogen. Am Bauche hat er hakenartige Stacheln, und sein Höcker auf dem Rücken endiget sich gleichfalls in eine solche Stachel. Dieser Fisch wohnt vorzüglich im rothen Meere, wird 10 bis 12 Zoll lang, nährt sich von Würmern, und wird als Speise nicht sehr geachtet.

No. 4. Der Schildkröten-Fisch.

Dieser Fisch, welcher in Ost- und West-Indien wohnt, ist 1 bis 2 Fuss lang, und überaus schön gezeichnet; denn er hat einen braunen Rücken mit hellblauen Flecken, orangefarbige Flossfedern, und einen blaulichweissen Bauch mit braunen Streifen. Er lebt von jungen Krebsen und Muscheln; und kann sich, wie eine Kröte aufblasen. Es ist noch ungewiss ob sein Fleisch essbar ist.

No. 5. Der gestreifte Stachelbauch.

Dieser Fisch lebt im Nil, und vermuthlich auch im Mittelländischen Meere. Sein Bauch ist ungeheuer gross, und verbirgt den Fisch ganz. Er ist braun gestreift und so wie der ganze Fisch mit Stacheln besetzt. Sein Rücken ist blaulicht, und seine Flossfedern gelb, die Schwanz-Flosse aber getiegert. In Egypten hält man ihn für giftig, und isst ihn nicht.

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Band 1, Tafel 94

Band 1, Heft 19, Tafel 94, französisch

Poissons IX. T. I. No. 94.

POISSONS DE FORMES SINGULIERES.

No. 1. L'Orbel Herisson.

On trouve ce poisson aux côtes de la Jamaique et au Cap de bonne Esperance; il est rond comme une boule, muni de piquans triangulaires, et sa grosseur monte à 9 jusqu'à 10 pouces de diamètre. Son dos est brun, ses nageoires sont rouges et grises et son ventre est d'un blanc sale. Il se nourrit de coquillages et d'ecrevisses, et sa chair est vénimeuse.

No. 2. La Lune.

Ce poisson merveilleux vit dans la mer du Nord et dans la Mediterrane. Il ressemble parfaitement à une tête de poisson coupée qui nage sur l'eau. Il est large, mince et souvent de la longueur de 8 à 10 pieds. Sa chair est blanche comme la neige et tellement huileuse, qu'on ne peut s'en servir que pour en tirer l'huile par le moyen du feu. Ce n'est que son foie qu'on peut manger.

No. 3. Le Chameau marin.

Le Chameau marin doit être compté parmi les poissons osseux, car tout son corps est enfermé jusqu'à la queue dans une écaille dure et véritablement osseuse, qui étant partagée dans des petits écussons de 6, 7 et 8 angles donne à ce poisson l'air d'être entouré d'un filet. Son ventre est armé de piquans en forme de crochets et la bosse qu'il a sur le dos se termine également dans un pareil piquant. Il vit principalement dans la mer rouge, et se nourrit de vermisseaux. On le voit de la longueur de 10 pouces jusqu'à 1 pièd, et on ne fait guères usage de sa chair.

No. 4. La Tête de Tortue.

Ce poisson qu'on trouve dans les deux Indes est de la longueur d'un jusqu'à 2 pieds, et fort joliment marqué. Son dos est brun à taches bleues claires, ses nageoires sont couleur d'orange, et son ventre est d'un bleu, qui tire sur le blanc et est rélevé par des rayes brunes. Il se nourrit de coquillage et de petites écrevisses, et peut s'enfler comme un crupaud. Il est encore incertain, si l'on peut manger sa chair.

No. 5. Le Globe rayé.

Il vit dans le Nil et probablement aussi dans la Mediterrane. Son ventre est d'une grosseur énorme, et cache presque tout l'animal; il est rayé en brun et muni de piquans comme le reste du corps de ce poisson. Son dos est bleuâtre, et ses nageoires sont jaunes, à celle prés qui sert de queue et qui est tigrée. Dans l'Egypte on ne le mange pas parcequ'on le croit vénimeux.

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Band 1, Tafel 95

Band 1, Heft 19, Tafel 95, deutsch

Pflanzen XIX. T. I. No. 95.

ARZNEY-PFLANZEN.

No. 1. Der Guajac-Baum, oder das Franzosen-Holz.

Der Guajac-Baum, der für den Handel das sogenannte Franzosen-Holz, Pock-Holz, Heilig-Holz, oder besser das Guajac-Holz, und das Guajac-Harz liefert, wächst in den Westindischen Inseln, so wie auch in Brasilien, und wird so gross wie unsre mittelmässigen Eichen. Er hat hellgrüne Blätter, rothgelbe Sommerschossen, blaue Blüthen, und viereckigte, rothgelbe Saamen-Kapseln (Fig. a.). Sein Holz, welches wir in Teutschland unter dem Namen Pock-Holz oder Franzosen-Holz kennen, ist schwärzlich-gelb-grün, schön geflammt, so fest, dass es sehr schwer zu bearbeiten ist, und so schwer vom Gewicht, dass es im Wasser wie ein Stein untersinket. Es giebt vortreffliche Drechseler- und Tischlerarbeiten, denn man dreht daraus Flöten, Teller, Löffel, Tabattieren, Maille- oder Kegel-Kugeln; besonders aber braucht man es, weil es immer etwas Oeligtes an sich hat, auf den Schiffen zu den Flaschen-Zügen der Seegeltaue, zu Walzen, und in Mühlen zu den Kämmen der Räder. In der Medicin hingegen wird das Holz, die Rinde, so wie auch das Guajac-Harz häufig als ein stark wirkendes Mittel gebraucht. Die Producte dieses Baums sind also für Europa wichtig.

No. 2. Die Cascarille, oder Schakerille.

Der Baum, der uns die, als Arzneimittel berühmte Cascarill-Rinde liefert, wächst in Ost- und West-Indien, bleibt klein, und wird selten über 10 Fuss hoch. Er hat schmale blassgrüne Blätter, und dergleichen Blüthen. Die Cascarill-Rinde wird von seinen dünnen Aesten abgeschält, getrocknet, und als dünne zusammengerollte Röhren, die äusserlich grau, innerhalb aber braun aussehen, zu uns gebracht. Die Rinde ist bitter und gewürzhaft von Geschmack, und giebt einen starken angenehmen Geruch auf Kohlen.

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Band 1, Tafel 95

Band 1, Heft 19, Tafel 95, französisch

Plantes. XIX. B. I. No. 95.

PLANTES MEDICINALES.

No. 1. Le Guajac.

L'arbre de Guajac, qui fournit au commerce le Bois et la Resine de Guajac, croit dans les Indes Occidentales et dans le Brésil, et parvient á la hauteur d'un chêne médiocre. Ses feuilles sont d'un vert-pale, il pousse des scions jaunâtres, et porte des fleurs bleues avec des capsules carrées de couleur rouge tirant sur le jaune (Fig. a.) Son bois est noirâtre, à rayes jaunes et vertes, dur et difficile à travailler, et tellement lourd, que dans l'eau il coule à fond comme une pierre. On en fait de beaux ouvrages de tabletterie et d'ébénisterie, comme flûtes, assiettes, cuilliers, tabatieres, boulets de maille et quilles; comme il est huileux, on s'en sert principalement sur les vaisseaux pour les moufles des cordes à voile, pour des calandres et dans les moulins pour les dents des roues. Dans la Medecine le bois, la racine et la resine sont employés comme un remède très violent; ce qui rend cet arbre fort important pour le Commerce de l'Europe.

No. 2. La Chacarille.

L'arbre, qui fournit l'écorce de la Chacarille, connue dans la Pharmacie, est une production des deux Indes; il reste petit et ordinairement audessous de 10 pieds. Ses feuilles etroites et ses fleurs sont d'un vert clair. On enlève l'ecorce des branches les plus minces, la séche et nous l'envoie roulée en petits tuyaux, dont la dehors est gris et la partie interieure brune. Elle est amère, d'un goût aromatique et sur la braise elle donne un parfum exquis et très fort.

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Band 1, Tafel 96

Band 1, Heft 20, Tafel 96, deutsch

Pflanzen. XX. B. I. No. 96.

HANDELS- UND ARZNEY-PFLANZEN.

No. 1. Das Salzkraut oder Kali.

Das Salzkraut, oder Kali, ist eine etwa 1 Fuss hohe, blätterlose Pflanze, welche fast in ganz Europa an den Ufern des Meeres und an Salzquellen häufig wächst, und deswegen merkwürdig und als wichtig für den Handel anzusehen ist, weil aus ihr das Kali-Salz, und die feine Pottasche, Soda oder Soude gebrannt wird, welche die Glasfabricken, feinen Seifensiedereyen und Bleichen in Menge brauchen. Die Pflanze hat keine Blätter, sondern besteht aus lauter fetten, knotigen, grünen Stengeln, die innerlich ein gelbes Mark haben (Fig. b), und um deren Spitzen (Fig. a) kleine schildförmige röthliche Schuppen liegen, welches seine Blüthen sind, die im August einen kegelförmigen Saamen (Fig. c. d.) tragen. In Spanien und Sicilien wird diese Pflanze sorgfältig zur Fabrikation der Soda, angebauet, und jährlich wie Getraide gesäet.

No. 2. Isländisches Lungen-Moos.

Das Isländische Lungen-Moos hat tief geschlitzte, unordentlich geformte Blätter, die oberhalb grün, unten aber blau, grau und braun sind, und einen gezähnelten Rand haben. Auf den Blättern kommen im September kleine braune Schildgen hervor, die man hier auch sieht, welches seine Blüthen sind.
Dies Moos wächst an harzigten, trocknen Orten und verbreitet sich weit umher. Es ist nicht nur mit Milch gekocht, oder getrocknet, ein gutes Nahrungsmittel, daher es auch von den Isländern schon längst zur Bereitung ihres Brodes gebraucht worden; sondern es ist auch im Winter das beste Futter der Rennthiere in Lappland, die es unter dem Schnee aufsuchen. In unsern Apotheken ist es aber auch ein wichtiges Arzneymitiel für die Lungen- und Schwindsucht. Es wächst nicht allein in Island, sondern auch in ganz Teutschland.

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Band 1, Tafel 96

Band 1, Heft 20, Tafel 96, französisch

Plantes. XX. T. I. No. 96.

PLANTES MEDICINALES ET DE COMMERCE.

No. 1. La Salicote, ou le Kali.

La Salicote, ou le Kali est une plante sans feuilles, haute d'environ 1 pièd, qui vient dans la plus grande partie de l'Europe sur les bords de la mer et des marais salans. C'est une production intéressante pour le commerce, parcequ'on en prépare la Soude dont on se sert dans les verreries, dans les fabriques de savon et pour le blanchissage. Cette plante ne consiste qu'en tiges noueuses et vertes, qui renferment une moelle jaune, (Fig. b.) et dont les pointes (Fig. a.) sont couvertes de petites écailles rougeâtres en forme de boucliers, qui sont les fleurs, et qui au mois d'Août portent une petite semence de figure conique. (Fig. c. et d. ) On cultive avec grand soin et séme annuellement cette plante en Espagne et en Sicile pour la fabrication de la soude.

No. 2. La Mousse poulmonaire d'Islande.

La Mousse poultnonaire a des feuilles largement fendues et de forme bisarre, vertes par dessus, grisâtres et brunes par le rebours et dentelées sur le bord. Au mois de septembre il se montre sur ces feuilles de petits écussons bruns, representés sur cette table, qui sont ses fleurs. Cette Mousse s'engendre dans des endroits montagneux et secs, et étend loin ses ramifications. Cuite au lait ou sechée, elle donne une bonne nourriture, et les Islandois s'en servent depuis longtems pour en faire du pain. En Laponie elle fait en hiver le meilleur fourrage des Rennes, qui la cherchent sous la neige. Dans nos Apothicaireries elle est une bonne drogue contre les maladies poulmonaires. On ne la trouve non seulement en Islande, mais aussi dans toute l'Allemagne.

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Band 1, Tafel 97

Band 1, Heft 20, Tafel 97, deutsch

Vierf. Thiere. XXII. B. I. No. 97.

BEUTELTHIERE VERSCHIEDENER ART.

Die Beutelthiere machen ein merkwürdiges Thiergeschlecht der heissen Länder aus. Sie bewohnen vorzüglich Süd-Amerika, wo sie sich Höhlen in die Erde graben, oder auch auf den Bäumen leben; weil sie vermöge ihrer Hinterfüsse (an welchen sie, wie die Affen und Makis, einen Daumen haben,) und ihres Wickelschwanzes, vortrefflich klettern können. Sie fressen Früchte, süsse Wurzeln, Insekten und Vögel. Sie heissen deswegen Beutelthiere, weil die Weibchen der meisten Arten am Bauche einen hautigen Beutel mit einer langgeschlitzten Oeffnung haben, den sie öffnen und verschliessen können, und in welchem ihre Zitzen liegen. Sie werfen mehrere, überaus kleine, nakte, blinde und unzeitige Junge, welche sie gleich nach der Geburt in diesen Beutel stecken, wo sich die Jungen sogleich an die Zitzen hängen, und so lange daran hängen bleiben, bis sie Haare bekommen, und laufen lernen. So lange sie noch bey der Mutter sind, dient ihnen dieser Beutel auch immer zur Zuflucht, denn die Mutter nimmt sie bey der geringsten Gefahr darin auf, und entflieht mit ihnen, Sie lassen sich zum Theil zahm machen.

No. 1. Das Marsupial.

Das Marsupial ist 18 Zoll lang, ohne seinen Wickelschwanz, welcher grösstentheils nakt, und mit kleinen Schuppen besetzt ist. Es wohnt in Süd-Amerika, und ist die grösste Art unter den Beutelthieren. Es hat gelbes Haar mit schwarz schattirt. An seinem Bauche kann man den offnen Beutel mit seinen Zitzen deutlich sehen.

Das Opossum.
No. 2. Das Männchen. No. 3. Das Weibchen.

Das Opossum lebt in Brasilien, Peru, Virginien und Mexico; ist, ohne Schwanz, 1 Fuss lang, und hat an Farbe und Gestalt viel Aehnlichkeit mit dem Fuchse. Es nährt sich von Früchten, Gewürmen und Vögeln. Sein Gang ist langsam, es hängt sich aber gern mit seinem Wickelschwanze an den Aesten auf, und schleudert sich so von einem Baume zum andern.

No. 4. Der Faras.

Er ist 9 Zoll lang, sein Schwanz aber viel länger; wohnt in Guiana und Surinam, und sieht braunroth auf dem Rücken, und am Bauche weisslicht aus.

No. 5. Der Kayopollin.

Der Kayopollin wohnt in Mexico, und ist ohngefähr so gross als der Faras. Er sieht graubraun, und am Bauche weisslicht aus. Die Weibchen haben keinen Beutel.

No. 6. Die Marmose.

Diess Thier, dass dem Faras sehr gleicht, wohnt in Süd-Amerika, ist 6 Zoll lang, hat einen Wickelschwanz und sieht rothhraun auf dem Rücken, am Bauche aber weiss aus.

No. 7. Die Busch-Ratte.

Bewohnt Surinam, und baut unter der Erde. Das Weibchen bringt 5 bis 6 Junge, die, weil es keinen Beutel hat, sich gleich bey der geringsten Gefahr auf den Rücken der Mutter flüchten, ihre Wickelschwänze um der Mutter ihren schlingen, die dann mit ihnen davon läuft.

No. 8. Der Kuskus.

Wohnt in Amboina und den übrigen Moluckischen Inseln. Er ist 10 Zoll lang, und seine Farbe veränderlich, röthlich, gelblich und hellgrau. Er hat einen Wickelschwanz, einen Beutel, und nährt sich von Früchten.

No. 9. Der Tarsier.

Der Tarsier ist nicht viel grösser als eine Maus, und scheint seinen langen Hinterbeinen und seinem Schwanze nach fast zu den Springern zu gehören. Er wohnt in Amboina und ist noch nicht sehr bekannt.

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Band 1, Tafel 97

Band 1, Heft 20, Tafel 97, französisch

Quadrupèdes XXII. T.I. No. 97.

PHILANDRES DE DIFFERENTES ESPECES.

Les Philandres sont des animaux très remarquables, qu'on ne trouve, que dans les pays chauds et surtout dans l'Amerique meridonale. Ils vivent dans des trous, qu'ils se creusent dans la terre, ou même sur les arbres, sur lesquels ils grimpent facilement par le moyen de leurs queues roulantes et de leurs pattes de derriere, auxquelles ils ont un pouce comme les linges et les Makis. Ils se nourrissent de fruits, de racines douces, d'insectes et d'oisseaux; on leurs donne aussi le nom d'Animaux à bourse, parce que les femelles de presque toutes les Espéces ont à leur ventre une bourse de peau dont l'ouverture, qu'ils peuvent ouvrir et serrer, ressemble à une serte longue, et dans laquelle sont renfermées leurs mamelles. Elles sont plusieurs petits qui viennent au monde aveugles, sans poils, d'une petitessé extrême et avant qu'ils ayent encore atteint le terme de la maturité. Au moment de leur naissance les petits entrent dans cette bourse, s'attachent aux mamelles et y restent collés jusqu'à ce qu'ils ayent acquis du poil et assés de force pour pouvoir marcher. Cette bourse leur sert même de retraite aussi long tems qu'ils ne sont pas separés de la mere, qui, avec une tendrese vraiment maternelle, les y reçoit au moindre danger et s'enfuit pour les porter en lieu de sureté. Cette espéce d'animaux se laisse aussi apprivoiser.

No. 1. Marsupiale.

Le Marsupiale est long de 18 pouces, sans compter sa queue, qui pour la plus grande partie est fans poil et couverte de petites écailles. Il habite l'Amerique meridionale et fait l'Espéce des Philandres la plus grande. Son poil est fauve avec une nuance noire. Sur la table ci-jointe on peut voir distinctement au ventre de cet animal la bourse ouverte et les mamelles.

L'Opossum.
No. 2. Le Male. No. 3. La Femelle.

L'Opossum vit dans le Brésil, le Pérou, la Virginie et le Mexique; sans la queue il est long d'un pied, et a beaucoup de ressemblance avec les renards tant par sa couleur que par sa structure.Il se nourrit de fruits, de vers et d'oisseaux. Sa démarche est fort lente; mais il aime à se suspendre aux branches par sa queue roulante et s'élance de cette maniere d'un arbre à l'autre.

No. 4. Le Faras.

II a 9 pouces de longueur, mais sa queue en a davantage. On le trouve dans la Guiane et le Surinam. Son dos est rouge tirant sur le brun, et son ventre est blanchâtre.

No. 5. Le Cayopolin.

Le Cayopolin vit dans le Mexique et sa longueur est à peu prés la même que celle du Faras. Sa couleur est un brun gris et le ventre est blanc. Les femelles n'ont pas de bourses.

No. 6. La Marmose.

Cet animal, qui ressemble beaucoup au Faras, vit dans l'Amerique méridionalé; sa longuer est de 6 pouces; il a une queue roulante, la couleur de son dos est roussâire, et son ventre est blanc.

No. 7. Le Philandre de Surinam.

Il habite le Surinam et se creuse des trous dans la terre. La femelle fait ordinairement 5 a 6 petits, mais comme elle n'a pas de bourse, ces petits se mettent au moindre danger sur le dos de la mere, entortillent leurs queues roulantes autour de la sienne, et alors elle s'enfuit avec eux.

No. 8. Le Phalanger.

Il habite l'Ile d'Amboine et les autres Moluques. Il est long de 10 pouces et sa couleur varie en rouge, jaune et grit. Sa queue est roulante; il est muni d'une bourse et se nourrit de fruits.

No 9. Le Tarsier.

Le Tarsier n'est pas de beaucoup plus grand qu'une souris, par la longueur de ses pièds de derriere et par sa queue il paroit plutôt appartenir à l'Espèce des Sauteurs. Il vit dans l'Amboine et n'est encore que peu connu.

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Band 1, Tafel 98

Band 1, Heft 20, Tafel 98, deutsch

Vogel XIII. B. I. No. 98.

MERKWÜRDIGE STRAND-VOGEL.

No. 1. Der Kranich.

Der Kranich ist eigentlich bey uns und in den nördlichen Ländern zu Hause, gehört unter die Zugvögel, und macht unter ihnen die weitesten Reisen. Der Sicherheit wegen ziehen die Kraniche nur des Nachts, fliegen sehr hoch in der Luft, in ganzen Truppen, und geben, um sich nicht zu trennen, einander Zeichen durch ihr rauhes Geschrey, welches beym gemeinen unwissenden Volke Veranlassung zu dem abergläubischen Mährchen vom wilden Jäger, der mit dem wüthenden Heere des Nachts durch die Luft zöge, gegeben hat. Der Kranich ist ohngefähr 4 Fuss hoch, hat blaugraue und im Schwanze schwarze Federn, eine schwarze Kehle, und auf dem Kopfe ein rothes Fleck. Er lebt und nistet am liebsten an Morästen und Sümpfen, und nährt sich von Fröschen, Schlangen und Wasser-Insekten; deshalben er auch mit seinen langen Beinen tief ins Wasser geht. Bey der ersten Herbstkälte zieht er fort in die Süd-Länder, wo er den Winter zubringt, und kommt erst im März oder April wieder. Weil der Kranich bey seinen Zügen Wachen ausstellt, wenn sich die Truppe auf die Erde niederlässt, so hat man ihn zum Bilde der Wachsamkeit angenommen.

No. 2. Der Storch.

Es giebt zwey Arten Störche, den weissen und den schwarzen Storch. Gegenwärtiger ist der weisse, der bey uns in Teutschland einheimisch ist, im Herbste aber nach Egypten und in andere wärmere Länder zieht. Er liebt die menschliche Gesellschaft und bauet daher gewöhnlich sein Nest auf die Zinnen und Spitzen alter Thürme, Häuser, Feueröffen und dergleichen. Er ist gewöhnlich 3 Fuss hoch, hat weisses Gefieder und halbschwarze Flügel, lange Beine, und nährt sich von Schlangen, Eydechsen, Fröschen u.s.w. Wenn er böse oder hungrig ist, so klappert er mit dem Schnabel; ausserdem aber hat er kein Geschrey. Er liebt sehr seine Jungen, und versorgt auch mit zärtlicher Sorgfalt seine alten und schwachen Aeltern, und ist daher ein Sinnbild der kindlichen Liebe worden.
Der schwarze Storch lebt mehr in warmen Ländern, einsam in den dicksten Wäldern und Sümpfen, und scheuet die Menschen, welche der weisse Storch sucht und liebt.

No. 3. Der graue Reiger.

Der graue Reiger ist bey uns einheimisch, und zieht des Winters nicht fort. Er ist dritthalb bis drey Fuss hoch, hat ein blaugraues Gefieder, und ein sehr trauriges melancolisches Temperament, so dass er oft Tagelang ganz unbeweglich steht. Er nährt sich blos von Fischen und Fröschen, daher er auch auf hohe Bäume an grossen Land-Seen nistet. Die Reiger-Jagd mit Falken, oder die sogenannte Reiger-Beize, war sonst ein Vergnügen grosser Herren, das aber anjetzt aus der Mode kommt.

No. 4. Der weisse Reiger, oder die Aigrette.

Der weisse Reiger, und sonderlich die Gattung davon, welche die Aigrette heisst und hier abgebildet ist, ist viel kleiner als der graue, und nur 20 Zoll hoch. Er ist seltener als jener, und hat auf dem Rücken hinab einige überaus schöne, zarte seidenartige Federn, woraus man die berühmten kostbaren und sehr theuern Federbüsche zum Schmuck grosser Herren und Damen macht.

N. 5. Der Savacou.

Der Savacou ist gleichfalls eine Art von Reiger, der in Südamerika in Gegenden, welche die grossen Ströme überschwemmen, lebt, und sich blos von Fischen nährt. Er ist nur 20 Zoll hoch, braun von Farbe, hat einen weissen Hals, ungeheuer breiten Schnabel, und einen grossen schwarzen Federbusch.

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Band 1, Tafel 98

Band 1, Heft 20, Tafel 98, französisch

Oiseaux XIII. T. I. N. 98.

OISEAUX DE RIVAGE REMARQUABLES.

No. 1. La Grue.

La Grue habite dans nos contrées et dans les régions septentrionales; elle appartient au genre des oiseaux de passage, parmi lesquels elle fait les plus longs voyages. Par mesure de sureté les grues ne voyagent que pendant la nuit, et font toujours leur vol par troupes en s'élévant très haut dans l'air. Pour ne pas se séparer elles se donnent des signes en poussant des cris rauques, et ces sons de voix lugubres, ayant surpris l'ignorance du bas peuple, ont occasionné les contes superstitieux du Chasseur sauvage, qui courrit les airs avec sa troupe furibonde. La grue est à peu près de la hauteur de 4 pièds; elle a le plumage du corps cendré et des plumes noires dans la queue; sa gorge est également noire et sur le sommet de la tête elle a une tâche rouge. Elle habite de préférence les bords des marais, où elle construit aussi ses nids. Elle se nourrit de grenouilles, de serpens, et d'insectes aquatiques, et marche avec les longues jambes fort avant dans l'eau, pour en chercher. Au premier froid de l'Automne elle quitte les régions du Nord pour passer l'hiver dans celles du Midi, et n'en révient que dans le mois de Mars ou vril. Lorsque les grues dans leur passage s'abattent sur la terre, il y en a toujours une qui fait les fonctions de sentinelle, et qui avertit la troupe de l'approche du danger; par cette raison on a pris cet oiseau pour le symbole de la vigilance.

No. 2. La Cigogne.

On en distingue deux espèces, savoir la Cigogne blanche et la Cigogne noire. Celle qui est representée sur la table ci jointe est la Cigogne blanche, qui habite dans l'Allemagne en été, et se retire, au commencement de l'automne, dans l'Egypte et dans d'autres pays plus chauds. Elle aime la société de l'homme, et fait communément son aire au haut des tours et des cheminées. Sa hauteur est ordinairement de 3 pieds, son plumage est blanc, et ses ailes sont moitié noires; elle a les jambes fort longues, et se nourrit de serpens, de lézards, de grenouilles etc. Lorsqu'elle est en colère, ou qu'elle a faim, elle claque avec violence, ce qui est le seul bruit qu'elle est capable de faire, et qui lui tient lieu de voix. Cet oiseau porte une affection tendre à ses petits, et il nourrit aussi avec des soins admirables ses peres et meres quand ils sont vieux. A cause de cet excellent naturel on a choisi la cigogne pour le symbole de la piété filiale.
La Cigogne noire ne se trouve que dans des pays chauds; toute contraire à la cigogne blanche, qui aime les hommes et les recherche, la Cigogne noire les craint et les fuit, et méne pour cela une vie isolée au milieu de plus grandes forèts et aux bords des marais.

No. 3. Le Héron gris.

Le Héron gris se trouve dans nos regions pendant toute l'année, et l'hiver ne le fait point changer de pays. II a une hauteur de 2 1/2 pièds jusqu'à 3. Son plumage est grisâtre tirant sur le bleu, et son tempérament est tellement triste et mélancolique, qu'il peut passer des journées entières se tenant debout et sans le moindre mouvement. Sa seule nourriture consiste en poissons et en grénouilles, à cause de quoi il fait son nid sur des arbres de haute futaie, aux bords des grands lacs. La chasse du héron avec des faucons, ou le Vol du héron, a fait autrefois un plaisir particulier des grands Seigneurs, mais aujourd'hui il n'est plus à la mode.

No. 4. Le Héron blanc, ou l'Aigrette.

Le Héron blanc, et surtout l'espèce que nous en connoissons sous le nom d'Aigrette, et dont on voit ici la figure, est beaucoup plus petit que le Héron gris, n'ayant que 20 pouces de hauteur. Il est aussi plus rare que l'autre, et porte le long de son dos quelques plumes qui sont plus molles et plus fines que la plus belle soie, et dont la beauté est admirable. On en fait pour la parure des dames et des grands Seigneurs les fameux panaches, dont la haute réputation a monté la valeur à un prix excessif.

No. 5. Le Savacou.

Le Savacou est également une espece de Héron, qui se trouve dans l'Amérique méridionale, et surtout dans les contrèes qui sont inondées par de grands fleuves. Sa seule nourriture consiste en poissons, et sa hauteur n'est que de 20 pouces. Il est de couleur brune, mais son col est blanc; son bec est d'une largeur énorme, et il porte une longue houppe noire.

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Band 1, Tafel 99

Band 1, Heft 20, Tafel 99, deutsch

Pflanzen. XXI. B. I. No. 99.

ARZNEY-PFLANZEN.

No. 1. Der Opiummohn.

Die Pflanze, welche uns das bekannte Opium liefert, ist der weissblühende einfache Mohn, der in Teutschland auch häufig gebauet wird, dessen Saft aber nur in der Turkey, Aegypten und Syrien das Opium giebt. Man macht nemlich dort, in die grünen Mohnköpfe, so bald die Blume abgeblühet hat, leichte Einschniite mit einem Messer. Aus diesen Ritzen treten nun einige Tropfen Milchsaft heraus, die man daran hängen lässt, bis sie sich verdicken, dann sorgfältig sammelt, in kleine fingerdicke Kuchen zusammendrücket, in Mohnblätter wickelt, und so verkaufet. Das ächte Opium ist schwer, dicht, sieht schwärzlicht aus, hat einen unangenehmen Geruch und beissenden Geschmack. Es macht, wenn man es einnimmt, vorzüglich Schlaf, und verursacht, so wie Wein und alle geistige Getränke, einen Rausch mit angenehmer Begeisterung, stärker genommen aber eine Art von Wuth, daher nehmen es gewöhnlich die Türken ehe sie den Feind angreifen. Es wird überhaupt in der Türkey, Aegypten und Klein-Asien, so stark gebraucht, dass man es fast täglich nimmt. Wir erhalten es nach Europa aus der Levante.

No. 2. Der Tragant-Strauch.

Der Tragant-Strauch, (oder Bockshorn) wächst sowohl in der Levante, als auch in dem südlichen Frankreich und Ober-Italien, und ist ein niedriger sehr dornigter Strauch, welcher weisse Blüthen trägt.
Das bekannte Gummitragant, welches er liefert, und sowohl in den Apotheken, als auch von den Conditorn, Färbern, Mahlern und andern Fabricanten häufig gebraucht wird, wird an seinen Wurzeln, in 1 bis 2 Zoll langen, krummen, wurmförmigen Stücken (Fig. a und b.) gesammelt, und kommt hauptsächlich aus der Insel Candia. Man hat gelbes und weisses. Das letztere ist das beste.

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Band 1, Tafel 99

Band 1, Heft 20, Tafel 99, französisch

Plantes XXI. T. I. No. 99.

PLANTES MEDICINALES.

No. 1. Le Pavot blanc.

Le pavot commun à fleurs blanches, qui nous fournit l'Opium, est frequemment cultivé en Allemagne; mais ce n'est qu'en Turquie, en Egypte et en Syrie que son suc donne l'Opium. Dans ces pays on fait avec un couteau de legeres incisions dans les têtes de pavot, quand elles sont encore vertes et immediatement après que la fleur est tombée. De ces sentes suppurent quelques gouttes de lait, qui, lorsqu'elles se sont condensées, en sont ôtées et ramassées avec soin. On en pétrit de petites pâtes de l'épaisseur d'un doigt, qu'on enveloppe dans des feuilles de pavot, et c'est ainsi qu'elles sont envoyées au marché. Le véritable Opium est lourd, épais, d'une couleur noirâtre, d'une odeur desagrèable et d'un goût piquant. Il est soporifique et produit une douce ivresse, comme le vin et toutes les liqueurs spiritueuses; pris en fortes doses, il donne une espèce de fureur, ce qui engage les Turcs á en avaler avant d'attaquer l'ennemi. En général on en fait un usage presque journalier dans les pays soumis aux Turcs. Pour nous autres c'est un article du Commerce du Levant.

No. 2. Le Tragacant.

Le Tragacant vient dans les pays du Levant, dans la France méridionale et dans la haute Italie; c'est un petit arbrisseau á épines qui porte des fleur blanches. La gomme du Tragacant, dont se servent frequemment les Apothicaires, les Confiseurs, les teinturiers, les peintres et plusieurs fabricans, sort de ses racines et est recueillie en petits morceaux longs d'un à deux pouces et ressemblans à des vers (Fig. a et b.) L'isle de Candie en fournit principalement. Il y en a de jaune et de blanche, mais la derniere est préférable.

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Band 1, Tafel 100

Band 1, Heft 20, Tafel 100, deutsch

Vögel XIV. B. I. No. 100.

VÖGEL aus heissen Ländern.

No. 1. Der Phenicopter, oder der Flammant.

Der Phenicopter oder Flammant ist einer der schönsten Strandvögel, welche es giebt. Er ist ausgewachsen, 5 Fuss hoch, hat einen weissen Leib, Hals und Kopf, feuerfarbene Flügel, und einen schwarzen Schwanz. Er lebt nur in heissen Ländern am Meeres-Ufer in ganzen Truppen, und nährt sich von Fischen, die er in Gesellschaft mit andern künstlich fängt. Sein Fleisch ist essbar, seine schönen Federn dienen zum Schmucke, und seine Haut wird wie das Fell der Schwäne, als ein schönes Pelzwerk zubereitet.

No. 2. Der Königs-Vogel.

Der Königs-Vogel lebt nur in Afrika am Ufer grosser Flüsse, wo er kleine Fische fängt, sich aber auch gern von Körnern nährt. Er ist leicht zahm zu machen, und läuft dann den Menschen nach wie ein Hund. Er hat seinen Nahmen wegen seiner schönen Feder-Krone und seinem majestätischen Tragen. Sein Gefieder ist am Halse, Brust und Rücken graublau, am Bauche schwarz, an den Flügeln weiss, am Schwanze lichtbraun und schwarz; der Kopf ist schwarz mit einem scharlachrothen Felde um die Augen, und die schöne Feder-Krone glänzend gelbbraun. Er ist 4 Fuss hoch; läuft sehr schnell mit ausgestreckten Flügeln, fliegt aber auch sehr gut und weit.

No. 3. Der Ibis.

Der Ibis, welcher gleichfalls zu den Strand-Vögeln gehört, lebt ganz allein in Egypten, und ist ein aus dem Alterthume sehr berühmter Vogel. Er war auf allen antiken Monumenten das Sinnbild von Egypten, und die alten Egypter hielten ihn heilig, erwiesen ihm göttliche Ehre, und balsamirten jeden todten Ibis, den sie fanden, ein, und begruben ihn so in einer irrdenen Urne, in unterirdische Catacomben, die man auch jetzt noch sieht. Diese Verehrung des Ibis kam ohnstreitig daher, weil der Ibis die niederen Gegenden von Egypten, welche der Nil jährlich überschwemmt, von Schlangen, Fröschen, Kröten und andern Ungeziefer reinigte, und die Egypter ihn daher als den Wohlthäter ihres Landes ansahen. Der Ibis sieht weiss aus, hat einen halbrothen Kopf, einen schwarzen Schwanz und Flügelspitzen, und einen krummen Schnabel, welcher Anlass zur Erfindung des Klystiers gegeben haben soll. Er ist 3 Fuss hoch, lebt an den Ufern des Nils, wo er auf den Palmen nistet, und nährt sich von Schlangen, deren unversöhnlicher Feind er ist.

No. 4. Die Demoiselle aus Numidien.

Dieser überaus schöne Vogel von Bau und Gestalt, ist eine Art von Kranich, und nur in Afrika, in Numidien zu Hause. Er war schon bey den Alten berühmt, die ihn wegen seines besondern Hanges den Menschen nachzuäffen, und wegen der wunderbaren und komischen Sprünge, Geberden und Tänze die er macht, nur den Tänzer, den Komedianten, den Mimen nannten; und es ist wahr, er hat solch eine Eitelkeit sich zu zeigen und bewundern zu lassen, dass er sich gleich in Positur setzt, und seine sonderbaren Figuren macht, sobald er sieht, dass man ihn betrachtet; als wenn er dadurch gefallen wollte. Er ist 4 Fuss hoch; Rücken und Flügel sind blaugrau, Kopf, Hals und Brust schwarz, und auf dem Kopfe hat er einen weissen Federbusch.

Band 1
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Band 1, Tafel 100

Band 1, Heft 20, Tafel 100, französisch

Oiseaux XIV. T. I. No. 100.

OISEAUX DES PAYS CHAUDS.

No. 1. Le Phénicoptère ou le Flamand.

Le Phénicoptere ou le Flamand est un des plus beaux oiseaux de rivage, qui existent. Lorsqu'il a achevé de croitre il est de la hauteur de 5 pièds; le plumage du ventre, du cou et de la tête est blanc, celui des ailes est de couleur de feu et sa queue est noire. Il ne se trouve que dans les pays chauds, où il vit en troupes aux côtes des mers. Sa nourriture consiste en poissons, qu'il fait prendre avec beaucoup d'adresse. La chair de cet oiseaux est bonne à manger, ses belles plumes servent de parure, et de sa peau, qui est couverte d'un duvet très fin, on prépare, comme de celles du cygne, de belles pelleteries.

No. 2. L'Oiseau royal.

L'Oiseau royal ne se trouve que dans Afrique aux bords des grands fleuves, où il se nourrit de petits poissons et à leur défaut de graines. Il est très aisé á apprivoiser, et pour lors il suit les hommes comme un chien. Il doit son nom à la belle couronne de plumes et à son port majestueux. Les plumes qui couvrent son col, sa poitrine et son dos sont grisâtres tirant sur le bleu, celles du ventre sont noires, ses ailes sont blanches et le plumage de la queue est châtain clair entremêlé de noir. Sa tête est noire, et ses yeux sont entourés d'une tache de couleur écarlate. Sa belle couronne de plumes est d'un jaune brunâtre extrêmement luissant. La hauteur de cet oiseau est de 4 pieds; il peut courir avec une grande vitesse, en tenant toujours ses ailes étendues; mais cela n'empêche pourtant pas, qu'il ne vole aussi avec beaucoup de legereté et souvent fort loin.

No. 3. L'Ibis.

L'Ibis, qui doit aussi être compté au genre des oiseaux de rivage, ne se trouve exclusivement qu'en Egypte, où il a été très fameux dans l'Antiquité. Sur tous les monumens, qui nous sont restés de ces siècles reculés, cet oiseau est toujours representé comme l'emblème de l'Egypte; les anciens habitans de ce pays l'adoroient comme une divinité. Ils embaumoient chaque Ibis après sa mort, et l'ayant enfermé dans des urnes de terre, ils l'enterroient dans des Catacombes, dont on retrouve encore dans nos jours. La raison de cette adoration étoit fondée sans doute sur ce que cet oiseau, se nourrissant de serpens, de grenouilles, de crapauds et d'autre vermine aquatique, purifie de ces animaux nuisibles les basses contrées de l'Egypte, inondées annuellement par le Nil; et c'est pour cela que les habitans l'avoient regardé comme le bienfaiteur de leur pays. La couleur de l'Ibis est blanche, sa tête est rougeàtre, les plumes de sa queue et du bout des ailes sont noires, son bec est recourbé, et c'est de sa forme et de l'usage que l'oiseau doit en faire, qu'on prétend que l'invention des clystères tire son origine. Sa hauteur est de 3 pièds; il vit aux bords du Nil, où il bâtit son nid sur des palmiers, et se nourrit principalement de serpens, dont il est l'ennemi implacable.

No. 4. La Demoiselle de Numidie.

Cet oiseau superbe, par sa figure et par les couleurs de son plumage, est une espèce de grue, qu'on ne trouve nulle autre part qu'en Afrique, et spécialement dans la Numidie. Son penchant bisarre d'imiter les gestes qu'il voit faire à l'homme, l'avoit déja rendu fameux chez les Anciens, qui, à cause de ses fauts comiques, de ses attitudes singuilères et de sa maniere affectée de danser, lui avoient donné le nom de Danseur, de Comédien, de Mime. On doit en effet s'etonner de la vanité de cet oiseau avec laquelle il se présente pour être admiré. A peine s'apperçoit-il, qu'on le regarde, qu'il commence aussitôt à faire ses tours de coquetterie, et à prendre toutes sortes d'attitudes bisarres, comme s'il étoit porté par l'envie de plaire.
La Demoiselle de Numidie est haute de 4 pièds; le plumage de son dos et de ses ailes est gris et comme bleuâtre, celui du col et de la poitrine est noir, de même que la tête; cette derniere est ornée de plumes blanches élevées en forme de crête.

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Band 1, Inhalt 1

Band 1, Heft , Inhalt 1, deutsch

INHALT DES ERSTEN BANDES, nach den Materien geordnet.

NB. Die römische Zahl zeigt die Kupfertafel der Suite; die teutsche Zahl hingegen das Blatt des Textes oder Folium

I. VIERFÜSSIGE THIERE.

Taf. I. Der Elephant 1. Das Kameel mit zwey Höckern, oder das Trampelthier 1.
Taf. II. Das Rhinoceros 2. Das Zebra 2. Das Afrikanis. Stachelschwein 2. Der Babiroussa oder Hirsch-Eber 2.
Taf. III. Die Giraffe, Männch. und Weibchen 6.
Taf. IV. Affen-Arten. Der Orang-Outang 8. Der grosse und kleine Gibbon 8. Der Magot 8. Der grosse und kleine Papion 8. Der Mandril, Männchen und Weibchen 8.
Taf. V. Reissende Thiere. Der Löwe und die Löwin 19. Der Tiger 19. Der Panther 19. Der Leopard 19. Die Unze 19.
Taf. VI. Rennthiere. Das Lappländische Rennthier, Männchen und Weibchen 25. Das Sibirische Rennthier 25.
Taf. VII. Reissende Thiere. Der Jaguar 26. Der Ozlot 26. Der Kuguar 25. Der Gepard 26. Die wilde Katze 26. Der Serval 26. Der Luchs 26.
Taf. VIII. Der Biber 28.
Taf. IX. Pelz-Thiere. Der Canadische Fisch-Otter 31. Der Meer-Otter 31. Der Baum-Marder 31. Der Zobel 31. Der Hermelin 31. Das Reh 31.
Taf. X. Bären-Arten. Der braune und schwarze Land-Bär 32. Der Eis-Bär 32. Der. Schupp- oder Wasch-Bär 32. Der Dachs 32. Der Vielfraß 32.
Taf. XI. Viverren. Das Zibeth 43. Die Genette 43. Der Ichneymon 43. Die Manguste 43. Die Coase 43. Der Skunk 43.
Taf. XII. Schuppen- und Gürtel-Thiere. Das Schuppen-Thier 44. Der Armadil mit 3 Gürteln 44. Mit 6 Gürteln 44. Mit 6 geflammten Gürteln 44. Mit 9 Gürteln 44. Mit 12 Gürteln 44.
Taf. XIII. Meerkatzen. Der Malbruck 48. Der Macaque 48. Die Diana 48. Die Mone 48. Der Patas 48. Der Talopin 48. Der Callitrische 48. Der Mustak 48.
Taf. XIV. Affen-Arten. Der Coaita 53. Der Sai 53. Der Saimiri 53. Der Oustiti 53. Der Pinche 53. Der Marikina 53. Der Miko 53.
Taf. XV. Wölfe und Füchse. Die Hyäne 63. Der Schakall 63. Der gemeine Wolf 63. Der schwarze Fuchs 63. Der weisse Fuchs 63. Der gemeine Luchs 63.
Taf. XVI. Faulthiere. Der Ai 65. Der Unau 65. Ameisenfresser. Der grosse Ameisenfresser 65. Der mittlere Ameisenfresser 65. Der kleine Ameisenf. 65.
Taf. XVII. Fledermäuse. Der Vampyr 67. Die Hasenscharte 67. Die gemeine Fledermaus 67. Die Speckmaus 67. Die Hufeisennase 67. Die Bartfledermaus 67. Das Langohr 67. Der Grosskopf 67.
Taf. XVIII. Der Hippopotamus oder das Nilpferd 72. Der Tapir oder der Anta 72.
Taf. XIX. Makis-Arten. Der Loris 85. Der graue Mongus 85. Der braune Mongus 85. Der schwarze Vari 85. Der schwarz und weisse Vari 85. Der Makoko 85. Der Maki mit dem Wickelschwanze 85. Der fliegende Maki 85.
Taf. XX. Kameele. Der Dromedar 86. Die Kameel-Ziege 86. Die Vicugna oder das Schaafkameel 86. Das Guanaco oder Huanaco 86.
Taf. XXI. Springer. Der Alakdaga oder Erdhase 93. Die Jerboa oder Springmaus 93. Der Capische Springer 93. Das Kenguruh 93.
Taf. XXII. Beutel-Thiere. Das Marsupial 97. Der Faras 97. Der Kajopolin 97. Die Busch-Ratte 97. Der Kufkus 97. Der Tarsier 97.

II. VÖGEL.

Taf. I. Vögel die nicht fliegen. Der Strauß 3. Der Casuar 3. Der Dronte 3. Der grosse Manchot 3. Der kleine Manchot 3. Der Springer-Manchot 3. Der Pinguin 3.
Taf. II. Amerikanische Vögel. Der Jabiron 9. Der Kamischy 9. Das Felsenhuhn 9. Der Geier-König oder Urubu 9. Der Colibri, 5 Arten davon 9.
Taf. III. Papageien der alten Welt. Der Kakatu 16. Der eigentliche Papagey 16. Der Lori 16. Die Perruche mit langem Schwänze 16. Die Perruche mit kurzem Schwanze 16.
Taf. IV. Papageien der neuen Welt. Der Ara 17. Die Amazone 17. Der Papegais 17. Der Crik 17. Die Perriche mit langem Schwanze 17. Die Perriche mit kurzem Schwanze 17.
Taf. V. Raubvögel. Der Goldadler 34. Der gemeine Adler 34. Der Pigargue 34. Der Lämmergeyer 34. Der Habicht 34. Der Falke 34.
Taf. VI. Wasservögel. Der Schwan 38. Der Albatros oder Sturmvogel 38. Der Pelikan 38. Die Löffelgans 38. Der Rohrdommel 38. Der Cormoran, oder Wasserrabe 38.
Taf. VII. Wunderbare Vögel. Der Paradiesvogel 42. Der Promerops 42. Der Calao oder Rhinocurosvogel 42. Der Tucan oder Pfefferfresser 42.
Taf. VIII. Chinesische Vögel. Der Goldfasan 50. Der Silberfasan 50. Der Spornvogel 50.

Band 1
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Band 1, Inhalt 2
Es gibt keine französische Beschreibung für die ersten 45 Tafeln.
Band 1, Heft , Inhalt 2, französisch

TABLE DES MATIERES.

NB. La chiffre Romain de designe la Table de la Suite, et le chiffre arabe la Page ou feuille du Texte.

I. QUADRUPEDES.

Tab. I. L'Elephant 1. Le Chameau à deux bosses 1.
T. II. Le Rhinoceros 2. Le Zèbre, mâle et femelle 2. Le Porc-epic des Indes 2. Le Babiroussa 2.
T. III. La Giraffe, mâle et femelle 6.
T. IV. Espèces de singes. L'Orang-Outang 8. Le grand et le petit Gibbon 8. Le Magot 8. Le grand et le petit Papion 8. Le Mandril, mâle et femelle 8.
T. V. Bètes féroces. Le Lion et la Lionne 19. La Panthère 19. Le Leopard 19. L'Once 19.
T. VI. Le Renne. Le Renne de Laponie, mâle et femelle 25. Le Renne de Siberie 25.
T. VII. Bètes féroces. Le Jaguar 26. L'Ozlot 26. Le Kuguar 26. Le Gepard 26. Le Chat sauvage 26. Le Serval 26. Le Lynx ou loup-cervier 26.
T. VIII. Le Castor 28.
T. IX. Pelleteries fines. La Loutre de Canade 31. La Loutre de mer 31. La Fouine 31. Le Martre Zibelline 31. L'Hermine 31. Le Petit-gris 31.
T. X. Espèces d'Ours. L'Ours d'Europe, brun et noir 32. L'Ours blanc 32. Le Coati ou Raton 32. Le Blaireau 32. Le Glouton. 32.
T. XI. Civettes et Putois. La Civette 43. La Genette 43. L'Ichnevmon; Le Mangouste 43. La Coase 43. Le Skunk 43.
T. XIl. Animaux encuirasses. Le Pangolin 44. Le Tatou à 3 bandes 44. Dit à 6 bandes 44. Dit a 9 bandes 44. Dit à 12 bandes 44.
T. XIII. Espèces de Guenons. Le Malbrouk 48. Le Macaque 48. La Diane 48. La Mone 48. Le Patas 48. Le Talopin 48. Le Callitriche 48. Le Moustac 48.
T. XIV. Espèces de singes. Le Coati 53. Le Sajon 53. Le Sai 53. Le Saimire 53. L'Ouistiti 53. Le Pinche 53. Le Marikina 53. Le Miko 53.
T. XV. Loups et Renards. L'Hyène 63. Le Chakal 63. Le Loup 63. Le Renard noir 63. Le Renard blanc 63. Le Renard ordinaire 63.
T. XVI. Paresseux et Taminoirs. L'Ai 65. L'Unau 65. Le grand Tamanoir 65. Le Tamanoir moyen 65. Le petit Tamanoir 65.
T. XVII. Chauves-Souris. Le Vampire 67. La Chauve-souri de Pérou 67. La Ch. Sour. commune 67. La Noctule 67. Le Fer-à-cheval 67. La Ch. Sour. à barbe 67. L'Oreillard 67. La petite Rongette 67.
T. XVIII. L'Hippopotame 72. Le Tapir ou l'Anta 72.
T. XIX. Espèces de Makis. Le Loris 85. Le Mongous gris 85. Le Mongous brun 85. Le Vari noir et blanc 85. Le Macoco 85. Le Maki jaune 85. Le Maki volant 85.
T. XX. Chameaux. Le Dromedaire 86. Le Glama 86. La Vigogne 86. Le Guanaco ou Huannco 86.
T. XXI. Sauteurs. L'Alakdaga 93. La Gerboise 93. Le grand Gerbo 93. Le Kengourou 95.
T. XXII. Philandres. Le Marsupiale 97. L'Opossum 97. Le Faras 97. Le Kayopollin 97. La Marmose 97. Le Philandre de Surinam 97. Le Phalanger 97. Le Tarsier 97.

II. OISEAUX.

T. I. Oiseaux qui ne volent pas. L'Autriche 3. Le Casoar 3. Le Dronte 3. Les Manchots, 3 espèce 3. Le Pingoin 3.
T. II. Oiseaux d'Amérique. Le Jabirou 9. Le Camichy 9. Le Coq de roche 9. L'Urubu 9. Les Collibris, 3 espèces 9.
T. III. Perroquets du vieux monde. Le Cacatou 16. Le Perroquet 16. Le Lori 16. La Perruche à longue queue 16. La Perruche de courte queue 16.
T. IV. Perroquets du nouveau monde. L'Ara 17. L'Amazone 17. Le Papegais 17. Le Cric 17. La Perriche à longue queue 17. La Perriche à courte queue 17.
T. V. Oiseaux de proie. L'Aigle royal 34. L'Aigle commun 34, Le Pygargue 34. Le grand Vantour 34. L'Autour 34. Le Faucon 34.
T. VI. Oiseaux aquatiques. L'Albatros 38. Le Pelican 38. La Spatule 38. Le Butor 38. Le Cormoran 38.
T. VII. Oiseaux singuliers. L'Oiseau de Paradis 42. Le Promerops 42. Le Calao 42. Le Toucan 42.
T. VIII. Oiseaux de la Chine. Le Faisan doré 50. Le Faisan blanc 50. L'Eperonier 50.

Band 1
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Band 1, Inhalt 3

Band 1, Heft , Inhalt 3, deutsch

Inhalt.

Taf. IX. Eulen. Der grosse Schuhu 54. Der kleine Schuhu 54. Die schwarze Eule 54. Die Stock-Eule 54. Die Thurm-Eule 54. Das Käuzchen 54.
T. X. Gänse. Die wilde Gans 56. Die Magellan. Gans 56. Die Guineische Gans 56. Die Cap-Gans 56. Die Coromandel Gans 56. Die Canadische Gans 56. Die Eider-Gans 56, Die Baum-Gans, oder Bernasche 56.
T. XI. Kukuke. Der Europäische Kukuk 60. Der blaue Kukuk 60. Der Coromandelsche Kukuk 60. Der Cap-Kukuk 60. Der Ostindische Kukuk 60. Der Kukuk aus den Philippinen 60. Der Kukuk von Cayenne 60. Der Kukuk aus Guyane 60.
T. XII. Diekleinsten Vögel. Chinesische Zwerg-Sperlinge 64. Der kleinste Fliegen-Vogel 64.
T. XIII. Strand-Vögel. Der Kranich 98. Storch 98. Der graue Reiger 98. Der Savacou 98.
T. XIV. Strand-Vögel. Der Phönicopter 100. Der Königs-Vogel 100. Der Ibis 100. Die Demoiselle aus Numidien 100.

III. FISCHE.

T. I. Walfisch-Arten. Der eigentliche Walfisch 4. Der Delphin 4. Der Marsouin 4.
T. II. Walfisch-Arten. Der Cachalot 7. Der Narbal 7.
T. III. Der grosse fliegende Fisch 13. Die Meer-Schwalbe 13. Die Remora, oder der Schiffhalter 13. Der Kropffisch 13.
T. IV. Handels Fische. Der Lachs 33. Der Thunfisch 33. Der Hering 33. Die Makrele 33.
T. V. Stock-Fische. Der Kabeljau 36. Die Scholle 36. Der eigentliche Stockfisch 36. Der Schell-Fisch 36.
T. VI. a. Gold-Fische. Der Gold-Schley 41. Die Orfe 41. Der Chinesische Gold-Karpfen 41. Der Hochrücken 41.
T. VI. b. Raub-Fische. Der grosse Hay 49. Der Hammer-Fisch 49. Der Säge-Fisch 49. Der Schwerd-Filch 49.
T. VII. Der Zitter-Aal 55. Der Zitter-Roche 55. Die See-Fledermaus 55. Der See-Stier 55. Die See-Kröte 55.
T. VIII. Klippfische. Der Gold Klippfisch 91. Der Kaiser Fisch 91. Der gestreifte Klippfifisch 91. Der Schwarz-Flosser 91. Der See-Reiher 9I. Der Schnabel-Fisch 91. Der zweyfarbige Klippf. 9I. Der eingefasste K. F. 91.
T IX. Die Stachel-Kugel 94. Der schwimmende Kopf 94. Der Thurmträger 94. Der Schildkröten-Fisch 94. Der geftreifte Stachelbauch 94.

IV. INSECTEN.

Taf. I. Der Seidenwurm 5.
T. II. Die Biene 14.
T. III. Schädliche Insecten. Die Surinamsche Spinne 15. Die Tarantel l5. Die Orange-Spinne 15. Der Scorpion 15.
T. IV. Merkwürdige Insecten. Der Laternen-Träger 40. Die Fang-Heuschrecke 40. Die wandernde Heuschrecke 40. Die Cicade 40. Der Herkules-Käfer 40. Der Maykäfer 40.
T. V. Merkwürdige Krebse. Der See-Hummer 74. Die Krabbe 74. Der Molukk. Krebs 74.

V. PFLANZEN.

T. I. Das Zuckerrohr 10. Der Caffeebaum 10.
T. II. Der Oel-Baum 27. Der Cacao-Baum 27.
T. III. Der Pfeffer 30. Der Ingwer 3o.
T. IV. Die Tobacks-Pflanze 35.
T. V. Der Zimmt-Baum 37. Der Campher-Baum 37.
T. VI. Der Mahagony-Baum 45. Das Brasilien-Holz 45.
T. VII. Die Baumwollen-Staude 46. Der Thee-Strauch 46.
T. VIII. Edle Südfrüchte. Der Zitron-Baum 47. Der Cedrat 47. Der Pomeranzen-Baum 47. Der Sina-Apfel 47. Der Feigen-Baum 47. Der Mandel-Baum 47.
T. IX. Die Brod-Frucht 51.
T. X. Der Muskaten-Baum 52. Der Gewürze-Näglein-Baum 52.
T. XI. Der Cardamom 61. Die Kapper-Staude 61.
T. XII. Der Kork-Baum 66. Der Terpentin-Baum 66.
T. XIII. Der Indigo 71. Die Färber-Röthe 71.
T. XIV. Die ächte Rhabarber 73.
T. XV. Die Vanille 75 Die Coloquinte 75.
T. XVI. Der Krähen-Augen-Baum 84. Der Ginseng 84.
T. XVII. Der Gummigutt-Baum 90. Die Curcuma, oder Gilb-Wurzel 90.
T. XVIII. Die Tamarinde 92. Die Pistacie 92.
T. XIX. Der Guajac-Baum 95. Der Cascarill-Baum 95.
T. XX. Das Kali, oder Salz-Kraut 96. Das Lungenmoos 96.
T. XXI. Der Opium-Mohn 99. Die Tragant-Staude 99.

Band 1
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Band 1, Inhalt 4
Es gibt keine französische Beschreibung für die ersten 45 Tafeln.
Band 1, Heft , Inhalt 4, französisch

TABLE DES MATIERES.


T. IX. Oiseaux de'Nuit. Le Grand Duc 54. Le Moyen Duc 54. La Houlotte 54. Le Chathuan 54. L'Effraie 54. Le Chevêche 54.
T. X. Espèces d'Oies. L'Oie sauvage 56. L'Oie des Terres Magellaniques 56. L'0ie de Guinée 56. L'Oie du Cap 56. L'Oit de Commandel 56. L'Oie de Canada 56. L'Eider 56. La Benarche 56.
T. XI. Espèces de Coucous. Le Coucou d'Europe 60. Le Coucou bleu 60. Le C. de Coromandel 60. Le C. de Cap. 60. Le C. des Indes orientales 60. Le G. des Iles Philippines 60. Le C. de Cayenne 60. Le C. de Guyane 60.
T. XII. Les Moineaux nains de la Chine 64, L'Oiseau mouche, le plus petit 64.
T. XIII. Oiseaux de Rivage. La Grue 98. La Cicogne 98. Le Heron gris 98. Le Heron blanc, Ou l'Aigrette 98. Le Savacou 98.
T. XIV. Oiseaux de Rivage. Le Phénicoptère 100. L'Oiseau royal 100. L'Ibis 100. La Demoiselle de Numidie 100.

III. POISSONS.

T. I. Cétacées. La Balene 4. Le Dauphin 4. Le Marsouin 4.
T. II. Cétacées. La Cachalot 7. Le Norval 7.
T. III. Le grand poisson volant 13. L'Hirondelle de mer 13. Le Remora 13. Le Coffre rond 13.
T. IV. Poissons de Commerce. Le Saumon 33. Le Thon 33. Le Hareng 33. Le Maquereau 33.
T. V. Merluches. Le Cabeliau 36. Le Stockfische 36. La Sole 36. La Merluche 36.
T. VI. a. Dorades. La Tanche dorée 41. L'Orphe. La Dorade Chinoise 41. Le Boffu 41.
T. VI. b. Poissons de rapine. Le grand Requin 49. Le Marteau 49. La Scie 49. L'Espadon 49.
T. VII. L'Anguille tremblante 55. La Raie tremblante 55. La Chauve l'ouvis de mer 55. Le Taureau de mer 55. Le Crapaud de mer 55.
T. VIII. Bandulières. La Bandoulière dorée 91. L'Empereur du Japon 91. La Bandoulière rayée 91. La Bandoulièie noire 91. Le Héron de mer 91. La Bandoulière à bec 91. La Griselle 91. La Bandoulière bordée 91.
T. IX. L'Orbe herisson 94. La Lune 94. Le Chameau marin 94. La Tète de la Tortue 94. Le Globe rayé 94.

IV. INSECTES.

Taf. I. La Ver-à-soie 5.
T. II. L'Abeille 14.
T. III. Insectes nuisibles. L'Araignée de Surinam 15. La Tarentule 15. L'Araignée Orange 1 5. Le Scorpion 15.
T. IV. Insectes remarquables. Le Porte-lanterne 40. La Sauterelle de Passage 40 La Mante 40. La Cigale 40. Le Scarabée Hercule 40. Le Hanneton 40.
T. V. Ecrevisses remarquables. Le Homard 74. Le Crabe 74. L'Ecrevisse de Moluques 74.

V. PLANTES.

T. I. Le Caffier 10. La Canne de Sucre 10.
T. II. L'Olivier 27. Le Cacaotier 27.
T. III. Le Poivre 30. Le Gingembre 30.
T. IV. Le Tabac 35.
T. V. Le Canellier 37. Le Camphrier 37.
T. VI. Le Mahagony, ou Bois d'Acajou 45. Le Bois de Brésil 45.
T. VII. Le Cotonnier 46. Le Thé 46.
T. VIII. Le Citron 47. Le Cédrat 47. L'Orange 47. La Pomme de Sina 47. Figue 47. L'Amande 47.
T. IX. L'Arbre à pain 31. [sic]
T. X. Le Muscadier 52. Le Giroflier 52.
T. XI. Le Cardamome 61. Les Capres 61.
T. XII. Le Liège 66. Le Térébinthe 66.
T. XIII. L'Indigo 71. La Garance 71.
T. XIV. La vraie Rhubarbe 73.
T. XV. Le Vanille 75. La Coloquinte 75.
T. XVI. Noix vomiques 84. Le Ginseng 84.
T. XVII. Le Gommier 90. Le Curcuma 90.
T. XVIII. Le Tamarinier 92. Le Pistachier 92.
T. XIX. Le Guajac 95. La Chacarille 95.
T. XX. Le Kali 96. La Pulmonaire 96.
T. XXI. Le Pavot blanc 99. Le Tragacante 99.

VI. HOMMES ET LEURS HABILLEMENS.

T. II. Hommes d'Asie. Habitans des Indes orientales 77. Sibériens 77. Kalmoucs 77. Arabes 77.
T. III. Hommes d'Afrique. Egyptiens 78. Hottentots 78. Gonaques 78. Caffres 78.
T. IV. Hommes d Amérique. Grönlandois 79. Unalaschkales 79. Habitans de la Virginie 79. Patagons 79. Habitans des Terres de feu 79.
T. V. Hommes d'Australie. Habitans d'Otahiti 80. Habitans des Iles Sandwich 80. Habitans de la nouvelie Zèelande 80. Habitans de la nouvelle Hollande 80.

VII. VERS.

T. I. Vers remarquables. Le Ver de Rosée 62. La Sangsue 62. Le Polype à bras 62. Le Solitaire 62. Le Ver orbiculaire 62.
T. II. Oursins de différentes espèces 83.
T. III. Etoiles de mer 89.

Band 1
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Band 1, Inhalt 5

Band 1, Heft , Inhalt 5, deutsch

Inhalt.

VI. MENSCHEN und TRACHTEN.

T. I. Europäer. Franzosen 76. Engländer 76. Bergschotten 76. Türken 76. Samojeden 76.
T. II. Asiater. Ostindier 77. Sibirier 77. Kalmücken 77. Araber 77.
T. lII. Afrikaner. Egypter 78. Hottentotten 78. Gonaken 78. Caffern 78.
T. IV. Amerikaner. Grönländer 79. Unalaschker 79. Virginier 79. Patagonier 79. Feuerländer 79.
T. V. Australier. Otaheiter 80. Sandwich-Insulaner 80. Neu-Seeländer 80. Neu-Holländer 80.

VII. GEWÜRME.

T. I. Merkwürdige Würmer. Der Regenwurm 62. Der Blutegel 62. Der Arm-Polyp 62. Der Bandwurm 62. Der Blasenwurm 62.
T. II. Meerigel verschiedener Art 85.
T. III. Meersterne verschiedener Art 29.

VIII. CONCHYLIEN.

T. I. Der Nautilus 18. Die orientalische Perlenmuschel 18. Die teutsche Perlenmuschel 18. Die Perlenmutter 18.

IX. CORALLEN.

T. I. Die rothe Steincoralle 21. Die schwarze Horncoralle 21. Die gemeine weisse Steincoralle 21. Der Corallenschwamm 21.

X. AMPHIBIEN.

T. I. Der zottige Seelöwe 20. Der glatte Seelöwe 20. Das Wallross 20. Der Seebär 20. Der gemeine Seehund 20.
T. II. Der Nilcrocodil 22.
T. III. Schildkröten 23.
T. IV. Eydechsen. Der Leguan 24. Der Chameleon 24. Der Salamander 24.
T. V. Schlangen. Die Klapperschlange 29. Der Mural oder die Wasserschlange 29.

XI. MINERALIEN.

T. I. Gold 11. Silber 11. Kupfer 11. Zinn 11.
T. II. Bley 12. Eisen 12. Quecksilber 12. Wismuth 12. Antimonium 12.

XII. BAUKUNST.

[T. I] Ursprung der Baukunst und der 5 Säulenordnungen 39.

XIII. ALTERTHÜMER.

T. I. Die sieben Wunder der Welt. Die Pyramiden 68. Die schwebenden Gärten 68.
T. II. Die Mauern von Babylon 69. Das Mausoleum 69.
T. III. Der Coloss zu Rhodos 70. Der Olympische Jupiter 70. Der Dianen-Tempel zu Ephes 70.

XIV. VERMISCHTE GEGENSTÄNDE.

T. I. Fabelhafte Thiere. Der Centaur 57. Die Chimäre 57. Die griech. Sphynx 57. Die ägypt. Sphynx 57. Der Gryllus 57. Die Syrenen 57.
T. II. Fabelhafte Thiere. Die Harpyen 58. Der Greif 58. Der Satyr 58. Die Giganten 58. Das Seepferd 58. Die Tritonen und Nereiden 58.
T. III. Fabelhafte Thiere. Der Vogel Roc 59. Der Basilisk 59. Der Phönix 59. Das Einhorn 59. Das Scythische Lamm 59. Der Drache 59.
T. IV. Das Linienschiff 81.
T. V. Die Galere 82. Die Fregatte 82.
T. VI. Der Cutter 87. Das Kauffarthey-Schiff 87.
T. VII. Die Jacht 88. Die Schaluppe 88. Die Gondel 88.

Ende des ersten Bandes.


Band 1
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Band 1, Inhalt 6
Es gibt keine französische Beschreibung für die ersten 45 Tafeln.
Band 1, Heft , Inhalt 6, französisch

TABLE DES MATIERES.


VIII. COQUILLAGES.

T. I. Le Nautile 18. La vraie Coquille â perles 18. Le Burgau d'Allemagne 18. Nacre de perle 18.

IX. CORAUX.

T. I. Corail pierreux rouge 21. Corail corneux noir 21. Corail pierreux blanc ordinaire 21. Fongite gris 21.

X. AMPHIBIES.

T. I. Le Lion marin velu 20. Le Lion marin lisse 20. L'Hippopotame 20. L'Ours marin 21. [sic] Le Chien marin 21. [sic]
T. II. Le Crocodille du Nil 22.
T. III. Tortues 23.
T. IV. Lézards. Le Leguan 24. Le Chaméleon 24. La Salamandre 24
T. V. Serpens. Le Serpent à Sonnette 29. Le Mural ou Serpent d'eau 29.

XI. MÉTAUX.

T. I. L'Or 11. L'Argent 11. Le Cuivre 11. L'Etain 11.
T. II. Le Plomb 12. Le Fer 12. Le Mercuse 12. Le Bismuth 12. L'Antimoine 12.

XII. ARCHITECTURE.

T. I. L'Origine de l'Architecture et de ses 5 Ordres 39.

XIII. ANTIQUITÉS.

T. I. Les sept merveilles du monde. Les Pyramides 63. Les Jardins en l'air 68.
T. II. Le Murs de Babylone 69. Le Mausolée 69.
T. III. Le Colosse de Rhodes 70. La Statue de Jupiter Olympien 70. Le Temple de Diane à Ephèse 70.

XIV. MELANGES.

T. I. Animaux fabuleux. Le Centaure 57. Le Chimère 57. La Sphinx grecque et égyptienne 57. Le Grillus 57. Les Syrènes 57.
T. II. Les Harpies 58. Le Griffon 58. Le Satyre 58. Les Géans 58. Le Cheval marin 58. Les Néréides et les Tritons 58.
T. III. L'Oiseau Roc 59. Le Basilic 59. Le Phénix 59. La Licorne 59. Le Boramez 59. Le Dragon 59.
T. IV. Le Vaisseau de Guerre 81.
T. V. La Galère 82.
T. VI. Le Cuttre 87. Le Vaisseau marchand 87.
T. VII. Le Yacht 88. La Chalouppe 83. La Gondole 88.

Fin du premier Tome.


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